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Web 2.0 – Politikfrei?

Markus Beckedahl und Falk Lüke haben eine Kurzstudie zum Thema deutsche Politik im Web 2.0 veröffentlicht. Das Ergebnis ist, wenig überraschend, ernüchternd. Markus und Falk weisen die fast vollständige Abwesenheit von politischen Inhalten im so genannten Web 2.0 nach. Jedenfalls von solchen Inhalten, die von offizieller Seite, also Parteien und Politikern selbst kommen.

Schaut man über den Atlantik, so scheint das Internet und insbesondere das Social Web für die Kampagne der Präsidentschaftskandidaten ein wichtiger, wenn nicht gar zentraler Kommunikationskanal geworden zu sein. Barack Obama zum Beispiel lässt twittern und organisiert mit Hilfe des Social Webs seine Wahlkampffinanzierung. Auch in Europa gibt es Beispiele dafür, wie sich die Möglichkeiten des Social Webs für politische Kommunikation nutzen lassen. Nicolas Sarkozy verstand es zum Beispiel brilliant auf der Klaviatur des französischen Web 2.0 zu spielen.

In Deutschland hingegen, das belegt die Studie beindruckend, ist das Web 2.0 weitgehend politik- und politikerfrei. Leider zeigen die zwei Autoren wenig Erklärungen dafür auf. Zwar fehlt nicht der Hinweis darauf, dass die Situation in Deutschland nicht mit der in USA und Frankreich vergleichbar sei – andere Medien- und Politikstrukturen – aber die Gründe dafür, warum der Politikbetrieb in Deutschland grosse Kommunikationschancen auslässt, müssen tiefer liegen.

Spricht man mit Bundestagsabgeordneten über Web 2.0 und trifft auf jemanden, der das Internet tatsächlich nutzt, wird meist, nicht ohne Stolz, auf die eigene Aktivität bei Abgeordnentenwatch verwiesen. Im gleichen Atemzug wird dann noch auf die hohe Arbeitslast verwiesen und dass man schliesslich auf allen Wegen mit den Wählern kommuniziere. Auch gerne per Brief – handschriftlich – während langweiliger langwieriger Bundestags- oder Ausschuss-Sitzungen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Einschätzung von Public-Affairs-Agenturen. Das sind jene auf Politkkommunikation spezialisierten PR-Agenturen, die von Parteien und Ministerien damit beauftragt werden, den Bürgern die jeweilige Politik zu erklären zu verkaufen. So decken sich die Aussagen von Vertretern der Branche, mit denen ich währen der Seitensprünge Berlin kurz sprechen konnte. Für sie ist das Internet in erster Linie ein weiterer Kommunikationskanal – neben den klassischen Medien Print und Fernsehen. Das Social Web wird zwar gesehen aber der Blog-Hype sei vorbei. Vom nächsten Bundestagswahlkampf seien auch keine Innovationen zu erwarten. Ein wirkliches Verständnis des Social Webs als bidirektionaler Kommunikationskanal und Möglichkeit, Themen zu setzen, scheint es bei den Protagonisten der deutschen Politikkommunikation (noch) nicht zu geben.

Genau so sehen die Internetangebote von Parteien und Ministerien meist auch aus. Im Wesentlichen finden sich online die selben Inhalte wie in den aufwändig produzierten Printprodukten, die Möglichkeiten der Interaktion oder gar zur Diskussion mit den Bürgern sind nicht vorgesehen.

Ich frage mich, wer diese Lücke schließen wird. Denn im Grunde stellt die Abwesenheit professioneller Politikkommunikation eine Chance dar. Denn wenn sich Menschen vernetzen, entstehen Macht und Einfluss. Auch in Deutschland.

