65

Übrigens

smoke
(Foto © ryarwood)

Kranke, abhängige, intolerante, egoistische, Unschuldige und sich selbst ermordende Arschlöcher wie ich (im Folgenden „Raucher“ genannt) reagieren auf gesunde, weltoffene, moderne, freigeistige und alle nichtrauchenden Minderheiten schützende Naturliebhaber wie euch (im Folgenden „Nichtraucher“ genannt) meist relativ gelassen und verständnisvoll, sobald eure Ansprache an uns Worte wie „Entschuldigung, könnten Sie versuchen, ihren lebensverkürzenden Rauch in eine andere Richtung des Biergartens zu pusten als in die meines 30 Meter entfernten Sitzplatzes?“ beinhalten.

Gekünstelt hustendes „Ächö, ächö, ächö“ mit begleitendem Zwei-Arm-Wedeln und einem Blick, der vermuten lässt, dass ihr gerade Hitler und Hussein beim Heroinspritzen am Nebentisch entdeckt habt, fordert hingegen den kleinen Beelzebub in uns auf eine Art und Weise heraus, die das genüssliche Entzünden einer zweiten Havanna geradezu unumgänglich macht.

Wir sind im Grunde auf eurer Seite. Ehrlich. Wir freuen uns wie ihr auf rauch- und rauschfreie Nächte ohne Qualm, Alkohol und andere Selbstzerstörungsversuche bei veganischen Rockkonzerten in Zimmerlautstärke. Wir rauchen schließlich auch nur noch, um von den scheiß Nikotinpflastern runterzukommen.

Ein kleines bisschen mehr freuen wir uns aber auf die illegalen Clubs, die aus dem Boden sprießen werden. Von dem viel zu teuren Import-Bier, den Mädchen und Jungs, die sich geheimnisvoll und vor allem total verboten hinter tödlichen Rauchschwaden verbergen und dem bakteriengetränkten Schweiß, der bei ohrenbetäubenden Lärm von der Decke tropft, werden wir euch am nächsten Tag erzählen.

Falls wir das überleben.

65 Kommentare

  1. 01
    Akiem

    Geiles Ding. Du hast aber den Aschenbechermundgeruch, gelbe Zähne, stinkende Pfoten und Klamotten vergessen.
    Oh mann, ich muss erstmal Eine rauchen…

  2. 02

    Rechts nette Werbung zu dem Thema ;-)

  3. 03

    Voll okay, mit Allen Carr hab ich auch schonmal aufgehört.

  4. 04
    y

    findest du es toll wenn du bei einem sonntäglichen brunch mit deinen kindern plötzlich von raucherntischen umgeben bist.

    Macht keinen spass, man kann entweder mit dem schlechten gewissen leben sein kind zu vergiften, gehen oder anfangen herum zu stänkern.

    Erst wenn du aufhörst zu rauchen, wirst du merken wie gestunken du hast!

  5. 05

    Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben…

  6. 06

    Hitler und Hussein beim fixen… interessante Vorstellung.

  7. 07

    hehe

    aktueller anlass oder einfach genereller Weltschmerz? :)

  8. 08

    Zum Podcast gehört ne vernünftige Zigarette dazu und was wäre Toni ohne?

  9. 09

    Ich hatte befürchtet, dass jetzt das Raucher-Bashing losgeht. Vielleicht für alle kommenden Kommentare, auch wenn ich sicher bin, dass das nichts nützt: Ich habe vollstes Verständnis für Menschen, die sich durch Raucher belästigt fühlen und bin für Nichtraucher-Restaurants und -Büros und was weiß ich. Achja, und ich weiß sogar, dass Rauchen schädlich ist, nicht nur für Raucher. Und dass es stinkt. Und voll eklig ist. Braucht man also nicht mehr schreiben.

    Ich finde jedoch, dass die Diskussion aggressive Züge (ha!) annimmt, die an Hetze grenzen. Und die politische Debate halte ich für bigott.

  10. 10

    @robert: nee, nur so. Lag hier schon lange wartend rum. Ich hör bestimmt auch bald auf, macht ja keinen Sinn.

