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Abschreiben

Altdeutsch für „sich inspirieren lassen“. Zum Beispiel von Kurt Tucholsky, dessen seit Beginn des Jahres urheberechtsfreien Texte u.a. hier und hier zu finden sind.

Lesetipp für Reiseblogger: Die Kunst, falsch zu reisen sowie Die Kunst, richtig zu reisen.

[via]

8 Kommentare

  1. 01
  2. 02

    Hier noch mal der verlinkte Trackback, sonst
    macht es ja keinen Sinn.

  3. 03

    Um KT richtig zu verstehen, muss man aber wohl doch etwas älter sein (schließlich ist er nun bereits 75 Jahre tot). Zumindest mir fehlt der tiefe Wissensbezug zur damaligen Zeit. Da werden Namen genannt, von denen hat man noch nie etwas gehört – und trotzdem scheinen sie wichtig gewesen zu sein. Da werden Anspielungen gemacht, die man nicht wirklich einordnen kann.
    Und um diesen Kontext nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, haben sich einige betagte Menschen vor einigen Jahren vorgenommen, eine kommentierte Gesamtausgabe zu veröffentlichen. Diese kostet dann zwar über tausend Euro pro Ausgabe – und Gutenberg.online ist umsonst kostenlos – aber ich meine: es lohnt sich.
    Neben dem Geld braucht man dafür natürlich auch die zwei Meter Platz im Bücherregal, wie hier bereits erwähnt. Und als kleiner Tipp: „Deutschland, Deutschland über alles“ – zum schnuppern vielleicht erstmal als Taschenbuch – ist ein amüsanter Einstieg in die Welt von KT. Und hat auch Bilder, wer nicht so das lesen mag ;)

  4. 04

    Für „Augen in der Grosstadt“z.B. brauchst du kein Faktenwissen über die Weimarer Republik. Der Text funktioniert auch nach 76 Jahren.

  5. 05

    Andreas, sicherlichgibt es auch Beispiele, zu denen kein Hintergrundwissen notwendig ist.

    Aber: kennst Du die Unterschiede von
    http://gutenberg.spiegel.de/tucholsk/essays/dermensc.htm
    in der Veröffentlichung unter Kaspar Hauser bzw. KT?

    Der Gutenberg-Artikel firmiert zwar unter Kaspar Hauser, ist es aber nicht. Er entstammt dem Buch „Lerne Lachen ohne zu weinen“ (von KT), ist nicht wie behauptet die Erstveröffentlichung des Artikel in der Weltbühne (als Kaspar Hauser). Letzterer enthält eine Anspielung auf den fünf Jahre zuvor eingeführten Paragraphen 218.

    Und eben diese Details rechtfertigen die Existenz eines wissenschaftlichen Werkes über ein literarisches Gesamtwerk. Gutenberg-online mag zum schnuppern sein, aber als Referenz würde ich es nicht unbedingt heranziehen wollen.

  6. 06

    ich glaub, hier ging es um ein bespiel für einen guten schreiberling, dessen werke bis heute aktuell sind – das kann, muss man aber nicht mit akademikeraugen lesen, sondern auch durchaus als laie geniessen – und sich inspirieren lassen.

    immerhin leben wir zwar nicht mehr im gleichen jahrhundert, aber in der gleichen stadtwelt und „moderne“ wie der gute mann.

  7. 07

    Ein wirklich feiner Eintrag ;-).

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