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Tierhaare.

Tiere auf Köpfen zu tragen hat Tradition, eine lange sogar. Aus Haaren Tiere zu basteln auch. Und es liegt ja nahe, beide Traditionen zu kombinieren, wie es dann auch aus Funk und Fernsehen bekannt ist, zum Beispiel bei Slash (bretonische Algen nach der Ölkatastrophe), Raymond Domenech (im Dunkeln wuchernde Kressekolonie) oder Ozzy Osbourne (totgefahrener Marder auf einer Autobahnraststätte Richtung Kreuz Weinsberg). Die Hairhats sind da drei bis vier evolutionäre Stufen weiter und dürfen im Detail hier bewundert werden. Vielleicht findet sich ja auch die ein oder andere Anregung für den Erfinder des Frisurenmarketings.

[via]

3 Kommentare

  1. 01
    Sascha

    Haben die auch Drei-Wetter-Taft?

  2. 02

    Sehr geehrter Herr Valin,

    vielen Dank für diesen schönen Hinweis. Schon lange gehört das Erstellen von detailgetreuen Tieren aus Eigenhaar – speziell Wirbeltiere (Vertebrata) der heimischen Fauna im Maßstab 1:25 – zu meinen Freizeitbeschäftigungen an kalten Wintertagen und in lauen Sommernächten.

    Bisher dachte ich, ich sei eher einsam mit meinem Hobby und scheute auch einen Aushang in der örtlichen Volkshochschule. Die Leute reden ja schnell. Ihr Beitrag hat mir nun neuen Mut gegeben. Kennen Sie evtl. noch weitere webbasierte Gemeinschaften, die sich mit Modellbau aus Eigen- oder Fremdhaar beschäftigen? Ich wäre sehr am Austauch von Erfahrungen, Haaren und Skizzen interessiert.

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

  3. 03
    Frédéric Valin

    Sehr geehrter Herr Schaefers,

    bisher sind mir derartige Versuche nur aus der Reggae-Szene bekannt. Ich jedenfalls beobachte mit Trauer und innerer Zerrüttung den Abdrift dieser doch sehr wichtigen, ich möchte sagen: fundamentalen Tradition in die Subkultur und begrüße jeden Versuch, diese Ihre Passion (die ich in Ansätzen teile und nachvollziehen kann) in einem breiteren gesellschaftlichen Rahmen zu etablieren, eben um zu verhindern, dass derartig veranlagte Menschen der Mitte der Gesellschaft verloren gehen.

    Allein: Es mangelt an konkreten Konzepten und an Geld. Subventionsanträge an die Regierung sind gestellt, bisher stoßen wir aber bei Behörden auf taube Ohren. Der Kommentarbereich auf dieser Seite steht Ihnen aber zum Austausch mit Gleichgesinnten zur Verfügung, und wir hoffen, damit der Isolation entgegenwirken zu können.

    Mit freundlichen Grüßen
    etc pp

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