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Fuck art, let’s… uhm… make art!

jamie reid

Das da oben, das mit den Erpresserbriefbuchstaben, dem verunstalteten Konterfei der Queen und der abgefuckten Flagge, das ist inzwischen ein alter Hut, den man bei H&M auf dem Grabbeltisch kaufen kann. Ende der 70er aber war es eine Revolution, denn wie wir alle wissen (sollten) gab es nicht nur Punkrock sondern auch Punkkunst und Punkmode und eben Punkdesign.

Jamie Reid war u.a. für das Design der Sex Pistols verantwortlich, und wer in den nächsten Wochen in Berlin weilt, kann ich seine Arbeiten ansehen. Denn die Londoner Galerie The Aquarium eröffnet mit seinen Arbeiten ihre Berliner Sommerdependance in der Kreuzberger Falkensteinstraße und bietet nach Reids Design noch weitere Leckerbissen.

Wer den Schweiß tropfen sehen will, der sollte sich die Ausstellung „Teenage Kicks“ des Berliner Fotografen Raven nicht entgehen lassen, die seit Samstag im Kreuzberger Junction Café (freies WLAN!) zu sehen ist. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier und wer dort im linken Frame runterscrollt, der findet zwischen Peter And The Test Tube Babies und den Plasmatics auch den sehr schlacksigen, sehr jungen und sehr ernsten Autor dieser Zeilen. Und auch diesen freundlich lächelnden Herrn hier:

strummer

the aquarium Berlin
Falkensteinstraße 35
10997 Berlin
Info-Hotline: (030) 2925522 oder (0176) 24780656

Junction Bar und Café
Gneisenaustr.18
10961 Berlin

10 Kommentare

  1. 01

    Interessant wäre jeweils das Datum der Aufnahme.

  2. 02

    Gemeint ist beim „kleinen Vorgeschmack“.

  3. 03
    jochen

    das hat schon was, in so einer liste aufzutauchen.

  4. 04

    Sehr gutes Photo

    Hast du Dir eigentlich nie überlegt mal wieder Sound zu machen?

  5. 05

    Als ich da obige Bild sah, wusste ich: Johnny is back :D

  6. 06

    Naja, back… geht so. Gleich geht’s zum Arzt. :(

    Dirk, doch habe ich. Jede Woche wieder. Aber man kommt ja zu nix!

  7. 07

    Merzi, Herr Johnny, für die Reklame. Und gute Besserung!

  8. 08
    Klauzi

    ihhh, Joe Stummer, dazu fällt mir nur ein:

    they say that we were trash / well the name is CRASS not clash / you can stuff your punk credentials, cos it’s them who take the cash.

    YES, that’s right, punk is dead, it’s just another cheap product for consumers head.

  9. 09

    Bin mal gespannt, vielleicht wirds noch was

  10. 10
    Raven

    Daniel, sorry for the delay. Datum (Strummer): 5. Juni 1980, Neue Welt/Hasenheide. Die Daten der anderen Fotos siehst du bei der „echten“ Ausstellung (Also in der Junction Bar, nicht im Web).

    …und Klauzi: What´s wrong about takin´ some cash? Haben sie uns dafür nicht ein paar unvergessliche Hymnen beschert und sich die Kohle verdient? Nix gegen Crass, die waren ´ne Institution. Aber mir fällt heute kein einziger Song von denen mehr ein…Und um bestimmte politische Inhalte einer möglichst breiten Öffentlichkeit vermitteln zu können, brauchst du nun mal Songs auch mit musikalischem Potential, wie sie Strummer, Simonon & Co geliefert haben. Haben Crass jemals neue Hörer gewinnen können, die nicht eh schon links waren? …die zu Crass-Gigs gegangen sind, weil sie im Radio mal ´nen Song von Crass gehört und sich deswegen mit den linken Inhalten der Band beschäftigt haben? Ich glaube kaum. Crass waren okay, aber was die die gemacht haben, war „Preaching to the converted“. Clash haben über die Musik viel mehr Leute erreicht und denen so für sie auch neue Inhalte vermittelt. Und was ist falsch daran, wenndabei auch Kohle rausspringt?

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