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Wii blog

Eine Weile her ist sie schon, meine Andeutung, dass Spreeblick-Postings durchaus Effekte haben können…

Ein paar Netz-Wanderer haben es schon bemerkt: Nintendo lässt als Promo-Kampagne zum Start der neuen Konsole Wii bloggen. Viele junge Menschen, die vorher noch nie gebloggt haben, aber auch ein paar ältere Herren, die schon die ein oder andere Blog-Runde gedreht haben. Als da wären:

Marcus Fehn,
Matthias Oborski und
Malte Welding.

Und ich selbst mische ebenfalls mit.

Wer sich in „unserem“ Bereich unter wii-edit.de umsieht wird schnell feststellen, dass sich rund um die Aktion viele Blogs tummeln, denn Nintendo hat in München, Hamburg und Berlin sogenannte „Wii-Cribs“ eingerichtet, in denen man die Konsole schon vor dem Start testen kann, und auch von dort wird eifrig berichtet. Eine automatisch aggregierte Übersicht der vielen Wii-Blogs sorgt dabei für den nötigen Überblick.

Es wird noch viel geschraubt und umgestellt, aber da wir schon seit einigen Tagen am Tippen (und am Spielen…) sind, wollten wir nicht länger unkommentiert bleiben, sonst macht das ja keinen Spaß!

mii johnny

(Hinweis: Dieser Artikel gehört nicht zur Kampagne)

63 Kommentare

  1. 01
    Janis

    erster?!

  2. 02

    Ha, ich wollte heute ne Mail an euch schreiben und fragen ob ihr die Finger in diesen wii-Blog-Dings mit drinn habt.

    Ich wusste es.

  3. 03
    y

    kann man mit der wii auch bloggen?

    Und wann postest du das Video, wie du vor dem ding herum hüpfst?

  4. 04

    Lustig.
    Während ich den Kommentar da geschrieben habe, kommt eine SMS mit dem crib-dings Hamburg.
    Toll.

  5. 05

    Ist das jetzt wieder so eine Art Coca-Cola-WG? Nur diesmal mit Videospielen?

  6. 06

    Video mit Malte (beim rumhüpfen), aber ohne Johnny:

    http://www.wii-edit.de/stories/378/

  7. 07

    ich hab seit nem halben jahr wieder mein altes nes vom boden geholt und spiele die alten spiele ohne mich dabei wieder zu erkennen. auf die wii freu ich mich ganz besonders. cool dass ihr das macht.

  8. 08
    martin_

    pfff…. :(

  9. 09
    Peter H aus B

    Werbung, Werbung, Werbung – zum Kotzen!
    Und vor den Karren lasst ihr euch spannen?

    Nix gegen die Wii – aber nur weil man so ein Ding als Early Adaptor haben will, das „journalistisch“ verkaufen?

    Korrekt wäre, das Ding zu kaufen und dann drüber zu berichten..

    Aber: We are all prostitutes!

  10. 10

    …bööööh, ist das „berlin-crib“ werbetextverseucht, übelste sorte, glitsch und schleim und bemüht kontakt herstellen, klingt wie frisch von der texterschule. nicht gut. gar nicht gut. da müssen der oder die junior-manipulateurs noch was zulegen. wenn geht.

  11. 11

    @Peter: Die wollen doch auch von was leben – und die verdienen ihr Geld im Internet.

    „Und ich selbst mische ebenfalls mit.“ Schreibst du selbst Artikel – ich habe dich dort nicht gefunden, oder bist du eher als „edit“ in der Redaktion?

  12. 12
    Sebastian

    Wii soll eigentlich eine eigene Wii bezahlt werden, wenn man kein Geld damit verdienen darf? Dauer-Bespaßung hier erwarten, gern auch gut recherchiert und hinterfragt, aber bitte nur als Hobby und total cool down. Bitte nicht Geld verdienen im Netz, bitte nicht. Das ist total unglaubwürdig, echt jetzt. Das geht nicht. Ihr verkauft UNS damit. Totaler Ausverkauf. Ääääh, so muss jetzt ins Bett, meine Festanstellung wartet morgen.

    Maaaaan!

  13. 13

    Regt euch mal ab Leute, die Werbung wird doch auf ner extra Domain gemacht und nicht im Spreeblick. Kann doch jeder sofort sehen, dass es eine kommerzielle Page ist.

  14. 14
    Christian

    Danke für den Hinweis. Bin schon angefixt.

  15. 15
    Peter H aus B

    Da seid ihr denen ja voll auf den Leim gegangen..
    Natürlich wird die Werbung hier gemacht – was sollte wohl sonst diese Aktion?

    Ich erinner mich noch an Diskussionen hier über eine „Rückeroberung des öffentlichen Raumes“..
    Wer A sagt, sollte auch B sagen…sonst ist er nicht glaubwürdig.

