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Klickfest 01

Neu auf Spreeblick: die irre Wochen-Linkrückschau zum Blödklicken mit dem wahnsinnigsten Kram da draußen, zusammengefasst by yours truly, René.

Zunächst ein bisschen Musik zum Warmwerden:

Letzte Woche sind gleich drei Möglichkeiten im Netz hochgekocht worden, um eigene Mixe ins Netz zu stellen und diese zu publizieren. Einmal hätten wir da das schicke Mixwit, das die MP3-Suchmaschine Seeqpod nutzt, die erst im Januar von Warner verklagt wurde. Die Legalität dieses Angebots ist also eher fragwürdig. Genau wie bei Muxtape, das ähnlich funktioniert, nur ohne Flash-Kassette und Suchmaschine, dafür mit Uploader. Tatsächlich richtig legal und sensationell ist dagegen Laut.fm, mit dem man seine eigene Radiostation zusammenklicken kann. Das Beste daran: laut.fm zahlt die GEMA, mit seinem eigenen Netzradio steckt man den Autoren also hoffentlich ein paar Groschen zu. Toll! Das Ganze ist zwar noch in einer Closed Beta, ich hab‘ damit aber schonmal rumgespielt und diese Station auf die Beine gestellt.

Nochmal toll: Warner denkt als erstes Major-Label über eine Musik-Steuer nach, die man an die ISPs bezahlt. Meiner Meinung der einzige Weg, um dem ganzen Copyright-Schlamassel Herr zu werden. So würde man auf einen Schlag den bislang illegalen Distributionskanal P2P legalisieren und monetarisieren.

Warner Music Group has big plans to license its music to ISPs, as part of an overall industry plan the label hopes will materialize let people share unlimited music without infringing on content.
Essentially, you“™d pay a sort of „music tax“ through your ISP that would be divided among labels and artists depending on whose music was played or downloaded the most.

Lichtschwerter sind immer noch die coolste Sci-Fi-Waffe, ever, was jetzt zwar eine ziemlich komische Überleitung, mir aber auch vollkommen wurscht ist. Das instrumentale Pendant zu einem Lichtschwert wäre jedenfalls eine Gitarre mit Laser-Saiten und diese USB-Laser-Harfe zum An-den-Computer-anschließen ist da schonmal ein Schritt in die glorreiche Laser-Mucke-Zukunft. Apropos Gitarren: diese hier aus Konsolen sind sicherer Anwärter auf den Next-Gen-GuitarHero-Controler.

Und von wegen Selbermachen: Michel Gondrys DIY-Streich „žBe Kind Rewind“ hat alle möglichen Leute dazu animiert, DIY-Versionen von bekannten Filmen bei Youtube zu Posten. Die besten so far: Star Wars (war ja klar) und Jurassic Park. Die selbstgemacht Jedi- Und Dino-Action ist aber dann trotzdem ein Scheiß gegen die Tron-Version aus Pappe, die mich selbst nach dem fünften Mal anschauen mit offenem Mund zurücklässt:


(Dailymotion Direkttron, via)

Kommen wir zu Star Wars im echten Leben und einer Story, die garantiert wieder nur ich witzig finde: der Gründer der britischen Jedi Church wurde während eines Interviews von einem Mann angegriffen. Von einem Mann in Darth Vader-Kostüm. Mit einer Krücke. Hat was von Monty Python, was eine furchtbar billige Einleitung für den nächsten Absatz ist:

Hier haben wir nämlich noch dieses gar nicht mal so leichte Monty-Python-Quiz, bei dem die Frage nach der Heimat des toten Papageis noch die einfachste ist. Kommen wir nun zu etwas völlig anderem, bleiben aber in den 60s.

Ein bisschen Futurismus geht nämlich immer, vor allem wenn er, wie in diesem Fall, von 1968 stammt, das Jahr 2008 unter die Lupe nimmt und dabei ziemlich oft richtig liegt.

Computers also handle travel reservations, relay telephone messages, keep track of birthdays and anniversaries, compute taxes and even figure the monthly bills for electricity, water, telephone and other utilities. Not every family has its private computer. Many families reserve time on a city or regional computer to serve their needs. The machine tallies up its own services and submits a bill, just as it does with other utilities.

Solche Ferien gibt’s aber leider noch nicht:

A typical vacation in 2008 is to spend a week at an undersea resort, where your hotel room window looks out on a tropical underwater reef, a sunken ship or an ancient, excavated city. Available to guests are two- and three-person submarines in which you can cruise well-marked underwater trails.

