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Kurze Geschichte der Globalisierung

200000 v. Chr.
Von Afrika aus erobern aufrecht gehende, weise Affenabkömmlinge den Erdball. Haare glätten sich, Augen werden blau oder mandelförmig und die Haut wird heller. Der Gang bleibt über die Jahrtausende nicht immer aufrecht und die Weisheit schwankt ebenfalls. Gott schnarcht.

3000 v. Chr.
Menschen bauen Gebäude in Pyramidenform. Das Leben ist hart, aber der Tod hat einen gewissen Glamour.

336 v. Chr.
Alexander der Große heiratet sein Pferd Bukephalos. Die Hochzeitsreise führt nach einer großen Junggesellennacht bei Issos an die geplante Baustelle des Taj Mahals.

600 v. Chr. — 500 n. Chr.
Römisches Reich. Im Mittelmeer stirbt eine Fischsorte aus (mindestens).

200 — 600
Europa wird Kommune 1: Es wird umgezogen, gestritten, gehauen und sich vermehrt. Die Franken mit den Goten, die Vandalen mit den Slaven, die Sachsen angeln sich die Pikten und so weiter.

1206 – 1227
Dschingis Khan besichtigt an die 300 Hauptstädte und bringt der Oma in der mongolischen Steppe viele Souvenirs mit.

1271
Erste Pauschalreise (Marco Polo).

1347 — 1353
Pestepidemien in ganz Europa. Der europäische Bakterienmarkt wird von vorderasiatischen Billigprodukten überschwemmt. Die Nachfrage ist gewaltig, der Markt aber nach kurzer Zeit übersättigt. Binnen Dekadenfrist setzen sich einheimischen Bakterien (Antoniusfeuer, Ruhr, Fleckfieber) wieder durch.

1492
Die Welt wird europäisch, nur weiß sie es noch nicht. Export europäischer Kulturerrungenschaften (Pferd, Feuerwaffen, Pockenepidemien).

1526
Erste Sklavenlieferung nach Kuba. Erhellende Erkenntnisse zum Thema „Vollbeschäftigung bei Mindestlohn“ in den Staaten..

1756 — 1763
Frankreich beschließt nach eingehender Beratung mit den Abgeordneten der Agrargemeinschaft, dem Kriegsministerium kein Schlachtfeld für ein geplantes tête-à-tête mit der englischen Infanterie zu stellen. Terrainoutsourcing nach Nordamerika.

1805
Beginn der Eisenbahn-Ära. In Deutschland traditionell verspätet.

1810
Erster Flugzeugbau (Albrecht Ludwig Berblinger). Erster Flugzeugabsturz (Albrecht Ludwig Berblinger).

1839-1842
Opiumkrieg Großbritanniens gegen China. Wer hier einen Schlag gegen das internationale Verbrechen vermutet, irrt. Großbritannien erzwang während der Auseinandersetzung die Öffnung des chinesischen Marktes für englisch-pakistanisches Opium.

1847
Die erste Telegrafenverbindung zwischen Bremen und Bremerhaven kann in Betrieb genommen werden. Von nun an kann Bremen über Bremerhaven all das erfahren, was es sich zu erfahren nie gewünscht hat.

1880
Kolonialisierung Afrikas. Europa exportiert die Eisenbahn und moderne Feuerwaffen. Was man halt so „Zivilisation“ nennt.

1884
Einführung der Greenwich-Zeit.

1914 — 1918
Männergruppen aus Amerika, Afrika und Europa besichtigen Flanderns flache Flächen. Erste Erkenntnisse über die verheerenden Auswirkungen des Massentourismus“™.

1931
Beginn des zweiten Weltkrieges. Besetzung der Mandschurei durch Japan.

1939 – 1945
Europa ist den Asiaten wie immer ein wenig hinterher.

1953 — 1989
Armdrücken des Ost- und Westblockes in aller Herren Länder. Unschöne Kollateralschäden, außer im Westblock.

1990 –
Beginn der Internet-Ära. Weiße Männer sitzen nachts am Rechner, um schwarzen Männern beim Ficken mit Asiatinnen zuzusehen. Etablierung des Wortes „žGlobalisierung“.

