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Wozu Kameraüberwachung gut sein kann

In England geschieht nichts unbeobachtet. Das ganze Land hat eine dermaßen hohe Überwachungskameradichte (die unter Sicherheitsaspekten nichts bringt und deshalb erhöht werden soll), dass – so erzählt man sich in Berlin – Wolfgang Schäuble nachts von Laterne zu Laterne fährt und Polaroidkameras installiert, wobei er „God save the Queen“ singt und lauwarmes Bier trinkt. The Get out Clause, eine Band aus Manchester, die keinen Plattenvertrag hat, machte sich nun die vielen Kameras zunutze (nicht die Polaroids von Schäuble, die echten) und hat sich erst aufzeichnen lassen, dann die Aufnahmen unter Berufung auf den Freedom of Information Act zurück gefordert, bearbeitet und ein Video daraus produziert.


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24 Kommentare

  1. 01
    Stefan

    Großartiger Clip (und auch gute Musik), aber zugleich ziemlich beängstigend.
    Wo man da überall aufgezeichnet wird, selbst im Taxi…

  2. 02

    @Stefan: Full Ack!

    @ Malte, gibts das Lied rein zufällig irgendwo in besserer Qualität zum download? Vielleicht sogar Gratis? Ich mag das sehr gern. :)

  3. 03
    Rerun

    Brilliant, einfach nur brilliant – Überwachung als Kunst.

    @Endur: YouTube Videos kann man per Bookmarklet in höhrer Qualität downloaden: http://tinyurl.com/3kw7hh

  4. 04
  5. 05

    Wär doch ’ne geile Aktion. Immer ganz minutiös die Infos und Aufzeichnungen einfragen um den Verwaltungsaufwand so hochzuhalten, dass es nicht mehr praktizierbar ist.

  6. 06

    Super! Vielen Dank für den Hinweis.

  7. 07

    Wenn die sich wirklich auf den Freedom of Information Act bezogen haben haetten sie eigentlich nicht so viel Material bekommen koennen/duerfen. Der bezieht sich naemlich nur auf staatliche Einrichtungen.

    Das muesste eher (wie auch schon bei Boing Boing angemerkt) ueber den Data Protection Act gehen. Mit dem koennte man so einiges anstellen, vermute ich.

  8. 08
  9. 09

    Bissken mehr Hintergrund zum CCTV-Filmmaking: hier.

    (Ja-ha, Eigenlinking sucks, aber find dazu erst mal was auf deutsch!)

  10. 10

    geniale Idee!
    wusste gar nicht, dass sowas geht…

  11. 11

    Manche Ideen sind so genial einfach, dass man sich fragt, warum da vorher keiner drauf gekommen ist.

  12. 12
    bongokarl

    wie kommt ihr alle drauf, dass das alles staatliche überwachungskameras sind? das waren doch wohl eher private kameras (sprich kameras des regissuers/von wem auch immer) und das alles auf überwachung gemacht oder?
    ich meine es kann doch nich jede band kommen und sagen: „lieber staat gib mir doch mal bitte das videomaterial der und der kamera vom 32. dezember 2009, aber dalli!“

  13. 13

    @bongokarl:

    Das waren mit ziemlicher Sicherheit sowohl staatliche als auch private Ueberwachungskameras, vielleicht noch ergaenzt von ein paar eigenen Aufnahmen.

    Und bei beiden kann man Einsicht ueber das was von einem gespeichert ist verlangen. Nicht notwendigerweise umsonst, bei privaten koennen die Betreiber bis zu £10 Aufwandsentschaedigung verlangen, aber bei einer genuegend klaren Anfrage („Ich will sehen was Sie fuer Aufnahmen von der und der Person (das bin ich, sehe so und so aus) in dem und dem Zeitraum bei sich gespeichert haben“) muessen sie die beantworten und sofern vorhanden rausgeben.

    Hier wird zwar so einiges gespeichert, aber man hat eben auch das Recht zu sehen was es ist (sofern es einen selber betrifft).

  14. 14

    Die Aufnahme der Passanten auf der Rolltreppe war glaub ich ne eigene, aber ansonsten doch CCTV-Aufnahmen. Da sieht man auch ganz gut, wie klasse die Qualität der Kameras in Taxis und Bussen ist – beschissen.

  15. 15
    henker

    geiles lied und logistische meisterleistung

  16. 16
    icke

    @Stefan: im taxi wohl noch am verständlichsten – is halt ne art berufsversicherung für taxifahrer – hat nem bekannten (taxifahrer) schon mal geholfen nen überfall nachzuweisen – und lobet unsere polizei – man hat die jungs sogar geschnappt!

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