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Schiller zitieren

4players.de — Ideologie & Kritik:

Die eigene Ideologie ist schnurzpiepegal, die Inszenierung ist alles! Es kommt bei der qualitativen Beurteilung eines Spiels nicht darauf an, was dargestellt wird, sondern wie etwas dargestellt wird.

[…] Die Frage für den Kritiker ist nicht, ob der Rollentausch mit den eigenen politischen oder ideologischen Grundsätzen vereinbar ist, sondern ob er gut inszeniert wird. Und genau deshalb bekommt ein Call of Duty 4 bei uns 91%.

Wünschen wir uns jetzt doch alle mal ein richtig packendes Spiel, bei dem wir u.a. mit der Wiimote den Hitlergruß möglichst zackig machen müssen, weil wir sonst nicht in der Story weiterkommen, weil wir tot sind; cineastisch-bombastisch und mit 5.1er-Sounduntermalung ins rechte Ohr geschossen, sodass die gebumpmappte HDR-Hirnmasse unserem virtuellen Nebenmann an die polygonale Backe klatscht.

Bullet Time, 2.400 Frames per second.

Schiller, WTF?!?

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PS: Die o.g. Kolumne ist relativ alt, ich weiß. Aber: Wie weit dürfen Spiele, dürfen Medien gehen, wer entscheidet das, wessen Maßstäbe sollen gelten, wie verhält man sich als jeweiliger Konsument, wenn man Grenzüberschreitungen wahrnimmt usw.?

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