    Demnächst das Jamba-Blog?

  16. 16
    jan

    @Peter H aus B

    Ja klar, immer schön den Blog konsumieren wollen, aber wenn der Autor mal Geld verdienen will sich drüber aufregen. Sollen die Leute doch umsonst arbeiten, hauptsache Du bekommst Deinen Inhalte aufm Silbertablett serviert.

  17. 17
    Sebastian

    Interessante Theorie, Peter A und B. Und wie viel Werbung darf auf spreeblick deiner Meinung nach stattfinden? Also mehr oder weniger, als ein Hinweis auf eine andere Seite, die seit !Wochen! läuft, über die !hier! noch nie geschrieben wurde? In dem deutlich beschrieben wird, dass es sich um eine Promo-Kampagne handelt? Und den ganzen Statements, wie „Ich habe es gewusst““, „Ich habe es schon geahnt!“ – „nur Johnny spielt gar nicht mit offenen Karten“, damit auch das Wasser abgegraben wird, zwecks Glaubwürdigkeit. Welchem Irrglauben unterliegst du eigentlich, dass ein 24/7-Job wie Spreeblick, ein pro-bono Projekt sein könnte? Oder gehörst du auch der Erbengeneration an?

  18. 18
    jochen

    „Korrekt wäre, das Ding zu kaufen und dann drüber zu berichten..“ — sehr geil, darauf wartete ich schon die ganze zeit.

    AUSVERKAUF! ALLES DA! IIH! DIE MACHEN GELD MIT DER CHOSE! SPREEBLICK WAR FRÜHER BESSER!

  19. 19

    „Ist das jetzt wieder so eine Art Coca-Cola-WG? Nur diesmal mit Videospielen?Ist das jetzt wieder so eine Art Coca-Cola-WG? Nur diesmal mit Videospielen?“

    Sieht fast so aus, geht genauso schief… Die Seiten sind relativ inhaltsarm, viele Fotos/Schnappschüsse von Menschen mit dem Wii Dingens in der Hand, ein bisschen Text meist kleingeschrieben oder groß aber deshalb auch nicht inhaltsreicher. Die Struktur der ganzen wii-love.to Seiten will sich mir auch nicht so recht erschließen… Die (passend zur wii Kampagne) cleane Aufmachung der Seiten passt nicht so recht zum arnarchisch/künstlerisch/authentischen Blogdingens (vA die 3 Werbegesichter im Header tragen ungemein zur NichtIdentifikation bei)… Das langt, an Text.

    Zusammenfassend: Geld bringts, obs Erfolg bringt wird sich zeigen.

    PS: Weils immer wieder anklingt und durchdringt in den VorKommentaren, finds absolut unverwerflich. Mit seiner Arbeit Geld verdienen ist okay und es wir darauf hingewiesen… was will man mehr?

  20. 20

    …zuerst dacht ich, was´n müll. mieses bingutdrauf geschreibsel, na nee. dann dacht ich, lass doch, sollen geld verdienen, müssen geld verdienen, ist schließlich gesellschaftsreligion und dogma. geld. muss. sein. hallelu halleli hallela. scheck her oder ich fall um.

    inzwischen ist mir dann doch leicht übel. ich habe jetzt durch die diversen links von herrn h´s ankündigung geschaltet, und für mich stimmt hier was nicht. das ganze gewii´nere kommt als blog getarnt daher, ist aber eine reine verkaufe. weiß man ja alles. pseudo-werbe-blog.

    jetzt sind da aber ein paar relativ bekannte blogger dabei. arbeiten mit, schreiben mit. und geben dem pseudo-blog irgendwie einen neuen anstrich. verschieben für mein gefühl die wertigkeit zurück in richtung seriosity (killed the cat).

    das hat mit sogenanntem journalismus nichts mehr zu tun. das ist astreines werbetexten. und sonst gar nichts.

    was das jetze wieder für das standing des einzelnen „autors“ bedeutet, ob der oder die jetzt künftlich noch über irgendwelches achsoschlimmes marketing ätzen oder sogar irgendwas von wegen „wehret den anfängen“ bei blogs von sich geben darf, muss jeder selbst entscheiden.

    das wii-kampagnchen ist für mich ein relativ übler müll. einfach zu lösen: ich muss da nicht mehr hinschalten.

    der kratzer auf der spreeblick-fassade ist eine andere sache. ich seh da einen.

    ist aber auch nicht soooo wichtig. ne, malte?

    sack, reis, und china. irgendwie.

    (der guugel-tipp fürs wiihnachtsfest – kleine holzpferdchen, exklusiv aus troja, frisch eingetroffen. kosten nicht die Welt!)

