38

Ich bin zufrieden

Ein klares Ergebnis wäre wohl allen lieber gewesen, egal in welche Richtung. Ein paar klare Sätze als Reaktion anstelle der beinahe größenwahnsinnigen, jedoch kaum nachvollziehbaren Siegesbekundungen ebenfalls. Aber das konnte scheinbar nur Joschka Fischer, neben Westerwelle und den Linken einer mit echtem Grund zum Feiern.

Als Regierungspartner kaum Stimmen verloren zu haben ist ein Erfolg für die Grünen, auch wenn es mich persönlich enttäuscht, dass ihre Themen und Erfolge während der Regierungsmitarbeit noch immer nicht einmal jeden Zehnten überzeugen konnten. Vielleicht lag es daran, dass die Grünen im Wahlkampf als einzige Partei nicht substanzlos auf Plakaten erklärten, sie könnten die Arbeitslosigkeit husch husch eliminieren.

„Mehr FDP, weniger Steuern“ scheint da besser gewirkt zu haben, zumindest bei den CDU-Wählern mit Angst vor einer großen Koalition. Denn wer sonst sollte die Gelben gewählt haben?

Schröder lehnte sich trotz der SPD-Verluste zurück und sein fast kindisches, mir aber an diesem Abend aber nicht unsympathisches „Nä nänänää nä, du wirst nicht Kanzlerin, bäh!“, das sicher nicht nur den Anwesenden bei der sehr angenehmen, entspannten und lustigen FUTURA BOLD 7.0 die Frage „Ist der besoffen?“ entlockte, offenbarte das wahre und vielleicht einzige Wahlziel der SPD: Merkel verhindern. Das ist gelungen, da darf man sich als Kanzler nach den bekannten Prognosen auch mal ein bisschen hämisch freuen. Und sich von mir aus auch besaufen.

Angela Merkel, die Frau, die (das kann man schon klar so sagen) der Großteil der WählerInnen ganz unerwartet nun doch nicht als Kanzlerin möchte, tut einem fast leid. Was musste sie ertragen speziell in den letzten Wochen. Die öffentliche Diskussion um ihr Aussehen, die dauernde Feststellung, dass ihr der Kanzler in vielen Punkten überlegen sei, das radikalste je im Wahlkampf beobachtete Photoshopping ihres Gesichts auf den letzten CDU-Plakaten; all dies hat sie sicher nicht besonders beglückt mitgemacht, denn die Prognosen versprachen ihr den Erfolg dieser Tortur. Der nicht eintrat. Selbst in ihrer dauernden Aussage „Wir sind die stärkste Partei“, die man bei einem Prozent Unterschied zur SPD ohnehin mit hochgezogenen Augenbrauen hört, schwang verständliche Enttäuschung mit. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie sozial sich die CDU wirklich verhalten kann. Nämlich gegenüber ihrer eigenen Kanzlerkandidatin.

Ich bin, nicht aus Häme sondern aus Überzeugung, froh darüber, dass Schwarz-Gelb nicht Realität geworden ist. Die Ergebnisse der Wahlen sind uneindeutig ausgefallen und so wird es wohl eine irgendwie geartete Minderheiten-Regierung geben, die an sich nichts schlimmes wäre, würde man nicht endlose Debatten und noch längere Entscheidungsprozesse befürchten.

Die Union flirtet mit den Grünen und der FDP, der SPD ist mit Ausnahme der Linken alles Recht, solange Schröder Kanzler bleibt. Stoiber schließt mit dieser Vorgabe die große Koalition aus, die FDP will hingegen nicht mit der SPD und den Grünen.

Da bleibt so gut wie nichts übrig. Denn entweder die Grünen ertragen die Union und die FDP (was ich nicht hoffe, dann doch lieber grüne Opposition) oder die Union überlässt in einer großen Koalition doch Schröder das Kanzleramt oder die FDP lässt sich zur Ampel überreden.

Egal was kommt: Ich persönlich bin, auch wenn ich mir die einzelnen Ergebnisse noch etwas anders gewünscht hätte, zufrieden. Denn letztendlich haben sich mehr als die Hälfte der deutschen Wahlberechtigten gegen die Politik und das Weltbild von CDU und FDP ausgesprochen. Diese Stimmen werden die kommende Politik stark beeinflussen, egal ob in der Regierung oder in der Opposition. Hoffen wir, dass es für alle eine gute sein wird. Damit das hier jetzt mal langsam weitergehen kann.

