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10 Thesen über die Süddeutsche Zeitung

angst
Foto: Dawn Endico

Inspiriert von diesem Meisterwerk der Recherchekunst.

1. Die Süddeutsche ist ein Massenmedium.
Mehrere Milliarden Page-Impressions seit der Erstausgabe!

2. Die Süddeutsche kann nicht rechnen.
Kann sie wirklich nicht.

3. Die Süddeutsche wird vor allem von Großmüttern gelesen.
Schon der Augenschein bestätigt es und tatsächlich beträgt das Durchschnittsalter der Leser: 48,6 Jahre.

4. Die Süddeutsche ist ein soziales Akkordeon.
Der Sportteil ist politisch neutral und leicht spießbürgerlich, der Wirtschaftsteil strikt neoliberal, der Politikteil ist sozialdemokratisch, im Feuilleton dürfen sich die verbürgerlichten Extremisten austoben und das Ganze wird zusammengehalten von einer Zuckerglassur aus Papstliebe und Katholizismus.

5. Journalisten der Süddeutschen wollen ins Kino oder vor den Fernseher.
Vermute ich mal. Irgendwie muss man ja auf 10 Thesen kommen.

6. Die Süddeutsche schreibt ihre Nachrichten selber.
Bis auf den Programmteil, den hat man wohl outgesourced (muss man gesehen haben, dann versteht man, was ich meine). Und bis auf alle Meldungen, die von der DPA übernommen sind. Oder von anderen Agenturen. Aber alle Berichte über Stars on Ice, Popstars und Big Brother sind ganz allein geschrieben.

7. Die Süddeutsche ist nicht korrupt, es sei denn, eine Michael-Schumacher-Werbemappe als SZ-Magazin zu tarnen, sei Korruption.
Findet sogar die Zeit.

8. Die Süddeutsche ersetzt Yoga.
Wer das soziale Akkordeon lange genug gelesen hat, ist geistig dehnbar, durch nichts mehr zu erschüttern und mag Bayern München.

9. Die Süddeutsche muss man mal gelesen haben.
Dann ist aber auch gut.

10. Die Süddeutsche hat Angst.
Die Arme. Noch zwanzig Jahre, dann hat sie es hinter sich.

63 Kommentare

  1. 01
  2. 02

    These eins: Malte will immer nur provozieren.

    ;)

  3. 03
    heidrun

    these 11: auf jetzt.de steht zu 99% schwachsinn. (ich gebe zu, ich war da mal mitglied. fast alle dort lästern, was das zeug hält, über neon, neon.de und blogs, ohne selbst irgendwas zu produzieren ausser platitüden und „barfuß-im-sommerregen“-gedichten.)

    these 12: es gibt sowieso keine „gute“ zeitung. man sollte die größeren immer wieder mal lesen, aber keine zu oft. (ich hab mir mit diesem argument ja mal ein „neues deutschland“-probeabo andrehen lassen – schauder)

  4. 04
    Charles

    11. Blogger können nicht mit Kritik, ob nun gerechtfertigt oder nicht, umgehen.
    Werden Blogger kritisiert oder sogar in Frage gestellt, folgen oft Reaktionen, die denen einer Gruppe 4-jähriger nahe kommen.

    P.S. Um Verschwörungstheorien vorzubeugen, ich habe mit jetzt.de wirklich nichts zu tun.

  5. 05

    Man könnte meinen, der Beitrag auf jetzt.de wurde nur geschrieben, damit die Blogger sich aufregen. Er beschreibt, wie er nach seinen ersten Schritten mit einem eigenen Blog auf Besucher wartet… und keiner kommt. Wenn das soo einfach wäre, würde ja jeder bloggen ;o) Und dann das falsche Zitat „ab 300 Besucher pro Monat“ in der Top 100. Platz 100 hat ja schon 744 Besucher: täglich! (siehe: http://blogscout.de/blogs) Echt übel, der Artikel…

  6. 06

    der titel ist auch nur geklaut:
    http://www.spreadshirt.net/

    unten rechts, paar mal reloaden.

  7. 07
    Virtualisa

    Den Link von These 10 versteh ich nicht.

  8. 08

    @#6: Meiner Meinung nach, ist alles, wirklich alles, was so so nahe an der Thematik „Thesen“ liegt, von Luther geklaut und der hat das eigentlich von Moses abgeguckt. Und der hatte das von Gott. Ergo, Malte klaut (indirekt) von Gott.

  9. 09

    Heidrun, Du bist wirklich hart im Nehmen.

