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Bauanleitung: T-Mobile

Aufgrund der Versuche von T-Mobile, das Technologie-Blog Engadget von der Nutzung der Farbe Magenta abzuhalten, haben andere US-Blogs ihre Logos aus Solidarität einen Tag lang ebenfalls in Magenta präsentiert. Wir kamen — natürlich völlig unabhängig davon — beim gestrigen Spreeblick-Podcast auf die Idee, uns ein hübsches T-Mobile zu basteln. Für die Kinder, oder so. Denn mit T fangen so wundervolle Wörter wie „Typisch“, „Träumen“, „Transrapid“ oder auch „Ts, ts, ts“ an.

Die Bauanleitung für ein T-Mobile gibt es nach dem Klick.

Vorschau:

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Mehr Magenta hier.

33 Kommentare

  1. 01

    Sieht sicher nett aus, aber das fette T ist zu schwer, da hängt das ganze schief :(

  2. 02

    Davon könnte der Telekom-Anwalt doch 17.000 Stück an die betrogenen Aktionäre verteilen, sonst werden die eh nichts bekommen.

  3. 03

    Nett, aber die Farbe…
    Mit T fangen auch wundervolle Namen an. Übrigens.

  4. 04
    Sascha Lobo

    Moment, das hier ist ein echtes T-Mobile. Nicht diese Papierfälschungen da oben.

  5. 05

    wenn johnny mal dick wird, dann nenne ich ihn tonny. Tonny ohne h.

  6. 06

    @Luca: Du musst den Stab, an dem das dicke T hängt, soweit zum dünnen verschieben, bis es grade hängt. Die dünnen hängen immer am längeren Hebel ;-) (Ich bin froh, dass ich kein Dicker bin) sie haben dadurch auch mehr Bewegungsfreiheit. Alles wie im echten Leben.

  7. 07
    David

    Neu ist das mit der T gar nicht. Da gab’s schon viel absurdere Fälle. Laut Telekom darf keiner Magenta verwenden, der das Internet benutzt oder Bücher druckt.

    Man kann in Europa tatsächlich eine Farbe „besitzen“, die Telekom hat das eingetragene, europaweite Schutzrecht auf die Farbe Magenta (kann man auch im Netz einsehen). In Holland florieren schon längere Zeit Magenta-Fan-Seiten (freemagenta.nl).

    Wie das in den USA ist weiß ich nicht, aber die T ist in gewisser Weise gezwungen gegen alle möglichen Verletzungen vorzugehen, wenn sie ihren Anspruch auf das Markenzeichen nicht verlieren will.

  8. 08

    Hervorragende Idee.

    Das sind so die Tage wo man sich fragt, warum man kein Onlinewettbüro hat. Dann könnte man jetzt Wetten annehmen, wie lange es bis zur Anwaltspost dauert. Ist natürlich Satire und Kunstfreiheit. Logo. #jaichkoenntebesserdraufsein ;)

  9. 09

    Schöne Idee. Ob dieser Mobile auch Perpetuum sein mag?…

    Übrigens, die ganze Geschichte brachte mich auch auf eine seltsame Idee, die ich zwar weder thematisch noch inhaltlich nicht zuordnen kann, daher möchte ich es einfach wiedergeben: „Wenn man Magenta-Brillen ansetzt, sieht man Telekom nicht mehr“. Vielleicht kann es dem Brainstorming irgendwie weiterhelfen.

  10. 10
    blablabla

    Da wird sich die Telekom aber freuen, wenn auf diese Art Werbung für sie gemacht wird. Das Mobile am besten ins Kinderzimmer hängen, da ist später dann mal, wenn die kiddis ihr erstes Handy wollen, für einen super Wiedererkennungswert gesorgt.

  11. 11

    hi johnny was sagst du denn eigentlich zu dieser miesen t-mobile aktion mit dem presiverfall des iphones??

