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Leichtigkeit Des Seins

“Meine Buben haben eine gewisse Leichtigkeit des Seins.” Otto Pfister

Togos Nationalcoach Otto Pfister hat vier Tage vor dem ersten Spiel seiner Mannschaft gegen Südkorea die Koffer gepackt und sein Team Richtung Schweiz verlassen. Als Grund führt er die anhaltenden Differenzen im Prämienstreit mit Togos Fussballverband an.

Die Spieler verlangen 120´000 Euro Antrittsprämie, dazu 30´000 Euro pro Sieg und 15´000 Euro pro Unentschieden. Der Verband ist im Gegenzug lediglich bereit, ein Total von 30´000 Euro zu zahlen.

Einige der Spieler wollen ihrem Trainer nun offenbar nachreisen, um ihn umzustimmen. Diesen bizzarren Vorfall einzuschätzen, ist – ohne tiefere Kenntnis der wahren Hintergründe – eine schwierige Aufgabe. Kann sein, dass Pfister in seiner Aktion die letzte Möglichkeit sieht, seinen leichten Buben zu ihrem gerechten Lohn zu verhelfen. Kann sein, dass er einfach den Schwanz einzieht.

Aber, meine Damen und Herren, so oder so: Ein Kapitän, der seine Crew führerlos auf hoher See zurücklässt, kurz bevor der Sturm hereinbricht… Will man denn überhaupt nachdenken über so einen Mann?

Und die Leichtigkeit des Seins hilft einem da auch nicht wirklich weiter.

Update:
Pfister hat sich inzwischen zu seinem Rücktritt geäussert.

1 Kommentar

  1. 01
    Jürgen

    Es gibt sicherlich hunderte Fußballer in Togo, die auch ohne solche Prämien gern spielen würden. Ich finde Pfisters Entscheidung absolut richtig.

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