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Podcast vom 17.10.2006

Tanja und Johnny stürzen das Schweinesystem.

MP3, 19:36, 13,5 MB

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15 Kommentare

  1. 01

    Bei mir in Saarbrücken ist auch alles voller Wettbüros :/

  2. 02

    Oh je, auch ohne die Editierfunktion zu benutzen hab ich meinen Kommentar nun schon x-mal gelöscht und geändert, weil mir zu dem Thema so viel durch den Kopf geht. Wär natürlich toll, wenn Ihr bei Überlegen auf Ideen kommen würdet, was man machen könnte, mir fällt nämlich nix ein. Bei Blog-Aktionen wäre ich vermutlich dabei, wüsste aber noch nicht mal, gegen wen die sich am besten richten sollten…

  3. 03

    Punk is not dead ;-)

  4. 04
    Bernd

    Managergehaelter:
    ich finde es super. Wenn Herr Ackermann zB 10 Millionen verdient, zahlt er 42% steuern (so viel kann er privat gar nicht absetzen, dass das massiv weniger wird als insgesamt 42%). Sollten diese 10 Millionen auf kleinen Leute umgeschlagen werden, wuerde das Geld in einer niedrigenren Steuerklasse landen und dem Staat wuerden ein paar Millionen fehlen. Dann muessten die Steuern wieder erhoeht werden und alle wuerden schimpfen. Also: Erhoeht die Managergehaelter, damit der kleine Mann weniger Steuern zahlt.
    Ich finde das ja irre sozial ;) Was soll denn der ganze Neid.

    Ganz nebenbei sucht man sich immer die wenigen Spitzenverdiener der 10 groessten deutschen UNternehmen raus. In grossen und ganzen sind das so wenige Leute, dass sie einem wirklich egal sein koennten. Schliesslich geht es um die Masse und nicht um den einzelnen. Es verdient ja nicht jeder Vorstandsvorsitzende mehrere Millionen. Und auch wenn, waeren es trotzdem nur 0,0001% der Arbeitnehmer.

  5. 05

    @Bernd/#8: Dass solche Manager nebenbei ein paar Tausend steuer- und sozialversicherungspflichtige Jobs vernichten, sollte man dabei aber bitte auch nicht vergessen. Ich denke, da müsste selbst ein Ackermann sein Gehalt noch ein paar mal multiplizieren, bis das wieder drin wäre.

    Ironischerweise trägt diese „Schicht“ mit ihren überirdischen Einkommen ja sogar dazu bei, dass wir rechnerisch noch mehr Armut haben, denn schliesslich fliessen diese Gehälter in den errechneten Durchschnittslohn ja auch mit ein.

  6. 06

    Also in Bezug auf Manager Gehälter, Herr Ackerman verdient 10 Millionen… das ist mehr(!) als 5 (fünf) mal so viel wie eine Firma die ich kenne an Jahresumsatz hat und davon in etwa 40 Mitarbeiter beschäftigt.

    Ach übrigenss es gibt sogar einen VOLKSkredit

  7. 07
    leo

    Spreevolution!

  8. 08
    rezz

    Gewerkschaften kämpfen um Lohnsteigerungen, welche deutlich unter 5% liegen
    die Vorstandsgehälter aller im DAX vertretenen Unternehmen stiegen um 11%
    Energiekonzerne fahren riesige Gewinne ein und erhöhen laufend die Preise
    Unternehmen vermeiden Steuern und Kommunen können ihre Aufgaben nicht mehr finanzieren

    Ob Ackermann 10 Mio verdient oder nicht, das ist ja nicht der Knackpunkt. Erschreckend finde ich vielmehr das gesellschaftliche Ergebnis: dieses „Wir da oben/ihr da unten“-Gebaren trägt zu einer Spaltung der Gesellschaft bei, in welcher die „Du bist/das ist mir scheißegal“-Einstellung zum Normalfall wird.

    zwei Links von Interesse:

    1. zu Götz Werner in der STZ:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/949236

    2. Interview in der STZ mit Jeremy Rifkin „Langfristig wird die Arbeit verschwinden“
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564

  9. 09

    Da das StZ-Interview wohl nicht mehr online ist, hier noch ein anderer Link
    (Ohne mich mit dieser „Montagsdemo“-Website gemein machen zu wollen… Hartz-IV ist ja nicht die Ursache des generellen Verteilungsfehlers, den unser System immer mehr an den Tag legt)

  10. 10
    joshue

    Glaub nicht das es zu größeren Aktionen gegen die Armut kommen wird, da die entscheidenen Personen nicht von der Armut betroffen sind. Den großen Aufschrei wird es m.E erst auf die daraus resultierende „neue“ Gewalt/Kriminalität geben. Davon sind dann nähmlich alle bedroht und es werden die Folgen des Problem bekämpft.

  11. 11
    Lone Star

    „Sozial Verachtete“ heißen die leute, über die wir reden, in meinem gemeinschaftskundebuch. Als ich letzten donnerstag sagte, was ich davon halte, bin ich ausm unterricht geflogen. Was hier fehlt ist meines Erachtens eine Solidarität der Mittelschicht mit denen, die weniger Glück hatten. Und Eure Aktion würde genau das bewirken, indem sie wachrüttelt.
    hätte ich nen blog, ich würd mitmachen.

  12. 12
    Christian

    hallo,

    ich weiss nicht, ich fühle mich immer gleich ganz schlecht, wenn ich solche posts wie jetzt schreibe… denn letztendlich klinkt man sich immer verspätet in eine unterhaltung ein, um dann an irgendwelchen klitzekleinigkeiten herumzukritisieren die in nem 20minuten improvisierten „privat-gespräch“ erwähnung fanden.
    aber es interessiert mich dann doch.

    sorry tanja, findest du wirklich das fall-beispiele (einzelschicksale) mehr information enthalten als ein reflektierter blick auf eine masse/milieu.
    mich erinnern so berichte, auch wenn halbwegs seriös gestalltet (z.b. Seite3-tagesspiegel, frontal etc.), immer so ein bisschen an BILD-zeitung! das liest sich vielleicht „schön“ und hat auch immer sowas herrlich plakatives, aber im grunde sagen diese berichte wirklich NIX, ausser halt über die ein oder andere person- ok, eine allgemeingültigkeit lässt sich dann vielleicht auch irgendwie ableiten, aber auch das wirkt immer ein bisschen an den haaren herbeigezogen… oder?

  13. 13

    johnny du bist und bleibst ein harmoniesüchtiger waschlappen, so wird das nix mit dem bewaffneten kampf. (:)

  14. 14
    timtester

    Hi,

    habe den podcast etwas später gehört und zwei Kritiken:

    a) wenn vor der Elternzeit gearbeitet wurde gibts auch nach 3 Jahren
    Arbeitslosengeld (persönlich gemachte Erfahrung neueren Datums)

    b) die Siemensmanager haben zwar auf die 30% verzichtet aber heimlich
    eine andere Vergünstigung bestimmt, die eigentlich extra nicht für
    den Vorstand bestimmt war und dieselbe Höhe hat circa
    Quelle liegt bei boocomopany (glaube Captial oder so)

    Gruß

    Tim

  15. 15

    Stimme Christian zu. Ein Fallbeispiel ist zwar netter zu lesen und man kann sich da besser reinversetzen, aber eine Statistik sagt letztlich mehr aus als ein einzelnes Beispiel.

    Komischerweise kann man mit Einzelbeispielen meist leichter Leute überzeugen.

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