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Robert Enke: Ein weiteres Opfer von PETA

Wie klug ist es, sich nicht über die wahren Hintergründe einer Organisation zu informieren, für die man sich engagiert? Nicht sehr klug.
So klug ungefähr, wie ein durchschnittlicher Prominenter ist, sagen wir: Der Co-Rapper einer in den frühen 90ern populären Fun-Hip-Hop-Combo, der ein Vollwertbrötchen zuviel gegessen hat.
Oder so klug wie ein Bundesliga-Torwart, der bei der WM nur Tourist war.

PETA muss man zugestehen, clever zu agieren.
Man bietet dem Prominenten ein perfektes Paket Cross-Promotion an:
Tiere, hey, die sind ein Hingucker, Pamela hat sich für uns ausgezogen, Naomi hat sich für uns ausgezogen, wir hatten mehr nackte Weiber als Flavio Briatore, halt deine Fresse für uns in die Kamera und wir bekommen beide mediale Aufmerksamkeit.

Wäre PETA einfach nur ein Haufen bornierter Fanatiker, man müsste kein weiteres Wort über sie verlieren.
Aber eine Organisation, die KZ-Insassen mit Hühnern gleichsetzt, die ist nicht einfach nur geschmacklos und borniert. Sie hat alle Maßstäbe verloren.
Robert Enke faselt in dem PETA-Clip etwas davon, dass man über den Verzehr von Hunden und Katzen geteilter Meinung sein könne. Hier gehe es nur um die Misshandlung.
Nein, mein Herr, darum geht es eben nicht.
Das macht die PETA-Aktivisten eben noch verabscheuungswürdiger als sie ohnehin schon sind: Sie werfen Nebelbomben. Denn es geht ihnen nicht um Misshandlung. Dafür sind Tierschützer zuständig. Für PETA ist schon die Haltung eines Hundes Sklaverei.
Sie lehnen selbst die Nutzung von Blindenhunden ab.
Aber was rede ich.
Penn und Teller haben sich des Themas angenommen.
Und die können sich noch schöner erregen als ich.

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17 Kommentare

  1. 01

    Das Video mit Enke war mir so peinlich (ich fand den Mann gar nicht übel bisher, nicht nur als Keeper), dass ich nach einer Minute abbrechen musste. Der Hundefreund muß ja froh sein, dass es keine Lederbälle mehr gibt. Was sagt wohl “Peta, Petaa Neuruaaa” dazu.

  2. 02
  3. 03
    cs

    interessant ja auch die geschichte über das von peta betrieben tierheim für ausgesetzte/verwilderte hunde, das in der anwendung von euthanasie 10fach über dem amerikanischen durchschnitt liegt: http://www.doggienews.com/2005/06/more-information-on-peta-animal.htm

  4. 04
    rc

    Immer wieder schön, seine Voruteile bestätigt zu sehen.

  5. 05
  6. 06

    Ich war letzten Freitag Hund essen :-)
    Schoenen Gruss aus Korea

  7. 07
    Tom

    Ich würde die Diskussion nicht so einfach durch den Schornstein blasen; das Verhalten des Menschen gegen Tiere hat Wechselwirkungen auf und mit dem Verhalten von Menschen untereinander. PETA ist plakativ-provokant (ist ja mal wieder gelungen), aber weiß durchaus auch Nobelpreisträger auf seiner Seite….

    Patterson, Charles
    Eternal Treblinka

    “Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka.”
    Jetzt erscheint Charles Pattersons umstrittenes Buch über die Ursprünge des industrialisierten Tötens. Von der Massenhaltung und Versklavung der Tiere führt ein direkter Weg hin zur industriellen Massenschlachtung. Patterson zeigt, wie schon früh Mechanismen der Tierhaltung und -behandlung auf Menschen übertragen wurden. Patterson erklärt außerdem, warum Henry Ford 1938 in Detroit den höchsten Nazi-Orden erhielt, wie es kam, dass amerikanische Stiftungen die deutsche Rasseforschung über Jahre großzügig finanziell unterstützten, warum ein US-Forscher wissenschaftlicher Berater für das erste Gaskammer-Vernichtungsprogramm der Nazis wurde, wie Himmler vom Geflügelzüchter zum Menschenzüchter und -vernichter wurde u.a. Er widmet sein Buch dem Literaturnobelpreisträger Isaac Bashevis Singer, der den erschütternden Satz schrieb: “Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka.” Auf der Sachbuch-Bestenliste 2/2005.

