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Fließbandfreundlichkeit

bon
Bild © Cervus

Ich mag höfliche Menschen. Gerade, wenn sie mir was verkaufen wollen. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Wie sagte schon Thomas der Amariter 412 nach Christi Geburt zu seiner reichen Kinderschar, als er sich zu Tisch setzte: „Seid nett zueinander, sonst gibts Dresche, aber ordentlich.“

Eben. Aber wie das so ist mit Idealen: weniger standhaft als ein Gummiseil, die Dinger. Sollte ich das zur Voraussetzung machen, könnte ich in Berlin nicht mehr einkaufen gehen. Wenn der König Kunde sein sollte, dann werden in Berlin nur die Nachfahren Robespierres und Saint Justs auf die Registrierkassen losgelassen.
Was, wie ich vor kurzem gemerkt habe, auch gar nicht so schlecht ist. Im Kaufland müssen die Kassierer inzwischen, bevor sie dem Kunden den Kassenbong überreichen, jetzt nachfragen:

Hat Ihnen der Einkauf gefallen? War alles zu Ihrer Zufriedenheit?“

Tja, was sagt man dazu. Ich fand es äußerst erfrischend, meine lieben Freunde, die Dosenerbsen, mal wieder zu besuchen? Stellen Sie sich vor, ich hab in keiner Zeit und ganz alleine das Bratfett gefunden, obwohl Sie das umgestellt haben? Besonders erfrischend finde ich die aus dem Gleis geratenen Gesichter der älteren Herrschaften, die sich von ihrem selbstgesammelten Flaschenpfand gerade drei Sternburger und ne kleine Flasche Korn kaufen, auf die Frage: „Und? War er gut, der Einkauf?“

Klar war er gut. Mir scheint jedesmal, wenn ich zum Kaufland rausgehe, die Sonne aus dem Arsch und versengt mir die Haxenbehaarung. Ich möchte Ihnen auch auf der Stelle das Händchen küssen, so sehr jauchzt und jubiliert es in mir. Jedesmal, wenn ich hier rauskomme, hat meine innere Uhr auf Sommerzeit umgestellt.

Bloß die Dame, die heute an Kasse acht saß, bei der is alles anders. Da verziehen sich jedesmal die Mundwinkel unter dem Oberlippenbart, wenn mal wieder einer die Flaschen nicht ordentlich aufs Band gelegt hat. Dann ruckelt sie immer besonders heftig mit dem Pedal, bis die Flasche schon nah am Umkippen ist. Und dann: schreit sie.

Wie häufig soll ich das denn noch sagen: Flaschen aufs Band legen! Nein, nicht so, so rollen die ja immer nach hinten weg. Pa-ra-llel zur Kasse! Pa-ra-llel!

Anarchie! Super, sowas. Tourette-Syndromatikerinnen an die Kaufhaus-Kassen! Fäkalsprache beim Fischkauf! Scheiße nochmal!

Schade bloß, dass bei ihr die Schlange immer am längsten ist. Aber das Warten lohnt sich.

43 Kommentare

  1. 01
    erlehmann

    blau auf grau: blogger haben geld.
    oder hat sich da jemand vertippt ?

  2. 02

    Du Shopping Masochist!! :)

  3. 03
    Totoro

    Fleischtheke im Edeka, Duisburg Neudorf neulich kurz vor Ladenschluss. Die Bedienung räumt schon ein, erblickt dann aber doch noch den Kunden (mich): „Ach, leck mich doch am Arsch – ja, bitte?“

  4. 04
    caro

    Ich muss sagen: Seit ich drei Jahre lang an einer Supermarktkasse nebenjobben musste, sehe ich das alles ganz anders.
    Das Leben als Kassierer ist nämlich unglaublich beschissen. Und klar, da hat jemand statt 2060-enter eben 202060-enter eingetippt. Passiert schon mal ;)

  5. 05

    für 10 Euro Bananen? bist wohl auch nen Ossi?

  6. 06

    Das Bild ist nicht von Fred. Steht auch drunter. Und wenn man sich das Original-Foto ansieht, sieht man, dass dort drüber noch andere Posten waren.

  7. 07
    Bernd

    Entschukdigen Sie bitte – sind das deutsche Kartoffeln?

    Nee, wieso? Wolln Se mit den Dingern quatschen oder wolln Se die kochen?

  8. 08
    MakeAMillYen

    Was ist das denn fuer ein geiler Supermarkt, wo man beim Zahlen ne Kassenbong gereicht bekommt?