  12. 12
    Awayin6

    Leute, lasst euch doch nicht verblenden. Die Haeuslers müssen das hier bringen, quasi als Ausgleich oder Neutralitätsabgleich. Schließlich war der T-Konzern ein PARTNER der re:publica ’08. Seid ihr wirklich so doof und dumm?

  13. 13
    Bimmel

    Mir fallen bei dem Buchstaben T eher Worte ein, wie: Tellermine, Titten, Todeszelle, Turnbeutel, Trümmertunte, Trinkerheilanstalt, Terroranschlag und Totaloperation.

  14. 14

    @klisch.net: Warum gehen eigentlich manche Leute davon aus, dass, wenn einem jemand Geld „für irgendwas“ gibt, dass derjenige einem dann voll und ganz besitzt? Mein Bäckerbeispiel: Bloß weil ich bei dem Brötchen kaufe, fegt er mir nicht den Gehweg (#wirsindhierimschwäbischen). Ich weiß es zwar nicht und hab jetzt auch kein Statement vorliegen (ggf. übersehen ;) ), rate aber mal, dass weder newthinking noch Spreeblick an der re:publica was verdient. Und selbst wenn. arbeit (und gute) war es allemal.

    Abgesehen davon MUSS T-Mobile seine Marke verteidigen (Marken verhalten sich da ungleich Urheberrecht/Copyright). wenn sie das nicht tun, stempelt jeder Handyhersteller aus Irgendwoher (dann wharscheinlich afrika) ein magentafarbenes T auf Telefone und verscheuert die. T-Mobile hat dann vor Gericht schlechte Karten. Ist dann sowohl schlecht für T-Mobile ALS AUCH für Leute, die Handys kaufen.

    Gelegentlich sollte man sich beim kommentieren aber überlegen, ob man das demjenigen auch auf Armlänge ins Gesicht sagen würde.
    Wobei ich jetzt aber keinem die Feindbilder nehmen wollte. Manche haben ja sonst nicht viel.

  15. 15

    @oliver gassner: Doch, wir verdienen mit der rp und ich verdiene auch sehr gerne Geld mit meiner Arbeit, die mir noch dazu enormen Spaß macht.

    Ansonsten war der Kommentar oben bestimmt witzig gemeint, auch wenn es lustiger wäre, wenn er ernstgemeint war.

  16. 16

    Geldverdienen beim Arbeiten ist in der Tat immer hübsch; sichert ja auch die Nachhaltigkeit und den Nachtschlaf…

    witzig/ernst: meinste jetzt den von Awayin6 oder meinen ;)

  17. 17

    Nicht deinen, oliver.

  18. 18
    blablabla

    @oliver gassner (14): Bezahlen Sie ihren Bäcker dafür, dass er für Sie wirbt, dass er Sie in Ihrer Stadt bekannter macht, dass er Ihnen neue Kunden zuführt, dass er alle seine Brötchen mit „Sponsored bei Oliver Gassner“ bedruckt?
    Nein?
    Das ist der Unterschied zwischen Brötchen kaufen und jemanden für Werbung bezahlen.

  19. 19

    @Oliver Gassner: Gut, wenn ich eine Anzeige in der Zeitung schalte kriege ich die betreffende Ausgabe „gratis“ drauf. Aber sonst nix. (Wenn die Zeitung was taugt ;) )

    Warum sollte jemand, der für Leistung x von jemand bezahlt wird Leistung y erbringen?

    Abgesehen davon gibt es extrem wenig Unterscheide zwischen Bäckern und nahezu allem anderen ;)

    Was mich an dem ganzen Ding nervt ist: Diverse Blogger, die selbst massiv intransparent sind bei dem was und für wen sie arbeiten stellen andere, die transpareter sind, an den Pranger und/oder äußern schwurbelige Verdachtsmomente, weil sie schlecht belegen können, was nicht belegbar ist.