  10. 10

    Oh Gott, es wird immer Schlimmer!
    Die Mehrheiten wollen nun auch die Meinungsbildner sein!

    Wer der Eigentümer ist bestimmt die Meinung!
    Wer ist der Eigentümer der Südlichen Zeitung?

    Weshalb sind die wichtigen Meinung in allen wichtigen Zeitungen Vereinheitlicht?

    Sind es die Eigentümer irgendwie auch?

    Sie wettern gegen die Blogs weil sie weniger Zeitungen verkaufen!

    All diese Umsonstleser – Bloggerschlaucher – Online kostet nur und bringt nix ein!

    Die Technik von nächste Woche wird die Zahlen der Blogs noch mehr anschwellen lassen!

    Und der Onlineleser – eines Tages fallen die allerdings auch weg!

    Zerrspiegel ist Pleite!

    Warum schreiben die Vereinheitlichten Eigentümer auch die vereinheitlichte Eigentümer Meinung und wiederholen diese so oft das mein alter Ossi Propaganda Reflex um Hilfe schreit?

    Das schlimmste an den Blogs ist aber nicht die Nachricht sondern der Link an sich!

    Wenn das Volk die Sprach Hoheit über seine eigenen Begriffe wiedererlangt und die Leerworte ersetzt durch Konkretes, selbst wieder in der eigenen Sprache zu singen beginnt!

    Apropo Verschwörungtheorien vorbeugen – so man Wissenschaftlichen Gesetzen vorbeugen kann: Hier mein praktischer Vorschlag:

    Mein kleiner Erstklässler kämpft seit drei Jahren gegen eine Mehrheitsmeinung an das es „Einen Weihnachtsmann“ gibt!

    Ich denke der kleine VerschwörungsTheoretiker – „Papa warum lügen die Erwachsenen uns Kinder an?“ – wird sich in dieser Frage durchsetzen und etwas wichtiges für sein Leben lernen!

    Ein Bloggerkind eben!

  11. 11
    Malte

    @ virtualisa
    Journalisten von der Süddeutschen haben die Wikipedia getestet, indem sie Fehler in einzelne Artikel eingebaut haben. Dann haben sie skandalisiert, dass die Fehlerbeseitigung zwischen einer halben Stunde und zwei Wochen gedauert hat. Das ist dasselbe Prinzip wie bei dem Blogartikel. Es wird etwas Neues mit etwas Altem verglichen und weil das Neue nicht fehlerfrei ist (wobei keiner der Verantwortlichen das behauptet), wird sich erregt.
    Die Wikipedia kennt ihre Problemfelder, die Blogosphäre ebenso.
    @ charles
    Mit vier Jahren fängt der Mensch an, sich selbst zu reflektieren. In der Phase stecken wir auch gerade. Erklärt aber jemand einem Vierjährigen mit unzureichenden Mitteln, wie er nun wirklich tickt, der Vierjährige, muss es gestatttet sein, dass der Vierjährige antwortet: „Du bist aber dick!“
    @ Heidrun
    Ich mag die Süddeutsche. Merkt man jetzt zwar nicht sofort, ist aber so. Ich hatte noch nicht das Vergnügen mit dem Neuen Deutschland, stimme aber blind Stralau in seiner Einschätzung über dich zu:)
    @ Mathias
    Tun wir doch alle. Am Anfang war das Wort und so.
    @ Dirk Metzmacher
    Ich schreibe auch manchmal in mein Tagebuch und schaue alle paar Tage nach, ob es jemand gefunden hat.

  12. 12

    Es geht nicht um Fehlerfreiheit sondern um FehlerRedundanz – währe dies nicht so im Flugzeug würde ich nicht fliegen wollen!

    Das ist der wirkliche Unterschied zwischen Zeitungen und Blogsphäre!

  13. 13
    heidrun

    ich mag die süddeutsche auch. manchmal. ich mag auch die zeit. manchmal. ich mag die faz. manchmal. ich mag die taz. manchmal. und wenn ich verkatert bin,lese ich gerne gala :-)
    ich bin nur oft erstaunt, dass es leute gibt (zu denen ich dich jetzt nicht zähle, malte, ich werfe das mal in die runde), die der ansicht sind, man könnte irgendeiner zeitung „glauben“.

    zum neuen deutschland: man sollte seine feinde ja kennen. aber es war schon anstrengend :-)

  14. 14

    Jesus sagte: Gehet hin und liebet Eure Feinde.

