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Im Osten ist noch Licht

Zaza: Lass man wieder rausfahren.
Ich: Rausfahren.
Zaza: Genau, raus aus Berlin. Einfach mal weg.
Ich: Weg.
Zaza: Genau. Irgendwohin ins Umland.
Ich: Umland.
Zaza: Genau, du Echo.

Zaza hat bisweilen seltsame Einfälle, insbesondere, wenn die Sonne scheint. Neulich wollte sie den Balkon begrünen. Es empfiehlt sich, in solchen Momenten im Sessel Platz zu nehmen, zu rauchen und ein Buch zu lesen. Kommt sie mehr als drei Mal auf das Thema zu sprechen, wird man sich wohl damit auseinandersetzen müssen. Den Balkon werde ich allerdings selbst dann nicht begrünen: da hätte man auch Kim-Il Sung ein internationales Sicherheitskonzept ausarbeiten lassen können. Mein Daumen ist so grün wie Oswald Metzger und Dieter Salomon in Personalunion, mir gehen sogar Kakteen ein, und das binnen Minuten.

„Rausfahren“ hat sie jetzt schon an die sieben Mal gesagt, irgendwohin „ins Berliner Umland“. Damit sind die paar hundert Quadratkilometer zwischen Ostsee und Nürnberg, zwischen Warschau und Hannover gemeint. Da kommt man ja selten hin, wobei „man“ hier „ich“ meint.

Zaza: Lass man wieder rausfahren.
Ich: Ja. Hast Du Feuer?
Zaza: Immer musst Du rauchen, wenn ich was mit Dir bereden will.
Ich: Ja. Nein. Vielleicht. Mal sehen.
Zaza: Das Erzgebirge soll schön sein.

Das ist eine Kriegserklärung, ich hasse Gebirge, seit ich das Wort „Planierraupe“ buchstabieren kann. Nein, so stimmt das nicht: Ich hasse Gebirge nicht, ich verabscheue es, im Gebirge zu sein. Ein Haufen Steine ohne Menschen drauf und irgendwas mit Blumen im Sommer, irgendwas mit Schnee im Winter. Tatsächlich bin ich trotzdem einst im Erzgebrige gewesen, man misstraut seinen Vorurteilen ja, wobei „man“ hier „ich“ meint. Denn auch Vorurteile laufen ab nach einer bestimmten Zeit, aber mein Gebirgs-Vorurteil hält sich länger als guter Wein. Ursprünglich wollte ich sowieso ins Elbsandsteingebirge, aber auf der Deutschlandkarte hab ich dann die Steinhaufen verwechselt. Das Erzgebirge soll sehr schön sein, ich hab aber vor lauter Bäumen nichts gesehen. Wie man hört, solls hier bald wieder große, haarige Tiere mit Gebissen geben, und der Schnee hält sich hier auch das ganze Jahr.

Zaza: Lass man wieder rausfahren.
Ich: Herrje.
Zaza: Aber nicht nach Sachsen-Anhalt.
Ich: Okay.
Zaza: Willst Du nicht wissen, warum nicht?
Ich: Okay: Warum nicht?
Zaza: Weil Sachsen-Anhalt das „Land der Frühaufsteher“. Steht bei denen auf den Schildern. Wahrscheinlich gibts da immer Frühstück zwischen fünf und halb sieben.
Ich: Ach was.
Zaza: Ja. Hab ich gegoogelt.

Jetzt schaut sie wieder so stolz. Zaza ist eigentlich offline, wie es sonst nur noch Toaster sind. Letztens musste ich ihr erklären, was ein Link ist. Drei Stunden später wusste ich es selbst nicht mehr. Dass Sachsen-Anhalt ausfällt, beruhigt mich allerdings. Einmal hab ich mich nach Halle verlaufen und eine Woche nicht mehr rausgefunden. Kein Mensch geht freiwillig nach Halle, wozu auch. Aber ich hatte im Suff dem befreundeten Archäologiestudenten versprochen, mit ihm diese bescheuerte Sonne-, Mond- und Sternenscheibe anzusehen. Archäologen sind nicht sehr anspruchsvoll in der Wahl ihrer Ausflugsziele. Für ein bisschen Ton fahren die sogar in die syrische Wüste und bleiben da sechs Wochen. In Halle jedenfalls kommt man sich vor wie ein Katastrophen-Tourist, eine Stadt trostlos wie ein leerer Schuhkarton. Nach der Reise war ich das erste Mal in meinem Leben freiwillig beim Zahnarzt.