  11. 11

    Aggressivität habe ich nur aus Deinem Post herausgelesen, Johnny. Wie hiess es noch in der Grimme Preis Begründung?

  12. 12

    Als Raucher: Danke!
    Seh dir mal KISS KISS BANG BANG an, und die Szene am Pool vom Anfang vom Film.
    Selten so gelacht. Solltest du hier als YouTube-Video reinmachen, gibt es aber wahrscheinlich nicht, da Raubkopierer ja Verbrecher sind. Wie wir Raucher.
    Und sorry für die Schleichwerbung. Aber war ja die beste Komödie des letzten Jahres.

  13. 13

    @equinox, ja wie hieß es denn da?

  14. 14
    Martin

    Jaja, jetzt versuchen sich Raucher auch noch als arme, verfolgte „Opfer“ darzustellen, obwohl sie es doch sind, die aufgrund ihrer Sturheit und Intoleranz entspreche Diskussionen und ein Gesetz nötig machen.

    Illegale Clubs? Klar, gibts immer, und wirds immer geben. Das hat aber mit dem rauchen nichts zu tun.

    4 von 4 Rauchern reagieren ablehnend auf ansprachen doch das Fremdberauchen sein zu lassen:

    Raucher 1) antwortet einfach nicht
    Raucher 2) bah, puh, pah – kümmern sie sich um ihren eigenen Sachen
    Raucher 3) dann gehn sie doch woanders hin, ist ein freies land!
    Raucher 4) ich hau ihn eine runter!

    Das dürfte in etwa die Realität treffen.

    Und wer behauptet 60 Mio Raucher wären Klassik-hörende Öko-veganer ist entweder dumm oder hat wirklich einen Nikotinschaden erlitten. Sind Raucher etwa was besseres? Schade das man als Nichtraucher sogar dafür angemacht wird das man nicht raucht.

    Wenn du so argumentierst, argumentier ich auch mal so: alle Raucher sind Hauptschüler oder Thekenproletarier.

    (das ist genauso falsch wie deine Aussage)

  15. 15

    so sieht es aus 4. gastronomen werden alle nichtrauchertische als inseln zwischen unzähligen rauchertischen deklarieren.

  16. 16

    Können wir uns darauf einigen, dass Nichtraucher ne Menge Humor haben? Auch nicht? Mist! :)

    Ich klink‘ mich aus, Texte erklären macht keinen Spaß. In Zukunft kommt da so ein pinkfarbenes Web-2.0-Sternchen mit der Aufschrift „Achtung! Absichtlich überzogene Polemik!“ hin. Wird aber auch nix nützen.

  17. 17

    Johnny, kann ich nachvollziehen. :-)
    Trotzdem, danke für den Text. Der war mal nötig!

  18. 18

    Was gibt es hier zu diskutieren. Nichtrauchen in Restaurants und Bars ist eine legitime Sache, die nicht zuletzt durch eine viel zu starke Lobby schon früher hätte eingeführt werden müssen.

  19. 19

    Oh mann… da schmunzelt man als überzeugter Nichtraucher über einen schön geschriebenen Text und kommt ne halbe Stunde später wieder und schon ist alles voll von Leuten, die in einem Text, der den Web2.0 Sarkasmus Button gar nicht braucht um als solche erkannt zu werden, gleich Angriffe auf ihr verbrieftes Recht nicht zu rauchen sehen…

    Jungens, macht euch mal locker und wechselt die Lokalitäten. In den Kneipen/Biergärten/Plätzen/Bahnhöfen/Saunen, in denen ich bisher war, wurde meine nett vorgetragene Bitte, vielleicht auf mich Rücksicht zu nehmen, immer nett aufgenommen und ihr wurde bisher immer nachgekommen.

    Es ist doch immer eine Frage von in den berühmten Wald hineinrufen und so… Und ich musste bei Johnnys Text gerade schmunzeln, weil ich mich auch in der „Ächö Ächö Ächö“ Fraktion wiedererkannt habe… manchmal… selten, aber doch ab und an… geb ich sogar zu :)

    Ist denn die tolle Stimmung der WM schon wieder vorbei? ;) Sind wir schon wieder beim Erst-Anschnauzen-Dann-Gucken angekommen?

    gruß
    robert

  20. 20
    Lockengelöt

    Danke Robert.