  9. 09
    Stiev

    Ich dachte auch immer Kassenbong gibt’s nur im Headshop :)

  10. 10

    Am besten finde ich immernoch:
    „Sammeln sie Herzchen?“

    Bei Tengelmann…

    Aus Motorcity
    Mario

  11. 11
    Malte

    besonders freundlich geht es bei häagen-dasz zu. mir ist das suspekt. ich vermute gehirnwäsche. ich bevorzuge die gewerkschaftlich organisierte unfreundlichkeit. natürlich: oft brachte ich meine einkäufe unter tränen heim. aber meistens hatte ich es auch verdient.

  12. 12
    jochen

    als ich das erste mal im kaufland gefragt wurde ob ich zufrieden gewesen bin mit dem einkauf und alles bekommen haette, da habe ich wohl geguckt wie jemand der von ausserirdischen nach dem weg gefragt wird.
    man gewoehnt sich daran.
    aber noch nie habe ich gewagt etwas anderes zu antworten als: ja danke, alles bekommen.
    „guten tag“ und „danke“, dass sind die zwei phrasen die ich an der kasse benutze. es muss schnell gehen. hinter mir wollen auch leute in den feierabend. ich kenn den kassierer/die kassiererin nicht, ich will nicht wissen wie es ihnen geht, sie wollen nicht wissen wie es mir geht und eigentlich ist es ihnen auch total egal wie mir den einkauf gefallen hat.
    wenn ich wirklich etwas nicht finden konnte in den endlosen regalreihen dann habe ich mir schon vorher einen angestellten geschnappt und gefragt, da kommt die nachfrage an der kasse etwas spaet.
    und ich glaube kaum dass sich nach der kassenschicht alle angestellten nochmal zusammen setzen und auswerten welche produkte die kaeufer nicht finden konnte und ob man diese vielleicht ins programm nehmen sollte.

    ganz anders meine frau. sie kommt aus einer eher kleinen stadt. sie freut sich immer ueber besonders nette angestellte und aergert sich bei jedem der sie unfreundlich bedient (also bei fast jedem in berlin).

  13. 13

    Nur mal zur Aufklärung: Wenigstens hier in Münster werden die Bänder nicht und nirgens mit Pedalen gesteuert, das geht ganz vollautomatisch mit Lichtschranken. Guck mal genau hin. Wenn die Frau das aber tatsächlich mit ’nem Pedal macht, ja, dann kann ich verstehen, dass sie schlechte Laune kriegt.

    Mein Lieblingssatz ist: „Jedesmal, wenn ich hier rauskomme, hat meine innere Uhr auf Sommerzeit umgestellt.“ Den werd ich mir merken.

  14. 14

    Dazu fällt mir doch ein Comic von (C) TOM ein,, wo eine Frau kurz vor Feierabend noch an der Wursttheke was kaufen will:
    „Die Wurst bitte in Scheiben“
    „Die Maschine ist schon sauber“
    „Das will ich ja wohl auch hoffen“
    Dazu eines der herrlichen Gesichter, das er seit vielen Jahren so gut hinkriegt.

    Ansonsten gibt es natürlich von der Frage nach der Zufriedenheit noch andere Varianten:
    „Sammeln sind Punkte?“ (Karstadt)
    „Wie lautet Ihre Postleitzahl?“ (Media-Markt)
    Und NEU, NEU, NEU: „Wie beurteilen Sie die Qualität Ihres Einkaufs mit einer Schulnote von 1 bis 6?“ (Real-Markt)

    Einfach nicht ignorieren…

  15. 15

    Bei Kaufland habe ich mal auf diese Frage hin ein längeres Gespräch dazu angefangen, dass ich nicht den von mir gewünschten Abflussfusselfänger bekommen habe, sondern nur ein qualitativ schlechteres Produkt. Die anderen Kunden in der Kasse beteiligten sich eifrig an der Diskussion.

