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Podcast vom 3.5.2006

Türreparatur, Tag der Pressefreiheit, Musikrätsel.

MP3, 10:28, 4,8 MB

Tag der Pressefreiheit in der Wikipedia
Pressefreiheit in der Wikipedia
Unesco zum Tag der Pressefreiheit (englisch)
Unesco-Liste der seit 2002 ermordeten Journalisten (englisch)
Paul Sethe
Ernst Probst

Nicht immer nur informieren! Auch mal konsumieren! Zum Beispiel Blondie, zum Beispiel bei Amazon, zum Beispiel, weil wir was abbekommen.

20 Kommentare

  1. 01
    Hendrik

    Sorry falls ich das jetzt verpasst haben sollte, aber welcher Song von Blondie ist das ?

  2. 02
    martha dear

    rip her to shreds

  3. 03

    und itunes zahlt nicht mehr?

  4. 04

    Titel hatte ich vergessen, sorry!

    iTunes lohnt so gar nicht, bei uns… In vier Monaten (inkl. der Banner damals) sind da 12 Euro oder so angelaufen…

  5. 05

    Blondie=Major Label. Major Label=Böse. Also nix Konsum.

    Soviel zum Thema Pressefreiheit, Spreeblick finanziert sich also über das Blutgeld der RIAA!

  6. 06

    Öhm…im letzten Absatz hatte ich Sarkasmus-Tags gesetzt. Die hat die Kommentarfunktion einfach gestrippt. Sowas nee.

  7. 07

    Blondie hab ich schon alles von. Sogar Pressephoto mit Marianne Rosenberg zusamm, weil die ja 2 Lieder von der eingedeutscht hat. Marianne Rosenberg habe ich auch alles von früher von der. Wen das getz intressiert.

  8. 08

    Irgendwie widerspricht sich die Spreeblickbesatzung mit ihren amazon-Links doch vollkommen selbst oder?
    Ich meine: Toni macht Hetze gegen Multikonzerne und ihr unterstützt genau solche, nämlich Amazon. Wisst ihr, dass seit amazon populär wurde, immer weniger Leute in Buchläden gehen? Findet ihr das nicht schade? Oder findet ihr das gut, weil ihr ja selbst dran mitverdient? Ich wollte mir ein Spreeblickshirt kaufen, aber jetzt überleg ich mir das nochmal. Dann unterstütze ich ja jemanden, der ’nen Multi unterstützt. Nix gut.

  9. 09

    seit der nominierung für den grimme online award ist spreeblick irgendwie kommerz geworden.

  10. 10

    nico: mit deinem geocities-account unterstützt du aber die bösen zensoren von yahoo. ich hoffe auch, dass du ein ganz abstruses linux-derivat als betriebssystem auf deinem rechner hast und nicht etwa jenes vom bösen multi microsoft. ui ui. ausverkauf. naja, heute hat ja die sonne auch zum ersten mal ganz langanhaltend geschienen.

  11. 11

    Es ist die Frage, in wiefern ich jemanden unterstütze, wenn ich ein einseitiges Verhältnis mit ihm eingehe. Ich kriege von Yahoo was und darf dafür dort gratis online sein. Microsoft mag ich nicht, aber ich unterstütze Microsoft auch nicht. Das Programm war vorinstalliert, macht also keinen unterschied, ob es drauf ist oder eben nicht.

  12. 12

    Bei Spreeblick bekommst Du nichts?

  13. 13
    ovit

    spreeblick kriegt von amazon was, und verlinkt dafür dahin. wo ist da der unterschied?

  14. 14

    Nico, die Diskussion hatten wir schonmal. Was nicht heißen soll, dass du die Kritik, die ich durchaus verstehe, nicht anbringen kannst.

    Darf ich fragen, wovon du lebst? Also, was dein Job ist (muss ja nicht der Name des Arbeitgebers sein, nur so ungefähr)?