22 Kommentare

  1. 01
    westernworld

    ich kann es nicht mehr hören !

    wieso sollte es ein wünschenswerter zustand sein das der pr-müll der parteien auch noch die letzten refugien vergiftet?

    parteien und die sie bestimmenden lobbygruppen interessiert nicht das gemeinwohl oder das schicksal der bürger für diese bande wäre es nur eine weiterer kanal zur propaganda gehirnwäsche, wieso ist deren abwesenheit zu beklagen?

    ich kann es nicht mehr hören das hier alles doch bitte so sein soll wie im land der erleuchteten, in dieses horn stoßen meist leute die einfach keine ahnung von den dortigen gegebenheiten haben und die komunikativen mißverständnisse zum
    nennwert nehmen und strukturelle differenzen nicht wahrnehmen wollen, gerade die strukturmerkmale von öffentlicher und privater sphäre sind grundverschieden und sollen es bitte auch bleiben.

    unbeschadet der interessen die die herren arbeitgeber & capital-lobbyisten auf der „seitensprünge“ als maßstäblich dekretieren.

    warum steht auf so einer veranstaltung keiner auf und sagt : „was sie meine herren tun ist volksverdummung und korruptionsanbahnung, sie sind das krebsgewür unseres systems.“

    und auch frankreich gerade und besonders unter sarkosy ist ein abschreckendes beispiel.

    die französische mädchenlandschaft ist der blanke kampagenen und verlautbarungsjournalismus, deshalb haben blogs dort so schnell einen solchen stellenwert erhalten das war und ist eine anpassungsleistung an haarsträubende verhältnisse der kumpanei und vetternwirtschaft.

    man könnte hier endlos und in höflichen , netten , wohlgesetzten worten über veranstaltungen wie die seitensprünge und das allgemeine phänomen des „agenda-setting“ und wie die ganzen euphemismen noch heißen mit denen politische diskussionen abgewürgt oder bewußte desinformation betrieben wird „¦ über die hinterzimmerrepublik deutschland und ähnliches parlieren.

    die zeit für höflichkeiten ist vorbei, schlagt sie wo ihr sie trefft.

    end of rant bevor ich noch richtig bösartig werde.

  2. 02

    Das ganze hätte doch viel zu sehr den Anschein von Demokratie und Diskussion. Und da kommen die Herren/Damen dann zu schnell in Erklärungsnöte. Das will man sich nicht antun.

    Is nich!

  3. 03
    Jan(TM)

    „Wir haben die Präsenz der Parteien und ihrer Spitzenpolitiker in verschiedenen Social Networks wie StudiVZ, MySpace, Facebook und Xing, im Videoportal YouTube und bei Twitter untersucht.“

    (Eurika! blockquote nennt sich das Zauberwort zum Zitieren.)

    Na wenn man Web2.0 auf sowas beschränkt ist das Ergebnis auch kein Wunder. Fehlen eigentlich nur Friendscout24, neu.de und Elitepartner.de.

  4. 04

    hier noch ein link zum thema medienlandschaft in frankreich, bei den dortigen verhältnissen ist bloggen notwehr.

  5. 05

    @westernworld:
    Mal im Ernst: In welcher Welt lebst Du denn? Wo ist denn bitte das Netz noch ein Refugium? Und für was?

    Parteien, Politiker und Verbände pauschal als Banden zu bezeichnen und der Gehirnwäsche zu bezichtigen, geht überhaupt nicht sorry.

  6. 06

    Ich frage mich, wer diese Lücke schließen wird.

    Ich bin mir zur Zeit gar nicht so sicher, ob das eigentlich Aufgabe der Parteien ist/sein sollte (meineSPD, myFDP gehen ja schon irgendwie in die Richtung), oder ob Ansätze wie „abgeordnetenwatch“, auch wenn im Beitrag etwas gedisst, nicht letztlich der richtige Weg sind, um Web 2.0 und politische Arena zusammenzubringen. Anders gesagt: „Vorwärts“ und den „Bayernkurier“ nimmt auch niemand als Pressemedium so richtig ernst, selbst parteinahe unabhängige Zeitungen sehen vergleichsweise viel besser aus. Warum soll das — ein Grundmisstrauen gegenüber Parteiangeboten und trotzdem die Notwendigkeit derartiger „Foren“ — um Web 2.0 anders sein?

