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C. Ronaldo

Niemand hat uns bei der allzu plötzlich zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft im Herrenfußball so viel Freude bereitet wie Christel Ronaldo. Wieviel Mut gehört dazu, in die einstige Männerdomäne Fußball einzudringen, wieviel mentale Stärke braucht eine Frau, um die andauernden Schmähungen des blutdurstigen Mobs zu ertragen? Man kann es kaum ermessen. Nie haben mich die Tränen einer Frau so tief berührt, wie die der großen alten Dame unseres geliebten Sports.
Nun gut, Kritiker mögen an dieser Stelle einwerfen, dass es beim Einlaufen doch gar keinen Grund zum Heulen gegeben habe. Aber treten Sie mal vor die Augen der Welt, wenn der Eyeliner in den Untiefen ihrer Handtasche unauffindbar blieb.

direkt

Dank an Joscha für den Link

5 Kommentare

  1. 01
  2. 02

    Sowas nennt man wohl “großen Sport”. Sehr schön.

  3. 03
    micha

    Tennis. es muss großes tennisheißen. aber wer will das denn heute noch benutzen!

  4. 04
  5. 05

    Wir haben uns in Köln “großen Sport” statt “großem Tennis” angewöhnt. Irgendwann an einem nasskalten Montagabend im Stadion, als ein namenloser Spieler eines namenlosen Zweitligisten zum wiederholten Male den ruhenden Ball beim Freistoß ins drei Meter entfernte Seitenaus geschossen hat. “Großes Tennis” hätte da einfach nicht gepasst.

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