  21. 21

    Ganz spannende Diskussion. Ich werde dazu in einem eigenen Artikel nochmal ein paar Sätze tippen, denke ich.

    Nur eines schon jetzt. Die Wii-Seiten sind an keiner Stelle „Pseudo-Werbung“. Die Kampagne gibt nirgends vor, etwas anderes zu sein, als das, was sie ist: Eine Kampagne zur Einführung der neuen Nintendo-Konsole. In diesem Fall auf Basis von drei Wohnungen, in denen man das Ding testen kann und aus denen gebloggt wird von Menschen, die bisher noch nie gebloggt haben. Zusätzlich durchforsten „unsere“ Autoren das Netz nach Links rund ums Thema und bloggen ebenfalls darüber. Das ist Werbung, ja. Aber keine Pseudo-Werbung, diesen Unterschied möchte ich doch betonen.

    Ob man das alles toll findet, ob an die Texte mag, ob man das Produkt mag… alles individuelle Entscheidung. Was unseren Part und die Diskussion darum angeht: Meine Einstellung dazu wie schon gesagt gerne mal in einem längeren eigenen Artikel.

  22. 22
  23. 23
    avision

    Kleine Kratzer kann man sich mit Sicherheit einhandeln. Aber mit Transparenz kann man die doch durchaus wieder auspolieren. Man sollte halt aufpassen dass es nicht zu viele oder zu tiefe Kratzer werden.

  24. 24
  25. 25

    Im Gegensatz zu den üblichen Nörglern möchte ich zu dieser Blog-Aktion gratulieren.

    Im Vergleich zur Opel-Aktion (Blogger schreiben in Ihren Blogs), der AMD-Notebooks Aktion (Etliche Blogunerfahrene bloggen in einem Aktionsblog) gewinnt die Crib-Kampagne (etliche Blogunerfahrene schreiben in einem kleinen Blog-Netzwerk).

    Und warum ich das finde habe ich heute in einem viel zu langen Blogposting getippt, habe keine Lust das nochmal zu wiederholen.

    Musste klicken, da steht was zur Aktion

  26. 26

    @sven:
    Wobei ich jetzt den Unterschied zwischen AMD/Wii nicht ganz verstehe. Okay, es ist mehr als ein Blog beim Wii, aber ansonsten ist es doch ähnlich, oder nicht?

  27. 27

    Bei der amd-Aktion haben die Tester direkt in Blog geschrieben, bei der crib-Aktion schreiben die Leute die in den cribs stehen und den geladenen Testern die Geräte erklären.
    Das wäre ein Unterschied.

  28. 28

    Ah so… so genau hatte ich mir das nicht durchgelesen. ;)

    Aber ist ja auch verwirrend, was da i.S. Wii alles gebloggt wird.

  29. 29

    Ja, etwas verwirrend finden wir das auch alle noch und denken, dass das nachgebessert wird (Navigation z.B.). Das wichtigste bei der Aktion ist aus meiner Sicht, dass niemand versucht, das Ganze als „Fan-Blogs“ o.ä. zu verkaufen. Es ist klar als Nintendo-Aktion gekennzeichnet, man weiß also, worauf man sich einlässt.

    Blogs werden als Form immer mehr auch fürs Marketing genutzt werden, und das ist auch okay, man kann es eh nicht verhindern – und warum sollte man auch? Niemand hat das alleinige Recht auf eine Medienform. Je klarer es jedoch ist, ob ich gerade ein Blog einer Kampagne lese oder ein tatsächlich unabhängiges, desto besser ist das. Kritisch wird es doch erst, wenn sich Blogs als etwas verkleiden, dass sie nicht sind. Siehe Pro-Walmart-Blogs in den USA. Eine Kennzeichnungspflicht (im TV oder Print weiß man schließlich auch, was Werbung und was Redaktion ist) wäre sinnvoll und vor allem eine klare Haltung der einzelnen Autoren und Blogs. Es gibt bei Spreeblick keinen einzigen Artikel, der bezahlt wurde und das wird auch so bleiben. Das ist nicht in allen Blogs der Fall. Was okay ist und was nicht, entscheiden am Ende die Leser. Denn die wiederum sind alles andere als blöd oder dumm und wer seine Leser verarscht, wird entsprechende Reaktionen ernten.

    Wir bemühen uns seit über einem Jahr das, was wir hier tun, zu finanzieren. Es nicht nebenbei als Hobby, sondern mit voller Kraft tun zu können. Und das gelingt, in diesem Fall sogar auch mal für andere Autoren, die sich übrigens sehr darüber freuen, dass sie mal zwei, drei Mieten übers Bloggen finanzieren können ohne sich dabei zu verbiegen (hat mal jemand http://www.wii-edit.de gelesen? Das macht Spaß, obwohl es Werbung ist!).

