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Der Fernsehbeweis

Die wichtigste Neuerung der Weltmeisterschaft war die stillschweigend hingenommene Einführung des Fernsehbeweises.
Zwar behauptet der vierte Schiedsrichter Luis Cantalejo steif und fest, er habe die fragliche Szene mit eigenen Augen auf dem Spielfeld gesehen, aber angesichts der Verzögerung und der Tatsache, dass er vor dem Bildschirm saß, erscheint dies als reine Schutzbehauptung.

Es muss nun dringend – noch vor dem Start der europäischen Ligen – ein Regelwerk geschaffen werden, das den Fernsehbeweis einschließt, denn durch diesen Präzedenzfall ist er Realität geworden.
Bisher wollte man den Fernsehbeweis von Seiten der Fifa mit guten Gründen auf keinen Fall einführen. Befürworter wollten ihn stets auf die Frage Tor oder Nicht-Tor beschränken.
Jetzt ist Rot oder Nicht-Rot dazugekommen.
Einwurf oder Nicht-Einwurf wird folgen.
Und das alles wegen eines Spaniers, der seine Neugier nicht zügeln konnte.

4 Kommentare

  1. 01
    micha

    WENN und ich betone das hier ausdrücklich, wenn also herbeigesehnter fernsehbeweis kommen sollte, dann siehts für die italiener aber schlechter aus als vorher, dann müssen die ja auch noch die fersehanstalten bestechen, um weiterhin top-leistung bringen zu können.

    ich denke die werden dann doch lieber gleich den sepp was zustecken, damit der solch ungemach verhindern möge :-)

  2. 02
    jo

    mailand gehört doch eh berlusconi, oder hab ich da was falsch im gedächtnis? und wenn ich berlusconi höre denk ich sofort an korruption ;)

  3. 03

    Tja, der Fernsehbeweis. Es ist schon interessant zu beobachten, wie das Problem in den meisten Medien nach der Erklärung von Cantalejo stillschweigend unter den Teppich gekehrt wird.
    Gibt es denn nicht noch irgendwo zusätzliche Kameraufnahmen, die zeigen, wie Luis Figo zusammen mit Torsten Frings den vierten Offiziellen bearbeitet?

  4. 04

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