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mostly harmless

Nun, was war das gestern? Ein Testspiel, sicher. Die deutsche Mannschaft, die von vorneherein als Sieger feststand, hätte alle Möglichkeiten gehabt, mal die Sau rauszulassen und zu zeigen, was sie kann oder im Trainingslager gelernt hat. Aber es schien, als wurde auf Anraten von Herrn Müller-Wohlfahrt jegliche Agressivität Spritzigkeit von Anfang an verboten. Oder, um es mit den Worten eines Mitschauers zu sagen: “Is’ ja wie beim SC…”.

Herr Klinsmann meinte hinterher im Fernsehen, die Spieler hätten das Gelernte zeigen können, eben wie man schnell in die Spitzen spielt. Aha. Das Spiel war gut, besonders schön das erste Tor von Klose und das ballettartige 6:0 von Neuville, der im Zeit/Leistungsverhältnis wohl am effektivsten war. Schweinsteiger und Podolski, die die Erwartungen erfüllten. David Odonkor hätten wohl viele gerne gesehen. Lehmann und Olli übten sich in Solidarität, wohl auch, um Langeweile und weiteres Pressegetuschel zu vermeiden.

Unnötig eher das zeitweilige Rumgekicke hinten und vor allem einige Fehlpässe, die eben gerade im Spiel gegen eine Mannschaft wie Luxemburg so nicht vorkommen dürfen. Schnell in die Spitzen spielen war nicht immer offensichtlich zu sehen.

Alles in allem kann man wohl weniger von einem Testspiel, als von einer munteren Trainigseinheit sprechen. Vielleicht fehlte auch die gewissenhafte Organisation, der Spielaufbau von einem Michael Ballack. So richtig Weltklasse war es zumindest noch nicht. Ohne Elfmeter 5:0, ohne Verlängerung 3:0. Irgendwie harmlos. Abwarten.

Verlierer des Tages: Béla Rhéty, ZDF Kommentator: “Der Mann am Getränk, Oliver Kahn.” Das wollten wir wissen.

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