38 Kommentare

  1. 01
    Pascal

    Wie groß war eigentlich die Wahlbeteiligung?

  2. 02

    Ich bin zwar auch der Meinung, dass Schröder Grund hat sich zu freuen, wenn man mal die Umfrageergebnisse am Anfang des Wahlkampfes berücksichtigt. Aber dieses arrogante Auftreten in der Berliner Runde hätte Ihm bestimmt wieder einige Stimmen gekostet. Aber in 2 Wochen in Dresden ist dies wohl auch wieder vergessen.

  3. 03
    dennis

    ich meine, dass es mit 78 prozent ein prozent weniger als bei der letzten bundestagswahl war.

  4. 04
    Rauschen

    @Pascal: Die Wahlbeteiligung lag bei 77,7 Prozent. Das ist etwas weniger als 2002.

  5. 05

    Sicher, es hätte schlimmer werden können. Aber dass Merkel verhindert wurde halte ich doch für etwas verfrüht konstatiert. Die Strategie, die die SPD nun fährt (CSU aus dem Unionsergebnis rausrechnen) erschließt sich mir nicht so richtig, ebensowenig wie Schröders beberkenswerter TV-Auftritt. Nach allen Gesetzen der Logik und der politischen Tradition ist doch eine unionsgeführte große Koalition mit einer Kanzlerin Merkel und einem Vizekanzler der SPD das Wahrscheinlichste.

    Da aber beide Kandidaten Anspruch aufs Kanzleramt erheben und die SPD allen Anschein nach Schröders Ambitionen stützt halte ich erneute Wahlen im Dezember/Januar ebenfalls nicht für ausgeschlossen. Wenn ich damals richtig aufgepasst habe, kann die der Bundespräsident bei erfolgloser Regierungsbildung ansetzen. So oder so, es ist alles recht vertrackt, aber schwarz-gelb ist nicht passiert, das ist die gute Nachricht des Tages.

  6. 06
    Alphager

    Es war mit 78% genau 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

  7. 07

    mir geht das alles so auf den keks.

  8. 08

    Ich fordere eine „Schwampel“!

  9. 09

    Diese Stimmen werden die kommende Politik stark beeinflussen, egal ob in der Regierung oder in der Opposition.

    Optimist.
    Man wird vielleicht noch ein paar Wochen darüber sprechen, aber ändern wird das Zukunft nichts. Schwanzvergleiche, Beschuldigungen, Zickereien, Schmollen… Das erwartet uns weiterhin. Einig werden sich die Parteien eh nie sein und sobald ein klares Wahlergebnis fest steht, wird nach Neuwahlen gerufen..!

    Ein bisschen fremdschämen tu ich mich ja doch, wenn ich das Geschwafel sehe..! Um es mit den Worten meiner Oma zu sagen: „Was sollen denn da die Nachbarn denken?“

  10. 10

    Volle Zustimmung zum Beitrag – mit einer Ausnahme: Das Verhalten Schröders bei der Elefantenrunde war genauso peinlich wie das SPD-seitige Auseinanderrechnen der CDU/CSU-Stimmen idiotisch. Wer so etwas nötig hat, demoliert die eigene Seriösität besser, als der politische Gegner das mit noch so polemischen Attacken könnte. Herr Schröder soll sich von seinem kleinen Koaltionspartner ‚mal erklären lassen, was souveräne Gelassenheit ist, die einem Kanzler wahrlich besser zu Gesicht stünde als diese bockstarrige Prahlhanspose.

    Für mich sieht das ggw. nach einem Duell zweier Personen aus, die ich beide als Kanzler(In) nicht für tragbar halte – der eine zu laut und flegelhaft, die andere schlicht zu schwach.

  11. 11
    Thomas

    Ohne jetzt hier eine große Diskussion über die Werte auszulösen, für welche die Parteien eintreten. Aber mir ist die Betrachtung doch zu einseitig. Das die Wahlvorhersagen ein anderes Bild gezeichnet haben ist nicht Problem von Frau Merkel, daher ist die „Ätschibätschi“-Stimmung ihr gegenüber m.E. unangebracht. Vor allem ist sie aber in keinster Weise konstruktiv! Wir haben durch die Bundestagswahl eine Situation geschaffen, die um einiges schwieriger ist, als jene die Hr. Schröder überhaupt dazu bewogen hat das ganze Spektakel zu initiieren. Wo war also der Sinn? Wie hat es uns weitergebracht? Ist jetzt der Weg auf einmal frei für all die Reformen und guten Ideen?

