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Keine Schlagsahne zum Spieltag

Schon klar: Außer Wasser und Krieg hat die Fußballsprache kaum Themen gefunden, mit denen sie ihr Spiel irgendwie vergleichen kann. Trotzdem: Wenn sich die Sportschauredaktion lobenswerterweise um eine Erweiterung des Metaphernschatzes müht, sollte sie es vermeiden, komplett ins boulevardeske hinabzugleiten. Heute zu Gast bei den schiefen Sprachbilern: Gala-TV galore.

Zum ersten Mal fiel mir das diesen Samstag auf, als die Leverkusener in die „Problemzonen“ der Duisburger hineinstießen. Dabei saß Ailton zu dem Zeitpunkt noch auf der Bank, wie ich verwundert festgestellt habe. Oder die Stuttgarter, denen der Sportschau-Kommentar „Übergewicht“ attestierte (gemeint war: „Überlegenheit“). Ich empfehle dringend eine Kur in Cottbus, weil da ja bekanntlich nur „Schmalkost“ geboten wird.

Und unter diesen Gesichtspunkten wars natürlich moralisch nicht vertretbar, Essen zum Spieltag zu reichen. Man muss ja auch auf die Linie achten, die man ins Spiel bringen muss.

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