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Korb für die Musikindustrie

Meine liebe Musikindustrie, meine liebe Regierung,

ich war Euch in den letzten, na, sagen wir mal 27 Jahren oder mehr ein treuer Kunde. Ein sehr treuer sogar und ich war und bin ein Musikfan, der sein Herzblut auf dem Tanzboden verschüttet, nur um DIESEN EINEN BEAT in der richtigen Lautstärke, am richtiigen Ort, mit den richtigen Menschen und last but not least mit einem exakt eingeleiteten und auf den Punkt optimierten Alkoholpegel zu hören. Meine erste Platte war „žBack in Black“ von AC/DC, die bekam ich zu meinem fünften Geburtstag zusammen mit meinem ersten Plattenspieler. Ich weiß noch genau, wie ich mein Alter an einer Hand ablaß und dann immer und immer wieder diese eine Platte hörte. Mit fünf! Es folgten „žFor those about to Rock“, „žBlack Sabbath Gold“ und danach immer mehr und immer unterschiedlichere Platten. Meine Vinylsammlung beläuft sich auf über den Daumen gepeilte 1300 Stück und enthält solche Schätze wie das erste Plasticman-Album oder eine „žAnarchy in the U.K.“-Single in der Version von Megadeath als Shape-Disc. Und das sind nur 2 von 1200.

Mit dem Aufkommen der CD war ich natürlich auch wieder sehr fleißig und habe mittlerweile runde 600 CDs angesammelt, einige mit Kopierschutz, viele ohne. Meine erste CD war wohl irgendein early Techno-Sampler so um 1990 rum, damals war ich gerade von Hardrock und Metal und Punk über EBM zu Techno gekommen und blieb dort für einige Jahre treuer Musikkäufer. Die meisten meiner Platten kommen aus dem elektronischen Bereich. So irgendwann um 1998 bekam meine Lust an Elektronik einen Knacks, als die Öffnung von Techno zum Kommerz nicht den gewünschten Effekt einer nachträglichen Niveau-Steigerung des Mainstreams mit sich brachte, aber es gab andere Sachen und holte erstmal alles nach. Ich kaufte und kaufte und kaufte: Nirvana, Pearl Jam, Blur, Oasis, Supersuckers, Foo Fighters, Belle and Sebastian, Blink 182, Green Day und wie sie alle heißen. Meine CD Sammlung wuchs und wuchs.

Irgendwann im Jahr 2000 ging ich dann auch endlich privat online, nachdem ich im Beruf schon zwei oder drei Jahre mit dem Web zu tun hatte. Natürlich lud ich mit Napster Songs aus dem Web, natürlich lud ich mir von Webseiten illegale Musikstücke. Nicht viele, und die meisten der Bands, denen ich so einen oder zwei Titel stahl, denen kaufte ich nachträglich auch ein oder zwei Alben ab. Beispiele sind die Goo Goo Dolls oder Ocean Color Scene. So verfuhr ich bis vor circa einem halben Jahr, als ich, nach dem Bloggen an sich, die spezialisierten Musikblogs entdeckte, aus denen man sich mit mehr als genug Musik versorgen kann. Da ist jeden Tag ein frischer Sampler drin, wenn man weiß, wo man suchen muss. Dennoch kaufte ich CDs. Die Strokes. Goldfrapp. Franz Ferdinand. Und. Und. Und.

Wißt Ihr was?
Diese Zeiten sind vorbei.

91 Kommentare

  1. 01

    Das darf und kann so nicht beschlossen werden. Das ist mal klar. Aber das Thematik ist verflucht komplex und von einer breiten gesellschaftlichen Debatte ist nicht zu sehen und zu hören. Oder kommt die jetzt? Aber wo, wenn nicht hier in den Blogs? Von den Mainstream-Medien verspreche ich mir in der Sache gar nichts. Da scheinen mir Rücksichtnahme auf Konzerninteressen bzw. Anzeigenkunden einfach zu gross zu sein.

  2. 02

    Du sprichst sehr, sehr vielen Menschen aus der Seele.

  3. 03

    exakt. ich werden mich in zukunft nur noch aus musikblogs bedienen, dort bekommt man gleiche qualität für nix und wenn ich mitbekomme, dass da mal wieder eine grandiose band im selbstverlag veröffentlicht, bestelle ich da was.

    ich bin auch schon gespannt, auf die auseinandersetzung des themas zwischen deutschland und frankreich auf EU-ebene… ich denke die debatte fängt jetzt erst an, weil sie jetzt quasi auf kinder losgehen und es nicht mehr bei den kommerziellen urheberrechtsverstößen belassen.

    die mainstream-medien würde ich nicht sofort abhaken, frank patalong bezieht mit seinen artikeln in spon zwar etwas zögerlich aber dennoch stellung. der rest sollte folgen…

    das ist doch wieder so eine kopf- und totgeburt, wegen der sich politiker und lobbyisten gegenseitig auf die schulter klopfen und sich „hamwa gutjemacht“ zurufen, die dann aber nur zweifelhafte urteile, die wieder und wieder aufgehoben werden und gelächter und hohn und spott nach sich ziehen.

    wir sollten ALLE einfach mal GANZ LAUT lachen. also in den blogs. so ausformuliert meine ich.

  4. 04

    Der Witz an der Sache ist ja: Ziehe ich mir ein Album aus einem P2P-Programm hab ich weniger Stress und kann es besser nutzen als die legal gekaufte Version (die ja heut fast alle kopiergeschützt sind), für die ich mir dann erst, falls ich es auf meinen Mp3-Player packen will ein Crack-Programm ziehen müsste (was ja nun dann illegal ist).
    Letzendlich sollte die gekaufe Version doch mehr Vorteile bieten.
    Cd´s mit Kopierschutz werd ich, bis auf Ausnahmen abgesehen sicher nicht kaufen. (Hab mich schon so beim De-Phazz-Album aufgeregt).
    Groß geschadet dürfte ich der Musikindustire bisher nicht haben, denn was ich sauge ist meist eh schwer zu bekommen oder die Musiker haben zum großen Teil eh schon das zeitliche gesegnet.
    und zu Copy kills music:
    Erwähnt sei noch, daß Uri Caine als ein Bekannter ihn nach seinen Alben in Bezug auf P2P gefragt hatte, sich wohl sinngemäss so ausdrückte:“Kauft ja meine alben nicht, ich seh davon fast nichts – es landet eh alles bei zwischenhändlern“

  5. 05
    tj

    und wovon lebt dann der herr uri caine?