  8. 08
    Tim

    Pro PETA!

    http://de.wikipedia.org/wiki/People_for_the_Ethical_Treatment_of_Animals

    Auch wenn die Methoden teilweise krass sind, stimme ich in den meisten Zielpunkten überein.
    Kann jemand behaupten, dass er mit jedem Programmpunkt der von ihm gewählten Partei einverstanden ist?

    Den Holocaustvergleich finde ich bei genauerem überdenken auch nicht so falsch und unangemessen, wie er auf den ersten Blick erscheint!

  9. 09
    Ulfert

    Das Selbstverständnis des Menschen beruht auf seiner Trennung zwischen Menschen und Tieren, sowohl in Haltung als auch in Verzehr. Aus diesem Blickwinkel ist PETA sicherlich nicht zu verstehen.

    Wenn man das Ganze aus dem “natürlichen” Blickwinkel versteht (jedes Geschöpf ist gleich) ist PETA auf dem richtigen Weg.

    Die aktuelle Intelligenzforschung bei Tieren würde übrigens vermutlich eher PETA recht geben mit der Gleichheit aller Geschöpfe, denn die von uns instutionalisierten Abstufungen in der Intelligenz (Mensch-Tier) sind wohl nicht länger vertretbar.

  10. 10
    Ulfert

    btw: Ich esse trotzdem weiterhin Tiere, denn genug Tiere würden mich auch fressen. Nicht Kühe und Schweine, zugegeben, auch nicht der Hahn von nebenan, aber Krokodile gibts hier ja nirgends…^^

  11. 11

    Zum Teil einfach nur peinlich, wie sich so mancher Blogger hier benimmt!
    Aber das Geistige bleibt eben bei einigen auf der Strecke.
    Selbst bin ich auch nicht mit allem einverstanden, was Tierschützer so verlangen und das in vielen seriösen Organisationen.
    Jede hat da eben so seine Philosophie aber mal ehrlich:

    Ich bin definitiv kein überzeugter Keinfleischesser, wenn ich jedoch so sehe wie die Tiere gehalten und transportiert werden, bin ich doch zum überzeugten Wenigesser geworden. Das Tiere in verschiedenen Ländern auch als Nahrung dienen, denen wir nur das Prädikat niedlich geben können, ist nun mal so und kann durch uns auch nicht geändert werden. Muss deswegen bei uns auch alles auf den Tisch was wir mal im Urlaub gegessen haben? Nein!!! und nochmals nein!!!
    Wer in Korea Hund ißt, tut das entweder mit Absicht oder weil er es nicht wußte. Ich selbst könnte mir das genauso verkneifen wie Affenhirn oder alles was krabbelt oder kriecht. Hierzu gehören auch Hummer und aller anderer Luxusfras. Trotzdem werde ich mir mein gelegentliches Schnitzel oder die Currywurst gönnen. Es sollte aber nicht billig (Gammel) sein sonder von hoher Qualität. Fleischnahrung gehört nun mal zu unserer Kultur und ist auch für den Körper lebenswichtig. Auch wenn Veganer das anders sehen. Trotzdem respektiere ich auch deren Einstellung. Mit etwas Zurückhaltung oder gar Entsagung tun wir auch etwas für die Tiere und gegen deren Massenhaltung.

  12. 12
    uwe

    PETA für mich eine kri……..Sekte……die unwahrheiten verbreitet und dumme Promis findet, die das auch noch unterstützen, gegen Pelz sind selber Leder tragen, wo doch das eine, das andere auch ist, nur ohne Haare……..Paradox der Mensch

  13. 13
    André Rosenstiel

    [b]Egal ob Peta nun eher, wie die Fema bei Katastrophen, das Gegenteilige in „unseren“ Ländern beim Tierschutz bewirkt, so muss man doch so weitsichtig sein und erkennen, das solch Unternehmen mit all ihren oft fragwürdigen Kampagnen, so wie bei fast allen weniger schlechten/guten Dingen auf dieser Welt, oft ungewollte positive Nebeneffekte haben. Wenn das Gute das Brett der weniger Guten öfters benutzen würde, dann würde man viel mehr positive Dinge erreichen als wenn man nur das schlechte darin sucht und dauerhaft versucht es zu manifestieren.Die Anzahl der weniger guten Dinge wäre zwar damit nicht gemindert, jedoch ist das Ergebnis ein besseres als das Tatenlose rumgeseiere und endlose Diskutieren bis eh alles am Boden liegt was mal mit nem Schwanz gewedelt hat. Die Menschen die wirklich gutes im Schilde führen, müssen selbst zu den Taktikern avancieren wie es ihre Widersacher schon lange sind…nur so kann man jemals deren Augenhöhe erreichen die man benötigt um wirkliche Veränderungen zu schaffen.
    Das Prominente sich für solche Dinge einsetzen sollte sie nicht für uns zu Idioten machen sondern zu Lichtblicken der Hoffnung. Diese Menschen haben oft gar nicht die Zeit um der Wahrheit auf den Fersen zu sein. Es ist immernoch die Schuld der schweigsamen Medien und unserer falschgebildeten und fehlgeleiteten oberen Mittelschicht die denkt das man ihnen wahrhafte informationen per Spiegel-Abo nach Hause schickt..falsches Vertrauen, fehlendes logisches Denken und das nicht vorhandende Tool um Zusammenhänge zu erkennen bilden eine arrogante eingebildete Sichtweite die die Antwort auf die immerwährende Frage des Spiegels wie wir 1938-1945 zum Mördervolk mutierten, ist! Die Schuld liegt bei dem Medienkartell und der Tatsache das die Medien ein Gewerbe sind.[/b]