Zaza: Du machst nie Vorschläge für sowas.
Ich: Für was?
Zaza: Für wenn wir rausfahren wollen irgendwohin zum Beispiel.
Ich: Ich will ja gar nicht rausfahren.
Zaza: Wie, Du willst nicht rausfahren?
Ich: Na, Du willst rausfahren. Ich fahr bloß mit.
Zaza: Ach, so ist das! Also wenn das so ist…
Ich: Na gut, wie wärs mit der Ostsee.
Zaza: Ich will nicht ans Meer.
Ich: Das ist kein Meer. Das ist ein bisschen aus der Badewanne geschwapptes Wasser, wo Quietscheentchen drauf rumschwimmen.
Zaza: Ich will nicht ans Meer.
Ich: Aber… Naja. Hast Du Feuer?

Dabei wäre ich gerne an die Ostsee gefahren. Das bisschen Zaungastdasein in Heiligendamm hatte mit Urlaub ja nichts zu tun, und die drei Tage Usedom, die ich hinter mich gebracht habe in der Ferienanlage, die das letzte Mal 1960 modern gewesen sein muss, waren nicht gerade erholsam: wie das so ist, wenn man als Nachbarn vier Mitvierziger, einen Grill, 250 Kilogramm Thüringer Würste und eine Autoladung Sangria aus Tetrapackungen hat.

Zaza: Ich weiß was!
Ich: Ja, was denn?
Zaza: Thüringen.

Thüringen, denke ich. Soso, Thüringen. Und dann:

Ich: Soso, Thüringen.
Zaza: Genau.
Ich: Weißt Du, wie der Claim zu Thüringen heißt?
Zaza: Wie denn?
Ich: „Deutschlands starke Mitte“. Oder das „grüne Herz Deutschlands“.
Zaza: Das „grüne Herz Deutschlands“?
Ich: Jip. Ich finde das großartig: Deutschland anatomisch aufteilen. Vielleicht nennt sich Rügen demnächst „Wasserkopf der Republik“, und Ostfriesland wäre dann die enthaarte Achselhöhle.
Zaza: Und Lothringen bewirbt sich für die Rolle des Blinddarms. Nach der OP.

So, Thüringen also, das Baden-Württemberg unter den neuen Bundesländern. Eine Kurzrecherche ergibt, dass Weimar das bescheuertste Stadtwappen vermutlich ganz Deutschlands sein eigen nennt: Einen angetrunken durchs Schild tanzenden Löwen auf spargelpissgelbem Grund mit Herzchen drumrum. In Weimar bin ich einmal kurz gewesen, viel zu kurz.

Weimar, feuchter Traum jedes Oberstudienrats, der sein Ciabatta mit Olivengeschmack als Geschichtslehrer verdient. Da atmen die Pflastersteine mehr Historie als ein Grass-Roman. Weimarer Klassik, Weimarer Republik, Goethe, Schiller, Richard Wagner, Bauhaus: alles da. Buchenwald liegt übrigens auch gleich ums Eck, davon soll man aber nicht allzuviel sehen, bloß einen Kirchturm auf einem Hügel in der Ferne. Hinter dem Hügel lag Buchenwald. Nach der Befreiung haben die Sowjets das Lager genutzt, bis 1950.