  16. 16

    Es heißt Kassenbon, ’ne Bong ist was anderes.
    *klugscheiß*

  17. 17
    Liz

    Ich hab mich im Kaufland schon gelegentlich gefragt, was wohl passieren würde, wenn man sagt „Nee, ich hab die Mülltüten nicht gefunden“, oder „Es gab keine Bananen mehr“ – vor allem, wenn die Schlange hinter mir so richtig schön lang ist. Rast dann sofort jemand los, oder nimmt mich an der Hand, oder was? Rundumleuchte und Alarm? Wäre vielleicht einen Versuch wert…
    Auch schön und irgendwie passend zur „Fließbandfreundlichkeit“ fand ich die junge Kassiererin, die sich für das alles eigentlich zu fein war und sich lautstark bei ihrem Kollegen im Nachbarkassenknast über den stinkenden Kunden aufregte, den sie gerade bedient hatte.
    Ansonsten gehöre ich wohl eher zu der Kategorie der Frau von Nr. 12 und finde es persönlich eigentlich ganz angenehm, an der Kasse nett behandelt zu werden.
    Liz

  18. 18

    @ Liz: Wenn man bei unserem K**fl*nd sagt, daß einem dies und das gefehlt hat, dann notiert sich die Kassierin das oder bittet kurz zu warten, damit „žein Kollege nochmal nachsehen kann“. Und das in ehrlich freundlichem Ton. Wenn gar nichts geht, wird man an die Info verwiesen, wo es ab und zu, auch wenn man zu lange warten mußte, Gutscheine über 2,50€ gibt. Ich glaube denen also wirklich, daß die Frage ebenso ernst gemeint ist, wie der Wille, den Kunden zufriedenzustellen. Zumal immer soviele Kassen geöffnet sind, daß selten mehr als 5-8 Leute an einer Kasse hinter einem stehen.

  19. 19
    Bernd

    @ Jochen: ich will auch nicht ein tiefgruendiges Gespraech mit jeder Kassiererin fuehren und mich vielleicht auch nicht mit jedem Supermarktmitarbeiter mehr anfreunden, als noetig. Aber ein freundlicher Umgangston schadet ja nicht. Normalerweise bin ich zu fremden Menschen nicht unfreundlich und erwarte das gleiche auch von allen anderen. Wenn man nicht freundlich sein kann, soll man sich eben einen Job suchen, bei dem man mit anderen Menschen nichts zu tun hat. Im Winter Streusand verteilen zum Beispiel. Oder als Visagist beim Bestatter.
    Deine Frau kommt vielleicht aus einer Stadt mit unter 10 Millionen Einwohnern, aber auch in grossen Stadten kann und sollte man nett zueinander sein. Versuch es mal. Du wirst merken, dass das Spass machen kann. Ist zwar irre oberflaechlich, aber ich bin lieber oberflaechlich nett, als ganz offensichtlich ein unfreundliches Arschloch. :-)

  20. 20
    Bernd

    Nachtrag:
    Man sollte natuerlich nicht nur zu fremden Menschen, sondern zu allen Menschen nett sein.

  21. 21
    Bernd

    noch ein Nachtrag:

    meistens jedenfalls

  22. 22
    sunny

    die verkäuferin im edeka hatte sich gestern lautstark auf ihren feierabend gefreut da musste ich sie anlächeln, weil sie das so sympathisch und charmant gesagt hatte.

    ps: könnte sich dieser ca. 1,90 bis 2,00 meter große mann mit den tollen blauen augen bei spreeblick melden? aber nur wenn er nicht liiert ist! ;)

  23. 23
    Frédéric

    @ MakeAMillYen/Sombra: Kassen“bon“ heißt das glaub ich nur noch im Ruhrgebiet und in Reinickendorf. Im ganzen Rest schon eher Bong. Was übrigens auch erklärt, warum ich vom Einkaufen immer so fertig bin.

    @ Jörg Friedrich: Wo ist denn die Lichtschranke? Macht die Kassiererin das, oder ist die in der Fließband-Leiste eingebaut? Weil, die ruckelt nämlich tatsächlich absichtlich.

    Ansonsten finde ich, man gewöhnt sich an die schnoddrige Art. Is ja auch nicht persönlich gemeint. Das ist zwar bisweilen ganz schön anstrengend, aber hübsch christlich, finde ich:
    „Im Angstschweiß Deines Angesichts sollst Du Dein Brot kaufen, Du fauler Hund.“ Oder so.

    Außerdem würde ich weniger gern nach Frankreich fahren, wenn die Deutschen plötzlich freundlich würden. Das Rheinland ist mir allein schon deswegen suspekt: Die sind so nett da. Beängstigend.

  24. 24
    AndreasP

    Dass gerade bei Kaufland die Frage nach der Kundenzufriedenheit die reinste Heuchelei ist, sieht man daran, dass man auch nach der x-ten Antwort, dass die Regale viel zu hoch sind und kein Mensch da ist, der einem beim Einkaufen der hochgelegenen Waren hilft, nur Achselzucken erntet und sich selbstverständlich überhaupt nichts an dieser Situation ändert.