  21. 21

    dicke Menschen nichtmehr in Restaurants und Clubs lassen. Schwäbische, Ökoprodukte-kaufende Pädagogenmuttis mit ihren Thorben-Hendriks-die-sich-ja-frei-entwickeln-müssen und weshalb es völlig ok ist, dass er/sie in mein Essen fässt raus aus cafés und restaurants, laut redende Menschen in den Keller und Raucher ja Raucher alle feuern

  22. 22

    Empfohlen für den Vetrieb über den Spreeblick-Shop: Der Ironiedetektor

    Die Zielgruppe ist jedenfalls schon da. :p

  23. 23

    Dr. Jekyll und Mr. Hyde hier: Tagsüber im Büro Nichtraucher, und wenn’s dunkel ist, immer ’ne Kippe am brennen, hab ich mir so angewöhntabgewöhnt. Und es besteht immer die Gefahr, die Argumente pro und contra zu verwechseln. Das ist stressig!

  24. 24

    hmm, das hast du jetzt aber nicht geschrieben weil ich gestern sagte „du rauchst zu viel, oder?“

    Du rauchst zu viel

  25. 25

    endlich sagt es mal jemand so richtig laut.

    ja ich bin auch süchtig, ein süchtiger nikotinjunkie der gerne dieses geräusch hört beim anzünden einer fluppe, dann genüsslich dran zieht und mit dem rauch irgendwas verbindet, weiß aber gar nicht, was genau.

    wir sind opfer und täter zugleich.
    *kippe ansteck*
    ein befreundeter raucher sagte mir mal:ich rauche so lange, bis ich tot bin!“

    aber aufhören würde ich schon, wenn mein wille stärker und mein innerer schweinehund nicht so ein macht über mich hätte.

    schöner artikel!

    gibt es mittelchen, die beim aufhören helfen könnten, hat da jemand erfahrungen?

  26. 26

    allen carr stirbt ja jetzt übrigens auch an lungenkrebs, weil er die leute, die er in seinen seminaren missionieren wollte, immer schön hat weiterrauchen lassen und der ganze scheiß seine lungen so verkleistert hat, dass… [recursion] er jetzt von lungenkrebs gebeutelt dahinvegetiert.
    rauchen fetzt [darum machen wir es ja].
    nichtrauchen macht auch nichts.

    und keine der beiden parteien sollte sich anmaßen, der anderen ihr weltbild überzuhelfen.
    als raucher patzig zu werden, wenn einen jemand auffordert, doch woanders zu rauchen, ist genauso scheiße wie militante nichtraucher [jetzt hab ich’s doch gesagt], die glauben sich moralisch sowieso ganz oben auf der leiter zu befinden.

    bleibt locker und zwar alle mal.

    geiler text, danke johnny.

  27. 27

    also ich bin nichtraucher, und finde dieses pseudo husten schrecklich O_o wenn es jemanden stört das jemand „am tisch“ (etc) raucht, dann soll er es sagen und sich nicht wie ein kindergartenkind aufführen …

    andererseits find ichs aber unfreundlich wenn sich „am tisch“ (oder sonstwo) ne kippe ansteckt ohne zumindest mal zu fragen obs „am tisch“ jemanden stört.

    wenn sich das dann auf illegale clubs verlagert solls mir nur recht sein

  28. 28
    Christian

    „Wir rauchen schließlich auch nur noch, um von den scheiß Nikotinpflastern runterzukommen.“ – Den haste von Stromberg ;-)

  29. 29

    Warum müssen denn Nichtraucher für Ihr Recht auf Nichtbelästigung höflich fragen? Andersrum wärs richtiger. Das macht aber quasi niemand. „Tschuldigung, dürfte ich hier rauchen“, würde von mir sogar mit einem Ja beantwortet werden.

    Aber am Ende wars das immer Ironie und die Anderen alle doof, weil sie es nicht verstanden haben. Sehr einfach…

  30. 30

    Ich muss hin und wieder wirklich husten, wenn jemand in meiner Nähe raucht. Wenn das dann zur Folge hat, dass dann noch mehr rauchen zur Folge hat, na dankeschön!