Weimars Bevölkerung besteht zu 30% aus Studenten, 25% sind Rentner, 20% Schulklassen auf Studienreise und 25% Statuen. Die Studenten studieren alle irgendwas mit Medien oder Architektur und machen später irgendwas mit Medien oder Architektur. Die Stadt ist dermaßen sauber, auf manchen Wänden möchte man Mittagessen. Das letzte Mal hatte ich spontan das Bedürfnis, vor dem Betreten des Marktplatzes die Schuhe auszuziehen, um keinen Dreck zu machen. Kurzum: Weimar erinnert wie jede andere geschichtsträchtige Kleinstadt an jede andere geschichtsträchtige Kleinstadt in Deutschland, bloß ein bisschen mehr. Freust Du Dich, hat Zaza noch gefragt, und ja, ich freue mich: vor allem, weil man sich während des Aufenthalts immer sehr auf die Rückkehr ins dreckige, laute und unmalerische Neukölln freut. Zaza wird dann sagen, dass wir sowas häufiger machen müssen, rausfahren und so, ich werde sagen, na klar machen wir das häufiger, sie wird dann sagen, ich solle mir dann auch mal was ausdenken, ich werde sagen, das ich nicht wüsste, was, und sie wird sagen: „Dann frag doch mal die Leute in dem komischen Forum, für das Du immer schreibst.“

Und ich werde froh sein, dass sie nicht „der Blog“ gesagt hat.

41 Kommentare

  1. 01
    Martin2

    Ich empfehle Regensburg. Wirklich eine schöne, malerische Kleinstadt. Allerdings unterhalb der Gürtellinie. Also im Süden Deutschlands.

  2. 02
    westernworld

    teuerste sie formulieren wieder mal preisverdächtig mit anderen worten, merveilleux monsieur valin, bin völlig unkritisch begeistert quasi widerspruchsgeistlos beglückt.

    muß wohl am grebensaft liegen „¦

  3. 03

    Großartig.

    Grüße von der Appendixentfernungsoperationsnarbe?
    So ungefähr jedenfalls.

  4. 04

    Fahrt raus, egal wohin. Hauptsache mal raus aus „Börlin“. Das bildet und macht den Kopp wieder frei.

    …Fahrt, solange es noch bezahlbar ist. Regional verwurzeln werden wir bei den Spritpreisen noch früh genug :)

    Halle: Kann man machen – 1 Tag reicht aber.
    Dresden: Nix Berge, aber Kultur.
    Leipzig: geht eigentlich immer – ausser bei schlechtem Wetter :-)

    Und Berge sind besser als erwartet (sagt einer, der nie von sich behauptet hätte, mal den „Weisswurst-Äquator“ zu überschreiten)

  5. 05

    Kim Il-Sung is dead baby, Kim Il-Sung is dead. Wahrscheinlich war der gute Kim Jong-Il gemeint :)

  6. 06

    Ich möchte an dieser Stelle noch einmal daran erinnern, dass wir hier schon einmal etwas übes Weimar hatten: http://www.spreeblick.com/2007/09/21/fachgeschaft-fur-vergessene-privatfotografien/

  7. 07
    Jan(TM)

    Vielleicht sollte Zaza mal über eine Veränderung in ihrem Leben nachdenken?

    Nah und ohne Berge -> Spreewald, wenn da zuviele Touris sind gibts auch noch Stalin- ähm Eisenhütenstadt.

  8. 08

    @Manuel:
    Ja, aber ein ganzes Stück hinter Dresden ists schon cool, so Burg Königstein und so. Da sind die Berge auch anders, spannender
    (das sage ich als unheilbarer Nicht-Berlin-Verlasser!).

  9. 09
    christoph kratistos

    @Neuraum:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Chuch%27e-Ideologie

    @Topic:
    Eisenach+Wartburg ist ganz huebsch (auf Weimar’sche Art, beinahe), aber falls die mehr nach sozialistischer als nach christlicher Geschichte ist, koenntest du auch nach Jena fahren.

    Wenn den Berlinern, die ich kenne, nach Zivilisationsflucht, Abenteuer, Tourismus und fremden Kulturen ist, fahren die meistens in den Spreewald.

  10. 10
    David

    Na, komm zu uns nach Zürich, da hats nen See zum Baden mitten in der Stadt, und viele tolle Fußballfans. Nimm den CityNightLine.

  11. 11

    Super, da selbst in Weimar gewohnt gibt es dinge die ich immernoch nicht wusste. Vielleicht wäre als alternative noch Elend und Sorge in betracht zu ziehen im trautem Harz. Berge, Hügel und Schnee…

  12. 12

    Kennst du auch den Untertitel zu dem Claim: Sachsen-Anhalt das „žLand der Frühaufsteher“?