Für Ergänzungen sind wir mindestens dankbar: Wenn genug zusammenkommen, machen wir ein Buch draus, lassen es auf Überständer-Papier drucken (mit bleihaltiger Farbe, na klar) und von indischen Straßenkindern handbinden. Limitierte Sondereditionen in Kalb-, Känguruh- und Pandaledereinbänden geplant.

81 Kommentare

  1. 01

    2000

    Die Welt geht unter. Na ja, fast. Aber durch heroische Anstrengungen der gesamten Menschheit wird der toedliche „Millennium-Bug“ besiegt.

  2. 02

    Warum gibt es keine Sonderausgabe in Koalafell eingeschlagen? Riecht dann schön nach Eukalyptus wenn man das Buch durchblättert…

  3. 03
    Frédéric Valin

    @Chajm: Is notiert. Ich sprech mal mit dem Kleintierjäger.

  4. 04

    @Frédéric Valin: Zur Not können kann man die Felle ja noch zuvor von einem Kürschner in Bangladesch verarbeiten lassen.

  5. 05
    Patrick

    1618 – 1648: Das Erntedankfest muss in diesen Jahren ausfallen, da es nix mehr zu ernten gibt.

    Bei der Abstimmung über den sonntäglichen Kirchgang entwickeln Franzosen, Polen, Tchechen, Schweden, Österreicher, Spanier, Niederländer und Bayern sowie weitere Völkchen deutscher Nation großen Appetit auf die heimischen Agragerzeugnisse.

    Außerdem entspannt sich die Lage am immobilienmarkt durch einen hohen Wohnungsleerstand.

  6. 06

    fantastische aufzählung!

    februar 2008/neobloggozäikum:
    eine berlinerin liest spreeblick in ihrer mittagspause und lacht laut über die flockige aufzählung der größten narreteien der menschheit.
    sie trinkt dabei globalisierungskritischen bioladenkaffee aus transfair anbau – im becher von starbucks – und wenn nicht in an ihren lippen hängend, dann stehend auf einer tischdecke, die aus orientalischen kinderhänden gefertigt wurde. die blutspuren hat sie dank asiatischem feinwaschmittel beseitigen können.

    nach einem kurzen ausflug in muttersprachliche gefilde zieht sie sich nun zurück um ihrer mission zu folgen, dem babylongestammel auf diesem planeten ein ende zu setzten, in dem sie sich weiterhin ausgiebig mit der welteinheitssprache beschäftigt.

    und damit spielt sie nicht auf box-training an …

    ;)

  7. 07
    erlehmann

    2008 – Блог комментаторы использования Google перевести свои замечания.

  8. 08
    Jan(TM)

    2007 Die neue Idiotae versündigt sich am gottgegebene Recht der Qualitätsjournalie auf die Deutungshoheit.

  9. 09

    Hehe, grandiose Zusammenfassung :)

  10. 10

    1804-1938: Deutsche Chemiker panschen krassen neuen Stoff. Von Morphin (Sertürner, 1804) über Yohimbin (Spiegel, 1847), Kokain (Niemann, 1859) und Ibogain (Dybowski/Landrin, 1901) bis Pervitin (Dobke/Keil, 1938) checken sie neue Drogen ab, die z.T. bis heute weltweit auf Parties im Einsatz sind. Damit provozieren sie die größte Drogenwelle seit der Kaffeeschwemme Mitte des 16. Jahrhunderts.

  11. 11
    Philipp

    Wie jetzt? Nicht mit einer Silbe Hitler erwähnt? :)

  12. 12
    bongokarl

    Großartig. Ich schmunzle ja so gern.

  13. 13
    Frédéric Valin

    @Philipp: Die Gefahr, in dieser Liste zu landen, war mir dann doch zu groß.

  14. 14

    Das ist weder ein Essay noch ein Feature noch eine Position.

  15. 15
    Frédéric Valin

    sondern?

  16. 16

    Dank für den köstlichen Geschichtsunterricht! Wie beim Pauken:

    „” 333 bei Issos Keilerei
    „” 336 bei Issos Sodomie per Sex

    Zur Ergänzung:

    „” 1789

    Der Vorläufer der späteren «Linken» entsteht; die RAF formiert sich. Der globale Untergang Europas ist damit programmiert; er wird gute 200 Jahre danach von wirtschaftsreligiösen Fundamentalisten als menschenfeindliche Aufklärung verdammt, die nichts anderem diene als der Konsumverweigerung und somit der weltweiten Arbeitsplatzvernichtung.