    Und wir dokumentieren, was wir tun. Da bedeutet nicht, dass man es nicht kritisieren darf, denn schließlich gehen wir auch sehr vorsichtig mit der Sache um und diskutieren ebenfalls sehr heftig über Entwicklungen (und Spreeblick lehnt immer noch 90% der Werbe-Anfragen ab, sonst wäre hier alles voll mit Wettportal- und Online-Dating-Werbung), dennoch freue ich mich über differenzierte Betrachtung dessen, was wir tun. Wäre uns alles egal, gäbe es Spreeblick nicht. Und ich denke, das wissen die meisten Leser.

  30. 30

    Wenn da noch was geändert wird dann einen Tipp:

    Packt da irgendwo eine Übersicht hin, wo man das Wii überhaupt KAUFEN kann. Anscheinend ist es ja überall schon vorbestellt und ausverkauft.

  31. 31

    Gebe ich gerne weiter, wie ich überhaupt jeden Input weiterleite. Denn glücklicherweise sind wir dafür nicht verantwortlich…

  32. 32

    Ihr solltet den Leuten in den Cribs sofort einen Crash-Kurs im Bloggen und RTE Bedienung geben.

  33. 33

    Noch eine Anmerkung: Wäre auch interessant zu erfahren, was man alles bekommt. Ich bin jetzt nämlich etwas verwirrt, daß man bei Otto ein Wii-Paket bekommen kann, was 299,- Euro kostet. Eigentlich soll das doch nur 249,- Euro kosten.

  34. 34

    also wenn ich das was ich verstehe richtig verstehe – es gibt gutes marketing, das ist wenn spreeblick das mit macht und man gleich weiß, dass es marketing ist. und es gibt schlechtes marketing, das ist das andere. kleinstgeschriebene klingeltonabzocke. getarnte blogs. rio für mm. irgendwelche halbgaren guerilla-aktionen.

    aha.

    spreeblick hat viele leser, die spreeblick mögen, weil es authentisch ist, witzig, traurig, ehrlich usw. die spreeblickmacher mögen umgekehrt auch ihr publikum, so scheint es mir zumindest, nur so funktioniert sowas. eigentlich sind hier alle (mehr oder weniger) ein wenig wie eine familie, oder freunde. die spreeblick-familie, die spreeblick-freunde.

    mal hart von der provokante gefragt: wie hoch ist der tkp für freunde? verkauft ihr da die verwandschaft, wenn auch bloß die seelen-verwandschaft?

    klingt und ist wahrscheinlich heftig überspitzt, aber ist es so total von der hand zu weisen? kann man seine eigenständigkeit behalten und sich trotzdem vom business-establishment „die miete“ bezahlen lassen?

    bis jetzt ist jeder pakt mit dem teufel schief gegangen. ohne ausnahme. oder wie frau lopa aus der mülltonne brüllen würde: „money changes everything!“

    ich seh immer noch den kratzer. und den reis bzw. das fahrrad.

  35. 35

    Das Fahrrad sehe ich auch, aber wo siehst du den Reis?

  36. 36

    …neben dem fahrrad, in der hyangstraße (ecke ming-dsedong)

  37. 37

    Hans, ich bin sicher, dass „alles in einen Topf werfen und kräftig umrühren“ in dieser Diskussion nicht weiterhilft. Denn natürlich gibt es Unterschiede in Kampagnen, gibt es besseres und schlechteres Marketing, was nichts damit zu tun hat, ob das Spreeblick macht oder nicht. Man darf selbst nicht als Dienstleister für Agenturen auftreten, wenn man Jambas Praktiken kritisiert hat? Merkwürdige Logik. Guerilla-Marketing? Wo in diesem Fall? Sehe ich nirgends. TKPs? Beschreiben den Preis für Banner, wo sind hier Wii-Banner (und wenn es welche gäbe? So what?)?

    Falls dich dieser Artikel stört, der aus Transparenz-Gründen gepostet wurde: Sorry, kommt nicht wieder vor.

    Die Tatsache, dass wir mit dem Bloggen Geld verdienen, steht seit über einem Jahr fest, wurde mehrfach kommuniziert (so wie auch jetzt) und hier bin ich längst an einem Punkt, an dem ich mir nichts vorschreiben lasse, es sei denn, die Kritiker erklären mir in ähnlicher Offenheit, wie sie ihr Geld verdienen und ihr Leben leben. Und beweisen mir, dass sie das viel besser machen als wir. Nur der Fairness halber.

    Wir verkaufen euch? Geht’s noch? Ich gehe davon aus, dass du kein einiges Medium konsumierst, dass sich durch Werbung finanziert? Sehr edel.