  20. 20
    blablabla

    Wenn Sie als Anzeigenschalter groß genug sind (T*kom) und die Zeitung klein (Spree…irgendwas), wird sich die kleine Zeitung eventuell kritische Berichte über den großen Bezahler verkneifen, um diesen Bezahler nicht zu verprellen. Muss nicht sein, kann aber. Beispiele dafür gibt’s genug. Bei einem Medium, dass kaum Geld einspielt, kaum Mitarbeiter bezahlen kann usw., ist der Grund, sich so zu verhalten, sicher stärker als bei finanziell abgesicherten Medien.


    Weil er vielleicht Folgeaufträge braucht?


    Die Blogwelt wird seit Jahren immer unglaubwürdiger. Schwindende Glaubwürdigkeit beruht nicht auf Belegen, da reichen Verdachtsmomente, zumal die ja oft einen wahren Kern haben.

  21. 21

    Verdachtsmomente reichen.

    Aha.

    Ja, der Eindruck schleicht sich her auch ein.

    ***

    Wegen Glaubwürdigkeit fand ich ja „Fudder“ ganz lustig.

    Die haben die BNN oder BZ (I forget) als Mutter bei ihrem Start nicht erwähnt, um ihre Street Credibility zu bewahren ;)

  22. 22
    blablabla

    das finden Sie „lustig“?

  23. 23

    @oliver gassner: Ja. Wenn man sagt: „wir stellen Glaubwürdigkeit (beim jungen Zielpruublikum) her, indem wir uns vom printmedium (rentnerkanal) abkoppeln,“ ist das so konträr zum üblichen ‚zeitungen sind vertrauienswürdige brands, es wird sie ewig geben'“, dass mich das eher amüsiert. ja.

    da man heute wenig zu lachen hat, ist man auf jedes bisschen amüsemang angewiesen.

  24. 24

    @blablabla: Deine Argumentation hinkt zweimal dreimal:

    1) Ein kleines Medium unterliegt weniger finanziellem Druck als ein großes, das bereits einen Haufen Mitarbeiter etc. bezahlt. Daher sind Große u.U. sehr viel anfälliger für „merkwürdige Deals“ als Kleine, die mit sowas vielleicht ein bisschen Geld verdienen, aber viel wertvollere andere Dinge verlieren könnten:

    2) Lässt sich ein kleines Blog auf Schleichwerbung o.ä. ein, wird es damit vielleicht einmal, vielleicht zweimal „durchkommen“, irgendwann aber fällt es jemandem auf: Den Lesern. Und die sind dann weg. Wer sich auf schräge Geschäfte einlässt, riskiert seine gesamte Arbeit, seine Ziele, und er vergrault seine Leser. Sieh‘ dir an, was passiert ist, als wir eine (gekennzeichnete) Werbung von Yahoo hatten: Die Leser waren enttäuscht bis wütend. Für wie blöd hältst du mich/uns, dass wir daraus nicht lernen würden, sondern stattdessen Schleichwerbung posten würden? Glaubst du im Ernst, wir würden bewusst und absichtlich sechs Jahre unseres Lebens/ unserer Arbeit wegschmeißen für ein paar Euro? Würdest du es tun? Und wenn nein: Wieso gehst du davon aus, dass es andere tun?

    3) Es wird sie ganz sicher geben, aber mir sind solche Deals, wie du sie dir ausmalst, noch nie untergekommen. Wer als Sponsor bei der re:publica gleichzeitig bestimmte Blog-Posts oder andere „Gefallen“ verlangen würde, wäre kein Sponsor der re:publica geworden. Ich habe mir noch nie den Mund verbieten oder Texte vorschreiben lassen, weder mit meiner Band, noch im Radio, noch hier bei Spreeblick. Und *würde* ich jemals an krumme Geschäfte denken, dann sei dir sicher, dass ich es nicht so bescheuert machen würde wie du es in Bezug auf den obigen Artikel unterstellst.

