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Jugendkriminalität

„Je besser die Bildungsintegration gelingt, von jungen Migranten hier, von jungen Türken, umso niedriger ist ihre Gewaltkriminalität.“

Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, dessen Studienergebnisse, ausländische Jugendliche seien doppelt so häufig kriminell wie deutsche Jugendliche, gerade im Dutzend zitiert werden, erläutert seine Resultate. Das und auch sonst einiges spannendes im hr2-Podcast vom 03.01: Hauptsache Härte! Vom hilflosen Umgang mit jugendlichen Gewalttätern. Ich sags der Einfachheit halber mal mit Frank: Lohnt sich.

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13 Kommentare

  1. 01
    michael

    Christian Pfeiffer, ich weiss auch nicht, aber der Mann ist mir suspekt.

  2. 02
    Sascha

    So sieht die Realität aus!
    Gut das es den hr gibt.

  3. 03
    PiPi

    Wenn ich spätabends in die S Bahn steige habe ich ein ungutes Gefühl.
    Nicht dass der Zug stundenlang -technisch bedingt- auf offener Strecke
    stehen bleibt. Vielmehr sorgt mich ein anderer Umstand, der so gar nix
    mit irgendwelchen Aussagen u. Statistiken von Akademikern zu tun hat.

    „Hoffentlich werde ich diesmal nicht wieder blöd angemacht“

  4. 04
    Frédéric Valin

    @michael: Nicht zu unrecht, mir auch. Aber diesmal wars hochinteressant.

  5. 05

    C. Pfeiffer ist ein Witz, seine eigenen Studien besonders. Er wird ja nicht mal von seinen Kollegen an seinem Institut ernst genommen. Ich selbst habe mal an seiner Stunde teilgenommen (mehr oder weniger durch die Schule erzwungen). Die gestellten Fragen waren dort so bescheuert, dass bestimmt 50% der Teilnehmer sich einen Spaß aus falschen Antworten gemacht haben. Zu dem die Bögen in der Klasse ausgefüllt wurden, wo der Nachbar dir drauf guckt.

    Sein gehaltener Vortrag beschränkte sich auf seine lahme Statistiken, auf ernsthafte Fragen ist er nicht eingegangen. Arrogantes Arschloch der Typ.

  6. 06
    Frédéric Valin

    Mir geht es nicht um Pfeiffer, sondern darum, was aus seinen Studien gemacht wird, und was er dazu zu sagen hat. Und gerade diesen Unterschied finde ich spannend.

  7. 07

    Das Problem ist wohl auch, dass nicht versucht wird herauszufinden ob es erhöhte Kriminalität unter …. gibt oder ob Computerspiele etc. damit zusammenhängen, sondern dass besonders Pfeiffer das schon als natürlich ansieht und nun nur noch Studien entsprechend veranlasst bzw. so interpretiert.

    Klar haben wir Probleme, aber das Pauschalisieren und die schwachsinnigen Reaktionen bewirkt eher weniger, dass man etwas tun möchte. Ich habe eigentlich nicht vor einen Typen noch ernst zu nehmen, der mir erzählt, dass ich Amok laufe, weil ich ein PC-Spiel spiele und als Lösung für alles die Ganztagsschule sieht.

    An dem Interview kann ich allerdings in der Tat nichts negatives finden.

    Wie auch immer. Was ich eigentlich für gefährlich halte ist dieses Wort „Ausländer“. Wenn irgendwas passiert sind meistens laut Medien „Ausländer“ beteiligt. Aber ist das noch relevant, wenn diese seit 30 Jahren hier Leben, hier geboren sind und auch deutsche Staatsbürger sind, von Bedeutung? Sollte es eigentlich nicht sein. Für mich sind das Deutsche. Menschen mit Migrationshintergrund und viele von denen sehen sich auch als Deutsche.
    Aber bei so vielen Problemen mit „Ausländern“ entstehen bei einigen Menschen schnell ausländerfeindliche Denkweisen, dir mir schon sorgen bereiten.
    Meine Großeltern z.B.: Halten nichts von der Zeitung mit den großen Buchstaben, gucken aber regelmäßig ARD und ZDF. Natürlich im Glauben, dass alles gesagte uneingeschränkt stimmt. Genau wie sie glauben, dass alles in der lokalen Tageszeitung stimmt. Auch wenn die nur „nach unseren Informationen“, „laut Bild-Zeitung“ als Nachweis hat. So, was passiert nun? Sie sehen die Bericht über „Killerspiele“. Hören dauernd von Ausländern, die mal wieder was verbrochen haben. Überhaupt, hat man schon mal was gutes von denen gehört? Das alles wird nicht hinterfragt und gegen andere Meinungen sind sie auch automatisch immunisiert.
    Was folgt ist Freude über eine Diskothek, die keine Ausländer rein lässt. Oder Fragen wie „Hast du auch Türken in deiner Klasse (Kurs etc.)?“

    Wie weit ist die Einstellung dann noch von der NPD entfernt?

