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Spreeblick-Termine

Spreeblick on the road, sozusagen. Wird wohl wenig Zeit für Gespräche am Rand der Veranstaltungen bleiben, aber interessant dürfte es dennoch werden.

Morgen diskutiere ich ab 20 Uhr gemeinsam mit Erik Möller, Markus Beckedahl und Volker Grassmuck:

Das offene Netz. Weblogs und Wikis: partizipative Medienwelten im Internet.
Dienstag 7. März, 20.00 Uhr
Eintritt kostenlos

Buchhandlung Lehmanns
Hardenbergstr. 5
10623 Berlin

Informationen zu allen Veranstaltungen: Telefon (030) 61 79 11 0
Fax 030 – 61 79 11 60 · eMail: veranstaltung@lehmanns.de

Am Donnerstag bin ich dann zum ersten Mal auf der CeBIT:

Donnerstag 9. März 2006, 16:00 – 17:00 Uhr
Halle 3, Stand A5

info|PANEL: Geht in der Fachinformation nichts mehr ohne Wikis und Blogs?

Kirsten Haake, Ressortleiterin Electronic Media, FTD
Ute Richter, Regional Director, Deutschland, Hotwire PR
Isabella Peters
Johnny Haeusler, Spreeblick Verlag

Moderation: Dr. Matthias Hoffmann, Marketing Manager, Factiva

Am Sonntag geht es weiter auf der CeBIT, zunächst mit einem Vortrag:

Sonntag, 12. März 2006, 15:20 – 15:40 Uhr

Halle 9, Stand A40

Die fünfte Macht im Staate? – Weblogs zwischen Hype und Realität
Johnny Haeusler, Spreeblick Verlag

Und gleich anschließend mit einer hübschen Diskussionsrunde:

Sonntag, 12. März 2006, 15:40 – 16:30 Uhr
Halle 9, Stand A40

Podiumsdiskussion Steamtalks: „Du bist Blogging“

Lars Cords, fischerAppelt Kommunikation, Pressesprecher „Du bist Deutschland“
Stefan Keuchel, Pressesprecher Google Deutschland
Johnny Haeusler, Spreeblick Verlag
Moderation und Diskussionsleitung: Reinhard Karger, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)

12 Kommentare

  1. 01

    Manno, hätte der CeBIT-Termin nicht am Samstag sein können, da wäre ich noch da gewesen…

    Im Übrigen klingt „Du bist Blogging“ scheisse und ist grammatikalisch auch nicht richtig. Ich sag ja auch nicht „Du bist Auto waschen“.

    Besser wäre „Du bist Blog“, oder noch besser „Wir sind Blog. Widerstand ist zwecklos“. Wobei wir wieder bei den Allmachtsphantasien der Blogger wären. Aber dazu ein andermal mehr.

  2. 02

    Johnny, könntest du bei der „Du bist Blogging“-Veranstaltung bitte ein Skrewdriver-T-Shirt tragen?
    Oder nein, noch besser: Wickel dich in eine riesige Deutschland-Fahne! Ich freue mich jetzt schon auf die irritierten Blicke der anderen Podiumsgäste.

  3. 03

    Ich fände ja ungeschnittene Video- oder Podcasts gerade von den CeBIT ziemlich geil. Besonders die Diskussion am Sonntag verspricht interessant zu werden.

  4. 04

    Schliesse mich Stonefield an:

    Bitte Podcast davon (falls möglich), würde mich sehr interessieren.

  5. 05

    Sollte für die Cebit eigentlich selbstverständlich sein, solche Dinge ins Netz zu streamen. Ist ja glaub ich ne Messe, die sich mit digitalem Krimskrams beschäftigt, oder? ;-)

  6. 06
    maace

    ack! ich will auch! besteht die möglichkeit, dass der spreeblick-verlag auch mal in kassel so einen abend anbietet? habe da auch eine gute location, in der das alles stattfinden könnte. ;)

  7. 07

    Oder bei mir in Chemnitz. So schön vorm Karl-Marx-Kopf :)

    Aber mal im Ernst. Ich fände es wirklich klasse, wenn man einen Audio- oder Videomitschnitt einer der Vorträge zu hören/sehen bekommen würde. Oder eine Mitschrift. Am meisten interessiert mich aber die Diskussion.

