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Aber nur, wenn man nett wäre

Man hätte dem Herrn Metzelder auch sagen können, dass seine „Alliteration der Woche“-verdächtige, fremdgeschriebene Hintergrundgeschichte „Metze goes Madrid“ in ihrem blasierten Pennälerwissen und der versuchten, locker-flockigen Witzigkeit nicht nur extrem peinlich ist, sondern sich noch dazu alles andere als flüssig liest.

Kann es zum Beispiel ein Zufall sein, dass Metzes Liebslingszahl in Madrid eine große Rolle spielt, ist die Stadt doch in 21 Bezirke unterteilt? Und in einem von ihnen, in Villaverde, heißt ein Stadtteil „San Cristóbal“, auf Deutsch: Sankt Christoph! Das wiederum ist auch der Name einer vor 600 Jahren gegründeten Vereinigung, die Menschen in Not hilft. Das bekannteste Mitglied der Bruderschaft St. Christoph ist heute Juan Carlos I., König von Spanien. Und dessen Großvater wiederum verlieh dem FC Madrid 1920 den Ehrentitel „Real“. Keine Frage, Metze passt nach Madrid!

Jaja, nett gemeint. Aber das sollte man als Profisportler schon fast wissen: Nett gemeint heißt Tribüne. Und kann es denn Zufall sein, dass Tribüne auf spanisch la tribuna heißt, und wenn man das l aus fooligan ans Ende anfügt, das deutsche Wort Tribunal entsteht, und es deswegen hervorragend passt, dass ich über die Seite von Metzelder urteile? Anders gesagt: Passe ich nicht hervorragend zu Metzelder, weswegen er mir dringend die Heirat antragen sollte?

Lieber nicht.

Keine Kommentare

  1. 01

    Fred, manchmal möcht ich dich küssen.

  2. 02

    Ich würde metze heiraten. (punkt!)

  3. 03

    Oha. Zaza, falls Du hier mitliest (was ich ja nicht glaube, aber es wäre doch immerhin möglich): Es ist nicht so, wie es auf den ersten Blick aussieht! Überhaupt nicht! Echt nicht!

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