  6. 06

    @tj: naja, vielleicht von konzerten zum beispiel. oder dem verkauf von fan-artikeln, oder von jazz-workshops. z.b.

  7. 07

    Was weiß ich? Von Konzerteinnahmen ?
    Wirklich keine Ahnung.

    Nunja, ehrlicherweise müsst ich ja auch noch ein Gegenbeispiel nennen:
    Als ich grad von jemandem was von Wayne HOrvitz zog, fauchte mich derjenige ziemlich agressiv an, ich solle mir das Album ja auch hinterher kaufen, wenns gefällt, da er den armen Herrn Horvitz kennen würde und jener so ziemlich am Existenzmininum herumkrebsen würde. Ist ja sicher auch alles Vertragsabhängig, wie viel der Künstler letzendlich sieht. Vielleicht hat Herr Urie Caine auch nur schlechte Anwälte. Weiss auch garnicht auf welchem Label Uri caine erscheint.
    Wayne Horvitz erscheint zumindest bei Tzadik, welches wohl einer Non-Profit-Organisation nahe kommt, nunja bei dem teilweise kranken Sound kein Wunder.

  8. 08
    tj

    @andreas: schon klar, nur die primäre verbreitung seiner musik sieht doch ein künstler heutzutage immer noch über die klassischen medien wie cd’s & vinyl, ok, zunehmend auch per iTunes.
    aber erst wenn ich einen tonträger vorweisen kann, der auch in einem noch so kleinen mag oder fanzine besprochen wird, werden die hörer/käufer darauf aufmerksam, das sollte man nicht vergessen. nicht jeder küstler ist so netz-affin, das er in diesem medium seine persönliche „marketing-maschine“ anrollt und seine neue platte featured.
    wie bekomm ich die leute sonst in meine konzerte?

  9. 09
    treter

    mit 5 acdc??
    ich hab mit 7 meine erste kassete gekauft(kopie vom klassenkameraden)(mattias reim).

  10. 10

    … bis zu drei Jahren Gefängnis (als CD-Aufkleber)

    Mein Vorschlag für eine generelle Kennzeichnungspflicht DRM-verseuchter Datenträger:

    Zusätzlich noch einmal als SVG-Variante (erstellt mit Inkscape). Also: Ausdrucken, Ausschneiden — und ab in die Plattenläden damit!

    Manueller Trackback von http://renephoenix.de/index.php?bid=1315

  11. 11

    Wie heisst es So schön, Copy kills Music…

    Die meisten Bands machen pro Platte ca. einen Euro Gewinn, die restliche Kohle bleibt bestimmt nicht beim lokalen Plattenhändler hängen.

    Momentan besitze ich sehr viel Vinyl hab aber mitunter von den Preiserhöhungen auch die Schnautze voll, gut ich möchte jetzt nicht das Euro = DM Thema aufwärmen, jedoch kosten einige Neuerscheinungen seit dem letzten halben Jahr ca. 18 Euro (früher 10 – 14 Euro).

    So kann man es sich bei genau der Käuferschaft die von „echen“ Tonträgern angefressen ist auch versauen.

    Anyhow… Business kills Music

  12. 12

    Falls es jemand noch nicht kennen sollte:
    The Problem With Music (wer verdient wie und wieviel an einer Platte). Von Steve Albini (Musiker und Produzent).

  13. 13

    Hab unter http://www.darkwalter.com nen „Business kills Music“ Button gemacht“
    Wer möchte kann ihn gerne verwenden.

  14. 14

    Die Gefängnisstrafe für Kopierschutzverletzungen reichen künftig an die Untergrenze jener von Körperverletzung mit Todesfolge „¦

    Manueller Trackback: http://www.mattwagner.de/2006/03/das-zynische-gesetz.htm

  15. 15

    Im Sinne von NICHT AN DEN TAUBEN LECKEN! habe ich mir gedacht:

    Hoffe, ich sprenge damit nicht die Kommentare (kann man hier wirklich Bilder einbinden, die Vorschau zeigt sie zumindest an…) hmm, mal probieren.

  16. 16

    Eigentlich brauche ich gar keine neue Musik. Ich habe reichlich davon. Hunderte von CDs, Tausende von Titeln. Das reicht die nächsten Jahre. Darum werde ich:

    1. Keine Medien (CDs, DVDs) kaufen.
    2. Keine geschenkten Medien annehmen (oder …)
    3. Alle retournierbaren Bestände dem Handel zurückgeben.
    4. Vertriebsaktivitäten wie Sonderangebote ignorieren.
    5. Promotions in Fernsehsendungen, Werbung etc. ignorieren.

    Und natürlich ganz wichtig: Keine Tauschbörsen benutzen. Man könnte am Ende gar Lust auf neue Musik bekommen.

    Nicht zuletzt werde ich versuchen, drei Freunde davon zu überzeugen, sich erstens genauso zu verhalten und zweitens ihrerseits auch wieder drei Freunde zu überzeugen. Mal gespannt, wann jemand merkt, dass zu einem Geschäft zwei Parteien gehören.

  17. 17
    karine

    Die Nase voll!
    Nachdem ich letzens mit einer Code aus der Cola-Flasche mein erstes Lied bei Musicload.de runtergelanden habe und dieses verf….te Lied weder auf meinem alten MP3-Player noch auf meinem Rechner abspielen kann, habe ich meine letzte Hoffnung aufgegeben, legal an überall abspielbare „Tonträger“ zu kommen.
    Die Sache mit CDs ist einfach Schwachsinn. Letztenendes müssten logischerweise alle urheberrechtlich geschützten Objekte auf diesem Wege den Schutz genießen. Vielleicht meldet ja jemand ein Patent für ein Chip an, der in die Bücher eingebaut wird, und die dann weder geliehen noch außer Haus gelesen werden dürfen. Oder werden sich Bilder der berühmten Maler sofort zerstören, wenn ein Kunststudent versuchen würde, die zu reproduzieren.

    Wie auch immer.
    Ich werde kein weiteres Mediadorf für Sony sponsern.

