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Pizza!

pizza
(Foto: BocaDorada)

Klischee ist, wenn es trotzdem stimmt. Und manchen Vorurteilen begegnet man am besten durch Abnicken. Ich oute mich hiermit als Pizza-Service Power-User.

Die linke Seite meines Kühlschranks ist zugepflastert mit Preislisten in den buntesten Farben. Das ist in vielerlei Hinsicht völlig überflüssig: Ich habe nicht nur die wichtigsten Lieferanten in meinem Telefon gespeichert — ich bestelle auch immer nur das gleiche. Jessi’s, Joey’s, Call-a-Pizza. Palermo, Bombay, Capricciosa. Geschnitten, bitte.

Leider werden die Flyer ständig nachproduziert und trotz „keine Welbung“-Sticker in den Briefkasten geworfen. Außerdem enthält jede Lieferung eine neue Menükarte, erst Recht bei medialen Großaktionen. WM oder so. Weihnachten, Ostern, China-Wochen. So hängen sie denn alle da: Wurfsendungen mit längst überschrittenem Haltbarkeitsdatum. Ich bin ein Flyer-Messi, vielleicht sollte ich mal ausmisten.

Was auch stimmt, ist dieses Bild: Möglichst fettig, mit den Fingern, auf dem Sessel und vorm Fernseher. Pappschachtel auf dem Schoß, danach auf dem Boden, denn wie auch sonst? Calzone am Tisch, mit Teller und Besteck ist wie Serviettenringe und Messerbänkchen. Ich mein… lassen wir das.

Zu einer guten Pizza gehören selbstverständlich laute Freunde, laute Musik und laute Filme. Controller nur mit Schutzfolie, und definitiv nicht dazu gehören koffeinhaltige Erfrischungsgetränke. Die machen nämlich dick, hehe.

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