  31. 31
    Christoph

    Genau, wir sind ein freies Land.
    Ich frage mich wirklich, warum Raucher in öffentlichen Bereichen wie Bahnhöfen und Schulen dermaßen durch Rauchverbote diskrimiert werden. Schliesslich fahren ja auch Nichtraucher Auto und verpesten so die Luft.
    Ich finde, es müssen dringend (vor allem Schulen, Krankenhäusern und Kindergärten) Pflichtraucherbereiche eingerichtet werden. Wer durch diese Gebäude läuft, muß rauchen ob er will oder nicht. Viele Probleme würden sich von selbst erledigen: Alle wären über kurz oder lang Raucher, Diskussionen wie diese hier bräuchten überhaupt nicht geführt zu werden. Die Staatskassen wären mit der Tabaksteuer mehr als gefüllt und wir würden neue Jobs in der Tabakindustrie schaffen.
    Neben anderen, boomenden Bereichen (z.B. Bestattungswesen) würde auch der zur Zeit so gebeutelte Gesundheitsbereich endlich entlastet. Wir würden uns freuen, wenn viele (Rauch)-Asylanten aus anderen Ländern zu
    uns nach Deutschland kämen (Ausgleich für den drastischen Geburtenrückgang, bedingt durch die dann noch stärker grassierendere Nikotinimpotenz).
    Das Essen in den Restaurants oder auch zu Hause könnten wir praktischerweise gleich mit einem Sud aus eingeweichten Zigarrenstummeln würzen, der nachlassende Geschmacks- und Geruchssinn (nicht nur der Köche) und der Geruch kalten Tabakrauches und überfüllter Aschenbecher verdrängt sowieso alle anderen Aromen.
    Für Babys und Kleinkinder, deren Körper sich in der Gewöhnungsphase oder auch danach durch Ausschlag, Allergien, Hustenreize und Erbrechen wehren, könnten die bisherigen Rauchentwöhnungskliniken genutzt werden. Entsprechende Behandlungsmethoden müßten allerdings noch erforscht werden. Ich könnte mir vorstellen, das Kettenraucher besonders starker und vor allem filterloser Zigarettensorten für die Pflege dieser wiederspenstigen Biester besonders geeignet wären.
    Nichtraucher sollten prinzipiell in speziell dafür ausgestatteten Lagern gehalten oder, besser noch, ausgewiesen werden. Ich stelle mir auch eine kleine, längst fällige Änderung des Grundgesetzes vor,
    dort müßte eigentlich der Begriff „Mensch“ komplett durch „Raucher“ ersetzt werden. Dieses ewige Gelaber der Nichtraucher §1 und §2 betreffend (Menschenwürde und körperliche Unversehrtheit) wäre
    dann endlich vom Tisch.
    Deo’s, Parfüm’s, Zahnpflegeprodukte, Kaugummies – all diese Dinge bräuchten wir nicht mehr kaufen (stinkt ja eh alles nach Qualm), das dabei gesparte Geld könnten wir direkt wieder in Rauchwaren investieren.
    Wie ihr seht: Schlaraffia ist nah und wir bräuchten nur ein paar klitzekleine Gesetzesänderungen…

  32. 32

    mein daddy (raucher wie ich) sagte immer:
    alkohol und nikotin rafft die halbe menschheit hin,
    ohne nikotin und rauch stirbt die andre hälfte auch!

  33. 33

    Ganz toller Papa!

  34. 34

    @Christoph: auch ein netter Text. Nur halt genauso hilfreich wie Johnnys Ausgangspost… Vielleicht hilft es ja den unverständigen auf beiden Seiten die jeweils andere Position zu verstehen. Dann wären wir ja schon einen Schritt weiter. :)

  35. 35

    @ henning:
    ja, toller papa — und so luschtig, gelle?

  36. 36

    Total lustiger Papa.

