20

Leipzig, Balkon, Wuhlheide

Das waren meine Aufenthaltsorte der letzten drei Abende. Was niemanden interessieren wird.

Außer vielleicht Helmut Merschmann, denn der suggeriert in seinem SpOn-Artikel über die 9to5-Konferenz, dass ich bei der Veranstaltung „mit von der Partie“ gewesen wäre. Was nicht stimmt.

Ich bin es zwar inzwischen gewohnt, erfundene Konstrukte über mich, meine Arbeit und mein soziales Umfeld zu lesen, mehr Spaß macht es dadurch aber nicht.

Update: Der Artikel wurde geändert, die Redaktion schreibt: „In der ursprünglichen Version dieses Artikels, der vor Ablauf des letzten Kongresstages fertig gestellt und veröffentlicht wurde, ging der Autor noch von der Anwesenheit des Bloggers Johnny Haeusler beim Kongress aus. Der war dort aber nicht erschienen. Wir haben den Satz gelöscht und bitten den Fehler zu entschuldigen.“

Ich bedanke mich. Kann ja mal passieren.

20 Kommentare

  1. 01

    wart’s ab, irgendwann hast du kennedy umgebracht. beide versteht sich. ;)

  2. 02
    jochen

    vielleicht war es reinhard mey?

  3. 03

    Sportsfreund!
    Da will ich mal hoffen, daß dich auch jemand in Leipzig gesehen hat!

  4. 04

    jochen: Das würde alles erklären… ;)

  5. 05
    Westpfalz-Johnny

    Spiegel (vor allem Online) ist eh viel zu unsachlich! Mochte den noch nie, weil der Wahrheitsgehalt je nach Artikel schon immer sehr geschwankt und, naja, wer lässt sich schon gerne mit falschen Fakten veräppeln?

  6. 06
    karl

    aber stimmt doch, dass du in dieser gruppe, die sich durch gegenseitiges zitieren bis an den rand der erträglichkeit und auf jeden fall in eine breitere öffentlichkeit gebracht hat, ziemlich weit vorne mitspielst. und im spon-text wid ja nicht behauptet, dass du bei 9t05 vor ort warst.

  7. 07

    Balkon.
    Das war mein Aufenthaltsort der letzten drei Abende. Noch uninteressanter!
    By the way – wie war denn das Seeed Konzert?

  8. 08
    Tim

    Hut ab. Soviel Narzissmus muss man erst einmal haben, dass man alles auf sich selber reflektiert. In den Absatz im SPON ging es um Holm Friebe, der immer überall zugegen ist. Johnny wird nur als jemand genannt, der im Berliner Selbstvermarktungs-Sumpf der urbanen Penner „mit von der Partie ist“.

    Was er mit diesem posting eindruckvoll bestätigt hat.

  9. 09

    Ist berichtigt, Johnnys Interpretation vom Absatz wird unterstützt.

  10. 10

    Sebastian, danke für den Hinweis!

  11. 11

    Auch wenns jetzt berichtigt wurde, der Artikel bleibt dämlich.
    Allein schon deswegen:
    „Wo bleibt eigentlich Stefan Niggemeier, Deutschlands berühmtester Blogger, der die Selbstvermarktung bis ins Fernsehen treibt?“

    Ich vermute mal, dass sich SPON hier auf den Bildblog-Werbespot bezieht – nur: wo ist da die Selbstvermarktung? Bildblog ist keine 1-Personenveranstaltung, der Name Niggemeier wird in dem Spot nicht ein mal erwähnt. Mit dem gleichen Recht könnte man auch Microsoft-Werbespots als Selbstvermarktung von Bill Gats bezeichnen. Wirkliche Selbstvermarktung ist es eher, wenn ich mich als Chefredakteur eines Nachrichtenmagazins bei jedem Interview das ich mit einem der Alphamännchen dieser Erde führe, fotografieren lasse – und das bildliche Ergebnis dann groß im Artikel, oder wenigstens in der sogenannten Hausmitteilung drucke.
    Bah. Blöd.

  12. 12

    karl, was mich ärgert, ist einfach nur folgendes: Weder mit der Konferenz noch mit der ZIA noch mit dem Buch habe ich etwas zu tun und „Bohème“ bin ich ganz sicher nicht, ich habe zwei schulpflichtige Kinder.

