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Christliche Spam Union

Felix hat die Pressemeldung der Münchner Agentur Plan.Net (quasi wie „Planet“, was ja etwas bezeichnet, das nicht von dieser Welt ist, im übertragenen Sinne also auch die Agentur versinnbildlicht, deren Arbeit ebenfalls jenseits der hiesigen Vorstellungskraft liegt, was die Qualität angeht, aber eben nicht einfach nur „Planet“ sondern „Plan“, weil sie ja Kampagnen „planen“ und „Net“ weil sie das auch in diesem Internet machen, daher auch der Punkt dazwischen, der sozusagen einen direkten Bezug oder gar Link (!) zum brandneuen Medium herstellt, in dem die sogenannten „Webadressen“ ebenfalls durch Punkte getrennt sind) bezüglich der hier, da, dort, drüben, dahinten und andernorts erwähnten geplanten CSU-Spam-Kampagne.

Den gesamten Text bitte bei Felix lesen, hier nur die „Best of“-Version:

Ausgehend von 1.000 vorab ausgewählten Handy-Besitzern, die am Donnerstag Morgen vor der Wahl zeitgleich die ersten Anrufe erhalten, setzt sich die Lawine in Bewegung: Jeder Teilnehmer kann beliebig viele Nummern an einen Server senden, die ebenfalls mit der Nachricht von Stoiber angerufen werden. (…) Am Abend vor der Wahl endet die mobile Wahlwerbung, die bis dato in der Geschichte Deutschlands einmalig ist.

Und weiter:

Sollte der Stoiber-Anruf nicht angenommen werden, wird 30 Minuten später ein neuer Versuch gestartet, dann noch zweimal mit einem jeweiligen Zeitabstand von 60 Minuten. Wenn sich eine Mailbox einschalten sollte, wird auch hier der Text der VoiceCard in voller Länge aufgesprochen.

Wer den gesamten Text gerne in voller Länge selbst als E-Mail oder Fax hätte oder Rückfragen zur bis dato in der Geschichte Deutschlands einmaligen Wahlwerbung hat, wendet sich bitte an

Katrin Kühl
Leitung Presse & PR

Serviceplan
Agenturgruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG
Haus der Kommunikation
Brienner Str. 45 a-d
80333 München

Tel.: +49 89/20 50 — 41 52
Fax: +49 89/20 50 – 25 11
e-mail: k.kuehl@serviceplan.de

13 Kommentare

  1. 01
    Simon

    Als Hesse saachich jetzehaltmal:

    Die heiße halt Plan.net, weil die net plane.

    Grüße,
    Simon

  2. 02

    Schön. Gibt’s nicht irgendeine Möglichkeit, sich gegen solche Aufdringlichkeiten zu wehren?

  3. 03

    Dann ist die CSU ja gar nicht schuld wenn jemand so einen Anruf bekommt, schliesslich hat das ganze ein wohlmeinender Freund in die Wege geleitet. Oder wie soll ich das verstehen?

    Ich hoffe mal dass der Server keine auslaendischen Nummern versteht und ich hier drueben keinen Anruf bekomme. Vor allem da ich morgens um 8 noch keinen Anruf von Herrn Stoiber vertragen kann. Und waehlen tue ich sowieso nicht.

  4. 04
    Pascal

    Ich glaube das beste wäre, wenn man kräftig mitmacht und vor allem jedem Anwalt, den man finden kann „empfielt“ – vielleicht erbarmt sich ja einer und mahnt sie ab?

  5. 05

    Na ja, ich sag doch, dass die CSU Wahlwerbung für andere Parteien macht.

  6. 06

    Abgesehen von diesem komischen Handy-Weiterleitungsteil ist doch die spannende Frage, woher die 300000 E-Mailadressen stammen, von denen Söder in Presseartikeln nur berichtet, dass diese aus öffentlich zugänglichen Verzeichnissen stammen würden.

    Welche öffentlich zugänglichen Quellen sind dies?

    Diese Frage sollte geklärt werden, der Rest ist PR, die nicht besonders viel für die CSU bringt, ausser viel Aufmerksamkeit, wie sich hier zeigt für wenig tausend Stoiber-Jünger, welche die weiterdistributieren.

  7. 07
  8. 08

    CSU ist eigentlich gegen SPAM – aber im Wahlkampf sind alle Mittel recht

    Während im offiziellen CSU-Wahlblog blog4berlin die Proteste gegen die geplanten Spam-Attacken nicht abreißen, lohnt sich ein Blick in eine erst wenige Tage alte Pressemitteilung des eco:

    „Spam kann nur durch eine enge und vor allem internationale Kooperation von Wirtschaft, Politik und Verbrauchern effizient bekämpft werden. In diesem Punkt sind sich die deutschen Parteien kurz vor der Bundestagswahl am 18. September einig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des eco Verbandes der deutschen Internetwirtschaft e.V., in der die politischen Parteien nach ihren Positionen unter anderem zum Thema „žSpam“ befragt wurden. Einigkeit besteht bei den Parteien darin, dass auf der Basis der nationalen Gesetzgebung eine globale Verbreitung rechtlicher Rahmenbedingungen wünschenswert ist. Nationale Alleingänge seien ineffektiv, weil sie der Struktur des World Wide Web nicht gerecht würden.

    Die CDU/CSU fordert außerdem eine klare Definition des Begriffes Spam, um Rechtsklarheit zu schaffen. Außerdem dürften sich Anti-Spam-Regelungen nicht auf E-Mails beschränken, sondern müssten technologieneutral ergänzt werden, da Spam nicht vor anderen Formen der elektronischen Kommunikation halt mache. All dies sei am besten in einem eigenen Anti-Spam-Gesetz zu regeln.“

  9. 09

    Durch den Abruf der Mailbox entstehen dem Beglückten doch Kosten, oder habe ich mein tragbares Telefon schon so lange nicht mehr benutzt? Sollte dann nicht die gleiche rechtliche Argumentation gelten wie bei Fax-Spam, bei dem man sich beträchtliche Summen zurückholen konnte? IANAL, aber da muss doch was zu machen sein „¦

  10. 10
    martin

    Momentan wird in de Kommentaren munter gelöscht, was auf die „Reinigung“ der Beiträge hinweist. Versuchts mal, was zur Löschung zu schreiben! Eine Minute später ist der Beitrag weg!

    Siehe auch bei IT&W: http://www.industrial-technology-and-witchcraft.de/index.php/ITW/15670/

  11. 11

    Ich versuche die Löschungen mit Screenshot mal zu dokumentieren. Es reicht mittlerweile auf die Löschungen freundlich hinzuweisen. Oder dass Löschungen zumindest gekennzeichnet werden sollten. Das hat nix mit Verleumdung, Beleidigung, usw. zu tun – sondern ist schlichtweg Zensur.

    Eine Dokumentation mit Screenshots gibts hier:
    http://wahlspotting.blogspot.com

  12. 12
    martin

    ich erreiche die CSU-Seite nicht mehr…

  13. 13
    martin

    Quatsch, doch nicht. Aber schon erstaunlich, wie flink die mit dem Löschen sind! Ist das automatisiert oder haben die eine Horde fanatischer Affen zur Löschung eingestellt :D

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