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Podcast vom 18.7.2007

colours

Tanja und Johnny über Altkleidersammlungscontainer, Aktien als Volkssport, die Chinesische Währung, 33 Millionen an die Frankfurter Uni, Apotheken gehen immer und Autohandel bei Plus an der Kasse.

MP3, 16:13, 14,9 MB

22 Kommentare

  1. 01
    Erik

    Altkleider sind auch ein Beispiel für einen komischen Teil der Globalisierung. Da sind im zentralen Afrika schon ganze Bekleidungsindustriezweige eingegangen — eigentlich wollte man was gutes Tun und unwissentlich werden zweifelhafte Wirtschaftsunternehmen unterstützt. Egal ob über die Kleidersammlung des Roten Kreuzes oder private Sammler. Leider fehlt einem für sowas wirklich der Überblick.

  2. 02
    Erik

    PS.: Da gabs mal ne gute Doku drüber, weiß aber leider nicht mehr wo ich die gesehen habe.

  3. 03
    Dr. Gonzo

    „Yuan“ ist tatsächlich richtig.
    Ich hätte das nichtmal ansatzweise gewusst.

  4. 04
    Matthias (aus Dresden)

    Apotheken? Da muss ich dich leider enttäuschen. Hier in der unmittelbaren Umgebung haben 3 zugemacht. Na gut, es sind jetzt immer noch 4 da.

  5. 05

    Der Euro kam 2002. Ganz sicher.

  6. 06

    ich find altsammlungscontainer super, und hatte sogar einmal das glück, dass ich jemanden mit einem kapuzenpulli von mir sah und mich innerlich freute, einen kleinen beitrag geleistet zu haben.
    gruss r.l

  7. 07

    @ Tanja: Meintest du Warren Buffet? Der verfolgt den so called „Value-Ansatz“, das heißt er investiert überwiegend in Werte deren Produkte er kennt.
    Gold und andere Rohstoffe (u.a. auch die allseits bekannten Schweinehälften, wie auch Metalle, Erdöl, Kaffee,Kakao,Zucker,Baumwolle) etc. sind Commodities – werden mitunter in Warentermingeschäfte – gehandelt.

    Zu Aktien, oder Derivaten (alternative Produkte) von Unternehmen „die man mag“ würde ich eher abraten, da hängt man dann emotional dran und grübelt bis der Zug abgefahren ist (würde mir zumindest so gehen :-))

    Schönen Gruß und ich hoffe ihr habt am Podcasten soviel Spaß wie ich beim Anhören!

  8. 08
    Kai Lee

    Aktien sind wie wie eine Liebe: schmeisst man sie zu früh aus dem Haus, ist das Geschrei groß, trennt man sich zu spät davon, ist das Gejammer noch größer“¦ naja, immerhin haben Apple Aktien im Prinzip vor zwei jahren mein Powerbook gesponsort – hätte ich sie heute noch, könnten sie meine Übernahme der Schweiz finanzieren“¦

  9. 09

    Schönhauser Alle/Erich-Weinert-Str. da wo heute ein Matratzenladen oder so ist, war früher eine Apotheke! Sogar so eine schöne Altmodische, die gibt es auch schon länger nicht mehr…

  10. 10
    y

    Johnny und Tanja; zwei romantische Kapitalisten investieren nur in sympatisches Obst und Gemüse.

  11. 11
    Bernd

    also wenn man ein paar Weiheiten zum Spekulieren wissen will, muss man sich die Zitate von Andre Kostolany durchlesen.

    http://www.kostolany.de/spekulanten-und-investoren/andre-kostolany/zitate-von-andre-kostolany/

    das erste ist das wichtigste:
    „Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer gar keines hat, muss spekulieren“

  12. 12
    speebird1

    Wann habt Ihr das letzte mal in einer Apotheke über den Preis gesprochen?

    Richtig, noch nie. Deshalb lächeln die da immer, wie die Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater und alle anderen, deren Lobbyisten es schaffen eine „Gebührenordnung“ aus dem letzten Jahrhundert aufrecht zu erhalten.

    Kein Neid, reine Bewunderung, aber wenn man nicht Marktpreisen und Konkurrenz ausgesetzt ist, da fällt das Lächeln leicht.

  13. 13

    Die „gute alte“™ Kreuzbergapotheke Großbeeren-/Hagelbergerstr ist seit Jahren geschlossen. War sie nicht eine der Ältesten, oder war es das Ambiente?