  8. 08
    Kasi

    Der Leiter des Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz als Diskussionsleiter? Interessanter Ansatz für die Debatte um „Du bist Deutschland“… :-)

  9. 09

    „Wir sind Blog. Widerstand ist zwecklos““

    jepp, guter titel.

  10. 10
    judojule

    JOHNNY!!!1 ich brauch ganz dringend den kontakt zu den drei jungs, die den „du bist mein sonnenlicht“-song gesungen haben! falls du mir irgendwie helfen kannst, mail mir bitte an diejule@gmx.li
    danke.

  11. 11

    wir arbeiten daran, einen mitschnitt des vortrags und der diskussion zu bekommen. der wird dann auf jeden fall veröffentlicht. ich weiss nur noch nicht so genau wo. ;)

  12. 12

    Hallo Johnny Haeusler,

    war doch ein flotter Steamtalk gestern und ich finde, das „Körpersprache-Foto“ kann höchstens als Momentaufnahme durchgehen ;-)

    Wie versprochen hier meine Thesen 2006 zum Thema Weblogs – wie wir sie ja gestern überwiegend auch schon diskutiert haben (Sprache und Erläuterungen eher für die Kommunikationsfachpresse…):

    Klowände des Internets — neun Thesen zu Weblogs und Meinungsbildung

    THESE 1:
    Die Deutsche Blogging-Szene wird erwachsen.
    Auch wenn 99% der Blogs immer noch das Ergebnis egozentrischer Selbstreflektierer sind und die Qualität in Stil und Inhalt der von Teenager-Tagebüchern entspricht: das restliche eine Prozent sind gut vernetzte Anlaufstellen für die Meinungsbildung in Deutschland. Diese Vorreiter der deutschen Blogosphäre finden zu einer neuen Identität: Sie haben mittlerweile eine kritische Masse erreicht und sind in der Lage, Themen auf die internationale Blog-Agenda zu setzen. Die deutsche Blogosphäre ist sich ihrer Macht bewusster geworden, hat international auf sich aufmerksam gemacht, an Relevanz gewonnen und wird damit in gewisser Weise Stück für Stück erwachsen.

    THESE 2:
    Einige wenige, aber höchst relevante „žA-Blogs“ etablieren sich als Knotenpunkte der Blogosphäre. Einige Blog-Netzwerke und so genannte „žA-Blogs“ etablieren sich als besonders stark frequentierte Kommunikationsplattform neben den „žalten“ Massenmedien. Der Rest der Blogs bewegt sich auf privater Ebene oder bedient Nischenthemen mit eher kleinerem Leserkreis und bildet einen „žBlog-Sumpf“. Vor allem die A-Blogger und Knotenpunkte sind es, die in der Lage sind, Themen auf die öffentliche Agenda zu bringen, Meinungen zu beeinflussen und auch außerhalb der Blogs für Aufmerksamkeit zu sorgen.
    Jedes Unternehmen muss künftig diese A-Blogs in sein Medien-Monitoring aufnehmen, um Meinungen und Themen zu erkennen, bevor sie in die traditionellen Medien und in die breite Masse getragen werden

    THESE 3:
    Die deutsche Blogosphäre ist kampagnenfähig geworden. Aus den früheren Eitelkeitsdebatten in den Weblogs sind heute teilweise echte Kampagnen geworden. Die Blogsphäre organisiert sich weitestgehend autonom und schaffte so beispielsweise eine Gegenkampagne nebst Website zu „žDu bist Deutschland“. Damit entsteht auf kurz oder lang aber auch eine neue
    — journalistische — Verantwortung , die die Blogosphäre zu tragen hat . Gleichwohl wird nicht jedes Thema automatisch zu einem kampagnenähnlichen Selbstläufer in der Blogosphäre. Hier müssen viele Faktoren zusammentreffen: Das Thema muss für eine kritische Masse an Bloggern und breiterer Öffentlichkeit relevant und interessant sein.