  37. 37
  38. 38
    Karo

    sind wir doch mal realistisch, wenn wir alle aufhoeren wuerden zu rauchen oder nur noch Fortunas aus Spanien mitbringen wuerden, die bekanntlich ja daheim nicht mehr schmecken, dann wuerde der Anti-Terror-Kampf und das Gesundheitssystem bald ganz schoen pleite sein…

  39. 39
    Christoph

    @robert: schön wär’s ja.
    Als Ex-Kettenraucher kenne ich beide Seiten und werfe hier mal so in den Raum:
    ICH war einfach intolerant den Nichtrauchern gegenüber, zu faul und zu unsensibel, 20 Schritte vor die Tür zu gehen und die Anderen eben mal nicht mit MEINEM (Tabak-)Problem zu belästigen. Oft habe ich den Qualm überhaupt nicht als ein Problem angesehen und mich wie Johnny über die hüstelnden Zeitgenossen (alles Warmduscher) amüsiert.
    Heute sehe ich das Ganze ein wenig anders und meide Orte, an denen viel geraucht wird.
    Das kann aber doch auch nicht die Lösung sein??

  40. 40

    @Christoph:
    hehe.

    Wie auch immer. Mich als Nichtraucher ärgert es halt das es hier in Österreich kaum ein Lokal gibt, das nicht total verraucht ist. Vieleicht ist das ja in Dutschland anderes. Und auch wenn es nicht soooo arg verraucht ist, die gesammte Kleidung stinkt nach einen Abend total nach Rauch. Selbst bis in die Unterwäsche zieht sich der Rauchgestank. Und wenn ich Huste, dann ist das nicht gekünstelt. In arg verrauchten Lokalen fangen meine Augen nach kurzer Zeit zum brennen an und ich muss raus in die frische Luft. Ich empfinde das als eine arge Belästigung und mir würde so das Fortgehn verdorben werden, wenn ich fortgehn würde. Hab dazu keine Lust mehr. Bah.
    Also ich wäre für ein Rauchverbot in Lokalen, so nach New Yorker Vorbild. Auch auf Alkohol kann ich verzichten. Ich verste nicht warum manche Leute Drogen bracuhen um ausgelassen Feiern zu können. Wie verklemmt ist die Menschheit? Naja, ich bin ja auch nicht die Unverklemmtheit in Person. Für micht ist es ein gelungener Abend, wenn ich die Gelegenheit hatte über „Gott und die Welt“ zu diskutieren. Das mach ich am liebsten. Zu einen Konzert gehen, einen Film anschauen, event. Tantzen und bis spät in den Morgen diskutieren. Finde ich super und da brauche ich weder Alkohol noch Nikotin dazu.

  41. 41
    Christoph

    @Karo: (ich geh mal davon aus, das du rauchst)
    Ich glaube, niemand (ausser dir selbst) nimmt dir hier das Rauchen an sich übel.
    Hier geht es vielmehr darum, daß die Nichtraucher keine Chance haben, ein Essen im Restaurant zu geniessen oder ohne durch den Gestank belästigt zu werden in einen Club zu gehen. Irgendwie schon ein wenig unfair, oder?

  42. 42
    Heinz K.

    Rauchen sollte teurer werden, damit die Kippe wieder den Status repräsentieren kann. Zucker, Salz, Kaffee, Tabak – sobald Genuß erschwinglich wird, wissen die Frevler ihn nicht mehr zu schätzen.

  43. 43
    novade

    Egal wie ironisch oder nicht der Artikel gemeint war: in einem halben Jahr Aufenthalt in Kalifornien habe ich die grundsaetzlich rauchfreien Bars und Clubs schaetzen gelernt. Irgendwie gehoert hier in Deutschland zwar die rauchgeschwaengerte Luft genauso zu einem Konzert wie eine anstaendige Lautstaerke, aber der Geruch in den Haaren, Klamotten und Nasenfluegeln danach erinnert einen wieder daran, wieviel schoener es ohne ist. Bis es hier soweit ist, kann sich von mir aus jeder so kaputtmachen wie er will. Ich muss ja nicht dabei sein.

