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Kinderfilme

Mein erster Schultag. Ich kann mich nicht genau erinnern, aber ich glaube, ich fand Schule ganz okay. Die anderen Kinder waren gut drauf und damals reichte ja sowieso die einfache Frage: „žWoll’nwa Freunde sein?“ und schon hing man die nächsten paar Jahre zusammen rum. Das allerbeste am ersten Schultag war aber natürlich die Schultüte. Ein Riesenteil, gefüllt mit Überraschungseiern, noch mehr Schokolade, Gummibärchen und – einem Transformer! Kein echter, aber ein blauer, metallener Roboter mit riesigen Schultern, ganz großen Füßen und mein Lieblingsspielzeug, bis die Star Wars-Figuren ankamen.

transformers.jpg

Man kann sich also vorstellen, dass ich mich auf die Transformers-Verfilmung freue wie Bolle. Die Website zum Film von Steven Spielberg und Michael Bay steht jetzt seit ein paar Tagen im Netz und man kann nicht viel sehen, außer einem riesigen Auge, der Erde und einem Countdown. Dieser läuft noch 25 Tage und man fragt sich wohin? Der Starttermin ist auf den 4. Juli 2007 angesetzt, bleibt also nur noch der Trailer, auf den ich schon sehr, sehr gespannt bin. Bleibt nur zu hoffen, das Michael Bay den Streifen nicht in den Sand neben „žBad Boys“ und „žThe Rock“ setzt.

Nachdem der Transformer auf unbekannten Wegen verloren ging und die Star Wars-Figuren die Lücke füllten, entdeckte ich Comics. Natürlich den Silver Surfer, die Rächer und besonders Superman und Batman. Die Entscheidung zwischen Batman und Superman fiel mir nie leicht. Sicher: Batman war cool, dunkel und mysteriös, dafür hatte Supi aber den Hitzeblick und konnte fliegen. Also lies ich die Entscheidung Entscheidung sein und hab sie nie getroffen, warum denn auch, in den Comics kämpfen Batman und Superman auch oft genug zusammen.

Nun ist es ja so: Ich mag die alten Superman-Filme, sie sind auf eine bunte, trashige Art richtig gute Blockbuster gewesen und Gene Hackman als Lex Luthor einfach genial. Als ich dann aber die Fernseh-Trailer zu „žSuperman Returns“ sah, dachte ich „žHak’s ab, das kann nur schiefgehen“. Doch erste Reviews aus amerikanischen Pressescreenings sind nicht nur zufrieden: sie sind euphorisch („žYes, it’s that good.„) und das ist Grund, nochmal auf die Trailer hinzuweisen. Supi kommt in Deutschland am 17. August in die Kinos.

Meine Comic-Sammlung ist nicht sehr groß, aber immerhin bin ich stolzer Besitzer des Hulk-Taschenbuches Nr. 4 aus dem Condor-Verlag. Der Hulk war schon immer mein Favorit unter denn Helden, ich liebe das anarchische Element und die lila Hosen und den sehr subtilen Sprachgebrauch des grünen Monsters. „žHulk… böse!“

Die Verfilmung von Ang Lee zähle ich aufgrund der Bildsprache mit zu den besten Comic-Verfilmungen (neben den Burton-Batmans und Sam Raimis Spidermans), nicht zuletzt auch wegen der brillanten Performance von Nick Nolte. Wie auch immer, nach schon 3 Jahren erhält der Hulk jetzt ein Remake. Ob das jetzt nötig ist oder nicht sagt Dir gleich das Licht ist mir schnuppe, das Kind in mir freut sich nämlich monstermäßig. Roar!