  17. 17

    @Frédéric Valin: Vielleicht der Versuch einer (nicht besonders informierten) Satire?

  18. 18
    die_aus_Hamburg

    „Sachsen angeln sich die Piken und so weiter.“

    Die Pikten, sie angelten sich die Pikten!

    :-)

  19. 19

    ergänzung:

    Um 1450 entdecke Johannes Gutenberg den Vorläufer des Internet als Grundlage für die Klolektüre. Europa hinkt den Asiaten mal wieder hinterher.

  20. 20
    Head

    Ey wir Menschen sind doch sowas von bekloppt, oder?

  21. 21
    Frédéric Valin

    @Max: Hm, Satire. Aber worauf?

    @die_aus_Hamburg: Ohá. Danke.

  22. 22
    tilly

    peinlich. was soll das? warum treten die schreiber bei spreeblick immer mit so einer großkotz-attitüde auf: wir erlären euch die welt, gerne auch mit besonders „lustigem“ wimpernschlag und wenn’s falsch ist, hey, alles nur ironie oder gar „satire“. echt, ey, neben valin ist nur noch malte so krass peinlich.

  23. 23
    onkelchen

    1999: im kosovo, einer tristen bergregion des vormals blockfreien JUGOSLAWIEN, sind sich uçk (ALBANIEN) und armee (SERBIEN) uneins. die bundeswehr (DEUTSCHLAND) darf mal wieder raus, und macht erstmal in BULGARIEN ein wohngebiet kaputt. das ist hundert kilometer weg. die USA zertrümmern die CHINESISCHE botschaft. das findet ein mann aus GHANA gar nicht gut. am ende weiß NIEMAND, ob das jetzt so statthaft war.

  24. 24

    @Frédéric Valin: Das habe ich mich dann auch gefragt. Am ehesten wohl eine Satire auf die Globalisierung, was? Bei einer guten Satire sollte offensichtlich sein, was persifliert wird. Na ja, sei’s drum.

  25. 25

    tilly hat kein leben. weitersagen.

  26. 26
    werther

    @imani: Auch in in der Diziplin Amoklauf haben die Asiaten aufgeholt: Virginia Tech in Blacksburg

  27. 27
    Max2

    Der Tag an dem ich aufhörte Spreeblick zu lesen.
    So etwas selten Unreflektiertes gab’s selten hier – nur weil man es in „Positionen“ packt, heißt es doch nicht, dass man sich Texte über Geschichte frei erdenken darf. – und die Welt wird noch ein bißchen mehr wikipedia.

  28. 28
    knecht

    @ tilly und Max
    Ihr seid süß, Ihr kommt in die Bowle!?

  29. 29
    einLeser

    Ich musste schmunzeln. Danke!

  30. 30

    Wirklich ausbaufähig. Sogar sehr, sehr ausbaufähig…!

    Z.B.:

    4265 v.Chr. – Taubenzüchter im Nahen Osten beginnen SMS-Versand mittels Tauben. Europa? Oh, hier werden die Botschaften samt Boten verspeist.

  31. 31
    Manuel

    „Weiße Männer sitzen nachts am Rechner, um schwarzen Männern beim Ficken mit Asiatinnen zuzusehen“

    *lol* made my day.

    Und an die „ohmygodhowdoyoudarto…“-Fraktion. Ich weiss jetzt mal wieder, warum die Journalismus-Onkel (und Tanten, jaja!) immer ihren Studenten sagen: „Keine Ironie, niemals! Der Leser versteht das einfach nicht. Selbst wenn Glosse oben drüber steht.“

  32. 32

    @Malte Welding:
    Tilly hat aber ziemlich Recht mit seiner Kritik an eurer Attitüde. Ob Globalisierungserklärung oder das Kochen von Volksseelen: Das ist elitäre Hirnwichserei.

    @Manuel:
    Wenn Ironie zum Zynismus wird, ist sie armseliges, hündisches Beißen.

    Obwohl ich das gerade ganz lustig fand.

  33. 33
    werther

    Husch, alle ins Bett jetzt!

  34. 34
    Lena

    Hat hier irgendwer der Kritisierenden mal das Blog auch von seinen Anfangszeiten an gelesen (und in der Entwicklung verstanden) und seine Erwartungen durchdacht?