  18. 18
    DAU Jones

    Dazu gibt es eigentlich nur eins zu sagen: S-K-A-N-D-A-L. Meine Konsequenz heißt Totalboykott. Außerdem ist jetzt die Zeit reif dafür, sich mal mit anonymem P2P auseinanderzusetzen.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Anonymous_P2P

    Grüße!

  19. 19

    @andi
    Gute Idee… RFID-Chips an jeden Hausausgang (Fenster, Türen, Lüftungsschlitze, etc.), die registrieren, wenn jemand Musik außer Haus tragen will. Wäre doch gelacht, wenn man die Musikhörerbagage nicht zur Räson bringen könnte…

  20. 20
    chillcore*

    So übel mir bei der Aushölung des Rechtssystems auch wird, derlei Aktionen haben für mich persönlich eigentlich nur Vorteile gebracht: bei DVDs fang ich plötzlich an zu überlegen, welche von den hunderten die ich gekauft habe, ich eigentlich mehr als zweimal geguckt habe. Ergebnis: ganze 10. Also muß ich mir wohl auch keine mehr kaufen, nehmen nur Platz weg. Obendrein gibt’s archive.org und diverse andere Stellen, wo ich Filme en masse ganz legal für lau kriege.

    Wenn ich neue Musik brauche, kauf ich schon lange nichts mehr von großen Labels / Vetrieben / wasauchimmer. Da lass ich die Kohle doch lieber beim örtlichen Plattendealer des Vertrauens und nehm dort Sachen von kleinen Labels mit, denen ich das bißchen Gewinn an jeder Scheibe von Herzen gönne. Oder hol mir CDs bzw. MP3s von sympathischen Bands im Direktvertrieb. Oder saug mir die Lauscher taub, ganz legal und ganz umsonst.

    Sowohl für Filme als auch für Mucke gilt natürlich: der Nachteil ist, dass ich eben nicht genau das bekomme, was ich will. Der Vorteil ist: ich bekomme nicht genau das, was ich will. Auf die Art hab ich dermaßen viele verdammt gute Sachen entdeckt, die ich ansonsten nie gehört oder gesehen hätte.

    Ok, manchmal hätte ich schon Bock, mal den aktuellsten Blockbuster zu sehen oder eine bestimmte CD zu haben. Aber mein Leben geht auch weiter, wenn ich drauf verzichte. Ins Kino geh ich übrigens auch nicht mehr, seit ich da als Verbrecher beschimpft werde.

    Insofern: die können mich mal.

  21. 21

    Ach wenn das alles so einfach wäre… Totalboykott! Lobby kills music! (Müsste das nicht eher „Lobbyism“ heissen? Egal).

    Muss man das tatsächlich sagen? Nicht die gesamte Musikindustrie ist böse. Aber doch leiden schlicht alle an den gesunkenen Absatzzahlen, was nicht zuletzt auch meinen Job bei einem kleinen Indielabel gekostet hat. Und was zur Folge hatte, dass viele tolle Platten einfach nicht veröffentlicht wurden und auch nie veröffentlich werden.

    Natürlich ist das Gesetz so nicht zu akzeptieren, aber den gesamten Laden jetzt als Feind zu sehen, ist völliger m.E. Unsinn. Vielmehr sollte man auch beobachten, wie Seitens der Industrie darauf regiert wird. Und dann entscheiden, ob man kopiergeschützte CDs kaufen will – oder sein Geld nicht lieber Leuten wie denen von z.B. Tapete oder Grand Hotel van Cleef oder Glitterhouse oder Blue Rose geben will, die ihren Job tatsächlich auch aus idealistischen Motiven machen.

    Pauschalisierungen machen selten Sinn, bei diesem Thema ist es nicht anders.

  22. 22

    Zudem ist ein Problem nicht zu unterschlagen (auch selbstkritisch anmerkt):

    Mucke ist eben Geschmackssache. Die wählt man ja nicht nach Kopierschutz oder Label.
    Oder bin ich da wieder nur zu naiv? :-)

  23. 23
    DAU Jones

    Lieber/s Haarbueschel,

    es tut mir ja Leid, dass du deinen Job verloren hast, aber: nicht an allem sind die pösen Filesharer schuld. Es kann z.B. auch daran gelegen haben, dass die Musik eures Labels nicht gut genug vermarktet wurde oder schlicht und einfach nicht gut genug *war*.

    Und selbstverständlich – die MI ist unser aller Feind. Das ist spätestens seit den Klagewellen und Medienkampagnen gegen P2P-User klar. Nach der jüngsten Einflussnahme auf den Gesetzgeber kann es nur noch eins geben: plattmachen. Wirtschaftlich, natürlich.

    Grüße!

  24. 24

    Naja, ein bisschen differenzierter sollte man das schon sehen.

    „Lobby kills music“ meint übrigens nicht „Musikindustrie kills music“, sondern – wie schon richtig bemerkt – „Lobbyism kills music“, aber das sah nicht so nett aus wie „Copy kills music“. ;-)

  25. 25
    DAU Jones

    Armin: „Lobbyism kills democracy“ trifft es noch genauer. Interessant übrigens, dass jetzt – wie absehbar – die Vorratsdatenspeicherung für die Zwecke der MI eingesetzt werden soll (privatrechtl. Auskunftsanspruch gegen Provider). Somit ist endgültig klar, dass das Totschlags-Argument „Terrorismusabwehr“ tatsächlich vorgeschoben war.

  26. 26

    Eigentlich wollte ich nur kommentieren, dann ist aber mehr daraus geworden.

  27. 27

    Hatte eben ne Idee,

    nachdem durch den Sonnenlicht Hype der dicke Reibach gemacht wird, könnte man den Spies umdrehen.

    Mo könnte n update des Videos hochladen bei dem dann Renes CD Aufkleber den unteren Teil ausfüllt.

  28. 28

    wisst ihr, was das beste daran ist? die eigentlichen Urheber, deren Rechte ja soooo sehr geschuetzt werden, sind ja gar nicht mal so sehr gegen die Bagatellklausel gewesen. Und auch Filmemacher, die so Stani-Copyright machen, haben sich neulich bei der Premiere eines Films nen Spass draus gemacht, nen Mitfilmer zu bitten, die Kopie nutzen zu duerfen und legten sie fortan den Verkaufs-DVDs bei, damit man sie den Freunden geben koenne. Natuerlich auch in entsprechendem Look. :D.
    Die Einzige, die da so ein Tohuwabohu darum machen, dass es keine kreativitaet mehr gibt wenn $Kunde nicht mehr zahlt, sind die, die gar keine Kreativitaet reinstecken.

