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I want to break free – Philippinische Knasttänzer

Im Cebu Provincial Detention and Rehabilitation Center auf den Philippinen, einem Gefängnis, das zwischenzeitlich kaum noch zu kontrollieren war, hat sich der Direktor etwas einfallen lassen. Gewaltige, wunderbare Choreographien.

direkt

Durch die internationale Blogosphäre gehen die Clips schon länger, ich habe sie gerade erst im Weltspiegel entdeckt. Möglicherweise schon bekannt, aber schade um jeden, der es noch nicht gesehen hat.

Alternative Titel:
Thriller in der Nähe von Manila
Free your Mind and the Rest will follow

8 Kommentare

  1. 01

    …und nachgetragen noch das Weltspiegel-Video.

  2. 02
    Jens Blond

    Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich so witzig ist, denn beim surfen auf Youtube bin ich auf folgendes Video gestossen:

    http://www.youtube.com/watch?v=kDTCKS4qXM8

    Es scheint so, als würde Byron Garcia sich seinen eigenen Sadomaso Knast aufgebaut haben.
    Kann natürlich auch sein, dass das alles nicht der Wahrheit entspricht…

  3. 03

    @James Bond
    Hier findest du die Hintergrund-Info und die Wahrheit hinter den Videos. Natürlich geht es wie beim Bund nur mit „Druck und EPA“…. ;)

    Anton

    http://www.westaflex-forum.de/2008/05/11/zuchthaus-tanz/

  4. 04
    Heitje

    @ Jens Blond

    An dem von Dir gezeigten Video stört mich einiges: Effekthascherei im Bildniveau und Bilder, die nicht aus diesem Gefängnis stammen. Garcia redet nie herum um die Zustände in den phillippinischen Knästen, besonders, was die Überbelegung betrifft. Gegen die er sich erfolgreich zur Wehr setzt.

    Wer die Videos und Geschichte verfolgt, stellt fest, dass sich z.B. das Äußere der Häftlinge sehr verändert hat. Damit sind nicht nur die gesponserten Turnschuhe gemeint. Anfangs war z. B. die Häftlingskleidung massiv zusammengewürfelt und erschien nicht sauber. Dem bösen sadistischen Garcia scheint es also nicht egal zu sein, wie sich seine Häftlinge fühlen, denn das Äußere bestimmt auch immer das Innere.

    Welche Ideen hast Du zu Arbeiten in Gefängnissen? Sauber, befriedigend, lustvoll, fördernd, gut bezahlt in hellen freundlichen Werstätten oder Büros? Und noch schlimmer dürfte es für Häftlinge sein, die täglich zu 24 Std. Nichtstun verurteilt sind.

    Bewegung ist unverzichtbar. Lieber stundenlang im Kreis laufen?

    Inzwischen guckt die halbe Welt nach Cebu. Das Gefängnis öffnet sich zunehmend. Zum Nachteil für die Gefangenen? Oder ist es ein Nachteil, wenn Gefangene im Knast erfahren, dass sie inzwischen über Youtube ein Millionenpublikum haben? Schadet es der Persönlichkeit, wenn Häftlinge, die von frühester Kindheit an beispielsweise als Straßenkinder oder Lustobjekte krimineller perverser Sextouristen zum Beispiel auch aus Deutschland bisher nur Gewalt, Ausgrenzung, Missachtung, Benachteiligung erfuhren, plötzlich sehen, dass sie auch etwas können, dass sie begeistern?

    Garcia ist vermutlich kein Engel und verfolgt seine eigenen Interessen und Profilierungssucht. Das ist das eine. „Strafen“ für die, die nicht mittanzen wollen – also ehrlich, da ist man aus Berichten aus diesem Lande wahrlich anderes gewohnt. Disziplinierungsmaßnahmen sind immer umstritten, im Zweifelsfalle aber auch eine Möglichkeit, Leute aus ihrer Lethargie oder Selbstaufgabe zu reißen.

    Als „Young Americans“ die Schüler der Rütli-Schule tanzen ließ, war das bestimmt auch nur ein Akt, sie zu „Affen“ zu machen? Ach nein – es wurde positiv gesehen und das auch von den Schülern? Das liegt wohl dann daran, dass das in Deutschland war.

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