19 Kommentare

  1. 01

    Michael Bay und Steven Spindburg? Du liebe Güte! Ich meine ich fand die Transformers ulkig, aber inhaltlich kann man wohl nicht viel kaputt machen. Dennoch sträuben sich mir die Nackenhaare bei Namen Michael Bay, ich gemahne mich nur an das gruselig-schlechte „Logans Run“-Ripp-Off „The Island“. Von seinen anderen Sünden ganz zu schweigen. Und Spielberg hat abgesehen von „War of the Worlds“ auch zumeist Schrott gedreht die letzten 15 Jahre. Lob ich mir, daß sie sich wenigstens kein wirklich wichtigen Franchise vornehmen um ihn zu ruinieren.

    bis dahin kann man sich ja mit dem Transformers Theme auf Smosh.com trösten

    Achja zum Hulk: Die Bildsprache des Films war großartig. Aber die Story und Umsetzung (und vor allem die Trickeffekte der Renderbeamten von ILM) waren doch eher peinlich, oder? Da mutierte der Hulk aber locker zum verrückten Frosch. Da hat mir ja Lou Ferigno in der alten Serie noch besser gefallen.

    Den Singer-Superman muß man mal abwarten. Als Charakter fand ich Superman ja immer etwas fade im vergleich mit Batman. Ist halt im Endeffekt eine Jesus-Story auf amerikanisch, ohne Ecken und Kanten. Der alte Donner-Film ist ganz schick, legt aber nicht zwingend ein Remake nahe. Und danach sieht der Trailer bislang leider aus.

  2. 02

    Ich fand die FX beim Hulk gut, sah nach Plastik aus, das passte aber imho ins visuelle Konzept. Aber wie gesagt, beim Hulk bin ich alles andere als unparteiisch.

    Superman, klar: Pathos. Ich steh auf Pathos, Epik und so.

    Mit „War of the Worlds“ hast du (leider) Recht.

  3. 03

    *sigh*

    Diese Dauerverfilmungen von Spielzeugen, Computerspielen und Comics sind ein Symptom für die Hollywoodsche Einfallslosigkeit. Die Qualität dieser Filme lässt dann stets zu wünschen übrig. Und dass ein Steven Spielberg da nichts reißen kann, sieht man ja an „War of the World“ – einer der schlechtesten Filme der letzten Jahre.

    Stanley Kubrick, wo bist du? DIE MENSCHHEIT BRAUCHT DICH!

  4. 04

    Nachtrag: was mich an „Hulk“ ganz besonders gestört hat, war die mitwachsende (und danach wieder schrumpfende) Hose. One size fits all, oder was? Was für ein grandioser Schwachsinn.

  5. 05

    Stretch-Jeans. Klare Sache.

  6. 06

    *g* Ich fand „war of the worlds“ war eigentlich der einzig ansehbare Film Spielbergs seit „Jurassic Park“. Klar hat er Logiklöcher so groß wie der Kaukasus, aber zumindest sah er optisch ganz gut aus und hatte ein paar atmosphärisch stimmige Momente. Was man von A.I., Minority Report, JP2, Amistad nicht behaupten kann. Die hatten nur Logiklöcher und Playstation-Optik.

    Kubrick… Brrr. Mag ja Sakrileg sein, aber ausser Dr. Strangelove find ich sein Werk doch eher vergessenswert. Insofern kommt die Menschheit glaub ich ganz gut ohne den ollen Stanley aus.

  7. 07

    Batz: Du hast ahwieheißtdernochmal… Du hast The Killing nicht gesehen, stimmts? Sonst würdest Du Kubrick anders beurteilen.

  8. 08
    Hendrik

    Was gibt es denn gegen A.I. und Amistad zu sagen ? Gehören doch wirklich zu den besseren/besten Spielberg-Filmen…..und von den beiden ziemlich mittelmäßgen Cruise-Filmen ist dann doch Minority Report der annehmbarere….

  9. 09

    @René
    ich kenne von Kubrick Spartacus, Lolita, Wege zum Ruhm, Dr. Strangelove, Clockwork Orange, Shining (der kleine Junge der mit seinem Finger redet ist immer wieder ein Heuler), Full Metall Jacket, 2001 und Barry Lyndon.

    The Killing kenne ich in der Tat nicht, aber die anderen Filme mögen alle ihre technischen Meriten haben, inhaltlich und erzähltechnisch haben sie mich immer kalt gelassen. Ich hab stets das Gefühl das Kubrick sich eher für die Idee von einer Figur interessiert, als für die Figuren selbst.