    Ach uebrigens: Spiesecke bat um Post falls es um „plausible“ Probleme mit kopiergeschuetzten CDs geht.

    Was sind eigentlich plausible Probleme bzw. Problembeschreibungen? na ja.

    Die Leute vom iTMS sind da deutlich netter, und sobalds auch nur das kleinste Problem gibt, gibts Gutschriften. :)

  29. 29

    tut mr leid, wenn es mir nicht leid tut, dass jemand seinen job in der musikindustrie verloren hat, sei es major oder indie oder indiemajor, ich bedauere auch nicht arbeitslos gewordene lampenanzünder, droschkenfahrer oder bergarbeiter. der fortschritt tötet bestimmte arbeitsstellen und lässt andere neu entstehen, das finde ich völlig normal und beklatsche den gang der dinge.
    die musikindustrie wird sterben, weil die erschaffer der musik sie nicht mehr brauchen, und musik braucht sowieso keine industrie, oder hat mozart seine noten von kleinen chinesen vervielfältigen lassen? und so schlecht war seine musok auch nicht dafür, wie wenig geld er damit verdient hat.

  30. 30

    Ich treffe sicherlich nicht jeden (Musik)Geschmack, schaut einfach mal z.B. bei http://www.drummerworld.com rein und stöbert etwas.
    Da findet sich u.a. http://www.drummerworld.com/Sound/keithmoonfooled.mp3 von „The Who“ und andere Schätzchen. Oder in mein Blog, Abteilung „Ohrklatschen“

  31. 31

    hm, ich frag‘ mich da so mehreres: wie sieht’s denn aus, wenn ich eine CD kaufe, und die sachen auf meinem (legalen) mp3-player laufen lassen will? muss ich mir die dann nochmal (legal) bei itunes kaufen? und wenn ich mir musik (legal) bei itunes kaufe, und sie mir auf CD brenne, um sie auf meiner (legalen) anlage abzuspielen, ist das dann illegal?

    pfff. ich sing‘ mir dann doch lieber was vor.

  32. 32

    Eva: ich glaub du musst einfach mal die AGB richtig lesen ;) du darfst dir die iTunes-Tracks 7x auf CD brennen. Mit etwas Geschick auch haeufiger.
    Und wenn du eine nicht kopiergeschuetzte CD kaufst (und es sind tatsaechlich nicht alle CDs kopiergeschuetzt) dann darfst du sie auch rippen.

    ABER weitergesponnen zum Thema offensichtlich rechtswidrig: es gibt keine offensichtlich rechtswidrigen Musik-Vorlagen. Wenn ich mir in iTunes Musik kaufe, darf ich sie mir brennen. Wenn ich sie gebrannt habe, darf ich sie importieren, weil nich kopiergeschuetzt, ich habe die originalfiles etc etc. und dann hab ich nochmale, DRM-freie Musik. tada.

    Diese Preview-funktion killt meinen browser.

  33. 33

    Eine Sache die mich an großen Blogs wie diesem hier am meisten stört ist:
    Wenn der Vortrommler schreit, schreien die meisten im Chor wie selbstverständlich mit. Leider oft völlig hirnlos und unüberlegt. Und das sieht man besonders schön an diesem Artikel hier. Oberflächige Polemik bringt niemanden etwas, genauso wenig wie das offene Bekenntnis zu illegalen Raubkopien. (Wer glaubt das sei Punk und cool, hat leider nix kapiert)
    Von daher kann ich mich persönlich Haarbüschel und Johannes Statements anschließen.
    Wer eigene CD kopieren möchte, kann das auch weiterhin tun. Es ist lediglich nicht erlaubt einen Kopierschutz zu umgehen. Das war bisher aber auch nicht erlaubt. CD mit Kopierschutz werden als solche ausgewiesen. Wer diese CD kauft ist selber Schuld.
    Die gleichen Personen die gerne über die Musikindustrie und Kopierschutzmechanismen schimpfen, laden sich leider oft in der nächsten Minute Songs aus dem iTMS, welche mit DRM (auch Kopierschutz) versehen sind. Das ist dann aber total toll und angesagt und man hat mal ordentlich auf die Industrie gepisst, oder?

  34. 34
    DAU Jones

    Was genau hast du an dem Wort „Totalboykott“ nicht verstanden?

  35. 35

    das problem ist, dass ich nicht daran glaube, dass es zu einem totalboykott käme. wir hängen doch alle an der nadel…

  36. 36
  37. 37

    @ Marius

    Der Output der Mayors ist mir prinzipiell egal, was mich wirklich stört ist die Tatsache das diese in Zukunft IP Adressen zurückverfolgenen können.

    Da die Rückverfolgung nicht nur von legaler sondern auch von illegaler Seite aus verwendet werden kann sollte diese wie bisher nur dem Staatsanwalt vorbehalten sein.

    Wer Bands unterstützen will soll sich lieber beim nächsten Konzert Zwei Buttons oder ein Shirt holen. Da ham sie mehr von.

  38. 38

    @ Dirk:
    Aus Buttons und T-Shirts kommt aber keine Musik.

  39. 39
    Cuk

    Ola,

    Ja jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen, klar, all die netten Deutschen welche zuletzt so zahlreich in die CH umsiedelten die machten das gar nicht aus wirtschaftlichen Gründen, neeee.

    Der Kopierschutz war das ausschlaggebende Argument.

    Jetzt kurz mal im Ernst, ich sehe es nicht ein wo das Problem sein soll Sagen wir mal Madonna zu kopieren.
    Bei jungen Bands ist die Sache natürlich anderst.

  40. 40

    Ich schließe mich marius von maingold an. Leider.

    Monkey sees monkey does.
    Ja, es kann sein, dass man einfach eine Meinung mit jemandem teilt.
    Kein Problem damit.

    Aber dass man dann gleich darüber bloggt, im (eigentlich) eigenen blog ? Nur weil es bei Sreeblick steht ? Keine Horrorshow, nein.