  15. 15

    @ Ovit: Die Antwort ist sehr leicht: Der Unterschied ist, dass Spreeblick damit Konsumenten zu Amazon bringt, die denken, sie würden damit Spreeblick was Gutes tun, gerade deshalb vielleicht nicht(!) zu ihrem eigenen Buch-/CD-Laden gehen. Auf jeden Fall unterstützt Spreeblick damit Amazon.
    @ Oliver: Ich kriege von Spreeblick nichts, dafür dass ich Spreeblick verlinke. Ich zahlel Spreeblick aber auch nichts für die Beiträge, die ich mir hier durchlese. Bei der Qualität der Beiträge würde ich aber sogar etwas bezahlen, doch ich kriege es gratis. Ich überlegte, ob ich mir deswegen ein T-Shirt kaufen sollte, was ich mir aber jetzt nochmal überlege.
    @ Johnny: Ich bin noch Schüler, verdiene aber nebenbei ein wenig (nicht wirklich viel) Geld um mir ein Polster fürs Studium zu schaffen (Stichwort: Studiengebühren). Wenn ich etwas kaufe, überlege ich mit dem wenigen Geld, dass ich habe, auf jeden Fall auch wo ich es kaufe und was die mit meinem Geld machen.

  16. 16
    michael

    Nico, nun steht ja gar nicht fest ob amazon nun besser oder schlechter ist als der Buchladen um die Ecke.

    Ist amazon schlecht, weil deren Umsatz größer ist, deren Gewinn? Ist amazon schlecht weil die die Vorteile des Internets zum verkaufen nutzen? (denen ganz andere Vorteile des Buchladens gegenüberstehen)

    Selbst wenn der kleine Buchladen wegen amazon Pleite geht heißt das erstmal noch nicht, dass amazon deshalb schlecht wäre. Das heißt nur dass sie eben besser waren. Auch heißt das erstmal nicht unbedingt, dass sie besser waren weil sie unfair gespielt haben.

    Du hast natürlich insofern recht, als das ein Monopolist amazon sicher nicht so lustig wäre. Aber ich glaube dass man deshalb noch lange nicht auf die Vorteile die einen amazon eben auch bieten kann verzichten muss. Ich kauf bei beiden ein, sowohl im Buchladen, als auch bei amazon, und ich will auf beides nicht verzichten.

  17. 17

    Die Buchläden, die ich besuche und bei denen ich auch, neben Amazon und anderen Online-Shops, kaufe, erfüllen ein völlig anderen Zweck als ein Online-Store und die guten Einzelhändler wissen, wie sie sich von Amazon absetzen können.

    Nico, danke für die Antwort. Soll nicht doof klingen, aber ich bin sicher, dass dir in Zukunft, wenn du für alle deine Kosten selbst aufkommen musst, das Problem der Großkonzerne noch öfter unterkommen wird. Ich mag Leute mit Haltung in dieser Hinsicht, halte aber deine für etwas übertrieben. Du nutzt Google oder Yahoo nicht? Keine einzige Website mit Werbung? Du besitzt kein einziges Kleidungsstück von einem größeren Hersteller (und woher weißt du, dass das wirklich so ist?)? Du besitzt keinen Fernseher, kein Videopiel? Du kaufst keine Zeitung? Du beziehst deine Lebensmittel ausschließlich vom Bauernhof in eurer Gegend? Du gehst online… wie genau, ohne einen Anbieter, die immer das Ziel der Masse haben (müssen), egal wie lokal sie auch positioniert sein mögen?

    Letztendlich ist es ein Tausch, Nico. Du bekommst Spreeblick mit unserem ganzen Einsatz (ca. 12 Stunden am Tag), kostenfrei, täglich, ohne auch nur den Ansatz von wirklichen Verpflichtungen oder Kosten für dich. Dafür nimmst du ein paar Banner, hin und wieder Promo-Aktionen in Kauf oder liest darüber hinweg. Wenn dir etwas besonders toll gefallen hat, kaufst du ein qualitativ hochwertiges Shirt und schiebst uns damit etwa 4 Euro Gewinn zu. Oder eben nicht, was auch okay ist. Wir sind trotzdem auch für dich da.