    Und eine Frage stellt sich mir dann doch auch noch: Haben sich nicht auch mehr als die Hälfte der deutschen Wahlberechtigten gegen die Politik und das Weltbild von SPD und Grünen ausgesprochen?

  12. 12

    Thomas: Jein. Die Linkspartei ist „weltbildlich“ sicher näher an Rotgrün als an Schwarzgelb. Trotzdem hast du natürlich Recht, dass Rotgrün eben auch keine Mehrheit hat. Aber Rotrotgrün.

  13. 13
    saarworres

    Ja nur leider ohne einen Kanzler Schröder. Was die SPD als neue Schröder Partei strikt ablehnt. Oder ohne Oskar Lafontaine was der „PDSML“ wohl große Probleme machen würde. Abgesehen davon, das deren Programm ja auf einer Opposition zur SPD aufbaut. Also ist der Wahrscheinlichste Ausgang , so wie es im Augenblick wirkt, wohl eher mal wieder Neu- bzw Nachwahl. Das einzige worauf wir uns ja derzeit Verlassen können ist das es zumindest dann auch keine Verlierer geben wird. Selbst wenn es welche geben sollte.

    Das Verhalten Schröders, wird wohl eher der SPD schaden als nutzen. Da die Bundesbürger dem Neuwahlspektakel schon sehr skeptisch gegenüberstanden. Jetzt noch die Hoffnungen vieler auf eine große Koalition zu enttäuschen, indem man sich wie die Axt im Wald an seine Person selbst klammert ist wohl eher kontraproduktiv wenn an das Lied von Reformen für Deutschand als Rechtfertigung genutzt hat.

  14. 14

    Rotrotgrün ist allerdings weit weniger homogen, als der Name es vermuten läßt. Die einen Roten sind nämlich an Gestaltung interessiert, die andern an Protest.

    Und zu

    …zumindest bei den CDU-Wählern mit Angst vor einer großen Koalition. Denn wer sonst sollte die Gelben gewählt haben?

    ist zu sagen: Man kann auch liberal wählen, ohne CDU-Anhänger zu sein. Ja, das gibts. Ehrlich.

  15. 15
    bussibaer

    es scheint das es eigentlich darum ging gegen etwas zu sein anstatt fuer etwas.
    wie soll sich bei einer solchen negativen einstellung aendern, geschweige denn vorwaerts gehen?
    da wird, meiner ansicht nach, zuviel energie in das „nein“ zum anderen investiert.
    besser waere seine energien fuer was positives ein zu setzen.
    jedenfalls waere es glaubhafter.
    pfruende sichern ist einfacher als risiken ein zu gehen und inovativ zu sein.
    schade.
    das gilt im uebrigen fuer die politiker als auch fuer die meisten, haemischen, waehler.

  16. 16

    Ich weiß ja nicht, aber weltbildlich ist die FDP sicherlich nicht mit CDU/CSU in einen Topf zu werfen. Alleine, was Bürgerrechte, liberales Welt/Menschenbild usw. angeht, ist sie da doch gar nicht weit von den Grünen entfernt. Das Wirtschaftsthemen insgesamt mehr Raum haben, ist schade, aber auch verständlich, wenn man sich Statistiken anguckt, was „den Leuten wichtig war“.

    Was natürlich viel mehr bekümmert, sind die Personen an der Spitze. Aber das ist leider auch bei vielen anderen so, bei einigen, die man eh nicht mag, aber auch (gerade?) beispielsweise bei den Grünen.

    Und wenn man sich die Parteiprogramme anguckt, dann wird endgültig klar, dass Grün und Gelb nicht weit voneinander entfernt sind. Einzig die Krankenversicherung wäre da als unvereinbares Thema zu nennen.

    Ach ja, und was die Linkspartei angeht ist die doch weiter von der SPD entfernt als die CDU und wiederum weiter von den Grünen als die FDP. Und wenn ich mir angucke, was da unter „links“ rumläuft, kann ich mir kaum vorstellen, dass ein Bündnis-90er da ne Koalition eingehen wird. Grade, was das Fremdarbeiter-Weltbild angeht…

    Unterm Strich ist man sicherlich froh, dass die Angie nicht mit der FDP koaliert. Aber irgendwie ist der Rest auch unbefriedigend. Rot-Rot-Grün und die Ampel sind ja faktisch gestorben. Wie Beckstein und Trittin an einem Kabinettstisch sitzen sollen, ist mir auch nicht so klar, weshalb Jamaica wohl auch weiterhin für Rum und andere Genussmittel steht. Bleibt also eigentlich nur die große Koalition. Und da kann man verwunderlich finden, dass 1% mehr den Kanzlerposten ausmachen, aber 1% weniger ist ja noch lustiger.