    Und was die Musikindustrie angeht: market v. consumer und das ganze „wir zusammen gegen die“… Leute, wenn Bands gar keine Kohle sehen (und jetzt quatscht mal auf einem anderen Sender, dieses „dann kauf doch der ihr Merchandise !“ ist Unsinn.. Merchandise herzustellen kostet auch Kohlen (ja, Plural)) von den Alben/eps, die sie zusammengestellt haben, dann wird einfach nichts aus besserem Equipment und besserem Klang usf.

    Dann haben wir in Zukunft nur noch Garagenbands, nur noch Garagenbands und nur noch Garagenbands und das auch noch mit miesem Sound.

    Aber, hey, ihr wollt euch ja nicht bescheissen lassen, deswegen bescheisst ihr die Künstler, die ihr mögt (fuck, dann geht halt der Großteil davon, was ein Album an Eiern abwirft an das Label.. der oder die Künstler haben ja, in euren Köpfen, davon natürlich nichts.. pf).

    „Ich auch, ich auch“.

    Meine Güte.. als ob man dafür das ewige Leben und 40 Jungfrauen bekommen würde..

  41. 41
    chillcore*

    Ach Gott, ob hier irgendwer „ich auch, ich auch“ schreit, ist doch sowas von egal. Viel schlimmer ist doch, dass sich die wenigsten dafür interessieren, was da für ein Rattenschwanz dranhängt. Der wichtige Punkt ist doch nichtmal, dass einem der Staatsanwalt für irgendeine „illegal“ gezogene MP3 noch fester auf die Finger klopfen darf. Der strafrechtliche Teil ist eh nicht spannend, der große Hammer kommt ja beim Zivilprozess, und das war vorher auch schon möglich.

    Viel schlimmer ist, dass sich hier bestimmte private Gruppen mal eben so schützenswerte sensible Daten abgreifen dürfen sollen. Und wofür Sachen wie die Vorratsdatenspeicherung wirklich gedacht sein. Solche Sachen sind interessant. Interessiert aber nur wenige, weil sie damit beschäftigt sind, sich darüber zu ärgern, dass ihnen irgendwer ein Spielzeug wegnehmen will.

    Da ist die „böse MI / gute MI / nicht ganz so schlimme MI“-Diskussion doch total uninteressant. Das Problem ist in dem Fall nicht die MI (schon gar nicht *die* MI, die gibt’s ja schlicht nicht), der Wurm sitzt ganz woanders.

  42. 42

    Dann sag uns ewigen Nein-sagern, welche privaten Gruppen das sind, welche schützenswerten sensiblen Daten das sind und warum du jetzt die Vorratsdatenspeicherung erwähnst (hat mit dem Beitrag nichts zu tun.. aber ich bin mir sicher, dass du den Bogen ohne große Probleme schlagen kannst, ich bin nur gespannt wie).

    In diesem Fall geht es leider um die Musik, die großen Labels.

    Aber, einen Eierkopf, der einem sagt, was man interessanter zu finden hat, findet man immer, nicht wahr, chillcore(sternchen) ? :zwinker:

  43. 43

    Die viel wichtigeren Themen gehen hier meiner Meinung nach völlig unter:
    1. Zypries will den Medienunternehmen ein Auskunftsrecht einräumen, d.h. die dürfen auch ohne StA bei meinem Provider anklopfen und sich meine Daten einholen
    2. Das war zwar schon vorher so, aber es wird immer den Politikern die Schuld gegeben: Privatkopien werden geduldet, wenn kein Kopierschutz auf der CD vorhanden war. Damit wird der Industre das Werkzeug in die Hand gelegt, mal Gott zu spielen
    3. Jeder Kopierschutz wird irgendwann geknackt. Is einfach so. Anstatt das einzusehen, wird immer mehr geld in Kopierschutzsysteme investiert und die CDs werden immer teurer, was immer mehr Kunden dazu treibt, P2P und Co. zu nutzen.
    Warum ich (ey kann man diese bloede Preview abstellen!?) bei iTunes kaufe? Weil ein Album 9.99 bzw. 9.90 kostet, und nicht 16.90, fuer ein stueck plastik, wie herr spiesecke das selbst so schoen sagt. Abe immer weiterjammern dass man so wenig geld hat.
    4. Zypries hat schon recht wenn sie sagt dass an der Rechtslage nicht wirklich was geaendert wird. Aber, wenn man darauf hinweist dass Technologien entwickelt werden muessen, die UEBERALL laufen (ist bei itms drm ja z.B. nicht so) dann heissts, die politik soll sich da nicht einmischen. und wenn sie keine ahnung hat, sagt sie, die anderen haben keine ahnung. jaja.

    Aber tut mal nicht so, als sei §153 StPO abgeschafft worden ;)

  44. 44

    Vielleicht werden dann auch nur gewisse Menschen wieder etwas wählerischer, was ihre Musik angeht.

    Wie war das nochmal, Lieblinsplatte ? Wie denn bei 1000+ Stücken, die auf einzelnen Rechnern herumfahren ?

    Nö, ich kauf mir lieber was im Laden oder per amazon oder bla, dann hab ich das kreative Gesamtwerk in der Hand..
    :zuck:
    Aber jeder nach seiner façon, nicht ?

  45. 45

    wtf: es geht doch noch nicht mal um die Art der Daten. Allein die Tatsache, dass Wirtschaftsunternehmen sich Rechte an Daten erschleichen, für deren Herausgabe man vorher einen Staatsanwalt brauchte(!), ist doch ein Skandal für sich.

    Klar, zunächst geht es „nur“ um Musik. In dem Zusammenhang werden aber ganz allmählich „Besitz“ umdefiniert, Gewaltenteilung aufgehoben,… dass der Nutzer/Käufer verärgert wird, und das alles den eigentlichen Künstlern gar nix hilft, interessiert ja bei den Gesetzesentwürfen schon keine Sau mehr.