  8. 08
    Kalle

    Ich möchte ungern widersprechen, aber es ist leider nicht von der Hand zu weisen, dass in den Großstädten wie Berlin, die Kriminalität unter Jugendlichen mit „Migrationshintergrund“ weiter verbreitet ist als bei den „deutschen“ Jugendlichen! Viele der sog. Ausländer stacheln sich (ich sprech da aus eigener Erfahrung) gegenseitig häufiger und mehr dazu an, irgendeine Straftat zu begehen!
    Die Ursache dafür ist meiner Ansicht nach schon, dass es vielen egal ist, weil die Konsequenzen beim „Erwischtwerden“ nicht allzu schlimm sind.
    Da sollte man auf jeden Fall etwas an der Bestrafung ändern!
    Andererseits tun viele Jugendliche so etwas, weil sie für sich sowieso keine Zukunft (durch mangelnde Ausbildung/Arbeitsmotivation) sehen.
    Leider ist es mittlerweile auch noch „cool“ geworden selbstgemachte Videos von Straftaten jeder Art zu machen und ins Netz zu setzen…
    Was man dagegen machen kann, weiß ich leider auch nicht. Ich befürchte aber, dass es dafür keine konstruktive Lösung gibt.

    Ich bin es leid, dass jedes Mal, wenn von Ausländern die Rede ist, gleich von NPD und der deutschen Vergangenheit geredet wird, obwohl dies nichts damit zu tun hat. Man will wohl damit Rechtsextremismus im Keim ersticken, aber ich glaube, dass er durch solche Diskursionskiller erst gefördert wird!

  9. 09
    Frédéric Valin

    @Kalle: Nichts anderes sagt Pfeiffer, nur dass er das Distinktionsmerkmal „Ausländer“ weglässt, weil das recht wenig mit der Debatte zu tun hat, sondern mit dem sozialen Hintergrund. Und nichts anderes sagt seiner Aussage nach seine Studie.

  10. 10
    Suzanna

    Nö.

    Zur Bildungsintegration gehören auch Bildungswillen und Leistungswillen. Wenn bspw. über 70% der Türkischstämmigen in Deutschland über keine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung verfügen, dann kann nicht nur die böse Gesellschaft dafür verantwortlich sein!

  11. 11
    michael

    Wer dann? Natürlich ist an individuellen Versagen nicht immer die Gesellschaft schuld. Einen Einzelfall also sofort und immer als ein Versagen der Gesellschaft darzustellen ist sicher falsch. Sieht man in einer Statistik aber irgenjemand häufiger als alle anderen so liegt nahe, dass Gesellschaft doch in irgendeiner Form verantwortlich ist. Als Lösung für hohe Arbeitslosigkeit bei den Ostdeutschen wird auch nur von den seltsamsten Politikern mehr Leistungswillen bei der Ostdeutschen Bevölkerung (und nur der!) eingefordern. (Uh, ich seh schon, das ist bestimmt ein schlechtes Beispiel, da es da sicher mehr gibt als ich dachte.)

    Ich wüsste auch nicht was Türken jetzt abgesehen von der Gesellschaft in der sie leben besonders anfällig dafür machen würde aus dem deutschen Schulsystem herauszufallen. Erziehung? (Ist die nicht auch teilweise Sache der Gesellschaft?) Kultur? (Ebenso wie das?) Gene etwa?!

    Na klar, in einer Gesellschaft kann man Leistungswillen steigern. Vielleicht sogar auch (wobei ich das bezweifle) indem man denselben einfordert. Es kann natürlich auch zu wenig davon vorhanden sein. Nur weigere ich mich zu Glauben das Türken für so ein Defizit besonders anfällig wären.

  12. 12
    schweden

    schweden ist kriminelll

    pfffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff

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