  14. 14
    baumkind

    guten nachmittag!

    beim spiegel gabs mal eine reportage + spiegel-tv http://www.spiegel.de/sptv/reportage/0,1518,429756,00.html

    abgesehen von der „globalisierten verwehrtungskette“ ist mir das sympathischste, daß die altkleider in kilo-bündel zusammengeschweisst werden und für kleinhändler irgendwo in afrika es dann immer ein überraschungspacket ist – was da wohl drin sein mag in dem packen –
    es kann also immer noch ein „gabe“ sein ; )

  15. 15
    Manuel

    Klar, der Handel mit Rohstoffen ist sehr lukrativ. Schaut mal rüber nach Russland – da gibts Rohstoffe, die werden gehandelt, und das sehr fleißig. Nicht umsonst ist auf dem Markt 30% und mehr drin…

    Wenn ich spekulieren würde, dann eher in so etwas, als in windige aufstrebende NeuerMarkt2.0-Unternehmen

  16. 16
    seb

    Bzgl. dem Kauf von Aktien von Firmen die man mag, deren Produkte man toll findet, gibt es auch Strategien die sowas in der Art verfolgen, in dem Aktien von Unternehmen gekauft werden deren „Verbrauchervertrauen“ sehr hoch ist kauft, weil die sich wohl gut entwickeln werden. (Link)

    Man kann an der Börse auch Rohstoffe kaufen, nicht nur Öl und Gold, sondern auch Dinge wie Orangensaft und Schweinebäuche. Dort kauft man dann im Prinzip ein Ware zum jetzigen Zeitpunkt, wobei die Lieferung allerdings in der Zukunft liegt. Wenn der Preis jetzt bis zum Lieferungsdatum steigt, hat man Gewinn gemacht. Die Auslieferung findet in der Regel nicht statt.(Link)

    Es gibt aber neben diesen physichen Sachen auch imaginäre Sachen die man handeln kann, z.B. Wetter (Link)

  17. 17
    nabitte

    … das Rote Kreuz bekommt Eure Kleiderspende in Form von „Mietzahlungen“. Der gute Name dieser Hilfsorganisation wurde bisher nämlich vermietet an diverse Altkleiderfirmen, die damit ihre Container schmückten. Insofern: Ein Hoch auf die neue Ehrlichkeit!

  18. 18

    Übrigens. Schön, dass ihr wieder podcastet!

    (nach dem „Weidmannsheil“ neulich, machte ich mir irgendwie Sorgen)

  19. 19

    Der Euro wurde 1999 als Buchgeld eingeführt und wie schon mein Vorredner bereits berichtete, wurde der Euro am 01.01.2002 in den Bargeldumlauf der BRD gebracht.

  20. 20

    Wie auch nabitte schon geschrieben hat: Auch früher kam nicht das Rote Kreuz persönlich vorbei um den Container zu leeren, sondern hat von einer Altkleiderverwertungsfirma Geld dafür kassiert, dass die den Namen „Rotes Kreuz“ draufpappen. Insofern ist es natürlich jetzt schon ehrlicher, direkt den Namen der Firma drauf zu schreiben, aber vorher ging ja zumindest noch ein gewisser Prozentsatz der Gewinne an die jeweilige Hilfsorganisation. Da hatte ich zumindest noch ein etwas besseres Gewissen.
    Naja, aber Tanja hat schon Recht, besser als wegschmeißen ist es allemal. Und zumindet in der Spiegel-Reportage tauchten auch noch genug afrikanische Kleinhändler auf, die so einen Batzen Kleidung kaufen und daran wieder etwas verdienen. Klar, idealer wäre es natürlich, wenn sie nicht nur fertige Waren in Afrika verkaufen würden sondern auch die Produktion noch Menschen in Brot und Arbeit brächte.

    Eine letzte Bemerkung noch bevor das Posting wirklich zu lang wird: Irgendwo habe ich gelesen, dass Altkleider in vielen Teilen den Welt als „Kleider des toten weißen Mannes“ bezeichnet werden, weil sich keiner vorstellen kann, dass einwandfreie Klamotten einfach nur wegen Mode-Erscheinungen weggeworfen werden.

  21. 21
    trick

    Wie wärs mit Oxfam Shops. Die sagen auch: Wir machen Überflüssiges flüssig!

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