    Ich frage mich das übrigens auch, weil z.B. innerhalb der Partei Bündnis 90/Die Grünen, der ich angehöre, derzeit relativ laut darüber nachgedacht wird, wie das Web 2.0 am besten genutzt oder benutzt werden kann. Siehe auch hier.

  7. 07

    @Till: Mir liegt nichts daran, Abgordnetenwatch zu dissen. Im Gegenteil.

  8. 08

    @Andreas Schepers: „Spricht man mit Bundestagsabgeordneten über Web 2.0 und trifft auf jemanden, der das Internet tatsächlich nutzt, wird meist, nicht ohne Stolz, auf die eigene Aktivität bei Abgeordnentenwatch verwiesen.“ hatte ich so verstanden, dass es eben eigentlich keine besondere Heldentat ist, wenn Abgeordnete bei abgeordnetenwatch reagieren. Und daraus — vielleicht etwas zu sprunghaft — das „dissen“ abgeleitet. Freut mich, wenn ich’s falsch interpretiert habe.

  9. 09
    westernworld

    @Andreas Schepers:

    ein refugium vor der art von qualitätsjournalismus wie er mich im fernsehen jeden tag anspringt.

    und ja da wird immer schlimmer auch im netz, aber da kann ich ihm besser aus dem wege gehen und will nicht auch noch in sozialen netzwerken mehr oder weniger graswurzeligen pateienspam.

    der astroturf (hier klicken) gehört nach texas.

    die verbände die wirklich einfluß haben sind die die geld haben, die versorgungsposten zu vergeben haben, die mädchenbesitzen oder von denen diese wirtschaftlich abhängen.
    also wohl eher nicht amnesty und der verband deutscher frauenhäuser oder der deutsche imkerbund.

    ich lebe in einer welt in der eine drehtür zwischen politik und wirtschaft besteht die immer heftiger rotiert und massive persönliche berreicherungsinteressen vielen politikern die hand führen.

    schröder, merz, schilly, weser, clement und so weiter und so fort „¦
    nein das ist in der regel kein cash for votes quid pro quo, da gibt es elegantere möglichkeiten und dafür das diese legal bleiben wird gesorgt, trau schau wem wie lobbycontrol hier
    (hier klicken) dokumentiert.
    .

    ich lebe in einer welt in der verbandslobbyisten die gesetze gleich selber schreiben stichwort„leihbeamte“ (hier klicken) und ähnliche umtriebe.

    ich lebe in einer welt in der ich alle vier jahre die wahl habe zwischen vier parteien deren personal aus neoliberalen erfüllungsgehilfen mit verschiedenen lifestylemodellen besteht und einem haufen ehemaliger sed-ler und k-grüppler ( ja ja es gibt sie noch die guten menschen aber das sind die berühmten ausnahmen auch in der sog. linken).

    ich lebe in einer welt in der die berühmten einzelfälle ein system erkennen lassen das die demokratie völlig aushöhlt.

    ich lebe in einer welt in der es naiv ist von volksvertretern zu erwarten das sie sich um die belange des volkes kümmern. (hier klicken)

    ich lebe in einer welt in der jeder bürger eine stimme hat, aber das geld mit dieser stimmegesetze verkündet und sachzwänge schafft. (hier klicken)

    und ja ihn ihrer gesamtheit und wirkungsweise sind unsere funktionseliten in politik , verbänden, industrie/finanz und mädchen (bevor mir hier wieder pauschalisierung -super petralauer fällt mir grad auf- vorgeworfen wird, das meint hauptsächlich die öffentlichrechtlichen und die großen konzerne im privaten bereich) eine bande die durch ihren plutokratischen filz den rest der bürger zu ersticken droht und das ist die regel und nicht die ausnahme.

    für diese mafiösen zusammenhänge ist „bande“ das mildeste mir zur verfügung stehende rubrum.