  25. 25
    jochen

    @ bernd: unfreundlich bin ich auch nicht [und ich hoffe nicht dass du mich im ernst fuer ein unfreundliches … haeltst, das waere a) falsch und b) nicht in deinem ermessen das zu beurteilen]. ich will auch nicht angemault werden wenn ich im laden etwas kaufe.
    fuer mein empfinden ist dieser verordnete dialog an der kasse ueberfluessig. ich fuehle mich kein bisschen freundlicher behandelt nur weil der mitarbeiter gezwungen wird nach meinem einkauf zu fragen. ein nettes laecheln wirkt dann doch ueberzeugender.

  26. 26
    Irreversibel

    Zitat: „Das Rheinland ist mir allein schon deswegen suspekt: Die sind so nett da. Beängstigend.“

    Dem kann ich aber nur aus ganzem Herzen widersprechen. Nach >20 Jahren im Rheinland empfinde ich die manchmal etwas herbe, aber dafür wenigstens ehrliche & unvoreingenommene (und i.d.R. nicht unfreundliche) Art des Verkaufspersonals in Berlin als Wohltat – im Vgl. zu der spießbürgerlichen „Freundlichkeit“ im Rheinland, die i.d.R. nur Leuten zuteil wird, die ins Raster katholischer Biedermänner passen.

  27. 27
  28. 28
    kizumu

    @Liz: Also ich arbeite im Discounter und sitz da auch (zur Zeit nicht mehr so häufig) an der Kasse und ganz ehrlich, wenn man da sitzt und möglichst noch vor dem Frühstück einmal das Kotzen kriegt, dann finde ich, hat man das Recht sich mal dazu zu äußern. Wir haben für solche Fälle ein Deo an den Kassen, da der leckere Geruch nämlich immer noch stehen bleibt, wenn der/diejenige weg ist.
    und zum Thema freundlichkeit kann ich nur sagen, wie es in den Wald hineinruft… Wenn man den ganzen Tag nur angemuffelt (wortwörtlich und im übertragenen Sinne) wird, dann freut man sich als Kassenknasti auch mal über ein Lächeln ;)

  29. 29

    irreversibel: wo warst du denn bitte schön im rheinland? leverkusen?

    ansonsten: i love my kaufland. ehrlich. warum sollte er mich dann nicht auch zurücklieben?

  30. 30

    also erstens
    die leute machen das nicht zum spass, sondern weil das so vergeschrieben ist. es werden test-käufer losgeschickt, die das prüfen.

    zweitens. auch die frage nach der nummer des einkaufswagens ist nicht einfach so aus spass, sondern wird vorgeschrieben. zweitens_1, sie bekommen ärger, wenn leute ohne wagen einkaufen, denn man unterstellt denen „faulheit und verarschung“, soviel ware kann doch kein mensch in den händen tragen.

    drittens. ich erlebe täglich, wie die leute sagen „nein, war ich nicht zufrieden“ nun, was tut dann so eine kassiererin? hat das mal jemand recherchiert oder ist das einfach nur so ein frust-post?

    viertens. lasst die armen socken ihren job machen, das machen die auch nicht aus spass, sondern weil sie die kohle brauchen, auch wenns 1120 brutto sind, ausserdem muss nun mal jemand den „traumjob“ machen. mir gehen diese fragen auch auf den sack, aber was solls. dann geht doch woanders einkaufen.

  31. 31
    Frédéric

    @ neuro: schlecht geschlafen?

  32. 32

    nein, wieso denn das,Frédéric ? was ist das für ne sachliche frage?

    hast du schon mal einer kauflandkassiererin gesagt, was dir stört?
    alle motzen darüber, aber keiner hat bock und lust mal nachzufragen oder darüber zu reden. schlimmer, keiner traut sich zu sagen, was denn so alles stört. deswegen hab ich nachgefragt und die antworten auf meine fragen erhalten und deswegen halte ich jetz meine klappe und lass die armen socken in ruhe.