  46. 46

    Manueller Trackback:

    […]Deutsche wie internationale Rechtssprecher gaben der Industrie über die Jahre auch immer wieder Rückendeckung. Nicht ein Richter der bei Hochrechnungen theoretischer Verluste, die seit seeligen C64-Zeiten jede Raubkopie als Geldwerten Verlust anrechnen, mal seinen gesunden Menschenverstand einschaltete und die Klagenden fragte, ob sie diese Milchmädchenrechnung denn selbst glauben würden.
    Nein. Seit Jahren wird, egal ob Brennerstudie oder Softwareerhebung, jedes Mal aufs Neue die Aussage als Fakt genommen, daß jeder der eine Kopie von einem urherberrechtlich geschützten Produkt besitzt, dieses ansonsten auch gekauft hätte. Was die Aussage, das bei der Durchsuchung von Schüler-PCs tausende illegale PC-Spiele und Musikstücke gefunden wurden ziemlich absurd erscheinen läßt, wenn man eben jenem Schüler im gleichen Atemzug unterstellt er hätte sich jene Dinge ja ansonsten alle gekauft. So üppig fällt nichtmal das Taschengeld von Paris Hilton aus.[…}

    ganzer Artikel: http://www.nochetwassalz.de/batzlog/2006/03/23/du-bist-raubkopierer/

  47. 47
    chillcore*

    wtf: ich leih Dir gerne den ersten Teil meines Nicks ’nen Stündchen, ist besser für den Ton, ehrlich.

    Welche Daten das sind, steht ja nun in jedem der von Johnny verlinkten Texte, es sind eben Verbindungsdaten, die sindmal als sensibel und schützenswert definiert. Die Vorratsdatenspeicherung hat insofern voerst damit zu tun, dass damit auch das Argument „Verbindungsdaten dürfen nur zu Abrechnungszwecken gespeichert werden“ – bei Flatratenutzern also gar nicht – Makulatur ist.

    Und nee, bevor Du drauf kommst, ich behaupte nicht, dass die Vorratsdatenspeicherung ausschließlich auf Lobbyarbeit der MI zurückzuführen ist und nur dafür gedacht ist.

    Natürlich geht es auch um große Labels. Aber eben dahinter um viel tiefergreifende Dinge – und dass sich darüber zuwenig Leute Gedanken machen, darüber reg ich mich auf wann ich will. Musste ja nicht lesen, wenn’s schlecht für den Blutdruck ist.

  48. 48
  49. 49

    Mir geht es bei meiner Aufregung nicht darum das die Leute weiterhin downloaden und kopieren können.

    Mir geht es darum das durch geschickte Lobbyarbeit sensible Daten an die Industrie gelangen.
    Das ganze unter dem Vorwand das man künstlerisches Eigentum schützen möchte.

    Letzten Endes profitiert primär die Industrie, die Künstler selber kriegen in der Regel zwischen 1 höhstens 2 Euro pro CD(Und bei Bands nochmal geteilt durch Mitglieder)

    Wenn ne Band durch das Internet bekannt wird kommen schon mehr an die Konzerte,
    und die sind für ne Band die Haupteinnahmequelle.

    Zu Marius und WTF: klar, Buttons machen keine Musik (Okay, vom Sampler mal abgesehen ;-)
    Aber grade Merchandising bringt den Bands finanziell einiges mehr als der Verkauf einer CD.

    Wollte nur schreiben das die Anstrengungen der Musikindustrie zu deren eigenem Wohl sind.
    Um die Künstler geht es nur sekundär.

    Man erinnere sich nur an die Abmahnwelle bei der schon einige treue Fans zum Opfer wurden.

  50. 50

    Zu dem halbherzigen Entscheid der *DonnaZitruspresslutschus* kann ich nur ein *GÄHN* schmunzeln. Wer, bitte WER glaubt den an konsequente Entscheidungen in der unbeliebten und stockenden, KorruptusFreudigen SCHWATZ-ROTZE VolksVertretung in Börlin? PFFF.
    „Oh, vier sind pegeistert, veil vier nu für uns ptivat prennen dürfen. Die Musikmaffia haut sich den Pauch genuch voll. Enough is enough.
    Jetz chiessen mer mal mir brückenbauender Mukki zurück, oder?“
    Wird Zeit, mal wieder n Appell zu zünden!
    Schönes WE wünscht DonnaVivace

  51. 51

    Mann, mir stehts schon wieder bis oben hin, wenn ich die Zypries höre. Eine Gesetzesvorlage durchzuboxen, die allein der Industrie dienen soll *seufzt*. Man zitiere Dirk Bach: „Und ihr wundert euch, dass es euch schlecht geht?“

  52. 52

    Schamlose Eigenwerbung, verpackt in ein bisschen mehr Kostruktivität:
    Machen wir“™s halt wieder selber

  53. 53
    René M

    Was hier übersehen worden ist, daß wenn diese Reglung wirklich kommt, die Polizei und Gerichte so sehr überlastet werden sein, daß es noch einfach wird, in der Grauzone unterzutauchen. Das bedeutet für die Kontentindustrie, daß sie nichts gewonnen hat, wenn sie 10 weniger-als-fünf-mp3-Sauger abliefert, weil dann u.U. der komerzielle Kopienhändler aufgrund von nicht eingehaltenen Fristen und einem guten Anwalt (den er sich ja leisten kann) (so gut wie) straflos ausgehen wird. Also werden sich die Industrieverbände zurückhalten müssen oder der Staat muß mehr Stellen besetzen – die Kosten dafür müßte man natürlich auch irgendwo herholen, ggf. überlegt man da aber erstmal an eine Verbesserung der dann aktuellen Urheberrechtssituation.

    Oder anders gesagt: Handy am Ohr kostet zwar während der Autofahrt 40 Euro und es gibt einen Punkt in Flensburg, das hält aber viele Leute dennoch nicht davon ab, weil die Verfolgung dieses Deliktes so gut wie nie stattfindet/stattfinden kann.

  54. 54
    pixelroiber

    schon vor dem urteil sind die illigalen downloads zurückgegangen, weil es entweder zu kompliziert, zu nervig oder zu langsam ist, einen song zu ‚tauschbörsen‘. gleichzeitig stiegen die verkäufe über itunes und konsorten. letztendlich wird also nicht die regierung, nicht die böse plattenindustrie sein, die entscheidet, sondern wieder einmal der graue mob. diese undefinierbare schwammige masse, denen man es nicht einfach genug machen kann.

    das fernsehen ist auch ein wunderbares medium, und wenn wir alle bildungsfernsehen schauen würden, wären wir schon längst in der wissensgesellschaft angekommen. aber leider, leider: die masse will unterhaltung.

    in diesem sinne: pure vernunft wird niemals siegen

  55. 55

    Wenn ein Provider jedem Tittenlabel gegenüber auskunftspflichtig ist – wegen ein paar Songs! – dann möchte ich nicht wissen, wer als nächstes anklopfen darf. Dein Chef? Dein Vermieter? Deine Mudda?
    Manueller Trackback – ich mach sowas sonst nicht (trackbäcken), daher weiß ich nicht, ob’s automatisch geht.