    – Damit sie pünktlich zur Arbeit in den Westen kommen. –

    Wahlweise für Westen bitte Hessen, NRW, Bayern oder BW einsetzten.
    Da wird dann auch gerne Montags auch mal um 2 aufgestanden oder eher.

  13. 13

    Als gebürtiger Hallenser muss ich an dieser Stelle protestieren: Halle fetzt. Und überhaupt.

  14. 14

    Fahr mit ihr doch nach Hamburg.

    Hier gibt es gar keinen Osten (Schade eigentlich) und nur 1% der Einwohner sind Statuen.

    Dafür gibt es die Elbe mit Schiffen drauf (finden Jungs toll, so ein Becks Ding) und jede Menge Schuh- und Klamottenläden (finden Mädchen toll, so ein Sex and the City Ding, die man nicht in 18 Stadtteilen suchen muss (Berlin) sondern alle in der Innenstadt (schlimmes Wort, man gewöhnt sich daran) liegen.

    Aber man kann bei einem Hamburg Besuch nicht von „Wir fahren mal raus“ Ding reden, es ist ja eher ein „wir fahren mal rein“ Ding, vielleicht passt das dann doch nicht.

  15. 15

    @Sven:
    Von Berlin nach Hamburg ist mehr so ein „Wir machen mal rüber…“ Ding.

  16. 16
    Martin

    ich empfehle ungeniert ganz lokalpatriotisch http://f60.de/

  17. 17

    Mal so als gebürtiger Erzgebirgler gesagt… Gebirge sind toll, die sehen nicht so langweilig aus wie die sonstige Landschaft wo einfach ein paar Bäume und Sträucher auf ne Ebene geklatscht wurden… außerdem wissen die Leute bei uns wenigstens noch was fahrradfahren bedeutet und dass es etwas anderes ist als einmal in die Pedale treten und dann nach ner halben Stunde wieder anhalten.

    Nuja.. ab demnächst bin ich ja Wahl-Dresdner und muss auch mit relativ flachem Land leben.. BTW: Dresden ist auch immer eine schöne Stadt zum besuchen ;-)

    PS: Irgend ein script auf dieser Seite bringt meinen FF3 permanent auf komplette Systemauslastung, das ist alles nur nicht im Rahmen des Sinnvollen… Ich brauch hier eigentlich nichtmal Kommentare schreiben, ich muss am Ende eh erstmal noch ne halbe Stunde warten bis alle Zeichen auf dem Bildschirm erschienen sind und ich anfangen kann was anderes zu machen (bzw. in meinem Fall bis ich anfangen kann die Tippfehler zu korrigieren)

  18. 18

    sehr toll! danke dafür, frédéric!

    und ansonsten: von berlin aus zwar etwas weiter, aber wenn schon, denn schon: holland! besonders zu empfehlen natürlich groningen… maastricht soll auch toll sein, muss ich aber selbst noch abhaken. oder halt amsterdam, aber das kennt man ja.

  19. 19
    Maltefan

    Genau. Bleibt bloß weg aus den Bergen. Vor allem aus den Alpen. Die sind nämlich voll!

  20. 20

    ich sag mal: oderbruch.
    mehr sag ich gar nicht.

  21. 21
    Frédéric Valin

    @Neuraum: Ja, der Satz gehört natürlich ins Perfekt. Danke!

  22. 22
    Harald

    Was Berliner auf Reisen ansehen:

    Berge von unten.

    Kirchen von außen.

    Kneipen von innen.

    (Altes chinesisches Sprichwort).

    Viele Grüße
    Harald, Ex-Berliner

  23. 23
    Jo

    @Aro: „Festung“ Königstein, nicht Burg.

    ansonsten schließ ich mich einigen Vorrednern an: Dresden ist toll. Und das Elbsansteingebirge auch.

    Raus aus dem eigenen Mief, das ist auf jeden Fall immmer ne gute Sache. Scheint vor allem den Berlinern immer besonders schwer zu fallen. Führt dann zu der allseitsgeschätzten großstädtischen Arroganz.

    Mit zunehmender Unkenntnis steigt die Wahrscheinlichkeit seine Umgebung unkritisch als gegeben hinzunehmen, war das nicht so?!