    Wieviel bezahlst du für Spreeblick? Genau: Nichts. Brauchst du auch nicht. Denn wir verdienen unser Geld bspw., indem wir für eine Spielkonsole bloggen. Das ist falsch? Das dürfen wir nicht? Damit verkaufen wir dich??

    Für Vorschläge, wie wir uns denn deiner Meinung nach finanzieren dürfen, bin ich sehr offen. Bevor du jedoch meinst, wir würden Leser verkaufen, lies dir unsere Texte durch. Daran wollen wir gemessen werden.

  38. 38

    genau. gleich mal drauf. „merkwürdige logik“. „sehr edel“. und für mich sehr witzig: „daran wollen wir gemessen werden“. war das merkel oder schröder? na egal.

    ich kann mich nicht dran erinnern, dir irgendwelche vorschriften gemacht haben zu wollen. oder besser euch. ich habe ein paar fragen gestellt und keine behauptungen, vor- oder anwürfe aufgestellt. wenn deine antwort, dieses platte abgebügele für dich bestandteil einer „diskussion“ ist, dann red ich jetzt mal von einer „merkwürdigen logik“.

    ich wusste außerdem bisher nicht, dass ich für spreeblick eigentlich bezahlen müsste. ach so? weil das so toll ist? weil die autoren so toll sind? wegen dem content? aha. das ganze hier ist weniger fun, sondern vor allem ein broterwerb. ihr seid also nur so wie ihr euch darstellt, damit ihr damit geld damit verdienen könnt? das ist allerdings eine für mich neue zielrichtung. stimmt ja, es geht um zielgruppen, ganz vergessen. und content muss schließlich bezahlt werden. alles muss bezahlt weden. immer.

    übrigens – tkp ist keineswegs ein nur für banner benutzter begriff. meine fragen abzuschmettern, indem du mich unterschwellig für blöd erklärst, ist für mich demagogie. um auch mal das grobe auszupacken. zumindest schlechte pr.

    da sind wir denn auch beim eigentlichen punkt. für mich ist nach deiner „argumentation“ eines ziemlich klar geworden: ihr wollt geld verdienen. allerdings nicht mit dem bloggen. sondern mit diesem blog. und damit auch seinen nutzern. einen teil seiner wertigkeit bezieht das gute teil aber eben auch von diesen nutzern. was kriegen die eigentlich für ihren anteil an eurem erfolg? ach ja. exzellenten content. von seiner exzellenz bzw. ihren exzellenzen. pffffh.

    ich bin wohl von falschen voraussetzungen ausgegangen. entschuldigen. ich dachte wirklich, ihr seid sowas wie ein verlag. so wie sich das jetzt für mich darstellt, seid ihr ein pr-unternehmen. natürlich nur für ausgewählte „produkte“, wie der werber so schön sagt. und um dein finales argument vorwegzunehmen – du hast natürlich völlig recht. ich muss mir das nicht ansehen. ist schließlich deins. ganz allein deins.

    danke für das gespräch.

  39. 39

    Und nochmal zum Thema „Spreeblick-Familie“. Das sehen wir auch so, so fühlt sich das. Aber ich begreife nicht, was das damit zu tun hat, wie wir uns finanzieren. Sammeln wir deine Daten? Verstecken wir Werbung in unseren Artikeln? Haben wir im Hintergrund des Blogs Lexika oder Titten-Links laufen, um die Zugriffe zu erhöhen, wie es andere machen? Haben wir Investoren im Hintergrund? Nein.

    Die Familie ist gut und schön und wichtig, das kann aber nicht bedeuten, dass fünf, sechs Leute rund um die Uhr kostenlos arbeiten, damit der Rest der Familie gut unterhalten wird. Anders gedacht: Würde jedes Familienmitglied auch nur 1 Euro im Monat zahlen, wäre jede Werbung überflüssig. Das passiert aber nicht, im Moment zahlen genau zwei Leser regelmäßig 5 Euro im Monat, die Spenden belaufen sich innerhalb eines halben Jahres auf 200 Euro (Danke an alle, ehrlich!).

    Und selbst wenn alle zahlen würden: Was dann? Wie hoch ist die Unabhängigkeit der Autoren dann? Die ständig darauf achten müssten, dass genug Leser bei der Stange bleiben? Die somit an bestimmten Stellen den Lesern das liefern müssten, wofür sie bezahlen (und das sieht jeder Leser anders, glaube mir)?