    @Hendrik

    Amistad ist mir ingesamt zu sülzig und auszuführen was ich an A.I.alles unerträglich finde, sprengt den Rahmen eines Kommentars im wesentlichen würde ich aber die Punkte dieser beiden Kritiken unterschreiben:

    http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2001/06/29/DD239232.DTL

    http://www.boxoffice.com/scripts/fiw.dll?GetReview?&where=ID&terms=5452

    Was Minority Report angeht: Er krankt, abgesehen von den wie immer mediocren Special Effects die Zuschauer ja anscheinend toll finden, an der unausgegorenen Story, die Subplots einfügt und fallen lässt, insgesamt nicht wirklich überrascht und fehlende Story durch Videospiel-Action wettmacht. Die Identitätskrise des Helden wird wohl auch nur diejenigen überraschen, die Philip K. Dick für einen Pornofilmdarsteller halten. Im Endeffekt liegt doch jeder bisherigen Dick-Verfilmung von Blade Runner über Total Recall, Paycheck, Impostor Minority Report bis zu Screamers eine SEHR ähnliche Grundidee zugrunde. Der Held jagd durch eine Story und stellt am Ende fest, daß er nicht derjenige ist der er glaubte zu sein. Ob nun Roboter, Ausserirdischer oder Gehirngewaschen ist dann eigentlich auch austauschbar.
    Wenn man das ganze gut umsetzt kommt eben Blade Runner oder Total Recall dabei rum. Wenn man nur ein solider Handwerker ist wird es sowas wie Impostor, Paycheck oder Screamers. Und wenn man vor lauter Effektgeilheit vergisst eine Story zu erzählen hat man eben Minority Report.

  10. 10

    Batz: Mit dem Interesse für die Idee einer Figur hast Du sicherlich Recht, das ist, was Kubrick am meisten ausmacht (neben der Tendez zur Zentralperspektive und dem 4:3-Bild). Das ist aber auch völlig in Ordnung imho. Dass das ein wenig (?) die Menschlichkeit aus den Filmen nimmt ist klar, man muss sich eben auf seine Erzählweise einlassen.

    The Killing musst Du Dir anschauen! Genial! Ein sekundengenau (I mean it!) nacherzählter Überfall auf eine Pferderennen-Wettdingsbums, in der die Handlungen der Räuber nach Personen geordnet erzählt werden. Hat Tarantino dann zu Reservoir Dogs inspiriert.

    Bei Filmen übrigens immer die Literatur-Vorlagen ins Feld zu führen halte ich für problematisch, sollten doch Filme zunächst alleingestellt funktionieren. (Aber den Vergleich mit der Vorlage kann man ja auch nicht ausblenden, ich weiß.)

    Und A.I. finde ich so schlecht nicht. *duck*

  11. 11

    Ich wollte auch weniger mit dem Argument: Das Buch war besser kommen, als damit, daß Dick nun nicht grade der originellste Schreiber war, was abwechslungsreiche Plots angeht und das man einfach weiß was kommt, wenn man eine Dick-Verfilmung sieht, es also doch erhebliche erzählerische Finesse braucht um den Zuschauer dennoch gut zu unterhalten. Ich bin mal auf Linklatters Adaption von Scanner Darkly gespannt.

    Bei A.I. hab ich nach dem siebten Ende irgendwann die Geduld verloren… und ich fin ddie Optik grauenhaft. die ersten 30 Mins sind okay, ab dem Moment wo Pinnochio Joel Osment im Wald ausgesetzt wurd geht der Film ins Disneyland.

    The Killing geb ich mir, wenn er mir übern Weg läuft sicher mal. Mir fällts einfach schwer mich auf Kubricks Erzählweise einzulassen. Ich denke immer: Wenn der Regisseur sich schon nicht für seien Protagonisten interessiert, warum sollte ich es tun. Und wenn man sich dransetzt einen Horrorfilm zu drehen, sollte man zumindest rudimentär versuchen das Publikum zu erschrecken. Aber im Ernst: Wer zittert mit dem dicken Kind und Shelley Duvall mit, die selten so unansehnlich und unsympathisch war wie in dem Film. Bei Shining konnte ich stets die Kamerafahrten als technisch beeindrucken sehen, fand ihn aber hab so spannend wie die Space-Night im BR. Ich kann ja akzeptieren, wenn Regisseure Subtexte in ihren Filmen unterbringen, aber ich find es anstrengend, wenn die Figuren reine Gefäße für intellektuelle Konzepte werden. Das macht ja viele deutsche Filme und Literatur so anstrengend, weil sie sich als reine Ideenvehikel verstehen ohne echtes Interesse an den Figuren oder einer erzählerischen Dynamik oder so etwas banalem wie Spannung.

