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Popgun! 29 homemade festival

Zwei Wochen Urlaub fordern ihren Tribut, die aktuelle Popgun! deshalb mit Überlänge und: Gotye (Foto), M.I.A., Santogold, Kid Cudi, Bodies of Water, Saalschutz, Flight of the Conchords, Albert Hammond Jr. und Mercury Rev. Mehr Musik gibt’s dieses Wochenende wohl nur auf dem Melt! in Gräfenhainichen. Wir machen uns unser eigenes Wohnzimmer Balkonfestival.

Unser Opener ist Gotye (sprich: Gaultier), belgischer Australier, Wally De Backer mit vollem Namen. Zwei Alben hat er regulär veröffentlicht. Ein Remixalbum hinten dran, das die ersten beiden ausnimmt. Alles nicht mehr ganz frisch, aber zumindest für mich relativ neu. Gotye macht sehr zurückhaltenden Indieelektropop. Freunde von Portishead und Mogwai werden die samplelastigen Stücke mögen. Fans von Thom sogar unbedingt. Ende September tourt Wally mit vier Stopps in Köln, Berlin, München und Hamburg durchs Land, dann auch mit neuen Sachen. ‚Like drawing blood‘, der Zweitling, wird im August Rereleast und im September wird dann das dritte Studioalbum nachgelegt. Mehr Gotye Musik auf Myspace im Stream.

[VIDEO] Gotye – ‚Hearts a mess‘

Anfangs des Jahres noch hat Maya Santi in die Hype Blogs und Radio Heavy Rotations gelobt, dabei gingen die beiderseitigen Sympathien damals schon wesentlich weiter. ‚Get it up‘ heißt ein gemeinsamer Titel der beiden und der wurde bereits im letzten Jahr vom Londoner Sound System Radioclit produziert. Die Weltmusik Basement Jaxx‘ mit hervorragenden (inzwischen eingestellten) Podcastghettopopmixen haben den Titel erst dieser Tage auf ihre Myspaceseite gestellt. Es lohnt sich auch ein wenig in ihrem Myspaceblog nach DJ-Sets zu stöbern. Unglaublich tanzbar was die beiden zusammen mixen. Radioclit kann man auf iTunes oder Beatport kaufen. [via]

Es geht weiter quer durch alle Genres. Kid Cudi rappt. Und er hat Freunde. Wale und The Anthem heißen die und er folgt einer netten neuen Kulturtechnik im Internet: Er veröffentlicht seine Songs als sogenanntes Mixtape kostenfrei. Kid Cudi hat diese Technik beinahe perfektioniert, denn sein Mixtape hat nicht die herkömmliche EP-, sondern LP-Länge und besteht aus all killer no filler. ‚A kid named Cudi‘ kann man, mit allen 17 Titeln, über die Webseite des Cleveland Kids beziehen.

Bodies of Water Nachtrag: Ihr Label Secretly Canadian schiebt wenige Tage vor Albumrelease (22. Juli) noch einen weiteren kostenlosen Song nach. Namentlich den Opener ‚Gold, tan, peach, and grey‘, der zugleich meine Befürchtungen zerstreut, ‚A certain feeling‘ könnte ein wenig zu düster geraten. Vier weitere Titel, je zwei vom 2005er ‚Ears will pop & eyes will blink‘ und zwei vom kommenden ‚A certain feeling‘ haben die Jungs und Mädels um David Metcalf als Daytrotter Session eingespielt. Downloads vor Ort. [via]

[MP3] Bodies of Water – ‚Gold, tan, peach, and grey‘

Während ich das hier schreibe spielen sie auf dem eingangs erwähnten Melt! live, die selbsternannten Technopunks Saalschutz. Das Dortmunder Design Duo A nice idea every day hat den Schweizer Schock Chansoniers ein kleines feines Video gemacht, bei dem eine ordentliche Menge Vinyl drauf geht. Battle of the DJs wörtlich genommen. Den Song dazu kann man sich, einen Myspace-Account vorausgesetzt, bei DJ Flumroc und M T Dancefloor kostenlos herunter laden. [via]

[VIDEO] Saalschutz – ‚Richtige Deejays‘

Flight of the Conchords is ne Serie und ne Band. Oder nee, ’s is‘ ’ne Serie mit Band. Oder ’ne Band mit Serie? – Kannste halten wie’n Dachdecker. Die inzwischen Emmy-ausgezeichnete HBO Serie jedenfalls hat damals den Sopranos Sendeplatz übernommen. Große Fussstapfen. Die die zwei Neuseeländer, „Formerly New Zealand’s fourth most popular guitar-based digi-bongo acapella-rap-funk-comedy folk duo,“ hinter Band und Serie offensichtlich ganz unbeschwert ausfüllen.

[MP3] Flight of the Conchords – ‚Ladies of the world‘
[MP3] Flight of the Conchords – ‚Business time‘

Albert Hammond Junior von den Strokes auf Solotrip. ‚¿Cómo Te Llama?‘ heißt sein zweites, aktuelles Album und Laurent Briet hat ihm für die erste Single daraus ein feines Video gestrickt, dass mich sogar meine Strokes Antipathien vergessen lässt:

[VIDEO] Albert Hammond – ‚GfC‘

Das war knapp! Nach drei Jahren Irrfahrt im Dunkelwald haben Mercury Rev die Spiegelpforte in der Traumbarriere gefunden und sind wieder zurück im Land der Wasserköpfe. Ihr Wunschbeutel ist randvoll mit Glasperlen in aaallen Regenbogenfarben. Eine Perle so rot wie Phoenixfeuer haben sie auf ihrem Weiterweg in die Wolkenstadt fallen gelassen. ‚Senses on fire‘ steht auf ihr geschrieben und wenn du sie kräftig schüttelst kannst du Jonathans Lied hören. Die Maschinenwesen haben seine Stimme gestohlen, aber vielleicht sind er und seine Freunde bei der Suche nach ihr in der Wolkenstadt erfolgreich. Am 29. Tag im September müssen sie ihre Himmelshäuser wieder verlassen, denn ihr Label hat auf diesen Tag die VÖ für den gesamten Wunschbeutel, der auf den Namen ‚Snowflake midnight‘ hört, gelegt.

[MP3] Mercury Rev – ‚Senses on fire‘

5 Kommentare

  1. 01

    Obligatorisch melde ich mich, ohne einen einzigen ‚Virtuellen‘ Beitrag konsumiert zu haben, als Chefnörgler an.
    Macht zwar keinen Sinn, sieht aber sehr wichtig aus. [‚Joke‘]

    Merci @Nico :-)

  2. 02
    Nico [Jackpot Baby!]

    @PiPi: ohne deinen obligatorischen kommentar wär’s auch einfach nicht das gleiche.

  3. 03
    Jan(TM)

    Fehlt da nicht M.I.A. und Santogold im Beitrag oder hab ich den ersten Satz falsch verstanden?

  4. 04
    Nico [Jackpot Baby!]

    die stehen im ersten absatz unter dem gotye video unter ihren klarnamen maya und santi.

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