    Und sie gingen hin – und liebten ihre Feindbilder. :-(

  15. 15
    Charles

    @Malte

    Allerdings tut der 4-jährige oft so, als wäre er erwachsen und verwahrt sich immer dagegen wie ein Kind behandelt zu werden.
    Eine „Du bist aber dick!“-Reaktion ist legitim, untermauert aber die These, dass der 4-jährige vielleicht doch nicht so erwachsen ist wie er immer behauptet.

  16. 16
    Gunther

    Der SZ Artikel ist weitaus besser geschrieben und recherchiert als das hier. Warum ist so ein schwacher, nichtssagender und überflüssiger Artikel ein „Topthema“?

  17. 17
    jan(Konservativ2.0)

    Weil Maltes Schwarz/Weisse Sicht der Welt eine hohe Quote und viele Kommentare bringt.

  18. 18

    „Ich schreibe auch manchmal in mein Tagebuch und schaue alle paar Tage nach, ob es jemand gefunden hat.“ Hm, aber nach drei Beiträgen enttäuscht aufgeben, weil noch keine Leser das Blog entdeckt haben, ist schon bissl schwach, oder?

  19. 19

    „In die Top100 der Blogs kommt man schon mit 450 Zugriffen im Monat“ Juhu, ich bin A-Blogger.

  20. 20
    Solomar

    Ich hatte ja schon das Vergnügen, Malte bei seinem Spears – Hilton Par force – Ritt zu erleben. Da war er etwas angewidert, vom wahren Leben, von Profi – Frauen, die nichts anderes als „ihren Job“ machen und das nicht ganz schlecht. Auf der anderen Seite sitzt der dödelige Normalkonsument. Er müsste eigentlich wissen, wie die Interaktionen funktionieren, wenn man diesbezüglich erfolgreich sein will.
    Diese Grundvoraussetzung, bei der Betrachtung solcher Erscheinungen, verstehen in diesem Lande aber nur wenige. wie auch in den Blogs immer wieder nach zu lesen ist. Erstaunlich ! Viel Traumtänzerei, Gutmenschengetue und vor allem diese merkwürdige idealistische Haltung (Igittigitt, jetzt nehmen sie Rios Melodien auch noch für den Media-Markt !?) Idealismus herrscht oft vor.
    Gegen den habe ich nichts, wenn er mir was bringen würde.
    Der clevere Junge, der diesen Blog betreibt, scheint real eine Leistung zu vollbringen. Seine Ratings werden nicht schlecht sein. Er kennt seine Klientel und richtet die Beiträge nach deren und (vielleicht auch seinen) Bedürfnissen aus (eingesprengselt, mit eigenen Fußnoten und Meinungen) und ich vermute er lebt gut davon oder damit, seinem Leben einen Sinn gegeben zu haben.
    Die meisten Blogs sehen aber wie Seelenmüllkästen deutscher Befindlichkeiten aus. viele Ratlose, Egomanen im Spiel, Besserwisser, die ihr besseres Wissen wenig belegen können und eben verspieltes Zeug. Dass einer einen mal wirklich etwas aufregt (wie die – aus meiner Sicht – weltfremde Meinung von Malte, letztens (i.S. Spears)), kommt selten vor (soweit ich das einsehe). Ein Massenmedium ist die Blogscene bestimmt nicht. Hier gibt es ja nicht einmal einen Volksmusikantenblog !? Nur immer Gedichte von traurigen Frauen.
    Die Blogscene könnte also geistige Avantgarde sein. Nur, wo sind die Avantgardisten, die hier bloggen, weil sie in den anderen Medien nichts zu suchen haben mit ihrer Intelligenz (aus einsehbaren Gründen).
    Gib irgendeinen Blogger die Chance und er kriecht den Marktbestimmern für einige Euro hintenrein. 100 Pro (Ausnahmen würden diese Regel nur bestätigen)! So ist das reale Leben oft, nicht immer).
    Warum bin ich hier und betreibe den freiwilligen Kommentar ? Weil ich momentan nichts besseres zu tun habe und gerne stichele. Sonst säße ich doch nur am PC, wenn es mir was (substanzielles) bringen würde. Womit ich Geld verdienen könnte z.B., um mir ein angenehmeres Leben zu gestalten. So einfach ist das aus meiner bescheidenen Sicht.
    Angenehmer wäre, interessante Menschen mit ungewöhnlichen oder provokanten, neuen Meinungen und Einsichten kennen zu lernen (auf die die bestimmenden Medien nicht mehr kommen – klnnen) und da zähle ich den Malte zu (gerade weil seine Ansichten ziemlich fern der meinigen sind). Was das allerdings mit der SZ zu tun hat, bleibt mir das Rätsel (von Malte).