  35. 35

    @Lena: Das ist ein sehr netter Kommentar — allerdings kann man natürlich nicht erwarten, dass jeder Leser sämtliche Entwicklungen eines Blogs mitmacht oder verfolgt. Das sollte ja eigentlich auch nicht nötig sein.

    Die Diskussion darüber, was Spreeblick (oder ein anderes Blog) „darf“ und was nicht und was witzig oder gut oder blöd ist — die ist ja auch eine uralte.

    @werther: Genau. :)

  36. 36

    Ach ja, und dann wollte ich noch sagen:

    Wenn hier überhaupt einer arrogant ist, dann bin ich das.

  37. 37
    Lena

    @Johnny Haeusler: pfft nett :P Jeder Leser sollte vielleicht schauen, wo und vor allem was er kommentiert, oder?
    Antworten kann man immer, natürlich. Erwarten nichts. Aber die Kritik ist scheinbar tiefgehend bzw. trolllängerfristig. Woher kommen denn die Erwartungen? Eine Analyse wäre spannend. Was Spreeblick „darf“? Alles und nichts? ;)

  38. 38
    sunny

    pruuuuuuuuuuust. ich glaube, ich gehöre nicht mehr zur zielgruppe von spreeblick…

  39. 39

    Anmerkung zum ersten Punkt: Laut Untersuchungen des Genetikers Hans Eiberg gibt es blauäugige Menschen erst seit 6000 — 10.000 Jahren. Eine Mutation auf dem OCA2-Gen ist dafür verantwortlich „” dass dies evolutionär einen Vorteil verschafft ist bisher nicht belegt.

  40. 40

    Ich weiss gerade nicht, ob ich den Beitrag oder die Kommentare lustiger finden soll.
    Ergebnis nach kurzem unreflektiertem Überlegen:

    Beitrag: lustig
    Kommentare: auch lustig, aber eher im traurigen Sinn.

  41. 41

    Es fehlen mir die sozialen Erringenschaften der Marktwirtschaft. es ist der flexible Arbeitsmarkt, der den Mesnchen Erwerbsmöglichkeiten bringt (ok, in Deutschland ist der Arbeitsmarkt nicht flexibel, darum hat es Arbeitslose). es ist der Konsummarkt, der günstige und darum soziale Güter bringt (ok, bei den Lebensmittel ist das wegen der Bauern nicht so). Es gäbe noch weitere Beispiele, wie freier Handel nützt – wenn man genau hinschaut.

    Ich erlaube mir einen manuellen Trackback auf einen thematisch verwandten Artikel:

    Gewerkschaften: die Folgen für die Menschen

    Besten Dank.

  42. 42

    Holla, was ist denn hier los.
    (Schon schade, dass ich immer eher auf Kritik anspringe, als auf das viele positive Feedback. Keine Ahnung, woran das liegt, da gibts bestimmt noch ne Menge, was ich von Johnny lernen kann.)

    @tilly: Du kannst mich hier gerne beschimpfen und so, ganz nach Laune, aber inhaltlich sollte trotzdem ein Minimum dran sein, sonst hat das für mich keinen Mehrwert. Ich hab nie behauptet, das da oben sei Satire, und ich korrigiere Fehler, immer, und mit Verweis. Außerdem geb ich bei Kommentaren eine korrekte Mail-Adresse an.

    @Achmed Khammas: Ich würde sogar sagen: sehr, sehr, sehr ausbaufähig.

  43. 43
    tilly

    klar ist die debatte alt, aber wer des öfteren als vorzeigeblog gehypt wird und dazu auch selber nach kräften beiträgt, wer versucht, bloggen als geschäftsmodell zu etablieren usw usf, der muss sich auch gefallen lassen, dass beiträge in seinem blog nach anderen kriterien beurteilt werden als solche im badgirlsblog.com. sätze wie „das leben ist hart, aber tod hat einen gewissen glamour.“ sind halt noch nicht mal lustig sondern lesen sich wie der verzweifelte versuch, doch einmal titanic zu sein. valins andere texte haben vielleicht ein anderes anliegen, aber sein wissen reicht einfach nicht aus um über burma zu schreiben und globalisierung, deshalb werdens am ende immer gewollt witzige texte, damit man die inhaltlichen lücken nicht bemerkt. kein wort zu welding. das ist mir zu langweilig.