  18. 18

    Vielen Dank für die ehrliche Antwort Johnny,
    wie gesagt, wenn ich google nutze, dann unterstütze ich google nicht wirklich. Sie haben durch mich ein paar Klicks mehr, als wenn ich google nicht nutzen würde, aber solange ich mich nicht manipulieren lasse, nützt niemandem ein Klick. Auch nicht Yahoo oder sonstwem. Kleidung kaufe ich meist im 2nd-Handladen, weil unser Geld auch nicht im Garten wächst. Natürlich kann man nicht die ganze Zeit ohne die Multis auskommen, aber weitestgehend sind sie verzichtbar. Es kommt auch auf die Prinzipien an und ich sympathisiere immer im Zweifel für die kleinen Läden. Also Buchladen statt Amazon. Und ich kriege alles was ich bei Amazon kaufen könnte auch anderswo. Es kommt nicht direkt zu mir nach Hause, ohne dass es mich Porto kostet, aber dafür helfe ich jemandem.
    Und wir kaufen beim Dorfschlachter, obwohl der teurer ist. Und wir kaufen auch beim Nachbarn der die Hühner aus Freilandhaltung kriegt. Aber Fleisch gibs natürlich nicht gratis, deswegen lässt es sich auch nicht vermeiden, dass man auch woanders kauft oder man verzichtet ganz darauf. Wir müssen doch immer Kompromisse eingehen, das ist eben der freie Markt. Am liebsten würden wir immer die Guten unterstützen, der freie Markt hindert uns aber daran, weil wir selbst nicht unendlich Geld haben und die kleinen Läden nicht genug Mengen absetzen können um so preiswert zu sein wie die Großen. Bücher zum Beispiel sind aber im Buchladen nicht teurer als bei Amazon. Und man kann bei so mancher Lokation zum Beispiel sogar günstiger an Sachen ran als bei McDonalds.

    Deswegen können wir doch froh sein, dass wir die kleinen noch unterstützen können. Das sind aber Leute in meinem Bekanntenkreis zum Beispiel nicht. „Wie, innen Laden gehen? Öhh, viel zu anstrengend. Kost nicht mehr und ich kriegs nach Hause.“ Aber man sichert Arbeitsplätze und amazon ist sehr rational was Personal angeht. Jedenfalls sind es dann auch solche Leute, jedenfalls teilweise, die dann hinterher sagen „Schade, dass der Buchladen hier leer ist. Die Stadt hat irgendwie was verloren. Die ganzen schönen Lädern sind weg.“ Ja, weißt du warum? Weil sich McDonalds, Burger King, Subway, MegaCompany, Fishbone, H&M und C&A in unserer Stadt breit gemacht haben. Und warum? Weil du da einkaufst. WUMMS. Da sind sie dann alle platt.
    Jeder kann ja im Rahmen der Gesetze alles tun, was er will. Aber er muss es auch verantworten können. Moralfrage. Ich kann’s verantworten mir ’n schniekes Spreeblickshirt zu kaufen, wenn ich auch erst bald Geld dafür habe. Aber auch erst jetzt, weil ich meinen Unmut geäußert habe und weil Spreeblick ja nicht auf die Amazonwerbung reduzierbar ist. Wenn Toni Mahoni ’ne CD machen würde oder Johnny ’n Buch schreiben und auch als Hörbuch vertreiben würde, würde ich mir alle drei Produkte auch kaufen. Aber über den Amazonlink unterstütze ich Spreeblick nicht, weil ich mich dann nicht ehrlich fühlen würde. Vielleicht sag ich ja ein paar Freunden bescheid, die sowieso bei amazon kaufen, ob sie das dann nicht über euren Referallink machen wollen. Kann ich aber auch nur mit meinem Gewissen vereinbaren, weil ich sie vorher versucht habe zu überzeugen, dass sie beim Buchladen kaufen sollen.

    Naja was soll’s. Nichts für ungut, Johnny! Immer schön weitermachen, in redaktioneller Hinsicht, wie bisher!

  19. 19

    Nico, so ist das doch alles prima. Für uns, die wir unser Geld eben nicht als Arbeitnehmer bekommen, sondern jeden Cent selbst reinholen müssen, gibt es immer wieder Grundsatzfragen und auch viele Diskussionen, wie wir mit den kommerziellen Aspekten dieser Site umgehen.

    Solange aber die Leser/-innen die Wahl haben (wie du es beschreibst), solange wir uns nicht verdrehen müssen, solange uns niemand in die Inhalt reinredet (das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil der großen Affiliate-Anbieter), solange Spreeblick nicht vor lauter Flash-Bannern unlesbar wird kann ich persönlich das alles vertreten. Und auch sehr gut mit Entscheidungen wie deiner, die ich sehr respektiere, leben.

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