  44. 44

    so, so…. sorry, will hier niemanden persönlich angreifen, aber auf so was hab ich lang gewartet: ich hoffe nur, dass es auch endlich mal ne „zuckersteuer“ gibt! wir raucher untersützen unsren staat in einer dimension, die er sich eigentlich nicht leisten kann, zu verlieren. und, im gegensatz zu den adipositas´iten (also,den dicken menschen,die auf kosten der gesundheitskasse neue hüftknochen und bandscheiben-op´s fordern und ohne murren kriegen) sterben wir sogar noch früher…
    möchte mal den aufschrei hören, wenn ne tafel milka 5 € kosten würde!!!

    und, den besten kommentar hab ich letzens in nem leserbrief gelesen: danke, dass die wiesn (oktoberfest) rauchfrei/drogenfrei wird… alkohol verursacht ja keine krankheiten u. kosten…..

  45. 45

    Und überhaupt: Ihh, Schweiß!

  46. 46
    flo

    rauch gehört für mich zum urbanen nachtleben dazu.auch wenn ich nichtraucher bin. ich geh auch nicht abends aus, um eine schönere haut zu bekommen oder meine lebenszeit zu verlängern.
    da kann man sich genauso über die vielen autos aufregen, die fahren regelmäßig schulkinder an, verpesten die Lüfte und sind so schrecklich laut…oder über penetrante heuschrecken…Nee sorry, für mich sind das eher fun-sorgen.

  47. 47

    Ebenfalls zur Wort meldend: Ich bin auch passionierter Raucher. Ja! Und ich bin jetzt auch gern Randgruppe. Und überhaupt, rauchen ist sowieso ähnlich dem… Ich habe an meinem alten Auto sogar ein Schiebedach um oben rausrauchen zu können. Manchmal rauche ich sogar im Bett.

  48. 48
    Jogi

    Ich frage mich nur warum es den Betreibern von Kneipen, Restaurants nicht einfach selbst überlassen wird ob im Lokal geraucht werden darf oder nicht. So kann sich jeder aussuchen ob er da hingehen will oder nicht. Warum muss da schon wieder ein Verbot her, unser Land erstickt doch sowieso schon in Verordnungen und Gesetzen. Aber vielleicht ist diese Lösung zu einfach, es muss ja erst alles zu Tode diskutiert werden….

  49. 49
    Martin

    Jogi, da erstens fast alle Wirte selber Raucher sind und deswegen die Nichtraucher diskriminieren passiert von daher schon nichts, und desweiteren ist die kneipe nunmal Arbeitsplatz sodaß der Wirt da garnichts entscheiden sollte bzgl. des rauchens.

    Ohne Gesetze haben mit viel Gelaber und Apelle und Aktionen und Kampagnen und Aufforderung und Freiwilligkeit haben wir den Rauch noch im Jahr 2064 in Kneipen, Bars und Lokalen. Zu Tode diskutiert ist gut, einfach handeln. Ein simples Rauchverbot wie in Italien ist wohl zu einfach.

  50. 50

    Irgendwo hatte ich mal gelesen, wäre das Rauchen ungefährlich, täte es niemand und wäre es uncool. Ich bedaure es sehr kein Raucher geworden zu sein (zumal dieser Tage).

  51. 51
    Georg

    War auch mal WestBigBox-Raucher. Nun rauche ich keine mehr, seid über 2 Jahren war noch nie so glücklich in meinem Leben von dem Dreck nicht mehr abhängig zu sein.

    @Uta: Deine Annahme ist falsch. Raucher verursachen einen größeren volkswirtschftlichen Schaden, als dass sie dem Staat Geld sparen. Stickwort: rauchende Arbeitnehmer sind öfter krank.
    mehr hier: http://www2.t-online.ch/dyn/c/26/44/23/2644236.html

    @Jan: Rauchen im Bett ist ecklig.

    @alle Raucher die wirklich aufhören wollen aber Angst vor dem „Cold-Turkey“ und der eigenen Courage haben: Eine Chinesische Akkupunktur hat mir geholfen, von der Kippe loszukommen. Eine Behandlung kostet weniger als ne Stange Fluppen und man verspürt kein Bedürfnis mehr nach Rauch.

    Werbung:
    Chinesische Akkupunktur Praxis
    Dr. Lehmann
    Tel. 851 61 71
    Wielandstrasse 43 – Nahe Innsbrucker Platz
    Berlin

    Schönes _rauchfreies_ Wochenende! ;-)

  52. 52
    Heinz K.

