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Wessen Essen isst ess denn?

Könnte einer der schlechtesten Spreeblick-Titel in der Geschichte dieses Blogs sein. Dabei geht es um Wichtiges:

foodwatch und diverse weitere Organisationen rufen zur Teilnahme an einer Unterschriften-Aktion auf, die sich für ein wirksameres Verbraucherinformationsgesetz (VIG) einsetzt. Der aktuell vorliegende Entwurf zur Neuregelung des Rechts der Verbraucherinformation (PDF-Link) berücksichtige das öffentliche Interesse nur unzureichend und wird daher von den Organisatoren als quasi wirkungslos bezeichnet.

[Holgi macht auch mit]

6 Kommentare

  1. 01

    Foodwatch?
    Sind das die „Essensretter“, die sich gerade einen veritablen PR-Flop in Sachen EU-Lebensmittelwarnung geleistet haben? Zumindest aus Sicht von PR-Leuten und der Konkurrenz „Food-Monitor“. Sieht so aus, hier in dieser Pressemitteilung.

    Aber unabhängig vom NGO-Konkurrenzkampf, Aufklärung ist wichtig und Verbraucherschutz bei Lebensmitteln auch. Wär schon gut zu wissen, woher die Sägespäne in meiner Leberwurst kommen. Ernsthaft.

  2. 02

    Ja, die Kämpfe, wer heiliger ist als der andere, sind schon recht absurd. Ich blicke da auch nicht mehr durch. NGOs sind wohl der stärkste Wachstumsmarkt… da streitet man sich schonmal ein bisschen…

  3. 03
    flo

    foodwatch?Sägespäne? Die Sprüche kenn ich doch! Ich find es absolut unseriös zu behaupten, dass sich im Erdbeeryoghurt Sägespäne befänden, wenn in Wirklichkeit lediglich die künstlichen Aromastoffe/ Esther aus Holz gewonnen werden!
    Guckt euch mal deren „Aufklärungsbroschüren“ mal ganz genau an!

  4. 04

    Ich habe mal Marketingkrempel für Ferrero gemacht, Textchen geschrieben und so, und zwar für Milchschnitte. Die Marketingabteilung hatte noch einen Anke-Huber-Milchschnitte-Trainingsanzug in meiner Grösse (mehr oder noch viel weniger) übrig, den zog ich an und ging anschliessend zum Supermarkt um die Ecke, um für das Team ganz viele Milchschnitten zu kaufen, damit man sich „ins Produkt reinversetzen“ kann. Auf dem Rückweg begegnete ich einem Foodwatchstand. Das sehr junge Mädchen und der sehr junge Junge davor wedelten mich lustig mit einer Broschüre an.

    Es dauerte eine Zeit, bis wir alle bemerkten, dass ich von oben bis unten vermilchschnittet war, inklusive Milchschnitte-Mütze und mit 40 Milchschnitten im Arm, und sie als grosses Plakat auf ihrem Stand die Nachteile der Milchschnitte mit Produktabbildung kleben hatten. Wir assen dann zusammen ein paar Milchschnitten und sie erzählten mir von ihrem Job, der mich entfernt an Drückerkolonnentum erinnerte (Spenden sammmeln).

  5. 05

    @Sascha:

    „vermilchschnittet“:) großartig…’Anke Huber’…was die wohl heute macht?

  6. 06

    manueller Trackback:
    Im Mai 2006 hat die große Koalition aus CDU/CSU und SPD einen Entwurf für ein neues Verbraucherinformationsgesetz (VIG) in den Bundestag eingebracht. Dieser Entwurf ist aber fast identisch mit der Vorlage von Horst Seehofer (Bundesminister für Verbraucherschutz) und nach Meinung des Foodwatch e.V. viel zu zahm. weiterlesen…

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