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Unendlich viele Affen

Das unendlich-viele-Affen-Theorem (unendlich viele Affen an Schreibmaschinen werden letztendlich Hamlet zustande bringen) wird von Kreationisten gern benutzt, um gerade die Abwegigkeit der Evolutionstheorie zu belegen. Wie beispielsweise hier von Dr. Ludwig
(„Ich habe es stets als eine intellektuelle Zumutung empfunden, in der Evolutionstheorie davon auszugehen, dass komplexe Lebensformen und Lebewesen ohne Plan und Ziel entstanden sind“) Schulte.
Dabei ist der Streit doch längst entschieden.

12 Kommentare

  1. 01
  2. 02

    Ohne jetzt den Link gesehen zu haben (funzt grad irgendwie nicht): Das mit den Affen ist doch auch schon bewiesen: Hamlet IST geschrieben. Und ein paar schöne weitere Werke dazu. Alles in den letzten 20.000 Jahren durch die Hand von Primaten entstanden.

    Na ja, mich erinnerte das jetzt an das Kapitel „Die Alte-Kaiser-Stadt“ aus der „Unendlichen Geschichte“… ich glaub, das Buch sollte ich auch mal wieder lesen.

  3. 03
    Jan(TM)

    Ja, ja als nächstes versucht ihr mir einzureden das Internet wäre von Menschen einfach mal so erfunden worden. Das ist doch viel zu komplex, das muss ein Gott erschaffen haben (ich tippe auf Eros).

  4. 04
    _Jan

    mmmmhhhh… lasst doch mal einen biologen zu wort kommen, der würde dann wohl sagen wie sehr wahrscheinlich es ist dass sich alle die millionen basenpaare in unserem genom aneinandergereiht haben… die evolutionstheorie ist wie der name schon vermuten lässt eine T H E O R I E . . .
    und na klar, wir leben in einer 5 dimensionalen in sich geschlossenen kausalkette, die sich von selbst gebildet hat XD … darf… nicht … der … ideologie … gehorchen …

  5. 05
    corax

    @_Jan: Und noch jemand der bewiesen hat, dass er die Bedeutung des Wortes Theorie überhaupt nicht verstanden hat.

  6. 06
    Matthias (the one and only)

    Mein alter Statistik Prof würde sich an dieser Stelle jetzt tierisch aufregen:

    Es macht absolut keinen Sinn, die Wahrscheinlichkeit eines statistischen Ereignisses im nachinein zu berechnen. Wenn ich mit einem Würfel würfle und es liegt die eins oben, kann ich ja auch nicht behaupten, dass mit Wahrscheinlichkeit 1/6 die zwei oben liegt. (Obwohl die Kreationisten das hinkriegen würden)

    P.S.: Auch wenn jetzt einige „AAAALT“ schreien werden, aber vielleicht kennts ja jemand noch nicht:

    http://www.youtube.com/watch?v=aLqQttJinjo

    Ein Kreationist erklärt, warum die Banane der Albtraum des Darwinisten ist – ich hab selten so gelacht.

  7. 07

    Was bei der Geschichte mit den Affen (wie in so mancher Redaktion auch) vergessen wird, ist dass unfähige Affen gehen müssen. Man könnte auch sagen, die Evolutionstheorie sei constraint-basiert: Alles ist möglich. Aber da gibt es gewisse Kombinationen, die einfach nicht zum Erfolg führen, diese werden aussortiert.
    „Ohne Plan und Ziel“ ja, ohne System nein.

    Die Einschränkung „was sich nicht durchsetzt, das muss weg“ fehlt dem Bildnis mit den Affen.

  8. 08

    Da fällt mir ein Zitat meines engischen Lieblingskomikers ein (Simon Munnery – guckt mal nach „Attention Scum“ bei youtube): „A million monkeys were given a million typewriters – it’s called the internet“

  9. 09

    Das Hauptargument des Kreationisten hat aber durchaus Hand und Fuß:
    Es gibt keine unendliche Anzahl von Affen.
    Evolution zu Punkt B (in diesem Fall Mensch) ist zeitlich und quantitativ begrenzt.

    (Natürlich ist Evolution trotzdem „wahr“, ich find nur die Metapher kacke.)

  10. 10
    Christian D.

    Die Nummer mit den Affen ist wirklich keine gute Metapher:

    Selbst wenn irgendwann Hamlet geschrieben werden würde (von den Affen xD) würde es vermutlich erst nach langer Zeit geschehen, bis dahin wäre aber so viel Unsinn geschrieben worden das niemand jemals den ganzen Mist gelesen würde/könnte um den richtigen Hamlet rauszusuchen. Von den ganzen Hamlet Exemplaren mit den Schreibfehlern auf Seite 23 oder 42 mal ganz zu schweigen.

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