    Demzufolge: Gelernt, dass die Bild wiedermal nicht kampagnenfähig ist. Viel mehr aber auch irgendwie nicht.

  17. 17
    saarworres

    Tja, wenn ich mir die Ergebnisse so ansehe, ist das wohl das entschiedenste „Vielleicht!“ das ich je gesehen habe.

  18. 18

    Letztendlich hat Schröder gestern den Kanzler gegeben, den die Deutschen schon immer sehr gerne hatten. Der Typ, der sich nicht für andere interessiert. Der Macher, der den Wählern sagt was richtig und was falsch ist, aber Ihnen auch immer wieder Anlass gibt, um sich über ihn aufzuregen. Das war bei Kohl ja schon so.
    Frau Merkel ist gestern von einem Tag auf den anderen wieder „das Mädchen“ geworden. Sie machte den Eindruck, als ob sie nur Kandidatin geworden ist, weil die anderen (noch) keine Lust dazu hatten.

  19. 19

    Ja, insgesamt gesehen ist das ganze doch ziehmlich traurig. Und das Kasperletheater am gestrigen Abend in der ARD hat in mir ziehmlich Wut auf unsere Volksvertreter geweckt. Was haben wir da nur für Leute, die nicht in der Lage sind konstruktive Politik zu gestalten.

  20. 20

    Kleine persönliche Einschätzung zu Schröders Auftritt in der Elefantenrunde (passt der Begriff überhaupt noch, seitdem der dicke Kohl und Öhrchen Genscher nicht mehr dabei sind? Ja,ja ich weiß, es geht um die Parteivorsitzenden.):
    Ich hatte den Eindruck, er treibt damit den Preis für eine große Koalition schon einmal in die Höhe:
    1. Ein selbstbewusst auftretender Schröder lässt eine enttäuschte Merkel noch schwächer aussehen.
    2. Mit etwas Glück forciert er damit die Diskussion innerhalb der CDU über Merkel und schwächt den Verhandlungspartner, der sich erstmal mit sich selber beschäftigen muss.
    3. Stellt er die Frage in den Raum: Was bietet ihr uns, wenn wir euch das Kanzleramt überlassen? Anders gesagt: er bringt das Kanzleramt (das normalerweise die stärkste Koalitionsfraktion bekommt) mit in die Verhandlungsmasse.
    Unter den Gesichtspunkten war das ein verdammt guter Auftritt am Sonntagabend. Denn sympathisch muss er die nächsten Wochen nicht mehr wirken, die Wahl ist vorbei.

  21. 21
    escii

    Jeder feiert nur sich selber. Höchste Zeit aus Egoland auszuwandern.

  22. 22

    Und mein einziger Favorit gestern war Genscher.
    Joschka war nicht schlecht und selbst Stoiber hatte mehr Sympathie verdient als Gerd. Und das sage ich als Soze.

    Ansonsten denke ich, dass wir uns gerade weltweit zum Gespött machen…
    Naja, wenigstens kein schwarz-gelb.

    Mal schauen, wie lange Angie und Gerd sich noch halten können…

  23. 23

    Das Auftreten des Kanzler am gestrigen Abend war in der Tat etwas befremdlich.
    So zwischen Größenwahn und Dickköpfig. Aber lassen wir mal alles an Rhetorik beiseite, dann ist es schon richtig festzustellen, dass die CDU mitnichten für sich beanspruchen kann einen „klaren Regierungsauftrag“ zu haben.
    Wer den nun wirklich hat, bei so knappen Ergbnisse, tja, diese Frage können ja noch nicht einmal Staatsrechtler schlüssig beantworten.

  24. 24

    mal abgesehen vom kanzelerauftritt, bin ich allein oder fand noch irgendjemand die beiden journalisten völlig daneben. von neutraler position und gesprächsführung konnte da doch keine rede mehr sein. wie die beiden sich auf ihre alten tage so unprofessionell verhalten konnten? wie kommt der herr d. auf die idee dem herrn schröder (nicht dem kanzler) zu erklären, wie man sich im öffentlich-rechtlichen fernsehen zu benehmen hat? sowas muss man doch für sich wirken lassen.

