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Stimmungsspiel II

stimmung

(Foto: Al-Fassam)

Manchmal lege ich ein neues Spiel in eine meiner Konsolen, warte auf den Startbildschirm, arbeite mich durch das Tutorial, spiele das erste Level und… schalte aus und bin genervt.

»So ein Mist« lautet dann das Urteil, wieso hab‘ ich mal wieder auf die Wertungen geguckt? Am besten gleich verkaufen, direkt weg damit. Aber erst mal ins Regal. Ich kenn‘ mich ja.

Denn irgendwann gebe ich dem Titel eine zweite Chance und — BAMM: Rock’n’roll! Das gleiche Spiel. Eben noch angeödet, jetzt der Oberhammer.

Dann sitze ich stundenlang davor, »nur noch fünf Minuten, nur noch fünf Minuten« (den Link spare ich mir), tagelang, wochenlang, wenn’s gut läuft auch mal bis zum Abspann (dito).

Und dann, ganz plötzlich: Reiz futsch, Interesse flöten, Staubfänger.

Das gleiche Spiel.

Ich weiß, dass das nicht nur mir so geht, und dennoch bin ich immer wieder überrascht und zweifle an meiner Einstellung. Gleichzeitig frage ich mich, wie z.B. professionelle Tester mit dieser Situation umgehen. Warten die immer, bis sie »in Stimmung« sind für dieses bestimmte Spiel? Oder sind die »immer in Stimmung«? zwinker

Ist es tatsächlich so, dass man an manchen Tagen nicht in der Lage ist, den Sinn und/oder die Genialität eines Titels zu erkennen, an anderen Tagen dann aber doch? Hat das was mit dem Fuß zu tun, mit dem man aufsteht? Der Kaffeemischung?

Und wieso ist von einem auf den anderen Tag die Spannung raus?

Mit Büchern ist das zwar halbwegs ähnlich, und auch manche Filme mag man sich zuerst nicht angucken, aber nur bei Videospielen gibt’s diese seltsame Kombi aus »zuerst nicht, dann intensiv, dann wieder nicht«.

Glaube ich zumindest.

Ich lass‘ mich natürlich gern eines besseren belehren.

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