  14. 14
    aniko

    Danke André
    für Ihre Posting und danke an die,die hier mehr oder weniger an die SEite der geschundenen Tiere schlugen, in dem sie die tierschutzbemühende Organizationen mehr, als weniger gut heißen.

    Leider gibt es viele Schwachmaten, denen Ethik ein unbekanntes Wort ist und blieben auf der untersten Stufe der menschlichen Entwiklung und sie prallen auch noch damit.

    MfG aniko

  15. 15
    Tierrechtler

    Immer wieder die sogenannten Peta Gegner: Keiner von euch kennt die menschen bei Peta, aber ihr könnt euch natürlich alle ein Urteil erlauben, nicht mal jetzt wo Robert Enke tot ist, wird solch ein Rotz hier rausgenommen.

    Fresst euer Fleisch und verreckt dran…

  16. 16
    Laura

    Ich kann mich nur anschliessen, echt peinlich wie sich manch einer hier auffuehrt: armes deutschland.der holocaustvergleich ist durchaus angebracht.taeglich werden tausende tiere in toetungsstationen vergast und auf brutalster art und weise umgebracht,aus dem einfachen grund,dass es fuer diese keinen platz auf „unserer“ erde gibt,aber der dumme mensch darf sich fortpflanzen wie er lustig ist und die erde weiterhin mit seinem sehr fragwuerdigen lebensstil zerstoeren…!!es ist wichtig dass es organisationen und auch menschen gibt,die darauf aufmerksam machen.schade dass mit Robert Enke einer von den guten gegangen ist,einer der sein prominentes gesicht sinnvoll genutzt hat und vor allem einer der wenigen,der erkannt hat, dass man mit tieren nicht weiter so respektlos umgehen kann und darf.

  17. 17
    Claus

    @Laura: Liebe Laura, mit Verlaub, aber Ihre Einstellung zum Holocaust-Vergleich ist dumm. Die Nationalsozialisten haben eine religiöse Gruppierung gezielt und geplant versucht auszurotten, aus allerniedrigsten Motiven. Sie haben ihnen ihr Geld, ihren Platz in der Gesellschaft, ihren Status, ihre Daseinsberechtigung und zuletzt ihr Leben genommen. Sie haben Juden, Schwule und Lesben, Sozialdemokraten, Sinti und Roma, Polen und Tschechen und viele andere gedemütigt, öffentlich beschimpft und geschlagen, sie in Viehwagen in vernichtungslager transportiert. Wenn Affen das mit Affen machen, Tiger mit Tigern, Vögel mit Vögeln ist das ebenfalls grausam. Aber auf unserer menschlichen Ebene des Bewusstseins ist das einzigartig und mit nichts zu vergleichen (außer vielleicht mit den Gräueltaten Stalings, IdiAmins u.a.). Ein Vergleich mit Tierhaltung und -schlachtung, egal wie grausam diese ist, verbietet sich. Aus Achtung vor 6 Mio. Opfern des Nationalsozialismus. Wenn wir die natur als Entwicklung und Prozess akzeptieren und sie in ihrem Lauf achten, dann ist die bestehende „natürliche Ordnung“ so wie sie die Evolution zugelassen hat. Dann ist es so, dass Menschen Tiere beherrschen, solange bis es sich irgendwann anders entwickelt. Über das wie ist zu diskutieren, ohne Zweifel. Am „dass“ gibt es für mich keinen zweifel. Aber wir Menschen sind schlau genug, um zu erkennen, dass der Holocaust etwas anderes ist als Tierquälerei. Das sollten Sie bedenken, wenn Sie sich hier leichtfertig und unbedarft äußern!

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