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Search deep inside

Nun hat also auch die deutschsprachige Abteilung von Amazon für registrierte Kunden die „Search Inside“-Funktion eingeführt.

„Search Inside“ ist eine erweiterte Suchfunktion, die nicht nur Titel oder Beschreibungen von Büchern durchsucht, sondern auch deren Inhalte. Die gefundenen Textpassagen werden in einer Voransicht des Buches mit ein paar vorhergehenden und nachfolgenden Seiten dargestellt.

Das ist hübsch. Ein paar Anwendungsbeispiele gefällig?

Kochrezepte lassen sich damit prima finden, aber auch bei technischen Fachbüchern genügt oft die Lektüre von ein paar Seiten, die Kenntnis der richtigen Suchbegriffe vorausgesetzt. Medizin, Philosophie… immer, wenn es ums kurze Nachschlagen geht, macht „Search Inside“ richtig Sinn.

Am allerbesten ist aber, dass man jetzt die Klassiker (und Nichtklassiker) der Weltliteratur nicht mehr im wahrsten Sinne des Wortes manuell nach den schmutzigen Stellen durchsuchen muss, denn Amazon erledigt das. Die Kenntnis der richtigen Suchbegriffe vorausgesetzt. Ich gehe mal davon aus, dass die Meldung „Der Service ist derzeit nicht verfügbar“, die bei meinen intensiven Recherchen einige Male auftauchte, tatsächlich technische Ursachen hatte.

Danke, Amazon. Endlich alle Kochbücher und Bettszenen auf Knopfdruck!

Wie? Das ist gar nicht der Sinn der Sache?

Achso.

4 Kommentare

  1. 01

    Funktioniert aber nicht so richtig: Wenn ich nach einem wichtigen Zitats Goethes Suche, lande ich erstmal bei Günter Jerouschek. Ich muss dem Literaten schon selbst im Arsche lecken, um den Verweis auf Götz von Berlichingen zu kriegen — auch wenn das trotzdem nicht auftaucht.

    (Nur so nebenbei: Das Preview scheint sich nicht mit den Google Ads zu vertragen. Die Zittern extrem, wenn ich hier nen Buchstaben reinschreibe (Firefox 1.0.5))

  2. 02

    @Tobias: das _das_- Buch gehört nicht zum durchsuchbaren Bestand, wie die Detailseite dieses Buches erklärt.

    Der Bestand von angeblich mehreren Tausend Büchern ist nun einmal bei Millionen von Büchern nur ein minimaler Bruchteil. Ich habe zwei Zitate gesucht, die beide keinen Treffer ergaben. Mir scheinen hauptsächlich (kurzlebige) Fachbücher erfasst zu sein.

    Warum sie nicht
    http://www.gutenberg.org und http://gutenberg.spiegel.de angezapft (und entsprechend finanziell unterstützt) haben, wird wieder einmal ein Geheimnis der Projektmanager bleiben.

  3. 03
    Chris

    Weil hinter Spiegels „Gutenbergprojekt“ keine offen Lizens steckt und gutenberg.org auch nur für nichtkommerzielle Zwecke kostenlos angezapft werden darf.

  4. 04

    Chris, ich sprach von „entsprechend finanziell unterstützen“. Und so lange ist das noch nicht „Spiegels Gutenbergprojekt“ ;)
    Irgendwer muss die Technik und eigentlich auch die Koordinatoren ja bezahlen – und wenn Amazon davon einen nutzen hätte – billiger als selber erfassen ist es allemal (außer sie haben sich einige Leute zu Feinden gemacht).

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