  44. 44
    Frédéric Valin

    Achso, ein Fundi. Ja dann. Dazu gibts eigentlich nur eine Antwort: Ich für meinen Teil bin gar kein Blogger, ich bin bloß jemand, der schreibt.

  45. 45
    fpk

    1847
    Ein Typ aus Trier mit Aversionen vor Rasiermessern schreibt ein erstes Manifest über die Schrecken der Globalisierung und das Paradies auf Erden, dass noch mehr als hundert Jahre später ansonsten aufgeweckten deutsch Bloggern (die keine Blogger sind) in ökonomischen Fragen das Hirn vernebelt und zu halblustigen Glossen inspiriert.

  46. 46

    @tilly: Ach je, wo fang ich denn da an?

    1) Wer was „hyped“ ist mir schnuppe. Wir hypen uns selbst seit Tag Eins und lassen uns trotzdem nicht vorschreiben, was wir zu tun und lassen haben, egal, ob wir mit SB Geld verdienen oder nicht. Die Verallgemeinerung deiner eigenen Einstellung ist alles, was mir missfällt. Wie du persönlich Artikel beurteilst ist deine Sache, wohl aber ohne Anspruch auf irgendeine Allgemeingültigkeit. Deine kurze Kommentarhistorie zeigt, dass du alles hier lächerlich und „peinlich“ oder halt langweilig findest, die Frage stellt sich also, warum du dann deine Zeit damit verschwendest.

    2) „das leben ist hart, aber tod hat einen gewissen glamour.“ halte ich im Kontext für einen großartigen Satz. So unterschiedlich können Texte also rezipiert werden, aber was macht dich daran so wütend? Dass jemand einen anderen Geschmack oder gar eine andere Meinung hat als du? Oder das SB Leser hat? Falls du es noch nicht weißt: Wir zwingen äußerst selten jemanden, uns zu lesen, die Meisten kommen freiwillig.

    3) Jemanden wiederholt vorzuwerfen, dass er „keine Ahnung“ habe, verliert an Wirkung, wenn man dabei nicht einmal eine einzige angebliche Falschaussage korrigieren kann.

    4) Entspann‘ dich. Wir haben dich auch lieb.

  47. 47

    @Frédéric:
    hey bleib cool. Wo ist das Problem? Johnny hat doch Recht. Bad news are good news. Also bad critics. Guckst du: http://www.wilsons-island.net/2007/11/28/wie-blogs-in-den-usa-kuenstlich-nach-oben-gepusht-werden/

  48. 48
    Bernd

    „das leben ist hart, aber tod hat einen gewissen glamour.“ ist der beste Satz, den ich seit langem gelesen habe!

    weiter so!

  49. 49

    @ Johnny Haeusler (46):

    Wer wurde denn gezwungen bisher?

  50. 50
    Frédéric Valin

    Meine Mutter.
    (Liebe Grüße, Mum!)

  51. 51

    … war laut putzplan nicht immer malte zuständig für´s polarisieren? und wieso sagt frédéric „mum“ statt „maman“? alles sehr seltsam.

  52. 52
    Maltefan

    @steffi: Ist doch irgendwie alles untrue hier …

  53. 53

    @Onkel Peppy: Die Autoren nebst Angehörigen bis zum dritten Grad „¦

  54. 54

    Erinnert mich an die Geschichte mit den zwei römischen Pferdeärschen, die für die Größe der Space-Shuttle-Booster verantwortlich sind.

  55. 55

    Die Vorstellung, dass die Geschichte der Menschheit langsam anfing und zum Schluss immer schneller ging, ist auch hier vorherrschend, meiner Meinung nach aber falsch.

  56. 56
    heidrun

    ich wiederum finde es recht wahrscheinlich, dass mehr menschen und mehr wissen auch mehr erfindungen, kriege, krankheiten etc. bedeuten.
    …oder?