    „Ohne Gesetze haben mit viel Gelaber und Apelle und Aktionen und Kampagnen und Aufforderung und Freiwilligkeit haben wir den Rauch noch im Jahr 2064 in Kneipen, Bars und Lokalen.“
    Das könnte darauf hinweisen, dass die Leute dort vielleicht rauchen wollen. Und die Beteiber der Lokale und Clubs lassen die Leute auch rauchen, weil mit den pfennigfuchsenden Nichtrauchern allein wohl nicht genug zu verdienen ist. Diese Gesellschaft regelt sich weitgehend über den Profit. Wenn dann die meisten Leute zu rauchfreien Orten pilgern würden, um dort zu konsumieren, würde sich dies als Standard etablieren. Das es nicht so ist, spricht für sich selbst.

  53. 53
    Heinz K.

    Nachtrag:

    Die Reglementierung über Gesetze ist möglicherweise der Ausdruck zunehmender Beziehungslosigkeit und einer wachsenden Unfähigkeit zum Diskurs. Denn dann müssen die Leute nicht mehr miteinander ins Gespräch kommen und sich darüber verständigen, ob sie an einen Ort für Raucher gehen, oder sich lieber an einer Stätte des Nicht-Rauchens begegnen mögen. Kompromißbildung und Konsensfindung werden so per Gesetz unmöglich.

  54. 54
    Dagger

    Also ich bin seit jahrzehnten aktiver Passivraucher.

  55. 55

    @ Georg: Ich habe mal versucht in der Wanne zu rauchen, leider aber viel der Aschenbecher hinein. Gegen Schwerkraft kann auch keine Akkupunktur helfen. *scnr*

  56. 56
    Martin

    „Kompromißbildung und Konsensfindung“? Wird doch von den Rauchern seit Jahrzehnten torpediert! Was ist das Ergebniss? Nichtraucher werden aus Lokalen oder in Hinterzimmer verbannt.

    „…Das könnte darauf hinweisen, dass die Leute dort vielleicht rauchen wollen.“

    Nein, das weist daraufhin das viele Raucher keine Toleranz zeigen, und das die pfennigfuchsenden Raucher (wohlgemerkt, die meisten konsumieren nur Zigaretten, die Kasse des Wirtes bleibt aber leer) weniger ausgeben und die Wirte selber rauchen. Bei mir um die Ecke ist vor einem Monat eine alteingesessene Kneipe Pleite gegangen. Sie hatt niemals auch nur einen einzigen Nichtraucher angesprochen, weil sie „Angst“ davor hatte — nu is sie Pleite und würde mit rauchfrei vielleicht noch leben. Das Geld der Raucher, die vornehmlich nur qualmten anstatt zu konsumieren, reichte nämlich nicht mehr, während die Nichtraucher draussen bleiben müssen.

    Wozu hat die Penetranz und Ignoranz der Raucher also geführt? In Kommunikationszentren wie Kneipen oder Lokalen (trennen!) wir die Gäste in verschiedene Räume, anstatt sie friedlich zu vereinen.

    „Verständigung“ mit Suchtkranken ist so gut wie unmöglich lieber Heinz. Wie man jeden Tag sieht.

    Man kann nur den Kopfschütteln das man über Passivrauch überhaupt noch diskutieren muss, und da Heinz wie andere nicht fähig sind, für die Freiheit aller anwesenden für 2s aus der Tür zu treten, brauchen wir ein Gesetz. Dann kommen nämlich Raucher wie Nichtraucher auch wieder zusammen und es gibt keinerlei Probleme mehr.

  57. 57
    Heinz K.

    @Martin

    „“Kompromißbildung und Konsensfindung“? Wird doch von den Rauchern seit Jahrzehnten torpediert!“ Nein, nein, das war anders gemeint. Dabei ging es mir darum, dass die entsprechenden Leute, die zusammen unterwegs sind, darüber miteinander ins Gespräch kommen, ob sie in ein Nichtraucherlokal oder eine Raucherkneipe gehen. Das es wenig Nichtraucherlokale gibt, spricht nicht gerade für das Konzept.