  33. 33

    ps. als ich mal geantwortet habe: nein, ist nicht alles ok. der leckere tintenfisch, den sie immer dienstag liefern ist immer sofort ausverkauft und wenn ich abends vorbei gehe, ist es immer ausverkauft! dann bin ich mal zu einem fischabteilungs-menschen weitergeleitet worden, der mich höfflich angehört hat, worauf er sagte “ okeh, gut dass sie es sagen“ worauf dann der tintenfisch in grösseren mengen bestellt worden ist, worauf ich dann endlich keine probleme mit dem fisch-kaufen hatte, worauf ich dann aber etwas übertrieben habe mit dem tintenfisch-essen, und den nicht mehr gekauft habe, worauf ich seit dem den fischabteilungsfachman meid aber das ist ne andere geschichte.

    einmal hab ich mich beschwert dass der kaktus- eis immer so schnell ausverkauft ist. und zack! hatte ich seit dem keine probleme mehr mit dem kaktus-eis ( es ist die einzige sorte von eis, die ich mag)

  34. 34
    sunny

    neuro! genial. das nenne ich tintenfischproblematik! :-)

  35. 35
    Frédéric

    Ja, aber das mach ich auch, wenn ich nicht gefragt werde, ob der Einkauf gut war. Mir ist auch klar, dass die Leute dazu gezwungen werden, mich höflich nach meinem Befinden während des Einkaufs zu fragen. Und klar sind diejenigen die Vollidioten, die sie dazu zwingen. Und deswegen ist ein sich drüber lustig machen auch kein sich über die Supermarktkassierer lustig machen, sondern über die Pappnasen, die ein paar Ebenen drüber sitzen und die das alles („Zwischenmenschlichkeit beim Großeinkauf“ oder welcher Arbeitstitel das Ding auch hat) eigentlich gar nicht interessiert. Mir wird schaurig, wenn Leute, die knapp über 1000 Euro brutto verdienen, zum nett sein gezwungen werden.

  36. 36
    frank

    nächstes mal frage ich die maus an der kauflandkasse „und, zufrieden mit dem job, ordendlich bezahlt?“ wenn sie nein sagt, verlange ich den geschäftsführer und frage ob er sich nicht schämt. genau so unsinnig ist diese diskussion hier.

  37. 37

    vielleicht, wenn man sich öfters beschwert, zb dass einem die frage extrem stört oder auf den sack geht, werden sich sich was neues überlegen. ich habe mal gefragt, (so scheinheilig) , wieso sie diese wagennummer brauchen, da sagten sie mir „damit wir öfters aufstehen und nicht immer nur sitzen“, aber das hat dann nich die gefragte gesagt, sondern eine nachbarkassierrerin, wahrscheinlich die „vorarbeiterin“ um vorzubeugen dass sich keiner ausplappert.

    also wie sie sehen, ich beschäftige mich schon ein bißschen ernst mit dem thema. und ich beobachte weiter. das nächste mal( und das wird zufällig heute abend sein) will ich wissen, was passiert wenn ich sage: nein, die rot-gelbe plastiktüten ( die hatten mal so hell-blaue mit stilles-gemüse-leben motiv, aber die waren wahrscheinlich zu wenig corporate identity) finde ich sehr sehr sehr scheisse, was auch der wahrheit entspricht. ich habe mir sogar nur deswegen, so ein unsexy öko-jute-sack gekauft.

    @frank: schlecht geschlafen?

  38. 38
    PiPi

    Bin ich auch eingeladen das Wechselgeld anständig zu Vernichten?

    Treffpunkt: http://flickr.com/photos/cervus/1447407230/

  39. 39

    omg… ich krieg ein gefühl von „ich will nach hause“

  40. 40
    Pia

    also erstmal kann kein Kassierer bei Kaufland ein Pedal betätigen. Die Bänder laufen automatisch und stoppen nur per Lichtschranke, deswegen kann das mit der Kasse acht Kassierin nur zum Teil der Wahrheit entsprechen!

  41. 41
    Frédéric

    @ PiPi: Musst aber tragen helfen!
    @ Pia: Ich werd das nochmal nachrecherchieren. Ganz investigativ.

  42. 42
    Chris

    @Totoro: Ups, bin beim Googeln betreffs extrem unfreundlicher Menschen in Duisburg-Neudorf (auch „Nachbarn“ genannt) auf deinen Beitrag gestoßen. Selbst meiner Freundin (aus Dortmund) fällt auf, dass hier alle weggucken, um ja nicht grüßen zu müssen und wenn man jemanden freundlich anspricht, kriegen die bald einen Herzinfarkt …
    Vielleicht sollte man eine Bürgerinitiative gründen ;-) oder eine Selbsthilfegruppe oder einfach wegziehen, auf die westliche Rheinseite oder an den Niederrhein, dort sind die Leute prinzipiell netter und aufgeschlossener (vielleicht auch gebildeter). !

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