  21. 21

    These 11: Den Lokalteil Berlin haben sie abgeschafft, weil er zu arm und sexy war. Deshalb hat Spreeblick jetzt die lokalpatriotische Pflicht, die Süddeutsche zu kritisieren.

  22. 22

    Gedichte von traurigen Frauen sind nicht das Schlechteste. Ich finde, es sollte mehr Gedichte von traurigen Frauen geben!

  23. 23

    wieso? stimmt doch alles, was die da über blogs schreiben…

  24. 24
    Altra

    „11. Blogger können nicht mit Kritik, ob nun gerechtfertigt oder nicht, umgehen.
    Werden Blogger kritisiert oder sogar in Frage gestellt, folgen oft Reaktionen, die denen einer Gruppe 4-jähriger nahe kommen.“

    Danke, Charles, exakt das ging mir nach Maltes Versuch, lustig, provokant und konternd zu sein, auch durch den Kopf. Was gar nicht für den Moorstadt-Text spricht. Aber was soll so ein Bauklötzewerfen?

  25. 25

    Ich finde, es ist eine angemessene Replik auf den unsinnigen schwarzweissmalenden SZ-Artikel.

  26. 26
    Altra

    Also, dass der Artikel an vielen Stellen arg verkürzt und teilweise auch arg vereinfacht und unsinnig argumentiert ist – geschenkt. Aber was an dieser Thesensammlung so dermaßen schwarz-weiß und aufrgegend ist, das frage ich mich wirklich. Vor allem kein Grund sich auf den Schlips getreten zu fühlen und so betont zurück gelehnt und lächelnd peinliche Gegenthesen zu formulieren. Habt ihr doch nicht nötig.

  27. 27
    Bernd

    @Charles

    daher ist der Blogger ja auch Blogger und dier Journalist Journalist. Ich kann dem Blogger ja nur schwer mangelnde Professionalitaet vorwerfen, wenn er lediglich seinem Hobby nachgeht.

    Vielleicht ist Dein Anspruch einfach zu hoch. Dass Blogger weniger professionell sind, macht das ganze ja gerade interessant. Manchmal zumindest;)

  28. 28

    Der jetzt.de-Text ist weder böswillig noch schwarzweißmalend, er ist einfach schlecht und in sich widersprüchlich. Ich glaueb nicht, daß da jemand Print gegen Blog verteidigen wollte. Es mußte wohl bloß schnell gehen und man hielt die großspurige Verpackung in neun Thesen für hip.
    Ich darf mal, ja?: http://sherpa.twoday.net/stories/3020384/

  29. 29
    Altra

    Ja, Sherpa, das wäre dann eine charmantere und treffendere Replik. Kann man genau so unterschreiben. Fehler aufgezeigt, Widersprüche erklärt – was der Artikel eben verdient hat. Und kein blindwütiges „Ihr Print, wir Blog, ihr böse, wir gut“-Feindgebilde.

  30. 30
    zweiblum

    schade finde ich: dass blogger immer und immer wieder über’s bloggen ansich schreiben zu müssen scheinen. mich als (wohlgemerkt höchst passiven und nich involvierten) leser langweilt das auf dauer, ehrlich gesagt.
    aber ich finde es ja sogar schon bedauerlich, dass man das bloggen erst „erfinden“ und benennen musste anstatt sich einfach darüber zu freuen, dass das internet endlich in seinem größten vorteil genutzt wird: wirklich jeder kann alles veröffentlichen und tut das sogar.

  31. 31
    heidrun

    blindwütiges feindgebilde? wo ist das?

  32. 32
    miKa

    die haben Angst.
    Angst
    – dass ich samstags nicht mehr ihre Zeitung kaufe, weil ich schon online bin
    – dass ich „meine“ Themen in speziellen Kanälen (zB BildBlog, Spreeblick, RobertBasic) rezipiere, weil ich finde, dass sie dort schneller (und manchmal besser; ) behandelt werden
    – dass sie mich mit ihrem magazin nicht mehr erreichen
    – dass sie mit drucktermin schon off-topic sind
    ..und das völlig zu Recht.

  33. 33
    ajo

    Mit 48,6 Jahren Großmutter? Heutzutage bekommt man doch dann das erste Kind.

  34. 34

    Passt :-)

    Wer mein erster 450ster Besucher pro Tag ist bekommt ein Bier!

