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Twitter mit ohne Werbung

Die großen US-Technik-Blogs wissen um die Aufmerksamkeit, die sie haben, und sie tun sehr viel dafür, diese zu halten. So ist man mit Spekulationen sehr oft sehr schnell, vielleicht nur um irgendwann behaupten zu können: „Ha! Wir wussten es zuerst!“. Und nur zu gerne linken andere Blogs hinterher.

Allein die beeindruckende Trackback-Liste unter diesem TechCrunch-Artikel (Kurzform: Jemand hat behauptet, Werbung bei twitter.com gesehen zu haben, also posten wir irgendwelche Spekulationen und packen noch eine klickfördernde Umfrage darunter) lässt ahnen, welche Runden ein TechCrunch-Post machen kann.

LastPodcast.net hat aufgrund der TechCrunch-Meldung etwas total irre crazy Abgefahrenes getan: Man hat bei Twitter nachgefragt. Und siehe da: Twitter-Mitbegründer Biz Stone antwortet: „No, we“™re not putting ads on Twitter.com“.

Das muss nicht heißen, dass Twitter keine Werbe-Modelle plant. Doch die bisherigen Meldungen sind schlicht falsch und man kann nur raten, wie viele von diesen Meldungen korrigiert werden. Mein Tipp: Weniger als 10%.

[via]

13 Kommentare

  1. 01

    So laeuft das leider bei TechCrunch (und besonders wenn Duncan Riley schreibt) – erst schreiben, dann nachfragen. Da bleibt zumindest fuer uns kleine Blogger noch was zu schreiben uebrig :)

  2. 02
  3. 03

    Sensationsjournalismus ist das, mehr nicht. Völlig normal im dritten Jahrtausend ;-)

  4. 04
    SergeyS.

    Das ist doch schon immer so gewesen. Schon mal ins TechCrunch Archiv geguckt ? ;)

    Aber wo anders siehts auch nicht besser aus.

    Anfang März hatten plötzlich alle Gaming Magazine und Blogs (sogar die PCGames) angebliche Konzeptbilder zu Bioshock 2 veröffentlicht, die sie von irgendeiner Seite eines Künstlers geklaut haben.

    Es mussten erst zwei Blogger daher kommen, die den Schneid hatten beim Künstler nachzufragen …
    http://neuerspieler.blogspot.com/2008/03/bioshock-2-concepts-leider-nicht.html
    http://www.thatvideogameblog.com/2008/03/02/possible-bioshock-2-concept-art/

  5. 05

    techcrunch ist halt ein silly valley klatsch&hype-blog, wenn man’s weiß ist es ok, das ist halt nicht mit ars technica oder ähnlichem zu verwechseln.

    aber es ist halt immer das neueste stadtgespräch und dafür auch ganz gut.

  6. 06

    Na ganz ohne Quellen arbeitet Techcrunch ja nun auch nicht. Oft sind diese Quellen auf Geldgeberseite – und da fängt das Problem an. Denn das Streuen solcher Informationen kann dann eben auch Spin-Doctoring sein. Sprich: Die Twitter-Gründer sollen ein wenig Feuer unterm Hintern bekommen, um endlich an der Einnahmeseite zu drehen.

  7. 07
    Tobi

    Johnny Haeusler, the new Stefan Niggemeier :-)

    Sorry, nicht böse gemeint…

  8. 08

    @Tobi: Ich empfinde ja „Stefan Niggemeier“ nicht als Schimpfwort. Aber wenn’s stimmen würde, wäre der Text oben zehnmal so lang „¦ ;)

  9. 09

    @Thomas Knüwer: Ist das eine Vermutung oder bist du sicher? Spannender Aspekt. Ich glaube ja eher an Twitter Pro: Unlimitiert in allen Bereichen (SMS, Reloads etc.), $20/ Jahr.

  10. 10
    Tobi

    @ Johnny:

    > Ich empfinde ja „Stefan Niggemeier“ nicht als Schimpfwort.

    Ich auch nicht, ganz im Gegenteil. Aber man möchte ja nicht
    immer an Anderen gemessen bzw. mit Anderen verglichen
    werden; daher das sorry. Aber Niggemeier kam mir als
    erstes in den Sinn, als ich Deinen Beitrag gelesen habe
    (so vom Grundschema her: da wird was falsches in die Welt
    gesetzt, alle springen auf den Zug auf, es wäre aber ein
    leichtes gewesen, mal bei der Quelle nachzufragen…)

    > Aber wenn“™s stimmen würde, wäre der Text oben zehnmal so lang

    Und ein paar Screenshots würden auch fehlen …

    Gruß,

    Tobias

  11. 11

    @Tobi: Jau, schon alles richtig angekommen und kein Sorry nötig. :)

  12. 12

    @Thomas Knüwer: Eine steile Verschwörungstheorie.

    Zumal Techcrunch-Macher Arrington so gut auf einen der Investoren von Twitter, Fred Wilson von Union Square Ventures, nicht mehr so gut zu sprechen ist, nachdem dieser einen anderen TC-Autoren öffentlich auf Fehler in einem Artikel hingewiesen hat.

    Tatsächlich ist es hier wie immer einfach Occams Razor. Duncan Riley, der Autor des Twitter-Artikels, ist schlicht ein unfassbar schlechter Schreiberling und wird von Arrington nur gehalten, weil er gut darin ist, Kontroversen (und damit Links) zu produzieren. Der Größe der Leserschaft von TC (800K!) hat das bis jetzt keinen Abbruch getan, der Reputation allerdings schon. Ich lese TC nur noch in einem gefilterten Feed. Rausgefiltert wird unter anderem Alles von Riley. :)

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