    über dieses thema könnte man bände schreiben, doch dies ist ein blogkommentar und kein blocksemminar.
    lobbycontrol.de , telepolis.de infromieren regelmäßig zum thema „¦ wen’s interessiert „¦, aber das nur am rande.

    in welcher welt ich lebe „¦es ist ihre welt, ich lebe nur in ihr und du auch.

    p.s.: was gar nicht geht ist wen so getan wird als seien die einschlägigen herren verbandsfunktionäre und „politischen kommunikatoren“ die die hinterzimmerrepublik deutschland wirklich regieren honorige ehrenwerte leute und ihre tätigkeit ein job wie brötchen backen.

    so zu tun das geht gar nicht, not sorry not a bit.

  10. 10

    Warum deutsche Politiker mit dem ganzen Web2.0-Zeugs solche Probleme haben, demonstriert dieser Artikel am Beispiel von Frau Zypris und abgeordnetenwatch sehr schön.

    P.S. Ich finde es sehr schade, daß liberal in Deutschland zu einem Schimpfwort verkommen ist.

    .

  11. 11

    Ich war vergangenes Wochenende auf dem „Global Voices Citizen Media Summit 2008“ in Budapest. Unter anderem gab es dort auch eine Session zu Citizen Media und Politik bzw. Wahlen. Wenn man den Schilderungen von zB Daudi Were glauben schenken darf, dann war schon bei der letzten Wahl in Kenya (ja, die mit den Ausschreitungen) das Web 2.0 für die Politiker wichtiger als es den deutschen 2009 sein wird.

  12. 12
    Simon Pfirsich

    Ich seh irgendwie keine Notwendigkeit, mich auch noch im Netz von Politikern „vollquatschen“ zu lassen (übrigens aus dem gleichen Grund, weshalb ich nicht verstehe, wieso die werten Fenrsehsender auf Teufel komm raus auch im Internet vertreten sein müssen). Aber vielleicht ist es ja auch genau diese Haltung, die für die Politikverdrossenheit des gemeinen Volkes verantwortlich ist?
    Also: Politiker könnten die Webmaschinerie geschickt nutzen, haben aber, wie ich finde, besseres zu tun.

  13. 13

    Mal eine ganz „blöde“ Frage.
    Woher sollen die Abgeordneten denn bitte die ZEIT nehmen sich auch noch mit so Sachen wie Web 2.0 zu beschäftigen???
    Damit das wirklich was bringen würde, müssten sich die Abgeordneten selber damit beschäftigen, selber schreiben, podcasten oder was auch immer tun, Kommentare lesen, reagieren.
    WOHER DIE ZEIT NEHMEN?
    Und da sie keine Zeit dafür haben übernimmt das eben irgendeine PR-Agentur. Und was DANN im ach so tollen Web 2.0-Netz rauskommt interessiert doch letztlich niemanden mehr als irgendwelche tollen Flyer.

    Da verzichte ich doch lieber auf geheuchelte Emanzipation im Web 2.0 und erwarte von den Politikern, dass Sie den Sachfragen die nötige Aufmerksamkeit schenken.

  14. 14

    @Michael: Ich finde die Frage insofern gar nicht so blöde, als es ja irgendwie schon Aufgabe demokratischer Abgeordneter ist, „selber schreiben […], Kommentare lesen, reagieren“ — jedenfalls wenn’s um die jeweils vertretene Wählerschaft geht. Web 2.0 macht es erstmals theoretisch möglich, die ganzen paar hunderttausend Menschen in einem Wahlkreis in Kontakt mit den jeweiligen Abgeordneten zu bringen — und zeigt zugleich, dass diese Pflichtaufgabe auch vorher schon ein Stück weit Fiktion war. Was das für Demokratie bedeutet? Keine Ahnung.

