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Rückspiel: Urlaub

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(Foto: jmerelo)

Wenn man wie ich ein umwerfend entspanntes Wochenende in der Nähe seiner Lieblingsbrauerei verbringt, kommt man nicht zum Spielen. Man kommt eigentlich zu gar nix, außer zum Zurücklehnen, Durchatmen und Wohlfühlen.

Kein Computer weit und breit, kein Handheld, noch nicht mal ein Mobiltelefon. Dazu eine defekte Satellitenschüssel — Ruhe, Frieden und plattes, weites Land.

Wenn man dann aber zurück kommt, nach Hause, porentief relaxed, fast schon schleichend-schwebend wie in Trance, und ein orangefarbener Postzettel die Ankunft eines vor zig Tagen bestellten Spielepaketes verheißt… dann, ja dann ist ganz schnell Schluss mit Ruhe und Gelassenheit, und der Instinkt geht mit einem durch.

Beim Nachbarn sturmklingeln, noch im Hausflur die Verpackung aufreißen, vor den Fernseher stürzen, vergiss die Anleitung, AB GEHT’S!!!

Das einzige, das einen vor dem Verlust jeglicher Selbstkontrolle bewahren kann, ist dieses kurze Zucken in den Augenwinkeln der Freundin: Blitz! Flacker! »Mach ruhig…«

Vorfreude ist die schönste Freude, heißt es, und so »machte« ich nicht, sondern genoss den Rest des Wochenendes auf dem Sofa liegend und mit dem Versuch, mich an alte Ostfriesenwitze zu erinnern.

Mir fiel keiner ein.

Stats

Gespielt: 0

Neu: 0

Game-Wochenende: 0%

Fingerjucken: 100%

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