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Computerwahl

Ich habe nichts gegen Computer. Ehrlich nicht. Das sage ich nicht jedem, aber: Ich hab selber einen. Ich mag die Kisten.

Nur nicht, da stimme ich mit dem CCC überein, wenn sie bei Wahlen eingesetzt werden sollen. Daher habe ich gerade die Petition zum Verbot von Wahlcomputern unterzeichnet.

An meinem Computer.

33 Kommentare

  1. 01
    Sebastian

    Wer sich weitergehend über dieses Thema informieren möchte, kann dies tun unter:

    http://chaosradio.ccc.de/cr117.html
    (Chaosradio zu diesem Thema)

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/79052
    (Meldung von heise online)

    http://www.ccc.de/updates/2006/wahlcomputer
    (Meldung des CCC)

    http://www.wijvertrouwenstemcomputersniet.nl/English
    (Details über den Hack der Wahlcomputer)

    Ach ja, wer sich über den Link auf einen Server in Schottland wundert, sollte sich (mit ein wenig Mühe) von http://www.bundestag.de durchklicken (Danke, Edit-Funktion).

  2. 02
    Tom Greenberg

    Eine wirklich wichtige Sache,

    jeder sollte über seinen Datenschatten springen und unterzeichnen.

  3. 03

    Sehr wichtiger Hinweis. Hab ich gemacht.

  4. 04

    Ein Imitat der Bundestagsseite mit britischer Adresse?

  5. 05

    Das System öffentliche Petition des Deutschen Bundestages basiert auf einem System des Schottischen Parlaments und den dort gesammelten Erfahrungen.

    Im Rahmen eines Modellversuchs werden die Internetseiten öffentliche Petition von International Teledemocracy Centre an der Napier Universität in Edinburgh zur Verfügung gestellt.

    Von der Bundestagsseite zitiert.

  6. 06

    Kleiner (?) Error zu vermelden: Wenn ich bei obigen Trackback auf „alle Spreeblick-Kommentare“ klicke, komme ich nicht zu allen Kommentaren, die ich verfasst habe, sondern selbige von Gutscheine@preistipp.eu (bzw. es sieht so aus, als würde ich eher *alle* gesendeten Trackbacks aufgelistet bekommen).

    Upss, jetzt is sogar mein Trackback verschwunden .. naja ;-) Ned schlimm .. aber merkwürdig allemal ;-)

    liebe Grüße auf jeden Fall aus Wien .. Andreas.

  7. 07

    Tja, dann geht die Wahl bei uns fast so wie in der USA ab – egal wer gewählt wird, es ist sowieso klar, er gewinnt.

    Okay, war nur ein blöder Gedanke ^^

  8. 08

    Ich finde ja Wahlcomputer im Prinzip keine schlechte Sache, und deshalb auch diese fundamentale Verbotsforderung ein bisschen übers Ziel hinaus geschossen.

    Wahlcomputer können z.B. Leuten mit Sehbehinderung die Wahl erleichtern oder Stimmzettel in beliebig vielen Sprachen ermöglichen. Auch für Analphabeten sind Wahlcomputer eine prima Sache.

    Alles in allem also sehr demokratisch, die Idee. Nur die Ausführung hakt bissher bekanntlicherweise noch ein bisschen.

    Wie wär es also statt dessen mit einer Resolution für Open-Source-Wahlcomputer?

  9. 09

    OpenSource ist aber keine Garantie für Sicherheit! Wahlzettel können auch in verschiedenen Sprachen gedruckt werden wo ist das Problem? Wegen Analphabeten, auf den Bildschirmen wird auch Text angezeigt oder sollen dann kleine Gesichter angezeigt werden auf die man klicken kann?

    Eine demokratische Idee? wohl kaum, Zitat Wikipedia:

    Für eine demokratische Wahl werden im Allgemeinen die Kriterien allgemein, frei, gleich und geheim angesetzt.

    Ich finde es ausserdem Geldverschwendung, anstatt das Geld für Wahlcomputer rauszuwerfen hätte mans lieber Schulen geben sollen…

  10. 10

    Also ich bin da ziemlich hinundhergerissen. Einerseits kann ich den Maschinen bzw. denen, die sie programmieren/bedienen, auch nicht blind vertrauen andererseits finde ich die Petition ein wenig paranoid. Ganz realistisch gesehen, werden die sowieso irgendwann in naher Zukunft eingesetzt. Ein kleiner Aufschub ist aber bestimmt nicht verkehrt.
    Eine eher rationale Sicht des Themas war vorgestern auch hier nachzulesen:
    http://www.wired.com/news/politics/evote/0,71957-0.html
    Generell behaupte ich mal, dass Manipulationen sowieso auch in anderer Weise (durch fingierte Hochrechnungen im Vorfeld usw.) immer möglich sind.