  57. 57

    Ich hätte den Artikel gern in Stein gemeisselt an meiner Wand hängen :-)

    Obwohl Rigibs? …

    *lachend*

    Sebastian

    Blog: http://datenmischer.de
    Podcast: http://kabelwirtschaft.de

  58. 58

    Dschingis Kahn? Der liegt direkt bei MTV vor Anker, aber erst seit 2006 … der Typ da 800 Jahre früher hieß Khan ;)

  59. 59

    7 v. Christus
    Beim Treffen der Planeten Jupiter und Saturn wird ein Zimmermann gebroren in dessen Namen noch Jahrtausende später Menschen töten. Da Gott die wunderbare Vielfalt liebt werden Ungläubige auch von Anhängern anderer Religionen um die Ecke gebracht. Quasi als Ausgleich.

  60. 60
    fpk

    @heidrun
    und wieso sollte mehr Wissen Krankheiten verursachen?

    2008
    In der westlichen Welt grassiert die Apokalyspsis, eine hochansteckende geistige Verwirrung, die nicht zum Tod führt, jedoch zu einem ausgesprochenen Pessimissmus bei den Infizierten.

    Trotz weltweit steigenden Wohlstandes, zurückgehender Kindersterblichkeit und eines rasanten medizinischen Fortschritts, der im Dekadentakt vormalige Menscheitsschrecken zu unangenhemen Ärgernissen reduziert; trotz eines Rückgangs der Zahl der bewaffneten Konflikte weltweit und fantastischer neuer Möglichkeiten des weltweiten friedlichen Austauschs und Dialogs durch neue Kommunikationstechniken sehen Infizierte alles durch eine schwarze Brille, überall nur Krieg, Krankheit und Armut, ja die gesamte Welt am Rande des Untergangs.

    Heilung ist nicht in Sicht.

  61. 61

    @Max2: Max, mach dich locker. Ohne dass ich Spreeblick mit Monty Python vergleichen will – aber bei „Leben des Brian“ hast Du wahrscheinlich auch gelacht.

  62. 62
  63. 63

    Das ist so gut und lustig, dass ich es mir sogar ausgedruckt habe.

    hinzufügen möchte ich noch:

    2001: Ein bärtiger Mann aus einer Höhle trickst die grösste Supermacht der Welt aus und erfindet so eine ganz neue Achse. Die Maschinenbauer freuen sich.

    24. Julie 2006: Der Klimawandel ist da, ganz plötzlich, von einem Tag auf den anderen und ganz offiziell. Der Legende nach sollen kleine grüne Männchen das schon vorher kommen sehen haben, aber wie gesagt, das ist eben nur Legende…

  64. 64

    @jan: Aie. Ich würd das ja gerne Rechtschreibfehler nennen, aber irjendwie… Fußballinduziert fällt mir sonst noch ein. Danke.

  65. 65

    @heidrun: Mehr Menschen bedeuten vor allem mehr Koordinations- und Informationsaufwand. Die Lernfähigkeiten und kreativen Möglichkeiten des einzelnen bleiben gleich, die Übersichtlichkeit und Durchschaubarkeit nimmt ab, deshalb sinkt die Effizienz.

    Schau dir mal allein an, wieviele unterschiedliche Philosphie-Konzepte und -Bereiche in den paar Jahren, in denen Sokrates-Platon-Aristoteles gelebt haben, entwickelt wurden, und von wie wenig Menschen. Was die dann noch gleichzeitig an Ingeniersleistungen, Kunst, Kultur hervorgebracht haben, und nebenbei haben sie noch alle Herrschaftsformen von der Tyrannei bis zur Demokratie und zurück durchgespielt.

    Und nun sage nicht, das sei eine Ausnahme. Von den meisten Zeiten wissen wir es einfach nicht, weil es nicht dokumentiert ist, oder weil wir (siehe oben) diese Vielfalt gar nicht fassen können.

  66. 66
    Maltefan

    @Jörg Friedrich: Naja. Wissen, Innovation, Technologie, das baut doch aufeinander auf. Als das Rad erst mal erfunden war gab es auf einmal allerlei Möglichkeiten, es zu verwenden. Als der Verbrennungsmotor mal da war, konnte man damit Autos, Motorräder, Flugzeuge und Hubschrauber erfinden.

    Und natürlich bedeuten mehr Menschen auch, dass diese Entwicklungen schneller gehen — einfach weil sie tw. paralellisiert werden können. Während z.B. ein Minkowski noch eine lustige Metrik entwickelt, kann Einstein schon darüber nachdenken, was die Absolutheit der Lichtgeschwindigkeit eigentlich bedeutet.