    Soviel dazu von meiner Seite. Jetzt erzähl doch mal was von dir: Wie bestreitest du deinen Lebensunterhalt, was machst du so beruflich? Was kannst du? Für wen arbeitest du, wer bezahlt dich? Wir können sicher entspannter weiter diskutieren, wenn wir auch nur *halbwegs* auf der Info-Ebene gleichziehen. Danke dir!

  25. 25
    blablabla

    @Johnny Haeusler (24):

    1) Ich verstehe die Argumentation. Klingt logisch. Grundvoraussetzung dafür ist aber eine gewisse moralische Integrität des „kleinen“ Mediums. Und die ist wahrlich nicht immer gegeben; ich erinnere da nur an die Opel-Bloggereien mancher bekannter Blogger (die nur die Spitze des Eisbergs sind, ein Beispiel zur Verdeutlichung).
    Und ja, ich glaube, dass moralische Integrität ein Luxusgegenstand ist, den man sich mitunter einfach nicht oder nicht 100%ig leisten kann (wobei es hier nicht um Mord oder Totschlag geht, sondern nur um Werbung). Wenn jemand die Miete nicht mehr bezahlen kann und nicht die Krankenversicherung, dann ist der Weg zu einem bezahlten Gefälligkeitsartikel so undenkbar nicht. Ich könnte dafür sogar Verständnis aufbringen. Idealismus muss man sich zuerst einmal leisten können.

    2) Ach Gott, nicht alle Leser sind „dann weg“, das wissen Sie doch am besten, Johnny. Es gibt immer eine relativ *un*kritische Masse, die einem Messias wie Ihnen weiter hinterherhecheln würden, egal was Sie schreiben würden (ich kann da auch gerne Beispiele bringen, wenn Sie darauf bestehen).
    Aber es geht mir nicht darum. Im Gegenteil, ich halte Spreeblick eher für denjenigen Teil der Blogospäre, der mit dem meisten Idealismus gestartet ist und diesen auch immer noch irgendwie zu bewahren versucht (auch wenn meiner Meinung nach die Glaubwürdigkeit in letzter Zeit arg ins Rutschen gekommen ist).
    Es gibt andere, die nie so hehre Ziele hatten wie Spreeblick, und die ganz dreist die Versuche, Umsatz zu generieren, mit privatem Bloggeschleime tarnen. Lumma fällt mir dazu spontan ein.
    Und um auf Ihre Suggestivfragen zu antworten: Wenn meine Kinder nichts mehr zu essen hätten, ja, dann würde ich es tun, dann würde ich auch Schleichwerbung machen, zumal davon die Welt nicht wirklich untergeht. Und zumal davon keineswegs gleich 6 Jahre Arbeit umsonst sind.

    3) Ich habe auch eine Frage: Würden Sie, Johnny, wirklich einen brandstiftenden, flammenden Artikel gegen die Telek*m schreiben, während die dicke Werbefahne eben dieser Telek*m auf der re:publica flattert? Würden Sie das wirklich tun? Tut man das unter Geschäftspartnern? (Um Fragen zuvorzukommen: Ich würde meine Kunden nicht so vor den Koffer scheißen).

    zu den letzten Fragen: Ich bin ein kleiner Freiberufler, der es in 10 Jahren Selbstständigkeit gerade mal soweit gebracht hat, dass er seine Krankenkasse, aber noch immer nicht seine Rentenversicherung bezahlen kann (die Rentenversicherung mag für einen Web-2.0-Nerd ein Lacher sein; vor 10 Jahren hatte ich diese Einstellung auch, jetzt nicht mehr). Was ich kann, konnte mich nicht ernähren, deshalb musste ich mich umorientieren. Die Bloggerei habe ich bereits zu einer Zeit aufgegeben, als die meisten der heutigen A-Blogger gerade damit angefangen haben. Ich bin relativ früh zu der Einsicht gekommen, dass Bloggen eine Zeitvernichtungsmaschine ist – und mehr nicht. Zumindest wenn man es *zu* intensiv betriebt. Und wenn ich inzwischen eines als Luxus betrachte, dann ist es: (Frei-)Zeit zu haben. Wer mich bezahlt? Meine Kunden. Und das, ohne dass ich eine Website, ein Corporate-Blog, Twitter, Xing oder sonst was habe (das muss fast sowas wie ein unglaubliches *Wunder* sein für jemanden, der an die Segnungen der digitalen Bohème glaubt, wie z. B. Oliver Gassner … *lach*).
    Genügen diese Auskünfte? Oder bin ich erst dann ein Mensch, wenn ich auf ein eigenes Weblog verweisen kann?

