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Ein Präsident für Afrika

Mal sehen, ob ich das richtig verstanden habe: Kanouté von Sevilla und Diarra von Real sind von ihrem Nationalcoach fürs Wochenende eingeladen worden, Afrika-Cup-Spiel gegen Sierra Leone. Sevilla und Madrid spielen nächsten Samstag aber um die spanische Meisterschaft und finden das jetzt total gemein, weil das ja Wettbewerbsvorteil für Barcelona und so ist. Also wird gepflegt bei Blatter, wir erinnern uns: dem Präsidenten für Afrika, dieser 1,50 Säule komprimierter krimineller Energie, angerufen, und der ruft dann persönlich beim Verband in Mali an und verbietet den beiden, für Mali zu spielen. Dabei verstösst er nicht nur gegen die eigenen Statuten, sondern spricht hinterher auch noch von einem, wörtlich, „Irrtum“.
Ganz unter uns gefragt, Herr Blatter: Was kostet denn so ein Irrtum momentan? Ich meine, dass es in der Fifa nach Vetternwirtschaft und Bestechung bis in die höchsten Hügel der Schweiz stinkt, ist mir schon klar, seit ich den Namen Havelange das erste Mal gehört habe. Aber eigentlich haben Sie sich doch gerade deswegen durchgesetzt, weil Sie diese ganzen Seilschaften und Scheiße ein wenig diskreter abzuwickeln in der Lage waren. Sind Sie dienstmüde, oder was ist? Dann aber mal schnell abgetreten für den nächsten Schmierenkasper.

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