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Straßen-HAU

Ich bin ja Theater-Banause. Und kann nicht einmal das Wörtchen „leider“ hinzufügen. Einfach nicht meine Kulturform.

Dennoch beeindruckt mich seit Jahren, wie sich das Hebbel am Ufer scheinbar neu erfunden hat und ich nehme mir mindestens einmal im Monat vor, meine Phobie zu überwinden.

Das, was Dominique mir gerade gemailt hat, könnte für Leute wie mich ein guter Einstieg sein:

Bin vorhin durch Zufall über ein tolles Open-Air-Theaterprojekt in der Wrangelstraße gestolpert und musste dabei irgendwie an Spreeblick denken, is auf jeden Fall interessant für alle Berliner…

Es heisst „La Marea“ und ist vom Hebbel Theater. Die haben die Wrangelstraße gesperrt und spielen neun Szenen in den Läden, Kneipen und Häusern (die Geschichten zu den Szenen werden nur auf die Straße und Wände projiziert, die Schauspieler sind stumm).

Es ist so eine Art Soap-Opera in echt und wirklich beeindruckend. Heute war wohl nur Generalprobe, morgen abend und die nächsten Tage dann richtig (Eintritt ist frei).

Hier der Link.

6 Kommentare

  1. 01
    HAUer

    Das jährlich (?) im HAU stattfindende ‚Festival des nacherzählten Films‘ wäre vielleicht auch was für dich.

  2. 02

    „Theater-Banause“… du traust dich was! Danke, dass du den Mut hast, es auszusprechen ;)
    Für mich gilt das gleiche und ich nehme Musicals gleich mit in diese Reihe der Kulturformen auf.

  3. 03
    Lockengelöt

    Das ist eine Frechheit Theater und Musical so in einen Topf zu werfen!
    Schade, dass ichs jetzt erst gelesen habe. Nun sind die Abende bereits verplant. Mist!

  4. 04

    Gelöt, Du findest ein paar (leider ziemlich dunkle) Fotos in meinem Blog“¦

  5. 05

    pfff… da wird einfach so das verkokste HAU gelobt.dieses straßendings ist auf jeden fall SEIT LANGEM mal unterhaltsames.
    aber mit theater hat das HAU überhauptsogarnix zu tun. ständig kommt da so „experimentelle“ pseudo-avantgarde mit diesen ganzen selbstverliebten leuten, die dann auf der gästeliste stehn und sich im café des Hebbeltheaters besaufen, um sich dann gegenseitig auf die schulter klopfen.

    wem’s gefällt…..

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