    Von der ersten Kutsche bis zum Auto hat’s wie lange gedauert? Vom ersten Auto bis zum Space Shuttle hat’s wie lange gedauert?

    Vom Abakus bis zur Z1 hat’s wie lange gedauert? Vom ersten Transistor bis zum Pentium hat’s wie lange gedauert?

    Ich finde schon, dass sich die technische Entwicklung beschleunigt.

  67. 67
    Frédéric Valin

    @Jörg Friedrich: Ich würde dem jetzt gerne was hinzufügen, was unglaublich bescheuert klingt. Ich glaub, ich sags:
    Und außerdem, die Dichte der relevanten Ereignisse nimmt zur Gegenwart hin immer zu.
    (Das muss ich mal laut vorlesen. Au ja.)

  68. 68

    Daraus sollte man einen Film machen! Ein Film über das „Alles“.

    geiler Artikel.

  69. 69
    Götz

    Dass die Epidemien, die im Mittelalter “žschwarzer Tod“ genannt wurden, auch wirklich die Pest waren, ist nicht sicher.

  70. 70
    Lemmy

    …und Knut? Was ist mit Knut? Diese Frage hat doch wohl
    berechtigterweise erstmal Vorrang, oder?

  71. 71
    Ste

    laika, denkt einer auch mal an die sputnik-hündin laika?!

  72. 72
    JumP

    Und Schnappi? Das Verschweigen von Schnappi kann ich nur als beabsichtigten Cliffhanger einer Artikel-Trilogie deuten!

  73. 73

    @Maltefan: Wenn du die Folge Kutsche – Auto Space Shuttle betrachtest, nimmst du bereits die Sicht eines _bestimmten- Fortschrittsglaubens ein, du seitzt bereits voraus, was du erst beweisen willst. Aber das sei dir freigestellt.

    @Frédéric Valin: Wofür relevant? Für Dich? Bist du sicher? Glaubst du wirklich, dass die „Dichte der relevanten Ereignisse“ für Dich größer ist als die für irgendeinen heute unbekannten Intellektuellen aus Galileis oder Aristoteles‘ Zeiten?

  74. 74
    Frédéric Valin

    Für den heute unbekannten Intellektuellen war der Markttag zwei Tage vor dem beliebigen Zeitpunkt bestimmt von größerer Bedeutung als für mich heute. Und zwar egal, zu welcher Zeit.

  75. 75
    Maltefan

    @Jörg Friedrich: Vielleicht solltest Du lieber erstmal sagen, was Du für Wissen hältst. Die Aussage, dass sich die technische Entwicklung beschleunigt, setzt übrigens keinerlei Fortschrittsglauben voraus.

  76. 76
    Stefan

    sehr schöne liste, habe gut gelacht
    @johhny haeusler (46)
    gebe ich dir recht, was möchte tilly denn eigentlich?
    wer den Gedanken nicht angreifen kann, der greift eben den Denkenden an

  77. 77
    Felix

    Och der arme is vielleicht einfach eifersüchtig, weil er sich auf der sarkastisch-informativen Ebene nicht so gekonnt outen kann. Armes Ding für mich scheint das irgendwie etwas von Minderwertigkeitskomplexen zu haben, vor allem wenn man seine anderen Kommentare durchliest.
    Ein Rat, Kritik ist gut, als Kritiker muss man es auch nicht besser machen, das sollen die anderen. Aber wie schon gesagt, du kritisierst nicht den Gedanken sondern den Autor und das entspricht einfach nicht einer guten Kritik.
    Wenn du so ernst durchs Leben schreiten willst, ohne das jemand sich über das Leben lustig machen darf, dann meide diese Seite einfach.
    Ich konnte gut schmunzeln über diesen Bericht.
    Danke

  78. 78

    Ich finde die KURZE GESCHICHTE (einige glauben ja, es sei Satire^^) super. Sie behandelt pregnante zeitliche Epochen wundervoll überspitzt – wenn auch manchmal mit dem Brecheisen. Aber was solls, ich hab mich prächtig amüsiert!
    Und jeder, der versucht hier einen tieferen Sinn hineinzuinterpretieren, sollte sich lieber wieder seiner Brock’hausischen Gute-Nach-Lektüre widmen.

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