  24. 24
    Sono

    Zitat: „So, Thüringen also, das Baden-Württemberg unter den neuen Bundesländern. Eine Kurzrecherche ergibt, dass Weimar das bescheuertste Stadtwappen vermutlich ganz Deutschlands sein eigen nennt: Einen angetrunken durchs Schild tanzenden Löwen auf spargelpissgelbem Grund mit Herzchen drumrum.“

    Dadurch musste ich jetzt Wasser von meiner Tastatur wischen. Danke für diese herrliche Aufmunterung am Morgen!

  25. 25

    also, ich kann marburg sehr empfehlen. außerdem eine fahrt mit dem IC 2112 zwischen mainz und koblenz, wo der zug direkt an der großen rheinschleife entlangfährt. wunderwunderschön.

  26. 26

    Ganz großer Text. Danke. Da kriegt man richtig Lust mal rauszu… ähm – ja.

    Ich empfehle den Taunus im Herbst -ein schöneres Wandergebiet wirst Du nicht finden. Und zur Not kann man im Altweibersommer auch locker durchcruisen, wenn man nicht durch Mittelgebirge wandern mag ;)

  27. 27

    Fahr doch nach Ulm und schau dir den höchsten Kirchturm der Welt an…

  28. 28

    Nur zur Info:

    … auch Thüringen …

  29. 29
    dadada

    Ich verstehe den Text nicht, soll das witzig gemeint sein, diese Antworten? Was für Leute lachen denn über sowas, muss man 40 sein um das zu verstehen? Leute in/über diesem Alter haben einfach keinen Humor und auch kein Recht darauf.

  30. 30

    Ich bin ja am Wochenende auch mal wieder rausgefahren (aus Münster (Westf)). Nach Berlin. Sollte ich öfter machen. Und allen Berlinern kann ich nur empfehlen, mal nach Münster rauszufahren. Es gibt sogar einen durchgehenden Zug,der fährt exakt von Münster nach Berlin und wieder zurück.

    Habe mich sehr gut unterhalten – in Berlin – und in deinem Text.

  31. 31
    Ylvi

    Hach, schöner Text. Sehr unterhaltsam. Das Fernweh ist geweckt – naja „Fern“weh ;-)
    Ähm, wie wär’s denn mit Rheinsberg – würde Zaza ganz sicher gefallen …

  32. 32
    Ingo

    Görlitz (Altstadt/Zentrum). Ohne Scheiss.

  33. 33
    altpunk

    also ich als bremer finde thüringen sehr viel reizvoller als bayern. und ich weiß, wovon ich spreche, da ich häufiger nach bayern muß und meine
    freundin zufällig aus weimar kommt.

  34. 34
    Blaubierhund

    raus ins umland … xberg, fhain, tempelhof, schöneberg oder mitte. neukölln hat soviel umland, da muss man gar nicht raus in die pampa …

  35. 35
    Chak

    @Sven:
    Was meinst du mit „hier gibt es keinen Osten“? Ständig spreche ich mit ehemaligen Einwohnern der ehemaligen.

  36. 36
    Andreas

    Die Nicht-Touri-Städtchen um den Spreewald herum sind eigentlich ganz nett (für ein par Stunden). Luckau z. B. — da seid ihr dann auch garantiert völlig allein auf der Straße… siehe Bilder

  37. 37
    Bibi

    Freiburg. Sehr intelligente Stadt. (Beste juristische, medizinische, psychologische und philosophische Fakultäten Deutschlands, höchste Studienstiftlerquote usw.) Ansprechende Kulturszene. Oder anders: Freiburg, auf die größe Berlins aufgeblasen, würde Berlin in Sachen Hoch- und Subkultur in die Tasche stecken. Leider bräuchte man dazu eine Menge Luft. Die Burgundische Pforte sorgt für Mittelmeerklima: Am Kaiserstuhl ist es so heiß, dass es Orchideen (schön) und Gottesanbeterinnen (fies) gibt. Und eine Menge weiterer Arten, die sonst nur am Mittelmeer vorkommen. Außerdem mehr Michelin-Sterne in der näheren Umgebung als im Rest Deutschlands zusammengenommen, für den der sie sich leisten kann. Trotzdem irgendwie scheiße hier.

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