  35. 35
    Altra

    @heidrun: das war vielleicht etwas zu martialisch formuliert, aber die liste von malte, noch mehr die liste mika, unter dem schlagwort ANGST impliziert eine frontenbildung und ein gegenseitiges bashing, dass der jetz-artikel gar nicht herauf beschworen hat.

  36. 36
    Sebastian

    meine SZ kann ich im Gegensatz zu diesem Blog wenigstens mit auf die Toilette nehmen und zur Not auch mal umfunktionieren, falls kein Klopapier da ist…

  37. 37
    miKa

    @Altra/36: will doch gar nicht bashen… nur polarisieren. Wie ich polarisiert habe: „Einfach mal so“ von meinem Medienverhalten auf andere geschlossen – dann hätten Zeitungen in Zukunft ein Problem. Und das Medienverhalten wird sich (nicht nur imho) in Zukunft ändern.
    Junge Menschen lesen viel weniger Zeitung als „Alte“, außerdem geht die Auflage konstant zurück (da nur mal die Headlines überfliegen und das ist noch deren Lobby..). Deshalb versuchen Verlage und Titel mit Zusatz-Geschäften Geld zu verdienen (ZEIT mE gut, Bl*d wie immer bl*d) und schaffen doch nicht, die „Jungen“ zu gewinnen: „Nach Altersgruppen betrachtet, erreichen die Tageszeitungen ihre höchste Reichweite traditionell bei den 40- bis 69-jährigen Lesern.“ Und wenn es drum geht, kehren sie auch noch dem Leid-Medium Nr1 den Rücken zu: Studie: Jugendliche verzichten lieber auf Fernseher als auf PC.
    Daher bin ich der Meinung, dass Zeitungen german Angst haben. Wer sich lange nicht verändern musste, dem ist nie Wohl, wenn er seine Zielgruppe womöglich ohne Wiederkehr verschwinden sieht. Angst? mE völlig zu Recht ; )

  38. 38
    bosch

    Na ja, doll ist der Text von Tobis Moorstedt sicher nicht. Weder besonders amüsant geschrieben, noch besonders gut recherchiert. Aber wozu die Häme? Warum über die gute alte SZ als Medium Zeitung so herfallen, schließlich handelt es sich doch eindeutig lediglich um einen auf Papier gedruckten Beitrag aus der schönen neuen Onlinewelt jetzt.de?

    Klar ist doch, Blogs können Zeitungen ergänzen, aber doch nicht ersetzen. Da sind sich doch die meisten hier sicher einig.

  39. 39
    andi

    schöner artikel von der sz. gespickt mit ein paar fehlern. daraus dreht man ihm dann mal lieber schnell einen strick. wurde ja gedruckt, der artikel und alles gedruckte muss ja stimmen. gottseidank klicken blogger nur auf ihren editierknopf, wenn man ihnen mal wieder sagen muss, was sie so alles falsch verstanden haben.

    und der sz-artikel ist meines erachtens doch sehr bloggerfreundlich geschrieben. freundlicher als so manche kommentare in diesem blog. aber die bügelt man ja einfach so herunter, dann fallen sie auch nicht weiter auf, im paradies blogosphäre, ort der intelligenz und besserwisserei. denn wir sind ja hier per naturgesetz auch die guten und daher auch nicht kritisierbar.

  40. 40
    Charles

    @Bernd
    Natürlich sollte man grundsätzlich zwischen Journalisten und Bloggern unterscheiden. Allerdings liegen bei Spreeblick und einigen anderen Blogs die Dinge etwas anders. Da verschwimmen die Grenzen und man muss sich auch mal mit journalistischen Maßstäben messen lassen. Zu sagen ‚Hey, sorry ich bin doch nur Blogger‘, wenn es mal daneben geht, zieht da nicht mehr so einfach.

