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The Arcade Fighters

Ich habe noch immer nicht genug Ruhe über den gestrigen, unglaublich beeindruckenden Gig von The Arcade Fire zu schreiben, for your enjoyment gibt es aber schonmal ein kleines Video, das einige Erklärungen benötigt.

Denn der Clip ist von furchtbarer Qualität und hat höchstens dokumentarische Zwecke. Der Sound, den das SE K750i bei Videos aufnimmt taugt einfach nichts und das Bild ist auch nicht viel besser. Man muss also mehrmals gucken und sehr gut hinsehen:

Lässt man das Auge am linken Bühnenbereich, kann man nämlich mit etwas Mühe erkennen, mit welcher Wucht ein Mitglied von Arcade Fire mittels eines Drumsticks auf diverse Gegenstände auf der Bühne eindrischt. Zunächst sieht man den Mann aufrecht stehen, dann (nach dem roten Lichtblitz) schlägt er auf etwas auf dem Boden ein und verfolgt es danach kurz über den linken Bühnenbereich. Dieses Etwas ist einer seiner Mitmusiker. Während der Verfolgungsjagd wird (ebenfalls kurz nach dem roten Flash) auch der Sänger der Band und dessen Mikro kurz in Mitleidenschaft gezogen, welcher sich mit einer gekonnten Drehung genervt dem Geschehen entzieht und danach ein anderes Mikro weiter rechts benutzt. Ein Roadie baut dann in der Mitte der Bühne das ursprüngliche Gesangmikro wieder auf, während man links weiter hinten noch kurz die beiden Streithähne bzw. deren Sticks sehen kann.

Wie gesagt, man muss es ein paar Mal ansehen um sich an die Qualität zu gewöhnen und sich jedes Mal auf eine andere Stelle auf der Bühne konzentrieren, wenn man aber weiß was passiert, erkennt man das Beschriebene.

Das ist keine abgefuckte Show im Sinne von Billig-Gitarren zertrümmerden Nine Inch Nails. Das ist Leidenschaft, glaubt mir. Fantastisch. Und dennoch: ob der „Qualität“ nur für Fans und Neugierige. Nischen-Content.

Der Clip ist hier und etwa eine halbe Minute lang, kommt im mobilen 3gp-Format und ist dadurch nicht einmal 300kb groß. Der Mac spielt das brav in Quicktime ab und ich schätze auch Windows-Rechner werden damit keine Probleme haben.

Für diejenigen, die Spaß an solchen qualitativ grausamen Mini-Clips haben gibt es hier noch ein paar Sekunden von Dinosaur Jr. (in Originalbesetzung!) und ihrem Cure-Cover von „Just like Heaven“ mit wenigstens einem grandiosen Schrei drin.

Und da ich gerade mit Schrecken herausgefunden habe, dass ich Depp die ganze Zeit auf „MMS-Qualität“ gefilmt habe statt auf „High Quality“, gibt es Hoffnung auf etwas bessere Clips vom heutigen Tag.

10 Kommentare

  1. 01
    frank r.

    johnny, wie waren dinosaur denn? warst du danach noch bei den stars?

  2. 02

    Vielleicht ist es keine abgefuckte Show im Sinne von Billig-Gitarren zertrümmernden Nine Inch Nails, aber mein Eindruck nach einem Konzert von denen war, dass es eine abgefuckte Show in irgendeinem anderen Sinne war. So J. Mascis auf der Bühne verharren und nöhlen sehen gibt mir dann doch mehr :-)

    /geek

  3. 03

    Also ich erkenne auf dem Video genau gar nichts. :-)

  4. 04
    Ulf

    hmm, der mime type stimmt so gar nicht

  5. 05
    DJ Goodnews

    nehmt’s dem k750 nicht übel, wenn es den sound von Mascis jr. drei! Marshall Türmen nicht einfangen kann. so was geiles läßt sich eben digital kaum abbilden. das perfekte DRM.

  6. 06
    M°

    Also wenn man diese Wucht schon mal gesehen hat, reicht das Video zumindest, um vor Freude wieder zu strahlen. Schöne Erinnerung an das herrlichste Konzert seit langem und sicher für lange Zeit.

  7. 07
    Bettina

    ich hätte nicht gedacht, dass arcarde fire auch im hellen und open air funktionieren. aber ich wurde am freitag eines besseren belehrt!

  8. 08

    Ich auch…

    Und bei aller Legendenverehrung: Dinosaur waren bei MOS nicht unbedingt der beste Act. Dafür hatte Johnny einen coolen Anzug an.

  9. 09

    Jonny, stell dich doch wenigstens frontal vor die Bühne!
    Und in zwei Jahren nehmen wir eh´alle in Kinoquali auf Handies auf..

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