  25. 25

    Ich wünschte ich hätte etwas intelligentes dazu zu sagen, aber es GIBT nichts intelligentes dazu zu sagen…

  26. 26

    Im Zweifel seid ihr immer für mehr Schein als Sein! Peinlich!

  27. 27

    @Andreas
    Journalisten sind nie neutral. Wenn du doch einen findest, sag mir bitte Bescheid! :-)

  28. 28
    Florian

    Zu viele sind auf den Lager-Wahlkampf reingefallen. Man muß sich nur mal die Abschnitte in den Wahlprogrammen durchlesen, die von Innerer Sicherheit inkl. Privatsphäre handeln. Da sind sich Grüne + FDP so nahe wie SPD + CDU und nicht irgendwie andersherum. Das gilt in vielem aus dem Bereich „Gesellschaftspolitik“. Und das Wort von den zwei sozialdemokratischen Volksparteien stimmt auch noch. Macht es einen Unterschied, ob Beckstein oder Schily sich austoben (insofern wären mir gelbe und grüne Korrektive in einer Regierung sehr wichtig)? Ebenso gibt es, wie die Grünen heute selbst festgestellt haben, Gemeinsamkeiten im „Traditionellen und Bewahren“ zwischen Grün und CDU. Worin sie nur von der Linkspartei übertroffen werden. Und ist Kirchhof der liberalste Kopf im Wahlkampf gewesen. Kurz: Das mit den Weltbildern, die man bei einer Partei verorten könnte, und in die sich hier die Bevölkerung angeblich teilt, stimmt vorne und hinten nicht mehr.

    Ich wünschte ja, es würde für Grün + Gelb als Regierungskoalition reichen :-)

  29. 29

    RotSchwarz war ja wohl eh klar.
    Deshalb hätte man sich auch die ganze Wählerei eh sparen können.
    Allerdings hätte ich mir Angie als Kanzlerin & Geri als neuen Außenminister vorgestellt. Er hat ja diese weltmännische blablabla – Art mit Zigarren und so ( diese Rechtsanwälte..!) viel besser drauf als dieser Quengelfischer (nur auf die Stimme bezogen).

  30. 30
    muschiclub

    Andreas: bin voll und ganz Deiner Meinung. Dieser Chefred. vom ZDF mit dem Pornobalken im Gesicht hat Zeugnis seiner mangelnden Professionalität abgelegt, indem er sich von Schröder persönlich angegriffen gefühlt hat und bei seiner Retourkoutsche deutlich übers Ziel hinausgeschossen ist. Vielleicht hätte er sich mal bewusst machen sollen, dass er den amtierenden Kanzler vor sich hat und nicht seine missratenen Gören. Das ZDF hat sich noch viel mehr blamiert als Schröder.

  31. 31

    Schlachtefest in der „Berliner Runde“! Der Stoff vom Schröder muß jedenfalls unheimlich gut sein.

  32. 32
    Janis

    Es ist doch auch irgendwo wahr, dass die Medien v.a TV + Radio so getan haben als wär die Wahl schon gelaufen und als hätte Schröder gegen Merkel keine Chance. Und als man dann nach dem TV-Duell Sachen hörte wie „Merkel geht als eindeutige Siegerin aus dem Duell“ oder solches, dann finde ich das einfach nur ungerecht. Die Ferkel Merkel ist während des ganzen Wahlkampfes dermaßen gekünstelt, unsicher und schwach rübergekommen (vom TV-Duell ganz zu schweigen), da hat der Schröder schon recht mit dem was er in der Berliner Runde gesagt hat mit den Medien etc. Wobei man natürlich bedenken muss, dass die Umfragestatistiken wohl nicht manipuliet worden sind. Auch wenn man das Gefühl nich loswurde, dass er schon etwas viel Sekt intus hatte. Naja soviel meinerseits.

  33. 33

    Es soll wohl so gewesen sein: Mit den ersten Exit Polls um 16 Uhr gingen bei Schröder die ersten Weinflaschen auf. Aber war es wirklich nur Alkohol?, so die Frage, die sich manch einer gestern stellte.

    Ich finde nach solch einer Aufholjagd, kann man schon mal die Bodenhaftung verlieren. Kein Grund zur Sorge! Mein Gefühl sagt mir, der nächste Bundeskanzler heißt Gerhard Schröder.

    Mit realer Politik hat das zwar nicht wirklich was zu tun. Spannend ist es trotzdem.

  34. 34

    Ich finde es geht alles viel zu langsam. Wir brauchen Entwicklung in die richtige Richtung und nicht so ein Theater!

Diesen Artikel kommentieren