  26. 26

    @blablabla: Antwort kommt, kann aber etwas dauern, bin jetzt erstmal offline.

    Zur letzten Frage: Blödsinn. Mich interessiert nur wenigstens im Ansatz, mit wem ich rede. Mehr später!

  27. 27

    @blablabla: Schon witzig, mit 43, Frau und 2 Kids im 20.000-Einwohner-Ort sitzend (Kernstadt 10.000) bin ich „digitale Boheme“. Das amüsiert nun echt.

    (Immerhin wohn ich „in Mitte“ und hab 2* am Tag Milchkaffee: am heimischen Esstisch. WLAN wär hier auch, aber der Lap hängt am Kabel.)

    Und das Buch hab auch auch noch nicht durch. (Jetzt muss ich hinmachen, damit ich es vor Saschas 2. Buch schaffe ;) )

  28. 28

    @blablabla: (Nun also per „sie“) Vielleicht schreibe ich als Antwort nochmal einen längeren Artikel, denn da geht ja einiges durcheinander, das bekommt man hier gar nicht alles unter.

    Was macht Sie so wütend auf andere? Unsere Leser sind „doof und dumm“, die einem „Messiahs“ (das mir als Atheist!) „hinterherhecheln“, Lumma „schleimt“ usw. – Sie verstehen schon, dass es nicht leicht fällt, darauf zu antworten, oder? Denn der Eindruck entsteht, als würden Sie ihre Wut auf was auch immer auf Dritte projizieren.

    Mag sein, dass jeder Mensch „seinen Preis hat“, wie man sagt. Ich halte Moral trotzdem nicht für Luxus, den man sich leisten können muss, diese These halte ich schlicht für falsch. Sie (die These) ist ein Wunsch für ein einfaches Weltbild, mehr nicht. Mir hat noch niemand genug Geld geboten, damit ich meine Wertvorstellungen über den Haufen werfe. Yahoo: Ein Fehler, in der Tat. Doch Sie klingen, als würden Sie zwar wissen, dass wir Yahoo-Banner auf Spreeblick hatten, doch ob sie meine Worte zu Yahoo je gelesen haben, bezweifle ich. Und dass sie meine Worte *an* Yahoo nicht kennen, das weiß ich.

    Weiter: Glaubwürdigkeit. Das große Wort. Was Sie (oder jeder andere) glaubt, kann ich nicht beeinflussen, über meine Glaubwürdigkeit (oder die anderer) entscheiden Menschen ohne mein größeres Zutun. Sicher auf Basis dessen, was ich schreibe oder auch sage, doch dies interpretiert wiederum jeder auf seine Art, je nach eigener Sozialisierung, nach eigenem Umfeld etc. — wer hat Recht in seiner Beurteilung meiner Person? Einen kleinen Eindruck von dem, was Sie glauben, erhält man durch Ihre Worte hier, doch stimmt das, was Sie glauben? Sie werden es nie wissen können.

    Würde ich schlecht über die T-Com schreiben, obwohl sie die rp als Sponsor unterstützt hat? Ähm „¦ Sie haben schon verstanden, dass der Artikel oben Support für Engadget (kein Einzelfall, wie wir wissen) ist, oder? Und dass er abmahnfähig wäre? Dass er sich über die T-Com lustig macht? Dass dort ein „T“ „aufgehängt“ wird? Get it??