Urlaub auf der Enterprise kann man leider noch nicht buchen. Immerhin: Captain Kirk, dessen Arbeitsplatz in schönen Risszeichnungen illustriert wurde, gibt’s mittlerweile auch zum Durchgehen und die Menschheit ist im Jahr 2008 schon so vernünftig, dass Kindern in Ninja-Verkleidungen kostenlos Bahnfahren dürfen. Darauf haben wir schließlich alle gewartet.

Worauf wir ja auch alle warten, ist eine Real-Verfilmung der Simpsons. Hier ist schonmal ein Vorschlag eines echten Simpsons-Castings mit Jeff Goldblum als Moe und William H. Macy als Ned Flanders. Das ist okay, wirklich creepy wird es aber jetzt: ein echter Homer Simpson, generiert per Photoshop mit original Tischtennisball-Augen. Und jetzt kommen wir zum blanken Horror: Johnny als Simpson? Meint zumindest Björn:

also, auf die gefahr hin, dass mir am mittwoch der eintritt in die kalkscheune verweigert wird, aber: ich würde johnny für die rolle casten und ihm ein kissen unters shirt stopfen.

Und wenn Johnny Björn am Mittwoch durch die Kalkscheune jagt, hat sich Letzterer besser mal mit diesem Interview mit einem Thrill-Designer fit gemacht. Brendan Walker war früher Jet-Designer (whoohoo!) und hat jetzt umgesattelt und gestaltet Achterbahnen und sowas (whoooooohoohoohooooo!). Ich als Webdesigner komme mir da nun irgendwie minderwertig vor. Aber nur ein bisschen und auch nur irgendwie.

Irgendwie irre war Salvador Dali ja auch. Der und Phillipe Halsman haben sich in den Vierzigern des letzten Jahrtausends (ich muss immer noch „žWhoa: 2000!“ denken, wenn ich sowas schreibe) gedacht: Hey, wir machen jetzt mal ein paar irre Fotos. Heraus kam dann das hier: Jumpman Dali und die bewundernden Frauen.

Bewundernswert ist übrigens aus Rick Astley, der über das/den/die Internet-Meme Rickrolling folgendes sagt:

„I think it“™s just one of those odd things where something gets picked up and people run with it,“ Astley said. „But that“™s what brilliant about the Internet.“

Würde ich auch sagen, wenn mein Musikvideo bei Youtube mittlerweile 5 Millionen Hits hat! Aber ich hab‘ sogar noch mehr Bewunderung. Und zwar für diesen Künstler, der die erste amtliche P2P-Kunst vorlegt. Er lädt ein Kunstwerk in die P2P-Netze, wartet, bis einer der Leecher das Teil vollständig auf der Platte hat und löscht danach alle Files, was bedeutet, dass das Kunstwerk nur verfügbar ist, solange es verteilt wird.
There is no original. Find ick jut.

11 Kommentare

  1. 01

    Was soll den an der „Laserharfe“, mit der man angeblich wie Jean Michel Jarre spielen kann, so interessant sein? Meines Wissens spielte JMJ gerne mal Theremin. Und dieses Instrument, das durch Bewegen der Hände in der Luft gespielt wird, wurde immerhin schon 1919 erfunden.

  2. 02

    @DrNI: Funktioniert aber ganz anders, soweit ich das verstehe.

  3. 03

    Außerdem hat es Laser! Und man kanns an den PC stöpseln. Per USB. Kann man weder mit Michel Jarre noch mit diesem Theremin, soweit ich weiß. Aber vielleicht gibts da ja auch irgendwelche Hacks, was weiß ich ;-)

  4. 04

    Sehr schön.
    Kommt das jetzt wöchentlich?

  5. 05

    Das kommt jetz wöchentlich, yep…

  6. 06
  7. 07
    paul

    Wieso habt ihr denn die Kommentare wieder aus dem Feed gelöscht?

  8. 08

    @Rene,

    toll dieser Rückblick ist für mich beides, informativ und Arbeitserleichternd. Danke

    vlg

    Christoph

  9. 09

    Rene auf Spreeblick find ich super.
    Congrats lieber

  10. 10

    Super Idee, um den Netz Dschungel etwas zu lüften und Rene macht sehr unangestrengt!

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