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We are the web

we are the web

Das Geheimnis einer erfolgreichen Protest-Aktion liegt nicht selten in einer gesunden Portion Humor.

Die Website wearetheweb.org mischt sich in die aktuelle Diskussion um „net neutrality“ (mehr bei Spreeblick hier und hier) ein und greift dabei auf Prominente zurück. Und zwar auf Netz-Prominente, wie es sich gehört.

Und so singen und tanzen sich die berühmt-berüchtigten Netz-Freaks Peter Pan, Leslie Hall und Jay Maynard, der „Tron Guy“, durch ein Musikvideo mit dem Titel „We are the internet“.

Der Song ist furchtbar, die Nachricht wird sehr vereinfacht dargestellt (und kann den Amis mal bitte jemand beibringen „Internet“ statt „Innernet“ zu sagen?), doch das Video, an dessen Ende noch weitere Internet-Bekannte auftauchen, wird mit ziemlicher Sicherheit mehr Aufmerksamkeit im Netz generieren wird als jeder noch so gute Artikel zum Thema. Und schließlich muss man der ausführenden Agentur Respekt für ihren Feinsinn in Sachen Netz-Kultur aussprechen. Allein diese drei Figuren in einem Clip auftreten zu lassen ist einfach eine prima Idee.

(Danke, Valentin!)

29 Kommentare

  1. 01
    Micha

    Erst bin ich Deutschland und jetzt auchnoch das Innernet, na wenn das ma nix is!

  2. 02
  3. 03

    Aber beim Internet stimmt’s! :-)

  4. 04

    Das is ja schrecklich… Wenn das die Kultur ist, die es zu verteidigen gilt… Kauft den Scheiß doch auf!!!! (Achtung, Zynismus versteckt!)

    Aber mal im Ernst: Wer genau soll sich dadurch angesprochen fühlen? Drei völlig unmusikalische Nichtsänger hüpfen durch ein weißes Set und sprechen/singen einen grausigen Song, dessen Aussage nicht länger ist, als die URL, die er bewirbt…

    Grausig grausig…

    Aber danke fürs Abschrecken am Morgen, Johnny :)

    PS: Wenn das Abschaffen der Netzneutralität dazu führt, dass solche Videos/Songs nicht mehr so arg schnell durchs Netz geroutet werden und damit von den Bildschirmen verschwinden, vielleicht sollte man dann mal über das ganze wirklich nachdenken…. bin ja schon weg ;)

  5. 05

    Tschüss, Robert! ;-)

  6. 06

    Mist, hab ick wieder die Ironie Tags vergessen ;)

  7. 07

    Hallo Robert! :-)

  8. 08

    Wie lange wir dieses Spiel wohl ungestraft treiben können??

    ;)

  9. 09

    Als bewussten Trash, der sich selbst nicht wirklich ernst nimmt, finde ich das Video ausgesprochen unterhaltsam.

    Und musikalisch hab ich in den Charts schon scheusslicheres gehört…

  10. 10

    @robert

    Für nen Moment hab ich mich das auch gefragt. Aber dann fand ich die Botschaft dahinter doch ernsthaft genug und hab mir gedacht, dass der Johnny das sicher auch okay findet.

    P.S.: Mich nervt es nur, dass hier jedesmal wieder das Video von alleine startet, wenn ich die Seite neu aufrufe oder nen Kommentar abschicke.

  11. 11

    Achja, fast vergessen: Wem der Songnicht gefällt, der kann sich auch Musiker Moby ansehen, der sich mit vollem Körpereinsatz für Net Neutrality in dem Kampf wirft.

    http://www.youtube.com/watch?v=xOJnKgsWPGw

  12. 12

    Klar ist die Botschaft ernsthaft genug und auch ich finde es mehr als wichtig, dass an der Netzinfrastruktur, wie sie besteht, nichts geschraubt wird, was den Providern merh Macht gitb, als sie jetzt schon haben. Nur muss man sich ja immer fragen, ob man selber, der ja Teil der Netzkultur ist, die da geschützt werden soll, sich durch solche Auftritte vertreten sieht. Und ich muss sagen: Ich fühle mich eher verarscht. Wenn jemand mit einer gewissen Entscheidungsgewalt das sieht, dann kann er doch die Bestrebungen um Netzneutralität nicht mehr ernst nehmen… und gerade weil es ein ernstes Thema ist, sollte man solche Kampagnen nicht so aufziehen. Publicity schön und gut, aber wer bis jetzt noch nichts über das Thema wußte, der wird hier mir einer Nerd-Kultur bedient, die ja nun nicht repräsentativ für das diskutierte Thema ist. Ich finde ja, dass nicht alles, was Öffentlichkeit bringt (und sei es auch noch so für den gerechten Zweck), automatisch gut sein muss und der Sache dienlich.

    Lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

    gruß
    robert

  13. 13

    @Robert
    Du tust ja so als wäre das Video das einzige Argument, welches in die öffentliche Diskussion geworfen wird. Ein kurzes Browsen zum Thema alleine bei YouTube zeigt dir aber wie vielfältig es aufbereitet wird. Selbst Jon Steward hat in der Daily Show merhfach durchaus richtig erklärt, worum es bei Net Neutrality geht. Ich find es etwas albern sich über ein Video aufzuregen, weil man sich mit den Protagonisten nicht identifiziern kann. Das Video wendet sich ja wohl in erster Linie an Leute die die skurrilen Seiten des Nets lieben und den selbstironischen Humor mögen, sie sollen angespornt werden sich über Net Neutrality zu informieren und dann Druck auf die Politik auszuüben. Du glaubst doch nicht im ernst, das sich das Video an Kongressabgeordnete wendet…

    Bißchen mehr Humor schadet nie, egal wie ernst das Thema ist.

  14. 14

    Yupp, so ist das: Netten, netten netten, und immer an die Selbstironie denken! Ich weiß nicht, was die bösen Kritiker haben, ist doch ganz süß gemacht. Und obwohl ich von mir behaupte, früher mal über einen exklusiven Musikgeschmack verfügt zu haben (ist lange her…), läuft der Refrain schon nach einmaligem Hören loopartig im Hirn…Ziel also erreicht!

    Krause

  15. 15

    Was’n steilischer Flashplayer, das will ich auch bei YouTube. Jetzt wo ich auch Innernet eigene YouTube Wackelbilder in meiner Bloghütte hab‘.

  16. 16

    Netzprominente? Hab nie von denen gehört?

    Wie man sieht. Auch zu Recht denke ich ;o)

    Gunnar

  17. 17

    Eigentlich doch ganz „witzig“ ;o)

  18. 18

    @batz:

    hmmm, ich seh ja ein, dass es einigen sogar gefällt. Mir nicht, aber das macht ja nix :)
    Ich sehe die Sache so: Eine Agentur macht eine Kampagne ja mit einem gewissen Hintergrund. Hier die Verdeutlichung der Netzneutralität. Und ja, im Endeffekt sind solche Kampagnen immer indirekt oder direkt an die Entscheider gerichtet. Sonst würden sie ja ins Leere laufen. Sicherlich ist diese nun in erster Linie an die Basis gerichtet und will das Beußtsein schärfen, was Netzneutralität bedeutet. Die Behandlung in der Daily Show hat ja gezeigt, dass es da dringend Nachholbedarf sogar bei dem Repräsentanten gibt, der für die Regulierung des Internets und damit also in erster Linie für den „Net Neutrality Act“ zuständig ist. Das Stichwort hier ist sicherlich „the internet is not a dump truck… it’s a series of tubes“. Wenn also schon derjenige, der damit beauftragt ist, im Sinne des Volkes die Regulierung des Internets in den Staaten zu übernehmen keine Ahnung von der Technik des Internets hat, wie sieht es dann erst mit der zugehörigen Subkultur aus, die sich im Moment um die viel gerühmten Communities spinnt? Die Blogs, Foren, Wikis und all die kleinen Inseln, die wir so unser zu Hause nennen, sollen ja auch vertreten werden, nur leider empfinde ich (ganz persönlich :) ) dann solche Kampagnen eher als kontraproduktiv. Mit ein paar Spinnern die Vorzüge einer freien Kultur zu preisen dürfte bei bisher Unwissenden nicht gerade dazu beitragen, die Vorzüge einer freien Subkultur im Netz zu sehen.

    Ich verstehe durchaus diejenigen, die sagen „Ist doch lustig…“ und ich bin selber ja auch immer für sinnlosen Spass zu haben, nur halt weil das Thema so wichtig ist, sollte man hier zweimal nachdenken, ob man sich diesen Spass macht.

    just my 2 cents…

    Aber danke für alle Gegenmeinungen… es ist gut zu sehen, dass man nicht alleine ist ;)

    gruß
    Robert

  19. 19
  20. 20

    Bei Humor hört der Spaß auf, was!!

  21. 21

    „Bei Humor hört der Spaß auf, was!!“

    Mein Zitat des Tages! Danke! :D

  22. 22
    Jonas

    Der Song besteht, glaub ich, nur aus GaragebandTemplates, in so fern ganz ok…

  23. 23

    Cameltoe rocks! :)

  24. 24
    sven

    Muss ich mir Sorgen machen? Ich kenne keinen einzigen der „berühmt berüchtigten Netz-Freaks“. Hab ich was verpasst?

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