  56. 56
    DJones

    Laut Urheberrecht dürfen „žkopiergeschützte“ Songs nicht kopiert werden.

    Laut der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von iTMS und anderen Onlineshops dürfen kopiergeschützte Songs kopiert werden.

    Was gilt für die Kunden? Wann verklagt die Phonoindustrie Apple und andere Anbierter wegen Verleitung zum Gesetzesbruch?

    Noch ne Frage (rein hypothetisch, da ich weder DRM-verseuchte CDs noch Downloads kaufe):
    Darf ich meine bei einem legalen Onlineshop gekauften Tracks, also mein Eigentum, weiterverkaufen?

    Dies führt zur nächsten Frage:
    Werden bei ITMS und anderen Onlineshops überhaupt Songs verkauft? Werden die Kunden nicht getäuscht, weil diese tatsächlich nur Nutzungsrechte erwerben, das heißt Musik mieten?

  57. 57

    Tja, Apple ist zumindest mit der französischen Lösung nicht wiorklich zufrieden:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/71142
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/71259
    ___
    Aus deutschen Landen gibt es auch etwas Neues:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/71267

  58. 58

    Copy kills music? Homefucking is killing prostitution….

  59. 59

    tja, Peter, manchmal liegen die Realitäten wirklich unter der Gürtellinie..

  60. 60

    das netz bietet genügend möglichkeiten, an der staatsanwaltschaft vorbei zu ’saugen‘. aber über kurz oder lang wird sich die flatrate fürs downloaden durchsetzen, dann hat sich das sowieso gegessen. insofern ist diese entscheidung ganz großer quark, weil unzeitgemäß und am technischen standard vorbei entschieden. ein schritt in die falsche richtung. so ungefähr wie kohle(!)förderung(!) im hochlohnland deutschland(!).

  61. 61

    Die Lobbyisten haben gesiegt und dafür werden sie bezahlen. Ab heute erwerbe ich keine digitalen Inhalte mehr legal. Aber auch auch auf das illegale konsumieren von Inhalten ist man immer weniger angewiesen. Immer mehr Künstler wie Filmemacher oder Musiker stellen ihre Werke unter freien Lizenzen zur Verfügung. Unter http://www.starfrosch.ch/starfrosch/ gibt’s beispielsweise freie Musik. Da entsteht eine neue Kultur, losgelöst von der Kommerzindustrie – back to the roots qausi. Die MI hat begriffen, dass sie am Ende ist. Sie zuckt nur noch..

  62. 62

    Vielleicht sehen wir uns am 4. März bei Moritz Sauer:
    Die etablierte Musikindustrie ist seit Jahren im
    Umbruch, aber auch für unbekannte Musiker und
    Labels öffnen das Internet und neue Technologien
    völlig neue Möglichkeiten: Ohne grossen Aufwand
    können Sie Ihre Musik jetzt selbst vertreiben und…
    http://blog.lob.de/2006/03/14/einladung-revolution-des-musikvertriebs/
    Bernd

  63. 63

    DJones: Tu uns allen nen gefallen und ueberdenk nochmal deine Formulierung.

    Laut industrie duerfen keine Kopiergeschuetzten CDs gebrannt werden. D.h. der technische Schutz darf nicht umgangen werden.
    laut itms darf man die CD (pro playliste *husthust*) 7 x brennen und auf 5 Rechnern wiedergeben; letzteres aber mit aktivierung usw., d.h. man hat da nich gewonnen.
    Die Regelung von der Brennzahl der iTMSsongs ist dehnbar. und das wissen die Leute da auch. Das ist ne echt grosszuegige Regelung (wie gesagt: Pro Playlist darfst du diese DRM-Songs 7 x brennen. es ist aber nich begrenzt, wie oft du die playlist leicht veraendern darfst oder so. :D) unter einem Deckmantel, der auch der Industrie genuegt.

  64. 64
    mausetot

    Bin mal gespannt, wann die erste Firma aus der Branche ihre eigene Kanzlei oder besser Anwaltsfirma aufmacht.

    Eventuell ist es auch nur ein geschickter Schachzug um die Arbeitslosenzahlen zu drücken. Wer auf Staatskosten einsitzt zählt doch nimmer, oder?

  65. 65
    teppi

    Ein bissel OT (aber nur nen bissel) ..

    Ich hab einige Spiele auf meinem Rechner, die dank ihres Kopierschutzes nicht funktionieren, da irgendwelche Programme auf meinem Rechner sind, von denen die Spielehersteller denken, dass ich sie nicht haben dürfte. Die Spiele sind alle ordentlich gekauft. Ohne mir entsprechende Cracks zu laden, kann ich sie gar nicht spielen ..

    Was denken die Firmen eigentlich, was der Kunde da für Schlußfolgerungen zieht?

  66. 66

    Das Urhebergesetz bekommt seinen zweiten Korb — ein Maulkorb für die Musikindustrie, der bei Bedarf dem Musikfreund übergestülpt werden kann. Die Musikindustrie hält den Gesetzgeber an der kurzen Leine. Wuff, sagen die Gesetzesmacher, wenn die Musikindustrie fordert. Dass die Gesetzesmacher die Interessenvertreter des Volkes sind, gerät dabei in Vergessenheit. Wuff, wuff“¦ Weiter…

  67. 67
    Schorsch

    Die Zukunft liegt im Direkt oder Fastdirektvertrieb.
    Dank Internet kannst Du so einen Grossteil des Zwischenhandels ausschalten, und so die Kosten auf ein Massreduzieren, dass wirklich jeder bereit ist zu zahlen.

    Damit fällt die wahre Ursache dieses ganzen Problem weg.
    Musik ist und war immer schon viel zu teuer.

    2,5 € für ne komplette CD – 25 cent für einen song – stell ich mal so in den Raum – wenn davon auch nur die Hälfte an die Künstler geht, und die andere Hälfte an die Infrastrukturanbieter haben wirklich ALLE gewonnen. Label ? Wofür ?

    Lets start the rumble …
    Gerüchten zu Folge sind unsere 3 lieben Brüder mit S da grad dabei ..