  12. 12

    Anstrengend ist Kubrick sicherlich, deshalb sollte man ihn aber nicht verkennen. Figuren als Gefäße für intellektuelle Konzepte haben durchaus ihre Berechtigung. Muss man aber nich gut finden, klar. Shining fand ich sehr spannend, denk bitte mal an die Kamerafahrten durch die Flure kombiniert mit dem Sound des, mal teppichgedämpften, mal nicht, Dreirades. Ganz groß.

    Bei Kubrick außerdem immer interessant: die technische Finesse. Man denke nur an die Kerzenszene aus Barry Lyndon, die ohne Beleuchtung auskommt. Diese technischen Spielereien kombiniert mit der intellektuellen Herangehensweise an das Medium Film sind es, die Kubrick ausmachen.

    Muss man nicht mögen, aber kennen.

  13. 13

    LOL
    Transformers? Was soll in dem Film passieren? Eine Art „Post-Terminator“-Saga? Vielleicht ein Plot der miesen TV-Serie mit schlechten Schauspielern und grottiger Computergrafik in einer Bauruine, die vor Jahren auf RTL oder so lief? Auf jeden Fall macht 50 Cent oder Puffy den Titelsong, die haben schon mal geübt: http://www.hasbro.com/transformers/
    Mit viel Glück bekommen wir einen Abklatsch von Team Amerika mit Originalfiguren!

    Den Vergleich mit Superman finde ich unfair. Nur weil Auge und Ohr die alten Streifen kennen, müssen die nicht gut sein. Der Ausdruck „Trash“ passt da schon recht gut, nach meiner Meinung. Ich gebe dem neuen Superman eine Chance. Bin gespannt, wie der wird.

    A.I., War Of The Worlds, I Robot, Hulk, Underwold uvm – nur auf Leih DVD gesehen. Dafür langt ein alter 36er Fernseher mit Monosound. Dieser Filme sind eingeschränkt, amputiert oder gepfuscht. Das dem etablierten Kino die Ideen ausgehen, ist schon lange bekannt – nicht nur in Hollywood, sondern auch Deutschland. Die Verfilmung von Elementarteilchen ist ein (schlechtes) Beispiel. Daran ändert auch meckern nix.

  14. 14

    Am 5.7. wird wohl der erste Teasertrailer in die Kinos kommen. Es heißt, es soll vor „Fluch der Karibik“ kommen. Warten wir’s ab!

  15. 15
    lucky.d

    SUPERhelden

    irgendwie bin ich mit superman nie richtig warm geworden, ist mir wohl einfach zu „super“. wenn man nicht gerade eine kleine tüte kryptonit dabei hat ist man doch hoffnungslos verloren. da sind mir batman oder spiderman viel lieber.

    … das mein heimlicher favorit der silver surfer ist, das sag ich lieber nicht – aber da kommen die kräfte ja auch durch die cosmic power, da darf man annähernd unbesiegbar sein ;-)

    noch fragen?

    http://www.marveldirectory.com/individuals/s/silversurfer.htm
    unter individuals gibts ein wiedersehen mit alten bekannten und wohl ein , oder zwei eher unbekannteren

  16. 16
    TR33

    Der wichtigste „Superman“-Trailer fehlt aber:
    http://www.apple.com/trailers/fox/thesimpsonsmovie/teaser/

  17. 17
    charlie d

    Mein Lieblingssuperheld war immer der steinige Typ
    von den fantastischen Vier, ich weiß nicht wie der heißt. Ich glaube ich mochte ihn aus Mittleid, der sah immer so traurig aus…

  18. 18

    ben grimm, das ding. „žIt’s clobbering time!“

  19. 19

    Also ich fand, der letzte Hulk Film ist eine der schlechtesten Comicverfilmungen überhaupt. Aber hey, das ist nur mein eigener kleiner POV.

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