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Das ist doch krank

Nachdem ausführlich und mit ungefähr 74 Jahren Verspätung darüber debattiert wurde, ob man über Adolf Hitler lachen darf (Ergebnis: Mhmtja, aber nur, wenn man das Monster nicht vermenschlicht), drängt sich nun eine noch weit wichtigere Frage auf: Darf man über Krankheiten so schreiben?

Du hast nur noch begrenzte Zeit zu leben. Begrenzte Zeit. Tod. Irgendwann. Absehbar. 15 Jahre noch oder so. Höchstens.
„žNa super“, sagte ich. „žDann fahr ich jetzt nach Mannheim.“

28 Kommentare

  1. 01

    Versteh die Frage nicht. Warum nicht?

  2. 02
    Malte

    es gibt eine alte mc donald’s-werbung, in der wird gefragt: who needs fat? dann werden mehrere gesichter gezeigt, die sichtlich nachdenken.
    daraufhin wird ein schriftzug eingeblendet, der besagt: sorry, rhetorical question.

  3. 03

    Na das war mir schon klar. Aber nenne mich moralisch nicht gefestigt. Aber ich find da echt nichts schlimmes dran.

  4. 04

    Um mich an Walter Moers anzulehnen: nein, man Muss!
    Ausser natürlich über die Krankheiten anderer. Da unterscheidet sich so eine Krankheit auch von Hitler, weil auch die Engländer dürfen den Hitler anderer lachen.

  5. 05
    Armin (M. aus W.)

    Besser Mannheim als Köln.

  6. 06

    Ich schließe mich da Mitch an – wieso nicht? Im Übrigens – unglaublich beeindruckend geschrieben.

  7. 07

    Toller Text – danke für den Hinweis.

  8. 08
    Malte

    @ Der Mitch
    ich bin empört. ach, war nur so ein aufhänger.

  9. 09

    Nur blöd, dass ich nun ein Kribbeln im Bein habe…ich hasse es Hypochonder zu sein….

  10. 10

    Wenn’s um ihn selbst geht, warum nicht?

    btw, toller Text, schloss meine Mittagspause erfolgreich und sättigend ab.

  11. 11
    oli

    über eine ernsthafte krankheit darf man als betroffener schreiben wie man möchte…ich glaube, das nennt sich „verarbeitung“…und um bei so einem harmlosen textchen den moralischen zeigefinger-impuls zu verspüren, muss malte aber ganz schön gesund sein…

  12. 12
    bongokarl

    Mannheim ist ne schöne Stadt.

  13. 13

    @ oli: Und wenn ich gar nicht betroffen bin? Was würde das ändern?

  14. 14

    Darf man nur über etwas schreiben von dem man betroffen ist? Oh je..wo würde wir da hinkommen???

  15. 15
    oli

    @fred: in diesem falle in meinen augen gar nichts, da du für mein empfinden niemanden beleidigt hast…abgesehen von der ärzteschaft;-)

  16. 16

    Es gibt noch viele Tabus in Bezug auf Krankheiten & Behinderungen (und das Gesundheitswesen), damit auch gewisse Hemmungen darueber zu schreiben. Denke darauf zielte die Frage ab.

  17. 17

    Nur zur Sicherheit: Max Frisch erzählt in Homo Faber nicht sein Leben!
    (Zumindest nicht unmittelbar.)

  18. 18

    @sven: Der Text hier ist ja auch in die Rubrik „selber ausgedacht“ eingeordnet :)

  19. 19
    Lockengelöt

    Toller Text. Zur Frage:
    Darf man nicht nur, muss man auch mal!
    Wie schlimm, wenn sich Betroffene an so ein aufoktriertes Moralbild halten müssen! Kann er doch froh sein, dass er so drüber schreiben kann. Und dann auch noch so gut!

  20. 20

    Ganz kurz zur Klarstellung, bevor ich die ersten Beileidsbekundungen erhalte: Es handelt sich um einen fiktionalen Text. Der Satz vom Tod des Autors impliziert gerade nicht, dass der Autor stirbt irgendwas hat, wenn der Ich-Erzähler irgendwas hat.

  21. 21

    mh? was soll denn die frage, malte? (auch wenn diese frage bestimmt schon gestellt wurde, weiter oben im kommentarkeller.) man darf alles schreiben.

  22. 22

    Stellt sich nicht eher die Frage: „Darf man so über Mannheim schreiben?“

  23. 23
    kulta

    Klasse Text. Kommt für mich im passenden Moment, hab so ein Knacken im Knie und war heute morgen im Kernspintomographen. (Kein Witz) Google nun nach Unterschenkelprothesen und überlege, von meinem geplanten Wanderurlaub Abstand zu nehmen. Letzteres aber eher aus Faulheit. (Witz)

    *räusper*

    Naja.

  24. 24

    @fred: Meinst Du, das muss man erklären? :) Wie ich schon bei Dir schrieb: Danke – sehr guter Text! :)

  25. 25
    Malte

    puh. keiner versteht mich. das nächste mal schreibe ich einfach: klick.

  26. 26
    Notwendig

    Klasse Geschichte, der kleine Gnom-Arzt war ne ziemlich gelungene Mischung aus Hitler nem grießgrämigen Juden. cuistot fred casserole sollte mal Bücher schreiben später.

  27. 27
  28. 28

    stellen wir in an die wand oder hängen wir ihn auf?

    fragte der künstler als er mit dem Portrait von adolf die kleine münchner bühne betrat!

    mehr muß man wohl kaum zu der frage, ob man drüber lachen darf sagen!

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