    Na klar kennen und respektieren sich einige Leute, das bringt die Sache mit sich, wenn man sich mit digitaler Kultur beschäftigt, ich „kenne“ Leute von SpOn, Heise oder anderen Medien ebenso gut oder schlecht wie die Leute von der ZIA (Ausnahme: Lobo, mit dem wir [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] machen, den spreche ich tatsächlich öfter).

    Nur weil man sich über den Weg rennt bedeutet es jedoch nicht, dass alle an einem Strang ziehen oder alles zusammen machen. Sicher wäre es der ZIA ebenso wichtig wie mir zu erwähnen, dass wir bei allem gegenseitigem Respekt jeder unseren eigenen Krams machen.

    Letztendlich finde ich es weiterhin ärgerlich, wenn Autoren so tun, als wäre alles, was hier und dort auf die Beine gestellt wird, nur heiße Luft. Das Buch von Friebe und Lobo verkauft tatsächlich gute Stückzahlen und aus dem Hause ZIA kommen einige witzige und gute Ideen, auch viele Programmpunkte der Konferenz fand ich von der Beschreibung her prima. Wäre das alles nur Marketing (was es natürlich auch ist, und warum auch nicht?), fände es kein Publikum.

    Wohin das ganze „über den Kamm scheren“ führt, sieht man an dem SpOn-Artikel, in dem halt einfach vermutet wurde, dass ich auf der Veranstaltung sicher auch bin.

  13. 13
    Holmeor

    War auch besser so, daß er nicht da war – Häusler muß ja nicht überall sein; und Merschmann hat recht – dieser ganze selbstreferentielle Zirkus ist schon jetzt ein Rohrkrepierer – aber bitte 2.0…
    HK

  14. 14
    lana

    für die einen sind es die täglichen 15 minutes of fame, der rest verbucht das unter zeitverschwendung: egoschreibe in der webzwo-blase. sie baden gerade ihre hände drin.

  15. 15
    lars

    seit januar kein spreeblick mehr gelesen, wegen dem spon-artikel mal wieder besucht und schon muss ich wieder so ein kram lesen. grauenvoll!!

    huu, da schreibt man das ich da war (und ich habe schon so manches gehört wo ich gewesen sein soll), dabei war ich gar nicht da. (freie übersetzung von mir)

    zwei praktikanten der berliner zeitung stecken die berliner „digitale bohème“ in die tasche und mr. spreeblick macht sich sorgen, was spon über 9to5 und ihn schreibt. Meine güte, die zwei haben tatsächlich recht.

    Ach, und die FAZ in einer Randbemerkung übrigens auch: „.. seine version des gerade abgelaufenen abends in ein iBooK, die wiederum auf eine leinwand projiziert wurde, denn ein beamer war ja auch da und jede menge bionade, ja, alles war da, bloß eines fehlte diesem kongress: ein thema.“

    Aber wichtig ist ja nur, dass über einen geschrieben wird, gelle, und nicht was. Und da du das weisst, schreibst du gleich noch mal darüber, was über dich geschrieben wurde, damit auch jeder weiss, dass über dich geschrieben wurde, obwohl du überhaupt nicht da warst. Du bist also noch wichtiger, als diejenigen, die da waren. Aber mal im ernst: wie kannst du eigentlich wissen, dass du nicht da warst, obwohl du gar nicht selbst da warst. Egal, hauptsache es schreibt jemand über deine anwesenheit, obwohl du gar nicht da warst. Dann kannst du schreiben …

    onanie vom feinsten. Hey, mal richtig einen runterholen auf sich selbst ist schon ok, aber vielleicht nicht so direkt in der öffentlichkeit, denn sonst ist man exhibitionist und das ist glaube ich strafbar.

  16. 16
    monk

    onanie vom feinsten. Hey, mal richtig einen runterholen auf sich selbst ist schon ok, aber vielleicht nicht so direkt in der öffentlichkeit, denn sonst ist man exhibitionist und

    Ja mei, warum tust du es dann? Und dann noch mit so einem erbärmlichen Stummelschwänzchen?

Diesen Artikel kommentieren