  11. 11

    Ich finde Wahlcomputer super, denn man kann auf ihnen prima Schach spielen (http://www.heise.de/newsticker/meldung/79052)

  12. 12
    leo

    Absolut dagegen. Während ich Stimmzettel und Urne nur für eingeschränkt manipulierbar halte, bieten Wahlcomputer eine Menge verschiedener Angriffsflächen. Das fängt im Werk an, in dem die Chips für die Maschine gefertigt werden, geht über alle notwendigen Softwareschichten, bis zur möglichen Überwachung des Wahlverhaltens (z.B. lässt sich mit entsprechender Technologie aus dem Nachbarraum nachvollziehen, was ein bestimmter Monitor gerade anzeigt). Dazu kommt, dass ich interferierende Firmeninteressen (z.B. Geheimhaltung von Technologien) für absolut inakzeptabel halte, da ich denke, dass das Wahlprozedere für jeden Bürger nachvollziehbar sein muss, was ausgeschlossen ist, sobald nur ein einziges Detail der Technik nicht offen ist.

  13. 13

    So, die Petition hat 20 Unterschriften mehr.

  14. 14

    scholt / 11: Analphabeten kann ein Computer den Wahlzettel vorlesen. Blinden übrigens auch. Schon lustig, dass es heute bei jeder popeligen Webseite Terz um die Barrierefreiheit gibt – aber bei Demokratie spielt so was offenbar keine Rolle. Dabei gbt es nach Angaben von Interessenverbänden um die 650.000 Blinde und Sehbehinderte in Deutschland. Frei, gleich und geheim, hm?

  15. 15
    leo

    @Janko #21: Für Analphabeten kann man Farbcodes einführen und für Sehbehinderte gibt es Blindenschrift. Alles nondigital lösbar…

  16. 16
    sweety

    hängt dir dein langweiliger, pseudo-pointen-süchtiger schreibstil nicht selber mal zum halse raus?

  17. 17

    Warum sollte man ein gut funktionierendes Verfahren veraendern, warum? Weil es nicht mehr funktioniert, weil es nicht mehr hip ist, weil alte Saecke von ihren kindern lernen sollten. Alles Quatsch.

  18. 18

    Lustigerweise haben Onlinepetitionen dasselbe Problem wie Wahlcomputer…wie war das doch gleich? Wenn Wahlen etwas ändern würden…!

  19. 19

    Vielleicht bin ich ja etwas vernagelt, aber ich sehe einfach den Nutzen von Wahlcomutern nicht. Jedenfalls keinen Nutzen, der in einer sinnvollen Relation zu Kosten und Risiken steht.

  20. 20

    Ist ein generelles Verbot nicht ein bissl sehr dramatisch? Ich wuerde nicht sofort ueberall Betrug vermuten, nur weil es prinzipiell moeglich ist. Im uebrigen geht das doch auch jetzt – ist nicht so als ob ein paar Zettel den Wahlbetrug unmoeglich machen.

    Ich zum Beispiel gebe auch meine PIN-Nummer an einem Automaten ein und gehe nicht zum Schalter um mir Geld auszahlen zu lassen – obwohl das eventuell sicherer waere (oder vielleicht doch nicht?).
    Es nehmen doch sicher auch die meisten Kommentierer (und Spreeblick-Schreiberlinge) am Onlinebanking teil – trotz phisching, Viren und diverser Trojaner. Wo bleibt denn das vertrauen in Mensch und Technik?

    Von der Einfachheit die das System mitsichbringen koente mal abgesehen, sind Wahlcomputer auch immer wieder einsetzbar. Papier sparen wir dadurch auch. Und stell Euch vor wieviele Milliarden an Porto gespart werden koennten, wenn wir statt Briefwahl den „Unfug“ ueber’s Internet machen wuerden?

    Sichere digitale Signaturen vorausgesetzt bin ich eher fuer die Entwicklung als dagegen.

  21. 21

    sicherlich technik wird nie 100% sicher sein. aber warum soll man eine alte, relativ sichere methode gegen eine neue, nicht mehr ganz so sichere methode eintauschen?

    Von der Einfachheit die das System mitsichbringen koente mal abgesehen,…“ – findest du die ‚papier&stift‘ methode irgendwie kompliziert??? kann ich mir nicht vorstellen.

    Papier sparen wir dadurch auch“ – wahlcomputer muessen aber auch erst mal produziert, eingekauft und gewartet werden. und das kommt sicher teurer als ein stapel papier.

    zu deinem internet/signaturen vorschlag: das waere auf jeden fall noch viel fahrlaessiger als wahlcomputer. das internet bietet eine noch viel groessere angriffsflaeche.

  22. 22
    Ibez

    Für mehr Infos, Neuigkeiten dazu und sowieso ist Fefes Blog sehr zu emfehlen!!!
    http://blog.fefe.de/

  23. 23

    @mp_464 Johnny Maquis – nein ist es nicht, denk mal nach! Bei der Onlinepetition kannst du sehen wer unterschreibt, da gibts eine öffentliche Liste die jeder sehen kann und somit auch nachprüfen kann ob die Mitzeichnende Person das auch getan hat. Und da es sowas wie Wahlgeheimnis gibt fallen öffentliche Listen wer was gewählt hat ja mal weg…

    Vom CCC gibts hier Übrigens ein Comic zum Thema Wahlcomputer…

    @sweety Janko – Siehe Kommentar 22, ausserdem wie stellst du dir das mit dem Wahlzettel vorlesen vor? Wahlcomputer: „SIE HABEN X GEWÄHLT, SIND SIE SICHER DRÜCKEN SIE TASTE Y“ … ist auch sehr geheim …

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