    Wir brauchen Unabhängigkeit, um Spreeblick machen zu können. Und ich halte es für völlig in Ordnung, hin und wieder für andere zu schreiben und dafür Geld zu nehmen, oder auch bei Spreeblick Werbung zu schalten, die klar als solche gekennzeichnet ist (siehe Warehouse-Banner, und da wird noch mehr kommen). Nur so kann ich garantieren, dass es uns und unseren Leuten gut geht und dass sie das tun können, was sie gerne tun: Schreiben. Und wie gesagt: Wenn Leser den Eindruck haben, wir würden bei Spreeblick den Werbekunden nach dem Mund schreiben, werden sie uns nicht mehr lesen. Wir sind erwachsene Menschen mit viel Medienerfahrung und hier ist garantiert niemand, der für Geld alles tut oder dessen Meinung man kaufen kann.

    Was wäre euch denn lieber? Wenn wir solche Jobs unter falschem Namen machen? Wenn wir die Spreeblick-Aktivitäten nicht mehr dokumentieren? Ich erwarte keinerlei Applaus für das, was wir andernorts tun. Ich erwarte lediglich ein wenig Respekt davor, dass wir kommerzielle Aktivitäten klar und transparent von unseren Inhalten trennen. Mehr können wir nicht tun, denn dass wir wie jeder andere Geld verdienen müssen, daran können weder wir noch die Leser etwas ändern. Und das wir das mit dem tun, das wir lieben, darauf sind wir sogar noch stolz.

  40. 40

    Hans, sorry: Dass Spreeblick sich finanziert (über Werbung hier, über andere Jobs woanders) ist seit über einem Jahr so, darüber wurde hier viel geschrieben. Wenn du das bisher nicht wusstest: Jetzt weißt du es.

    Wie würde es dir besser gefallen? Wenn wir alle irgendwo angestellt wären? Weiter HartzIV kassieren? Ich würde gerne mal hören, wie denn Spreeblick deiner Meinung nach sein darf.

  41. 41

    Wii nennen es Arbeit :-)

  42. 42

    Der war gut.
    Wii nennen es Arbeit.

    Da fällt mir etwas ein.
    BMW hatte mal eine Aktion auf Lycos bei der jedes ‚e‘ auf der Seite in eine 3 umgemünzt wurde. Zum Start des 3er BMW.

    Solange Jonny auf Spreeblick keinen ‚wie to wii‘ Autoparser einbaut, kann man wohl ganz entspannt bleiben.

  43. 43

    @Hans v.:

    und für mich sehr witzig: „daran wollen wir gemessen werden“. war das merkel oder schröder?

    Das war Schröder. 1998. Und er wurde 2002 dran gemessen. Und wiedergewählt. Basta. ;)

    @johnny:
    Ich denke das Euer Vorgehen in Ordnung ist und gerade auch solche aufklärenden Postings sinnvoll sind – und solche Teaser wie vorab sind natürlich auch ganz schön… demnächst aber bitte eher aufklären. Und wenn Du jetzt den Nintendo-Leuten noch klar machst, daß sie eine Ruhrgebiets-Crib (am besten in Bochum – liegt ja in der Mitte des Ruhrgebiets) aufmachst, dann bin ich glücklich. ;)

  44. 44

    ich weiß nicht, ob man Hartz IV mal eben so locker flockig mit „kassieren“ entwerten kann, ich würde das nicht tun. es soll leute geben, die ziemlich existenziell davon abhängen, die eine menge angst haben. die dann auch noch so einen sermon um die ohren gehauen bekommen. und es soll leute geben, die das als ganz bewusste entscheidung treffen, sich dieser art der fürsorge auszusetzen. den meisten bleibt nichts anderes übrig, als zu „kassieren“, euer durchlaucht.

    du kannst es einfach nicht lassen – du stellst fragen und gibst gleich die antwort dazu, entweder explizit oder mit einer unterschwellig beigemischten wortwertung. da arbeiten ganz schnell 5 leute „rund um die uhr“ für die anderen. fehlt eigentlich nur noch so was wie „hungrige mäuler“. ach ja, und kinder, kinder werden auch gern genommen. eigentlich redest du gar nicht mit mir. du watschst mich entweder ab oder versuchst mich zu lenken. na denn.

    für mich gehört zu respekt, dem anderen die eigene meinung zuzugestehen, ihn selber reden und denken lassen, ohne eingebauten richtungsanweiser. ich kann dir nicht sagen, wie spreeblick sein „darf“, ich würde nicht mal andeutungsweise auf so eine idee kommen. und wenn du respekt einforderst, schön. dann gib auch welchen.

    was die daten angeht – wir sind deine/eure daten, verdammtnochmal! nicht mit adresse, aber mit anzahl und auch vor- oder sonstigen -lieben. das sind werte und verkaufsargumente, die beim kunden garantiert eine rolle spielen. das hat mit verkaufen nichts zu tun? ich weiß nicht. ich weiß es wirklich immer noch nicht.

    dass ihr euch über werbung finanziert, gut. ist eine entscheidung, nämlich eure. deswegen darf ich trotzdem dazu eine meinung haben. und die auch sagen. egal, was dirty harry dazu sagt.

    das wirklich saudumme bei dieser ganzen foreign affair ist, ich wollte mir eigentlich erst mal eine bilden, so eine meinung. deswegen habe ich allen ernstes ein paar fragen gestellt, auch weil ich mir selber nicht sicher war, was ich und wann wie usw.

    wenn du dann erst mal aus der höhle gerannt kommst, dünnhäutig und wild keulenschwingend – bitteschön. auchgut.