    „Brandstiften“ wollte ich noch nie. Ich bin nicht im Krieg, zum Glück, und ich glaube immer mehr daran, dass es sehr wenig bringt, verbalen Hass über andere auszugießen. Denken Sie mal an den Jamba-Artikel: Der wurde nicht so oft gelesen, weil er „brandstiftete“. Sondern weil er humorvoll (und, na klar, sehr bissig) geschrieben und gut zu lesen war. Und damit viel mehr erreichte als jede Brandstiftung.

    Ja, ich äußere meine Meinung auch, wenn jemand Sponsor ist oder war. Übrigens auch direkt gegenüber Betreffenden. Dabei anschreien muss ich sie gar nicht, ich habe gelernt, dass man jemandem mehr zuhört, wenn er seinen gegenüber nicht „anbrüllt“. Nur so als Tipp.

    Zuletzt noch ein paar Gedanken zu ihrer scheinbaren Abneigung gegen Menschen, die Webdienste benutzen. Ich unterteile Menschen nicht nach diesen Kriterien, also ob sie „online sind“ oder nicht. Es ist doch fein, wenn Sie Xing etc. nicht nutzen wollen oder brauchen, hat Sie dafür jemals jemand angegriffen oder ausgelacht? Falls ja: Das können keine Freunde sein. Offenbar arbeiten sie in einem Bereich, in dem man solche Werkzeuge nicht nutzt oder nicht benötigt, oder es macht Ihnen keinen Spaß, was weiß ich, völlig egal. Sie bekommen genügend Kunden, haben genügend Freizeit, alles soweit super. Oder etwa nicht?

    In meinen Augen wird man natürlich nicht durch Internet-Dienste „zum Menschen“, wie albern wäre das denn? Ich muss aber zugeben, dass ich Leute etwas mehr schätze, die sich, wenn sie Fragen an mich haben, vielleicht zumindest mit einem Namen vorstellen und sich mit einem Mindestmaß an Respekt mit mir unterhalten als diejenigen, die mir „anonym“ (Warum??) Leserbeschimpfungen und Unterstellungen oder absurde Vermutungen in mein Blog kotzen.

    Aber wir haben ja die Kurve noch halbwegs bekommen. Danke dafür. Und: Bitte, gern geschehen.

  29. 29
    blablabla

    @Johnny Haeusler:

    Wie kommen Sie darauf, dass ich „wütend auf andere sein“ könnte??? Warum sollte ich das?
    Ich habe mir meinen Text oben gerade noch mal durchgelesen, ich lese da nichts von Wut raus.
    Tut mir Leid, aber da haben Sie wohl was missverstanden. Das mit meiner angeblichen Wut buche ich jetzt mal als Unterstellung ab, aber Schwamm drüber, was solls.

    Dass Ihre Leser „doof und dumm“ sind, habe übrigens nicht ich geschrieben, also bitte nicht solche (weitere) Unterstellung.

    Wenn ein paar Leute Sie als Messias ansehen, hat das wenig mit Ihrem Atheismus zu tun, dafür können Sie wahrscheinlich nicht mal was. Sie SIND nun mal für eine Menge internet-affiner Leute eine Art Leitfigur, das können Sie beim besten Willen nicht abstreiten. Das Wort Messias war im übrigen durchaus ironisch gemeint, als Internet-Messias sozusagen.

    Ihre Ausführungen zu Ihrer Moral freuen mich. Und ich wiederhole zwecks besserem Verständnis gerne, was ich unter (25) schrieb: Ich halte Spreeblick eher für denjenigen Teil der Blogospäre, der mit dem meisten Idealismus gestartet ist und diesen auch immer noch irgendwie zu bewahren versucht.
    Warum also diese (mir aggressiv erscheinende) Verteidigungsepistel von Ihnen, wenn ich Sie gar nicht angegriffen habe?

