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Eine Spielidee

Schokolade

(Foto: onlyberlin)

Ich war ja neulich in Leipzig, und an einem Abend saß ich mit drei anderen Nintendo DS-Besitzern um einen Tisch herum, und wir spielten etliche Multiplayer-Games.

Dabei fiel mir eine Spielidee ein, die ich bereits kurz nach Erscheinen der Konsole hatte, und die mir seitdem nie richtig aus dem Kopf ging. Es ist eine reine Mehrspieler-Highscorejagd, und vom Prinzip eine Art Mischung aus Schokoladenessen und »Original und Fälschung«.

Das Spiel hat zwei Ebenen: Auf Ebene eins spielt immer ein Spieler, der zu Beginn der Runde zufällig ausgewählt wird. Nur hier können Punkte gesammelt werden. Gespielt werden z.B. simple Klassiker wie Centipede, Space Invaders oder Load Runner.

Während nun Spieler eins auf Punktejagd geht, spielen die restlichen Teilnehmer »Original und Fälschung« — auf dem DS ein absoluter no-brainer.

Sobald ein Spieler sämtliche Fehler entdeckt hat, bekommt Spieler eins das Arcade-Game »abgenommen«, und der Gewinner der Fehlersuchrunde spielt es an der aktuellen Stelle weiter.

Eine Runde ist zu Ende, sobald das Arcade-Level beendet wird.

Das mag nun nach wenig klingen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es bereits bei zwei Spielern hektisch zur Sache geht. Es kann immer nur ein Spieler Punkte sammeln, allerdings hat er keinerlei Einfluss auf die Länge seiner Sitzung. Er muss also versuchen, möglichst fix möglichst hoch zu punkten, da es gut sein kann, dass er keine zweite Chance erhält.

Eine gewisse taktische Note kommt ins Spiel, wenn es beim Arcade-Game nur Punkte fürs Durchspielen eines Levels gibt. Nehmen wir z.B. ein klassisches Jump’n’Run: Man muss vom Start ins Ziel und erhält dort 10 Punkte.

Der aktuelle Spieler arbeitet sich womöglich bis kurz vors Ziel durch, bekommt dann jedoch das Spiel abgenommen und guckt in die Röhre. Die anderen Spieler dagegen müssen sich gut überlegen, ob sie die Fehlersuche schnellstmöglich beenden oder lieber ein wenig abwarten. Zu lange können sie jedoch auch nicht warten, weil sie weder wissen, wie weit der Hauptspieler bereits vorgedrungen ist, noch, wann die anderen Teilnehmer »zuschlagen« werden.

Richtig komplex könnte es werden, wenn verlorene Leben im Arcade-Spiel entweder Punktabzug oder Weitergabe des Spiels bedeuteten. So könnte sich z.B. auch der Hauptspieler vor einem Gegner drücken und darauf warten, dass ihm das Spiel abgenommen wird. Derjenige, der dann an der Reihe ist, steht so womöglich vor der schwierigen Frage, ob und wie er das Spiel aufnimmt.

Nunja, soviel dazu.

Der Knobelteil kann natürlich variiert werden, wobei das mit dem Fehlerbild einfach gut zum System passt. Wichtg wäre nur, dass alle am gleichen Puzzle sitzen, und dass es sich bei den eigentlichen Spielen um echte Klassiker handelt, die ihr ich-muss-weitermachen-Potential bereits unter Beweis gestellt haben.

Ich fände das jedenfalls ganz lustig, und sei es nur als Multiplayer-Zugabe zu irgendeinem größeren Spiel oder einer Spielesammlung.

Hint, hint. :)

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