  45. 45

    „… ich kann dir nicht sagen, wie spreeblick sein „darf“…“

    Lieber Hans,

    genau das tust du aber, indem du hier laut verkündest, was deiner Meinung nach NICHT sein darf. Und im Unterscheid zu dir, MÜSSEN sich Betreiber jedes Online-Projektes darüber Gedanken machen, wie sich das jeweilige „Produkt“ vermarkten lässt. Ohne über die übliche Fallstricke zu stolpern, wie Glaubwürdigkeit, Objektivität/Subjektivität/Neutralität, Fangemeinde und Erwartungshaltungen.
    Um jetzt mal höhlenartig und keulenschwingend daherzukommen: Denn der RL-Vermieter, Bäcker, oder KINDERGARTEN gibt sich auch nicht mit Link-Awareness, PIs oder TKPs zufrieden.

    Und spreeblick löst das hier und an dieser Stelle sehr gut.

    Wenn du eine andere FUNKTIONIERENDE Idee zur Finanzierung hast: Bitte. Hunderte Redaktionen, Webdienstleister oder Agenturen werden dich mit Geld nur so zuschütten. Und dann kannst du immer noch sagen: Seht her, ihr Johnnys dieser Welt, so wird das gemacht. Solange da nichts kommt, ist es für mich sehr einfach, sich auf die Aussage zurückzuziehen, dass „man das nicht sagen kann“.

    Mathias Richel

  46. 46

    lieber mathias,

    ich habe mir jetzt alles nochmal durchgelesen. immer vorausgesetzt ich habe nicht meine sonntagstomaten auf den augen – ich habe nie gesagt, halt, stop, ihr dürft das nicht tun! aufhören! sofort! ich habe ein paar verdammte fragen gestellt. und für mein verständnis auch gesagt: wißt ihr was ihr da tut? mensch, passt bloß auf…det kann schief jehn…isses bisher auch… na so irgendwie jedenfalls.

    so war das gemeint. so war das gedacht. und eigentlich auch gesagt.

    „so nicht!“ finde ich jetzt nicht.

    des rest hat sich dann ergeben. geschaukelt, sozusagen.

  47. 47
    Peter H aus B

    Wie ihr euch finanziert, ist mir ehrlich gesagt egal, Hauptsache ihr schafft es, euch zu finanzieren. Wenn durch Werbung – auch gut.

    Für mich ist aber die Art der Werbung in diesem Fall problematisch. Wäre da irgendwo ein Banner mit der Wii, hätte ich damit kein Problem. Der SpOn, die angeblich meistgelesnste News Seite in D. ist auch kostenlos für den User, dafür gibts halt ein paar Banner (mehr als bei euch) zu ertragen. No Problem. Brauch ich ja nicht anzuklicken.
    Wenn im Radio, neben einem Song irgendein Werbespot auftaucht – No Problem, kann ich weghören..wenn ein Film für Werbung unterbrochen wird – zum kotzen, aber No Problem, hol ich mir ein Bier.
    Wen aber ein Artikel bei euch erscheint, der lediglich Werbung für die Wii ist, sich aber durch nichts in seiner äusseren Form von Rest des Blogs abhebt, halte ich das für mehr als bedenklich. Das geht einfach nicht, Werbung und journalistiche Berichterstattung zu vermischen.. Das ist eigentlich eine journalistische Grundregel, gelle?

    Werbung sollte als solche gekennzeichnet werden….

  48. 48

    @Peter:
    Die Wii-Blogs sind doch extern. Hier dieser Beitrag informiert doch sehr transparent und ausführlich – viel besser als es das kleine Wörtchen

    ANZEIGE

    am oberen Seitenrand erledigen könnte.

  49. 49

    Hans, ok, vielleicht haben wir uns gegenseitig hochgeschaukelt. Passiert. Ich beantworte gerne Fragen, habe deine Kommentare dann aber wohl falsch verstanden.

    Es ist nicht so, dass ich auf Kritik immer so scharf reagiere, nur führe ich diese Diskussion jetzt seit vielen, vielen Monaten und sie dreht sich im Kreis, ich bitte daher, zu scharfe Statements zu entschuldigen bzw. vor diesem Hintergrund zu verstehen.