  15. 15

    @Till: Nunja – ich würde bezweifeln, dass mit dem Web 2.0 bisher eine Mehrheit der deutschen Bürger erreicht werden kann.
    Leute wie Robert Basic & Co. hören sich zwar immer so an als ob das Web 2.0 schon 99,9% aller Haushalte erreicht hätte. So viele Haushalte haben aber noch nichtmal Internet und haben zum Großteil auch nichts vom „tollen“ Web 2.0 gehört bzw. interessieren sich nicht die Bohne dafür ob es einen Unterschied zwischen Web 1.0 oder Web 2.0 gibt.
    Von demher rechne ich der Kommunikation von Politikern über das Web 2.0 momentan keinen sonderlich großen Stellenwert zu. Sie sollen sich lieber regelmäßig in ihrem Wahlkreis zeigen und dort dann wirklich für den „normalen“ Bürger ansprechbar sein.

    Meiner Meinung nach sollte vor dem Schritt ins Web 2.0 lieber die direkte Kommunkationsmöglichkeit mit den Abgeordneten im eigenen Wahlkreis vereinfacht und besser kommuniziert werden.

  16. 16

    Du hast volkommen Recht! Und das obwohl das Web 2.0 perfekt dazu geeignet wäre, vor allem lokale Politiker mit Ihren Wählern zusammenzuführen.
    Natürlich haben die meisten Bundestagsabgeordneten keine Zeit, alle Fragen und Anregungen der Bürger persönlich zu beantworten. Doch die meisten Stadträte, Bürgermeister oder Bezirksräte wollen durchaus mit Ihren Wählern kommunizieren und Ihre Meinung zu ganz bestimmten Sachfragen erfahren.
    Ich denke, dass das amerikanische Portal http://www.growvotes.org hier einen sehr gelungen Ansatz liefert. Deswegen werden wir diese Seite auch nach Deutschland bringen, zum einen um Wählern ihre Wahlentscheidung zu erleichtern und zum anderen um politischen Kandidaten eine einfache Kommunikation mit den Bürgern zu ermöglichen.

  17. 17

    @Michael: Dann verstehst Du mich falsch: die direkten Kommunikationsmöglichkeiten im Wahlkreis (Telefon, Bürgersprechstunde etc.) sind nicht auf die Menge Menschen, die ein Wahlkreis umfasst, skalierbar. Mein Argument ist jetzt, dass mit Internet/Web 2.0 (und zwar erstmal ganz egal, wie viele das heute tatsächlich nutzen) theoretisch die „technische“ Seite dieser fehlenden Skalierbarkeit wegfällt, dann aber schnell klar wird, dass die technische Seite (Telefon vs. Web 2.0) gar nicht der Flaschenhals für mehr demokratische Partizipation ist — und letztlich eben über Demokratietechniken selbst geredet werden muss.

  18. 18

    Spreeblick for Bundeskanzler.

  19. 19

    Meine Erfahrung ist, daß politisch orientierte Beiträge, auch bei der Mitwirkung regionaler Politiker, in einem unabhängigen, regional orientiertem Blog (ich mein jetzt unabhängig von Medienhäusern und Parteistrukturen) ein geringes Interesse finden. Das Echo ist verhalten, auch nach vier Jahren, trotz viel Schweiss.

    Dass podcasts und politische Blogs Inhalte anders, webzweinulliger darstellen können ist für beide, den Politiker vorm und den Blogger hinterm Mikro erst mal zu lernen. Ich staune selber, daß ich noch keine mich wirklich überzeugende Web 2.0 Lösung gefunden habe, um Politische Inhalte gut und unterhaltsam darzustellen.

    Merkwürdigerweise stelle ich fest, daß Journalisten der regionalen Holzmedien nicht mehr in der Lage sind (ausgebrannt/eingefahren) um die Chance von Web 2.0 zu spüren.
    Mit Robert Basic präsentierte ich 2005 z.B. beim Darmstädter Echo vor der Chefredaktion was ein Blog ist und was das bedeutet, vollkommen für die Katz. (Und Robert war damals noch 200% Feuer und Flamme, wo er heute zu zaudern scheint weil die Klicks bei politischem Content abstürzen – und ich meine jetzt nicht solche offenbar leicht zu absorbierenden Themen wie Tibet).

    Erfahrende Journalisten wissen vielleicht auch nur schon, daß auch eine neue Technik die schlechte politische Partizipation nicht revolutionär verbessern wird.

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