13

Kein Wunder: Aachen gegen Bayern 4 (vier!) zu 2

Nach zehn Minuten hatten die Bayern drei Riesenchancen gehabt und Aachen führte 1:0. Alles nicht so schlimm, die Bayern spielten in einem Tempo weiter. Und das wuchs sich auf Dauer zu einem Problem aus. Um den Mittelkreis herum hat Bayern eine kahle Stelle. Diese Stelle legten die Aachener frei wie Kinder, die einem alten Mann den Hut vom Kopf reißen. Gewinnen können hätten die Bayern das Spiel, allein: Sie haben es nicht getan.

Aachen hat in der zweiten Hälfte bewiesen, dass man einen Ballbesitz von gefühlten 2% haben kann, wenn man ein Wunderkind in den Reihen hat.

Schlaudraff. Schlaudraff. Schlaudraff.
Der erste Ball verunglückte noch, danach war er in jeder Situation seinen Gegenspielern überlegen. George Lucas wurde mit seinem Skript bei verschiedenen Studios abgelehnt, die Beatles bekamen zunächst keinen Plattenvertrag. Und Mönchengladbach konnte mit Jan Schlaudraff nichts anfangen.
HarHarHar.

13 Kommentare

  1. 01

    Das Solo zum 4:2 hat mich verdammt an Miro Klose erinnert. Und das Interview nach dem Spiel an Jan Delay. Und selbst wenn ich Bayern-Fan bin, wünsche ich mir, dass Schlaudraff nicht nach München geht. In einem anderen Bundesliga-Team kann er sich besser weiterentwickeln.

  2. 02
    WoT

    Schlaudraff ist schon klasse, keine Frage. (An die lieben Nachbarn im Nordosten nochmals ein herzliches Danke!) Heute war er aber meiner Meinung nach nicht DER Matchwinner. Beim 4:2 hätte er (wie so oft) abspielen müssen, hat es aber (wie so oft) trotzdem doch noch ziemlich ordentlich gemacht. Der zuletzt gescholtene Aufstiegsheld Ebbers war stark, außerdem natürlich Reghecampf.

    Aber eigentlich sind mir die Einzeheiten im Augenblick ziemlich egal.

    Alaaf
    PS Auch die Bayern haben ein Wunderkind, Podolski. So gesehen gebe ich Ghost Dog gerne recht. Am besten entwickelt sich Jan Schlaudraff wahrscheinlich, wenn er gar nicht wechselt.

  3. 03

    Na ja, nicht wechseln könnte etwas riskant sein. Zu den Bayern würde ich aber vielleicht auch noch nicht gehen. Da hätte man mit Poldi und ihm zwei Jungnationalspieler in deren Reihen, die sich gegenseitig den Platz nehmen würden – das 6 5 oder 5 6 – System, was Franz gerne hätte kommt ja sicherlich noch nicht so bald.

    Doch was sind die Alternativen? Bremen? Hmm, Klose, Hunt und Almeida. Danach noch Klasnic – ich weiß nicht…

    Stuttgart? Könnte noch zu sehr Leistungsschwankungen unterliegen in dieser und vor allem in der kommenden Saison. Das hatten wir vor einigen Jahren ja schon mal in ähnlicher Form mit den „jungen Wilden“.

    Schalke? Herrje, Kuranyi, Lovenkrands, Altintop und Larsen – auch voll besetzt.

    Dortmund? Äh, die sollen erstmal schauen, dass sie Ihre „Führungskrise“ überstehen.

    Der einzig für mich sinnvolle Kandidat ist Leverkusen bzw. mit Abstrichen Hamburg. Mal sehen, wohin die Reise geht…

  4. 04
    Leurs

    Ach streut doch kein Salz in unsere Wunden.

    Ein Gladbacher

  5. 05
    Malte Zander

    Immer auf den Gladbachern rumreiten…die können doch auch nix dafür, dass Schlaudraff da nich spielen wollte ;-)

  6. 06

    Schlaudraff ist schon klasse, keine Frage. (An die lieben Nachbarn im Nordosten nochmals ein herzliches Danke!)

    Falls Du damit sagen willst, dass Schlaudraff aus dem (Nord-)Osten kommt, muss ich Dich eines besseren belehren. Falls Du es anders gemeint hast, schweige ich still.

  7. 07

    Autsch, das tat weh! Da kann Uli nach dem Spiel in die Kameras quacken wie er will. Das Defensivverhalten war unter aller Kanone, denn wenn man schon den Ball im Aufbauspiel verliert, sollte man sich wenigstens ernsthaft bemühen ihn wieder zu bekommen oder zumindest viel schneller zurück laufen.
    Anyway: Hut ab vor Aachen! Und Schlaudraff kann gerne nächste Saison in München spielen. Ohne Röckchen (Satan Cruz ;->) und Pizarro, hätten wir mit ihm drei Stürmer und ein Makaay wird ja auch nicht gerade jünger.

  8. 08

    Ghost Dog, Du musst stillschweigen. Die Nachbarn im Nordosten sind für die Aachener die Mönchengladbacher (auch wenn Euch in Berlin und dem Restosten darob geographisch die Drähte heißglühen):
    Schlaudraff war für die Gladbacher nicht gut genug und wurde quasi zum Tivoli abgeschoben.

  9. 09

    wenn uli hoeness seine birne nach einem spiel hochrot in die kameras streckt und der speichel fliegt, dann weiss ich, sie haben verloren. zeit zum glüklichsein, ein paar deutsche minuten.

  10. 10
    Herr Wieland

    Mal ehrlich, isser nicht toll, der Hoeness Uli?
    Wenn er wirklich in zwei Jahren den Job wechselt (will ja wohl Präsident werden) wird in der Berichterstattung definitiv was fehlen.
    Keiner ist so herrlich uncool, so wenig diplomatisch.
    Er ist definitiv das Original. Alles was sich sonst noch so „Fussballmanager“ schimpft ist die Fälschung.

  11. 11

    @Stefan (Weltsicht Südtribüne)

    Danke für die geographische Aufklärung!

    Gladbach wird sich wohl ziemlich in den Arsch beissen, dass sie ihn ziehen gelassen haben. Ich bin in die Vorgänge bei der kleinen Borussia aber nicht so involviert. Haben die einfach das Potential nicht erkannt oder gab es auf persönlicher Ebene Differenzen? Denn wie man an der kurzzeitigen Kaltstellung in der Hinrunde gesehen hat, scheint Schlaudraff charakterlich etwas schwierig zu sein.

  12. 12

    Denn wie man an der kurzzeitigen Kaltstellung in der Hinrunde gesehen hat, scheint Schlaudraff charakterlich etwas schwierig zu sein.

    Möglich. Viel schlimmer finde ich seine schnatternde Stimme. Ich fordere einen Presseboykott der Aachener. Einfach Klappe halten & Tore schiessen. :->

  13. 13

    Wenn Du ihn nicht mehr reden hören willst, muss er aber zu Schalke. Da hast Du den Presseboykott im Preis inbegriffen.

Diesen Artikel kommentieren