    THESE 4:
    Themen und Diskussionen aus Blogs geraten immer häufiger auf die Agenda der
    traditionellen Medien.
    Getreu dem Motto „ždem Volke aufs Maul geschaut“ greifen Journalisten immer öfter Themen aus Blogs auf oder zitieren aus Blogs. O-Töne werden nicht mehr nur in der Fußgängerzone, sondern auch im Netz gesammelt. Die Orientierung
    der Themen am Nachrichtenwert bleibt jedoch bestehen. Denn Themen werden vor allem dann auch relevant für Journalisten, wenn sie in der Blogosphäre einen breiten Raum erhalten. Folglich werden Netzwerkjournalisten, also Journalisten, die sich auch in der Blogosphäre bewegen, besonders wichtig für die Unternehmenskommunikation.

    THESE 5:
    Deutschland ist noch Entwicklungsland für Corporate Weblogs.
    Weblogs von Unternehmen, so genannte Corporate Weblogs, sind in Deutschland noch selten und oftmals nicht öffentlich für jedermann zugänglich. Vorsicht und Misstrauen regieren in Unternehmen gegenüber der Offenheit,
    Dialogfunktion und Subjektivität von Blogs — nicht ganz zu Unrecht, denn vor allem Corporate Blogs sollten Inhalte bieten, die für die anzusprechende Zielgruppe interessant, relevant, teilweise provokant und vor allem aktuell sind.

    THESE 6:
    Die Blogosphäre wirkt wie ein Katalysator für Krisen.
    Die schnelle Verbreitung von Informationen innerhalb der Blogosphäre wirkt wie ein Katalysator — es entstehen so genannte „žBuzz“. So können kritische Themen schnell nationale, oder sogar globale Aufmerksamkeit erreichen. Blogbeobachtung und eigene Stellungnahmen in den Knotenpunkten der Weblogszene sollten damit inzwischen zum Standardrepertoire von Krisenkommunikation in Unternehmen und Agenturen gehören.

    THESE 7:
    So genannte Feeds bieten durch Blogs neue Chancen der Informationsvermittlung — das Internet wird zum automatisierten
    Informationslieferanten.
    Die automatische Belieferung mit den neuesten Nachrichten aus dem Internet (RSS) etabliert sich sowohl bei Blogs als auch bei den Online-Newssites der klassischen Massenmedien wie beispielsweise Spiegel-Online oder Handelsblatt.com. Jeder Nutzer kann sich sein Informationsbouquet aus der Fülle der Themenangebote zusammenstellen und sich automatisch beliefern lassen. Dadurch werden aber auch „žZielgruppen“ immer schwerer mit den klassischen Formen der Unternehmenskommunikation erreichbar. Diese neue Art der Schwarmkommunikation von Communities bedarf neuer individualisierterer Anspracheformen.

    THESE 8:
    Das Format „žRich Media“ bringt Töne und Bewegung ins Netz. Das Internet wird
    zum echten Multimedium.
    So genannte Rich-Media-Technologien ermöglichen neue Formen der Kommunikation. Rich Media (Text, Foto, Illustrationen, Video, Audio) anzubieten wird einfacher und ist für die breite Masse der Medienkonsumenten problemlos und unkompliziert zu nutzen. Daher werden Podcasts und Videostreaming in Zukunft zu Standardelementen der Meinungsbildung gehören.

    THESE 9:
    Von Blog-Punk zu Blog-Kommerz: Die Blogosphäre hat ihre Unschuld verloren.
    A-Blogs werden „žnormale“ Kommunikationsplattformen und sind kein Punk mehr: es regiert nicht mehr die Anarchie sondern — zumindest teilweise — der Kommerz. Selbst Werbung in Blogs ist dank Google-Ads keine Seltenheit mehr und Blog-Netzwerke wie Spreeblick und Gawker Media zeigen, wie mit Blogs auch Geld verdient werden kann.

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