    „… und das die pfennigfuchsenden Raucher (wohlgemerkt, die meisten konsumieren nur Zigaretten, die Kasse des Wirtes bleibt aber leer) weniger ausgeben und die Wirte selber rauchen.“ Ich glaube nicht, dass Raucher weniger ausgeben. Das sind Genussmenschen. Jedenfalls hab ich mir erst gestern – igitt, ich ess Fleisch – die Selbstgedrehten mit Schweinelendchen veredelt. Prima Mischung, kann ich nur empfehlen. Besonders beim Italiener.

    „Sie hatt niemals auch nur einen einzigen Nichtraucher angesprochen, weil sie „Angst“ davor hatte …“ Das verstehe ich nicht. Was meinst du mit „Nichtraucher angesprochen“?

  58. 58

    @Heinz K.
    „Das es wenig Nichtraucherlokale gibt, spricht nicht gerade für das Konzept.“

    Ich finde, das spricht nicht gegen das Konzept eines Nichtraucher-Lokals, sondern gegen deinen Vorschlag, denn wie soll ich da hingehen, wenn’s das kaum gibt? Außerdem hab ich den Eindruck, dass die wenigsten Raucher dazu bereit wären, in ein Nichtraucher-Lokal zu gehen.

  59. 59
    mat

    rockkonzerte in zimmerlautstärke: schon fast realität. leider. noch rauchverbot dazu, dann geht da richtig die post ab. am besten auch keine alkoholika mehr.

    aber viel schöner ist, daß ich jetzt raucher nicht mehr einstellen muß. macht es leichter, sich von leuten mit falscher hautfarbe/religion/politischen zugehörigkeit zu trennen. hach wie schön, endlich kann ich diese drecks-„¦ alle rausschmeißen, und brauche nur noch gute“¦, „¦ „¦ einzustellen.

  60. 60

    Also, ich sauf mehr, seit ich nimmer rauch’… (als Anregung an die Wirte…)

    Johnny, mich würde ja interessieren, wie(so) Du trotz Carr wieder angefangen hast, ich hab vor 6 Jahren auch nach dem Lesen von „Endlich Nichtraucher“ aufgehört.

  61. 61
    Stephan

    … komme gerade aus Dublin, dort wo die Pubs rauchfrei sind, trotzdem voll und gleich vor dem Eingang lauter „beer gardens“ entstanden sind, die ebenfalls gut besucht sind. Scheint gut zu klappen.

    Das Problem ist aber nur, dass man drinnen durch den fehlenden Rauch die Fürze besser riecht…

  62. 62

    @Stefan: Ich habe drei Tage lang gegrübelt, wie er das macht. Mit einem Buch. Als ich es raus hatte (er nimmt dir auf 90 von 100 Seiten die Angst vorm Aufhören und macht dir dann auf den letzten 10 höllische Angst vorm Wiederanfangen) ging’s wieder. Ist die Kurzversion. :)

    Aber im Ernst: Es hat ansatzweise funktioniert. Gibt ja wohl auch ein Update des Buches.

  63. 63

    Update klingt so danach als würde die von dir entdeckte Sicherheitslücke da geschlossen. *lol*

  64. 64

    Nee, die ist nicht geschlossen. Ich hab das Aufhören zum 1. Januar mit Nikotinpflastern geschafft. Und am 12. Juni (auch noch bewußt) wieder angefangen. Naja, jetzt weiß ich, wie es geht.

  65. 65

    seltsam – ich frag mich ja beim thema kippen immer: warum gerade diesen firmen soviel geld geben? haben die´s wirklich verdient? für das bißchen heiße luft? bei der miesen tabakqualli? oder anders: daß rauchen krebs verursachen kann, schockt mich keinewegs, aber daß lungenkrebs bedeutet langsam zu ersticken – bei vollem bewußtsein… puh! harter tobak. dennoch: aufhören? man bleibt immer ein raucher. ja, das stimmt, aber es funzt prima, wenn man einfach stets vergißt sich eine anzustecken… vergessen ist besser als aufhören, garantiert… und, ja, ich weiß – die ex-raucher sind die schlimmsten…

Diesen Artikel kommentieren