    Die Kurzversion: Mit einer höheren Anzahl an Lesern und Kommentaren und Mails mussten wir Anfang 2005 die Entscheidung treffen, ob wir Spreeblick „runterschrauben“ und als Hobby weiterbetreiben, oder ob wir versuchen, daraus ein Geschäft (ja, ein Geschäft) zu entwickeln, das uns die konstante Arbeit an Spreeblick ermöglicht (denn: sie macht uns Spaß). Wir haben uns für letzteres entschieden und ich bin sicher, dass wir dabei sehr viel Fingerspitzengefühl an den Tag legen. Wir hätten schon längst sehr viel Geld verdienen können, wäre uns dieser ganze Laden (und damit auch die Leser) nicht so wichtig.

    Im Übrigen tun wir das, was wir jetzt gerade für Nintendo machen (nämlich monothematisch bloggen), schon seit einem halben Jahr für O2 unter mobile-macs.de. Auch das wurde hier angekündigt.

    Zum Thema HartIV: Ob nun „kassieren“ der richtige Ausdruck ist oder nicht, wir haben als vierköpfige Familie genug Erfahrung damit, ich maße mir also an, darüber reden zu können, und zwar nicht aus der Entfernung.

    Peter, alle Postings in der Kategorie „Sixteen Tons“ beschäftigen sich mit den geschäftlichen Entwicklungen von Spreeblick, das kann man natürlich nicht erraten, ich werde das in der nächsten Spreeblick-Version anders nennen bzw. erklären. Doch selbst, wenn man das nicht weiß: Wie klar und deutlich muss ich denn da oben noch schreiben, worum es geht? Ich dokumentiere, was wir tun. Über diesem Artikel würde nicht „Anzeige“ stehen, da er keine Anzeige ist, er wurde weder bezahlt noch angefragt. Er tut das gleiche wie die Artikel, in denen ich schreibe, dass ich irgendwo einen Vortrag halte. Auch für den bekomme ich u.U. Geld, trotzdem dokumentiere ich das hier.

    Jens, früher „aufklären“ ging nicht, denn so etwas veröffentliche ich lieber erst, wenn alles unter Dach und Fach ist.

  50. 50

    @Johnny:
    Das mit dem „eher aufklären“ bezieht sich eher darauf, daß ich – sobald ich einen Teaser sehe – wissen will, was sich da hinter verbirgt. Deswegen hasse ich auch die Vorschau auf neue Kinofilme/Serienfolgen: Ich will sofort wissen, worum es geht.

  51. 51
    jan

    wii jezze?

  52. 52
    Zuckerbacke

    Dass Ihr diese Wii-Blog Promotion so offensichtlich unterstützt, finde ich nicht gut. Nichts gegen die Wii – freue mich schon selbst darauf eine zu haben. Aber was kommt als nächstes? Dass Ihr darüber informiert, wie die Burger auf http://www.McDonaldsbloggt.com um die Wette bloggen?

  53. 53
    Alex

    Mensch, immer wenn jemand für seine Arbeit Geld bekommt, kommen die großen Mahner. Das ist doch eine ganz legitime Sache. Es handelt sich ja um keine Schleichwerbung, sondern um eine klar gekennzeichnete Auftragsarbeit.

    Diesen Kommentar bitte unter der Kategorie „Aufmunterung für Johnny“ ablegen.

  54. 54

    @Johnny: „Es ist nicht so, dass ich auf Kritik immer so scharf reagiere,…“

    Das kann ich aber jetzt so nicht bestätigen …

  55. 55

    Nachtrag: … wenn auch meist per Email, und nicht in den Kommentaren. ;-)

  56. 56
    matze

    @johnny wollte Dich beglückwünschen, daß Du für WII Werbung machen kannst und danke Dir, daß Du darauf hinweist und Deine Leser zur Diskussion einlädst.

    Ich finde die Frage:“Wißt ihr, was ihr da tut?“ ein wenig überflüssig, denn wie sollte die ANtwort lauten: Ja, nein?!

  57. 57

    Spielkonsolenmusik > ei|n|all
    Über Computerspiele und Spielkonsolen wird ja immer gerne geredet und geschrieben (dieser Tage natürlich besonders über Wii). […]

  58. 58

    Die Wii ist einfach genial, und auch einen Beitrag wert! :-)
    Ich habe mit der Wii schon 2 Kilo abgenommen, die ich mir vorher mit der PS2 angefressen habe :-))

  59. 59

    Also mit Wii-edit ist im Moment anscheinend nicht viel los …

  60. 60

    Ich wusste ja echt nicht, dass man mit der wii auch bloggen kann? Cool..aber sicher wird es noch mehr social Features bei der neuen WiiU geben, was meint ihr?

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