  41. 41
    mikor

    eine weitere these:
    immer wenn bloggende mitmenschen das gefühl haben, sie selbst oder ihr medium wird verunglimpft, schnappt ihr beißreflex zu. im zusammenhang mit der sicherlich hohen motivation, die man benötigt, um gegen die tradierten massenmedien und ihre „establishment-theorien“ anzukämpfen eine heikle mischung. das beweist allein die tatsache, dass dieses „meisterwerk“ rein gar nichts mit dem beitrag von tobias-moorstedt zu tun hat. wenn man den text gelesen hat, ist meine obige these auch bereits bewiesen. der jetzt.de beitrag ist mitnichten überkritisch oder sogar abwertend geschrieben. es handelt sich nur um einen recherchefehler. so etwas kommt vor, auch in den besten häusern. zumal die quelle, auf die der autor sich bezieht tatsächlich leicht misszuverstehen ist (ich besitze besagtes buch)

    aber vielleicht kommt so ein unreflektierter antwort-thread auch davon, wenn man nur die links liest, aber nicht den content… anstatt sich mal mit einem, eventuell lohnenden, diskurs auseinanderzusetzen.

    zu
    „10. Die Süddeutsche hat Angst.
    Die Arme. Noch zwanzig Jahre, dann hat sie es hinter sich.“

    das glaubst du doch nicht im ernst, oder?

  42. 42

    ach, tobias moorstedt ist doch bestimmt ein armer praktikant. ;-)
    entlarven macht spaß, auch wenn es manchmal einbildung ist. aber ich glaube, ich hab maltes text-schreib-denke verstanden. wenn z.b. ein russischer agent vergiftet wird, dann schreibt malte folgendes: selbstgebrauter vodka kann tödlich sein. ich sage nein zum selbstgebrauten vodka. (vorbild für die jugend)ach, manchmal macht es spaß, ein fieser mensch zu sein.

    @heidrun: mit dir will ich mal nen kaffee trinken und über feminismus reden. ;-)

  43. 43

    heidrun hat den artikel „mein freund“ bei „neue bodenständigkeit“ gelesen und entgegnet gleich: mein freund blogt auch“ hehe

  44. 44

    Ich lese die ganz gerne, die Süddeutsche. Ich denke, damit muss ich mich weniger rechtfertigen als die ganzen, die stets zu SpOn verlinken. Oh Mann.

    Und der Artikel kommt von jetzt.de, das ist doch die kleine Süddeutsche. Man vergleicht ja auch nicht Jusos und SPD. Naja, mittlerweile vielleicht. Aber früher nicht.

    Und am besten wäre ja wohl einfach keine Reaktion auf den Artikel zu zeigen, denn so wird er nur aufgewertet. Kinder, vertragt euch.

  45. 45

    Sonst schätze ich die Süddeutsche durchaus, aber mit diesen Blog-Thesen haben sie nicht nur inhaltlich, sondern auch formal daneben gegriffen: In der Print-Ausgabe ist der Artikel ohne jede Autorenzeile abgedruckt. Und online ist kein einziger Link eingebaut, obwohl dieses Thema gerade dazu einlädt.

  46. 46

    Si tacuisses, philosophus mansisses – das gilt für Herrn Moorstedt ebenso so wie für Malte!

  47. 47
  48. 48
    andi

    malte will auch gar keine meinung vertreten, sondern nur zur diskussion einladen. die neue schwammigkeit.de

  49. 49

    und das macht er verdammt gut, meistens.

  50. 50
    andi

    da könnte man drüber diskutieren.

  51. 51

    … und wenn man gerade Glück hat, erzeugen die Google-Anzeigen oben rechts – sehr schön passend zu Maltes 10 Thesen – Werbung für die SZ-Cinemathek und für den SZ-Stellenmarkt…

  52. 52

    SOLOMARE@
    Du trifft auch meine Empfindung. Hier sitzen meisten Leute ohne wirklich eigene Meinung, die vieles nachmachen und sich dabei individuell vorkommen dürfen. Eigentlich traurig. Die meisten Beiträge zeigen mir das unisono.

  53. 53
    heidrun

    (zu 54) jetzt.de jetzt auch bei spreeblick ? :D

  54. 54

    Hallöle, Die Zeitungen sind bis auf wennige Ausnahmen nicht mehr das was sie mal waren.. (Dank Ex Kanzler Schröder)lest „Welt Kompakt“ da erfährt man am meissten.
    Gruss matzi

  55. 55
    Altra

    Ja, Hallöle auch, meissssstens ist weniger halt doch nicht mehr, wa?

  56. 56
    heidrun

    @ albert: von feminismus halte ich nix, und den witz mit „neue bodenständigkeit“ habe ich nicht verstanden. erkläre dich!

  57. 57

    Ich finde es kommt auf die Betrachtung und die Schreiber an. Sofort spüre ich, ob jemand etwas zu erzählen hat oder nicht. Das nennt man bekanntlich Qualität – und aufeinmal empfinden viele so. Bis auf wenige Ausnahmen, erwischt mich in den Blog selten diesen „Kick“.

  58. 58

    „diese r Kick“ , muss es heissen, sorry

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