1

Popgun! 16 wiederholt sich

Um sich nicht der außerordentlichen Hyperei schuldig zu machen, beginnt die heutige Ausgabe Popgun! mit Bands, die wir schon mal am Wickel hatten. Björn Kleinhenz, Malcolm Middleton (Foto) und Someone Still Loves You Boris Yelzin, um nur einige beim Namen zu nennen.

Björn Kleinhenz war einer der ersten Popgun! ‚Lieblinge der Ausgabe‘. Bei der Umtriebigkeit, mit der der schwäbische Schwede in seinem Astra unterwegs ist, findet sich immer wieder ein Grund abermals auf ihn zu verweisen. Das Album ‚Quietly happy and deep inside‘ ist nach langer Odyssee endlich veröffentlicht. Die Label Devil Duck Recordings und Tomt Recordings zeichnen sich dafür verantwortlich. Letztere waren auch so freundlich eine Kostprobe auf ihren Server zu stellen und das Lied jahreszeitlich für uns einzuordnen:

‚The Quest For Your Heart‘ is the first single. It is the perfect song for leaving the greyness of winter behind and welcoming spring.

Das nach dem Download sind Björns kommende Tourdaten.

[MP3] Björn Kleinhenz – ‚The quest for your heart‘ (vom Album ‚Quietly happy and deep inside‘)

2008-05-09 DE – Hamburg, Fundbureau
2008-05-10 DE – Mühlheim a.d. Ruhr, AZ Mühlheim
2008-05-15 CH – Rorschach, Mariaberg
2008-05-16 CH – Basel, Kaserne
2008-05-17 CH – Aarau, Kiff
2008-05-18 AT – Wien, Chelsea
2008-05-20 DE – Köln, Stereo Wonderland
2008-05-21 DE – Bielefeld, Forum + Amanda Rogers
2008-05-22 DE – Bremen, Römer (tbc)
2008-05-23 DE – Braunschweig, Instore Gig Afternoon
2008-05-23 DE – Berlin, Magnet Club
2008-05-24 DE – Leipzig, UT Connewitz (Pop Up)

Someone still loves you Boris Yeltsins Album ‚Pershing‘, das wir vor fünf Ausgaben ankündigten, steht inzwischen seit einer Woche in den Läden und geht dabei ein klein wenig unter. Vollkommen zu unrecht meinen die Popgun! Praktikanten. Dass Rezensenten, die die Band noch vor dem Erstling als Shins Nachfolger ausriefen, jetzt mit wilden Spekulationen ein wenig ruhiger werden und stattdessen kaum etwas mit ‚Pershing‘ anfangen können, macht die Platte im Gegenteil erst so richtig interessant.
Anders als bei Clap your hands say yeah ist Someone still love you Boris Yeltsins Zweitling nämlich ein respektables Stück Album geworden. Farblich passt es ganz hervorragend ins Indiepop-Regal. Unter der glatten Oberfläche allerdings brodeln nur so die Zitate aus der elterlichen Plattensammlung. Da wird ganz unaufgeregt auf Bläser und weit traditionelle Blechinstrumente zurück gegriffen, in bester Beach Boys Manier versetzt gesungen oder mit einem „Hey Hey Hey“ geschlossen, das auch die Ramones abgenickt hätten. Alles herum um Melodien gebaut, auf die auch die erwähnten Shins neidisch sein könnten. Könnten. Wir wissen es nicht.
In den unendlichen Weiten des Web hab ich einen weiteren Download von eben jenem Album gefunden. Den Link zu ‚Glue girls‘, der das letzte Mal verlustig ging, trage ich auch noch nach.

[MP3] Someone still loves you Boris Yeltsin – ‚Think I wanna die‘ (vom Album ‚Pershing‘)
[MP3] Someone still loves you Boris Yeltsin – ‚Glue girls‘ (vom Album ‚Pershing‘)

Weihnachten hatten wir ihn noch hier und am Freitag war er in Berlin: Malcolm Middleton. Zu spät für eine Konzertempfehlung, aber bei der Gelegenheit hab ich auf seiner Seite die Akustikversion des damals besprochenen Nicht-Weihnachtsliedes ‚We’re all going to die‘ zum Download gefunden. Das ehemalige Arab Strap Mitglied ist dieser Tage nicht grundlos in der Welt unterwegs, sein neues Album ‚Sleight of heart‘ will spazieren geführt werden. Unter den neun Titeln vier Coverversionen, unter anderem von Madonnas ‚Stay‘. Und vom Londonisten nochmal auf die Aktion angesprochen, die eigentlich ‚We’re all going to die‘ auf den ersten Platz der Charts bringen sollte, aber auf der 31 endete, meint Malcolm schüchtern nüchtern:

That’s a complete failure! Well, it’s good in that I’ve not had a top 40 single before. It’s easier to look back now with a bit of clarity and hindsight. It was just a laugh. I’m sure a lot of people who buy X-Factor [Einige Kandidaten der Castingshow hatten zeitgleich Weihnachtssongs in den Charts.] must have hated me for trying to ruin their Christmas, but it’s in good taste and I think I came off quite lightly. If it became anymore successful I could have come away the one hit wonder Christmas guy. But I think we’ll find out next Christmas when I release it again and see what happens.

[MP3] Malcolm Middleton – ‚We’re all going to die‘ (acoustic)
[MP3] Malcolm Middleton – ‚A brighter beat‘ (acoustic demo)

Spoons Album ‚Ga Ga Ga Ga Ga‘ ist sogar schon ein ganzes Jahr alt, die dritte Single (Dass es sowas noch gibt.) ‚You got yr. cherry bomb‘ wurde Mitte letzten Monats ausgekoppelt. Wer das Album immer noch nicht gekauft hat, ist selber Schuld, dachten sie sich bei Spoon wohl auch, denn man kann die Single ganz für gar nichts herunter laden:

[MP3] Spoon – ‚You got yr. cherry bomb‘ (vom Album ‚Ga Ga Ga Ga Ga‘)

Ganz zum Schluss konnt‘ ich’s dann doch nicht lassen und hab wieder vom großen Hypetopf genascht. The Ting Tings heißt die Süßspeise. ‚That’s not my name‘ der Song, der Anfangs etwas einfältig daher kommt, sich gegen Ende zu einem beachtlichen Kracher mit allerhand Loops und genug Spuren für zwei Lieder mausert. Wenn das mal kein Trend wird.

[VIDEO] The Ting Tings – ‚That’s not my name‘

Und weil ich so in Geberlaune bin einer noch hinterher:

[MP3] Foals – ‚Balloons‘

Foals heißen die Brüder. Mathrock das Genre. Und beim Rcrdlbl gibt es das Ganze sogar mit Creative Commons Lizenz, dafür ohne Direktlink.

1 Kommentar

  1. 01

    Yeah, feine Zusammenstellung. Freut mich Björn hier zu sehen. Kann nur jedem empfehlen eines seiner Konzerte zu besuchen. Da ich ihn auch gerne hype, würde ich gerne auf das Interview mit kleiner Homestory bei mir hinweisen 15 + 1 Fragen an Björn Kleinhenz

Diesen Artikel kommentieren