    Was das T-Mobile dort oben betrifft, habe ich sehr wohl begriffen, dass dies eine Art „Support“ (na ja …) für Engadget sein soll, aber dennoch glaube ich noch immer nicht, dass auch Kinder das so sehen würden (wie ich in (10) schrieb).
    Das kann missverstanden werden, nicht mehr und nicht weniger mehr wollte ich in (10) zum Ausdruck bringen.

    Und nun sinne ich zum Schluss noch ein wenig über Ihren schönen Satz nach „… die mir „anonym“ (Warum??) Leserbeschimpfungen und Unterstellungen oder absurde Vermutungen in mein Blog kotzen“.

    Und frage mich: wo habe ich gekotzt?

    Irgendwie scheint mir IHR Text von einer gewissen Aggression und Dünnhäutigkeit geprägt zu sein, zumindest habe ich schwer den Eindruck, dass Sie ziemlich überreagieren. Aber vielleicht täusche ich mich ja, man kann ja bekanntlich Texte leicht falsch interpretieren, wenn keine Mimik wie bei einem Gespräch dabei ist.

    Oder sollen solche Auswüchse etwa Teil der viel beschworenen dynamischen Blogger-Kommunikaton und -Interaktion sein?

    Kritikfähigkeit gehört anscheinend nicht dazu.

    Übrigens: Sie haben Recht: Ich freue mich in der Tat über genügend Kunden, wirklich alles super soweit, nur mit der Freizeit bin ich leider zu knapp dran. Jedes neue Spielchen à la Twitter und Konsorten auszuprobieren wie der eine oder andere Blogger , dazu fehlt mir leider schlicht die Zeit. Aber dafür – gestatten Sie mir diesen kleinen Seitenhieb – muss ich für das das, was ich tue, auch nicht solche Sprüche wie „Wir nennen es Arbeit“ erfinden. In diesem Sinne netten Gruß an Herrn Lobo, und Ihnen beiden noch viele Internet-Geschäftsideen à la Verlagsgründung und [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT].

    Ich denke, es ist der falsche Weg, ein Werkzeug (Blog) zu haben und dann damit Geld verdienen zu wollen.
    Besser wäre es wohl, zuerst eine tragfähige Geschäftsidee zu entwickeln und dann diejenigen Werkzeuge einzusetzen, die den Erfolg bringen könnten (das können auch Blogs sein, warum nicht).

    Aber lieber nicht darüber nachdenken, es ist ja wieder nur „gekotzt“ von mir.

    Wie auch immer, Herr Häusler, danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, so ausführlich mit mir zu kommunizieren.

    Ihr Ton hat mir nicht so gefallen.

    Es ist spät geworden, ich sage schon mal: Gute Nacht, Spreeblick.

  30. 30

    @blablabla: „Doof und dumm“ stammte nicht von Ihnen, ich bitte um Verzeihung. Das war von jemandem anderes weiter oben.

    Ansonsten stimme ich insofern zu, als dass die rein schriftliche Kommunikation immer zu viel Interpretationsspielraum lässt und dadurch sicher Missverständnisse aufkommen, was die Tonalität angeht „¦ passiert uns wohl allen mal.

    Gegenseitige Vorwürfe helfen da kaum weiter. Was „richtige“ und „falsche“ Wege der Arbeit angeht — da haben wir einfach unterschiedliche Auffassungen, von denen sicher keine richtiger als die andere ist. Nur eben anders. Solange wir jeder für sich damit zufrieden sind und über die Runden kommen, ohne größeren Schaden anzurichten, sollten wir damit zufrieden sein.

    Immerhin: Wir konnten den Ton etwas runterschrauben und uns auf kleinere Seitenhiebe beschränken (die ich ja mag, von beiden Seiten). Danke dafür, ebenso!

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