  68. 68
    michael

    Naja, 2,50 €? Ist das nicht ein bisschen, öhm, viel zu wenig? Ich hab keine Ahnung wie viel man als Künstler an so einer CD verdient (und wie viel an das Label, an Produktionskosten und an Herstellungskosten so draufgehen), aber 2,50 für eine Platte ist doch entwürdigend für die Musik. Soviel wie ein gutes Essen sollte eine CD schon kosten, und ich wage zu behaupten, dass man, zumindest wenn man sorgfältig auswählt, von einer CD sogar mehr hat.

    Die Preise sind in meinen Augen schon in Ordnung. Hin und wieder sind schon CDs dabei die mal 18 oder sogar 19 € kosten und vor allem wenn’s dann nur eine CD mit zweiseitigen Booklet ist, kommt man dann schon ins Grübeln aber das hab ich in letzter Zeit eher selten erlebt. 14, vielleicht 15 oder 16 € waren eigentlich normal. Und wenn’s mal 19 € kostet ist’s auch kein Beinbruch.

    Wenn es ein Problem gibt, dann vielleicht das, wie sich das Geld, das man für so eine Scheibe hinlegt aufteilt. Der Preis an sich ist nicht das Problem. Ich würde auf jeden Fall auch immer noch 19 € für eine CD (auch mit zweiseitigen Booklet, in Plastikhülle, und mit hässlichen Cover) zahlen, wenn ich die Band und die Musik mag und wenn ich wüsste, dass davon viel mehr dem Künstler und nicht mehr so viel einem Label zugute kommt. Vielleicht würde ich den Preis dann sogar lieber bezahlen?

    Hey, und jetzt sag nichts von wegen „du musst ja Geld haben“ oder so. Ich bin armer Schüler. Und nicht grade fleißig.

  69. 69
    Schorsch

    so ca. 1 € bleibt meines Wissens meim Künstler hängen …
    Der Hauptanteil geht für den Vertrieb/Zwischenhandel und das Label drauf. Die Produktion ist auch so ca. 1-2 €

    Da ist dann schon 1,25 € für den Künstler nen Schritt nach vorne :-)

    Ich rede in meinem Modell ja auch nur von digitaler Musik – nicht von gepressten CDs.

    Wenn für Dich 15 – 20 € für eine CD ok ist, dann gehörst Du mit Sicherheit nicht zu den sogenannten „Powerusern“ von Musik.

    Willst Du so ca 30 – 40 Alben im Monat „konsumieren“, kommst Du schnell an die Grenzen deiner finanziellen Potenz. Es gibt einfach viel zu viel gute Musik (die zum Glück zu 90 % nicht bei den Majors ist)

    Massives Filesharing bzw. digitales Kopieren ist ja eine Tatsache. Und das hat sicher nicht nur den Grund, dass den Leuten langweilig ist. Ich denke, inzwischen hat jeder mitbekommen, dass das nicht ganz ungefährlich ist. Der Grund warum diejenigen das trotzdem machen, liegt natürlich daran, dass das Zeug billiger, sprich umsonst ist.

    Und bei so extremen Preisgefällen (17€ zu umsonst) siegt bei vielen eben nicht die Moral, gerade, wenn es nicht nur 1-2 CDs im Monat sind …

  70. 70

    @Schorsch: Ich habe letztens ein prima Essen (Fischfilets mit Salzkartoffeln, Senfsauce und einen gewaltigen Salat) für 4,50 €uronen serviert bekommem. Zu dem Preis hätte ich die Zutaten nicht einkaufen und zubereiten können.
    Der Mensch, der das Ding angeboten hat, wäre ein schlechter Kaufmann (in diesem Falle Koch), wenn er daran nix verdient hätte. Es geht eben auch anders.

  71. 71
    michael

    30 bis 40 CDs im Monat? Hört so jemand dann 24/7 durch, oder wie macht der das mit seiner Musik? Wer 40 CDs im Monat kauft, muss doch verrückt sein, oder? Sowas kann man doch nicht mehr genießen. Das ist Kauf- und Sammelwut, und hat meiner Meinung nach kaum was mit der Musik an sich zu tun.

    Ich hab ja schon Probleme bei meinen 3, vielleicht 5 oder 6 CDs im Monat mitzuhalten, und denke mir eigentlich oft ich sollte, obwohl ich viel Musik höre, noch sorgfältiger auswählen und die „Kaufgeschwindikeit“ etwas runterfahren. 30 bis 40 CDs würde ich mir nichtmal kaufen wenn das Geld dazu da wäre, selbst wenn ich die geschenkt bekäme hätte ich Schwierigkeiten Sachen zu wählen die mir auch gefallen würden.

    Und im Prinzip hab ich nichts gegen Preissenkungen (hat man das denn je?), nur bin ich gerne bereit auch 14 oder sogar 19 € auszugeben. Das ist nicht zu teuer für Musik. Ich fand nur deine 2,50 € etwas krass. Vielleicht 6 € oder 7, zumindest für digitales, das wäre angemessen, aber 2,50 € ist dann schon krass. Auch weil du den Vertrieb nie ganz ausschalten wirst können (wer zahlt Bandbreite, Abwicklung, Produktion?). Zumindest bei 2,50 € denke ich, bliebe dem Künstler selbst im besten Fall am Ende doch weniger. Also: lieber mehr denn Künstler als niedrigere Preise. Aber das schleißt sich ja nicht aus. Also moderate (1-5 €) Preissenkungen, und eine bessere Verteilung.

    (Und die Bereitschaft „echte“ CDs zu kaufen ist sogar bei Schülern durchaus da. Klar wird viel gebrannt und gegenseitig verteilt, wie das eben schon immer so war, aber es gibt nicht mal so viele die wirklich alle ihre Musik von Tauschbörsen holen. Das sind auch die, an denen die MI so und so nicht viel verdienen würde.)

  72. 72
    schrill*

    Nur nebenbei..
    The Doors war ne schöne Band, und die MI ist ein doller Türöffner.
    Und pitte,pitte nix pöses mehr in Blogs schreiben, sonst wird der Doesenvorrat geöffnet

  73. 73

    genau! entweder mal wieder den radio einschalten, oder wer über einen besonderen musikgeschmack verfügt wie z.b. metal, alternativ, punk usw – bzw. spartenbezogene musik hören will, einfach das internetradio oder – die spartenbezogenen digitalen radiosender anmachen :)

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