32

Doping Illustrated

Eigentlich sollte hier lediglich dieses Cover der jüngsten Ausgabe von Sports Illustrated unter der Headline stehen, wir entschieden uns dann allerdings dagegen. Wegen der Bildrechte und so. Die Headline ließen wir dann aber doch so stehen, nachdem wir in einem hochfrequenten Mailwechsel schlußendlich eine Doping-Wahrscheinlichkeit von 100% ausgerechnet hatten. Besonders ausgefuchste Mathekenntnisse waren dafür übrigens nicht notwendig.

32 Kommentare

  1. 01

    Ist ja auch egal. Es dopt doch eh jeder. Darum ist auch der Wettbewerb weiterhin fair — wenn man die eventuelle Möglichkeit ausblendet, dass ein paar Dopingverweigerer es wegen ihrer Einstellung erst gar nicht in den Wettbewerb geschafft haben.

    Doping bei Sportlern ist mir auch egal. Die leben allein schon wegen ihres extremen Trainings nicht wirklich gesund — und es ist ihr Beruf. In anderen Berufen setzt man sich auch gesundheitlichen Belastungen aus.

    Bedenklich ist mehr das Doping bei Freizeitsportlern — Stichwort Steroide —, aber das ist eine andere Geschichte.

  2. 02
    Tim

    Das ist keine andere Geschichte sondern damit verbunden. Oder ist „Sports Illustrated“, die den Wunderschwimmer übrigens in der selben Pose ablichten, wie einst Mark Spitz, eine Fachzeitschrift für Profi-Sportler?

  3. 03
    Fabian

    Hm… Naja… Doping ist ja auch kein Wundermittel. Damit erhält man ja einfach nur die Möglichkeit in kürzeren Abständen härter zu trainieren. Man beschleunigt ja weitgehend nur die natürliche Regenerationsphase… ich finde es teilweise auch lächerlich, was alles mittlerweile als Doping bezeichnet wird. Hm. Ich kann an Eigenblut-Spritzen z.B. nichts falsches erkennen, oder bin ich da auf dem Holzweg?

  4. 04

    @Fabian: Semantik mal beiseite gelassen, ist es insofern falsch, wenn Du Dir durch mit Sauerstoff angereichertem Eigenblut einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen Teilnehmern verschaffst. Ob das Doping heißen sollte oder schlichte Betrug ist mir dabei egal.

    Wobei ich mich ehrlich frage, wie das mit einem Phelps klappt. Es ist vorher genügend drüber spekuliert worden, wieviele Goldmedaillen er holt (ob war gar kein Thema), es wurde während der Spiele genug drüber geschrieben/gesendet etc. und trotzdem fiel er bisher nicht durch eine einzige Kontrolle. Sind die Hersteller von den entsprechenden Mittelchen schon wieder soweit weg? Ich meine, bei einem Run von acht mal Gold schaue ich doch spätestens bei der vierten genauer hin, oder?

  5. 05
    Jolka

    Lange Arme, sehr langer Oberkörper und kurze Beine. Der Mann hat einfach nur den perfekten Körper, jedenfalls fürs schwimmen. Denn Männer mit unverhältnismäßig kurzen Beinen sehen doch eher Scheiße aus :)

  6. 06

    @Fabian: Die Gefhr einer Embolie hast Du bei Eigenblutbehandlungen genauso, wie bei EPO

    @Robert: Wenn du genug Geld hast, ist so manche Pharmafirma auch bereit, spezielle Dopingmittel zu entwickeln, die der Markt nicht sieht. Alternativ gibt es auch Mittel, die die Zulassung für den Markt nicht schaffen. Für diese Mittelchen wird es dann nie Nachweise geben. Außerdem hinken die Kontrollen immer hinterher. Mittlerweile gibt es auch Gendoping, da wird die WADA in ein paar Jahren noch immer mit leeren Händen dastehen.

  7. 07
    Hr.Lohmann

    Ich hab am WE vom 6.-10. eine Doku im Fernsehen gesehen, die ich leider nicht mehr finde. (Ich dachte eig., dass es Phoenix war, aber da steht nichts mehr).

    Dort wurden die Trainingsmethoden von Phelps mit denen des japanischen Brustschwimmers Kosuke Katajima verglichen. Phelps trainiert stundenlang mit Gewichten Übungen im Wasser für den Delphinbeinschlag. Als der Japaner die nachmachen sollte, hielt er kaum eine Minute durch.

    Ich denke, dass alle Schwimmer bei Olympia dopen, ob mit Insulin, EPO, Schmerzmitteln oder Wachstumshormonen. Aber ich denke auch, dass Phelps mit seinem Training alle anderen überflügelt…

  8. 08
    Hr.Lohmann

    @Jolka: Auch darum ging es in der Doku. Er hat wesentlich beweglichere Schultergelenke als nahezu alle anderen Schwimmer und seine riiiiesigen Füße (!) sind wie Flossen. Ein Freak auf seine Art.

  9. 09

    @Hr. Lohmann: Gendoping eben ;-)

  10. 10
    christoph kratistos

    Ja, ian Thorpe zB hatte Schuhgröße 53 oder so.
    Dennoch, viele Arten von Doping sind nicht so einfach nachzuweisen, wie zB Blut-Spritzen oder Insulin.

  11. 11
    Thomas C

    Hab auch gelesen, dass so ein mexikanischer Doping-Baron an die 20 Mittelchen auf Lager hat, die nicht nachgewiesen werden können oder auf die nicht getestet wird.

    Einerseits finde ich es fair und gut, dass Doping zumindest bei den Wettkämpfen selbst durch die Kontrollen niedrig gehalten wird. Auch finde ich es gut, dass solche menschlichen Schmetterlinge, wie dazumal die chinesischen Schwimmerinnen nicht mehr gezüchtet werden können.

    Andererseits ist Eigenblutdoping beim Training doch auch mit dem Training in einer Sauerstoffkammer zu vergleichen. Oder? Sind beides technische Hilfsmittel.

    Und ansonsten ist doch alles sehr geheuchelt, meine Damen und Herren Gewichtheber usw..

    Ich gönne jedenfalls Phelbs seine Medallien und seine PR-Berater taten gut daran sie vorher anzukündigen. Denn sonst hätte wirklich nach der vierten Medallie die Medienschlacht begonnen.

    Sport Frei!

  12. 12

    Nichts als gefährliches Halbwissen und Unterstellungen, die hier verbreitet werden.

  13. 13

    @herr Lohmann,
    hier ist ein youtube Video vom Trainigsvergleich mit den Gewichten, allerdings mit dem japanischen Rekordhalter Sato. Sehenswert!!
    http://www.youtube.com/watch?v=S5MKDcQ6u9I

    Mich schreckt nicht nur der Dopingwahnsinn ab, sondern dieser ganze Höchstleistungssport und dessen Vermarktung ist mir zuwieder. Und dann das Gejammer der Nation, wenn es nicht genug Olympiamedaillen gibt. Die Entwertung, die damit verbunden ist, sorgt regelmässig dafür , dass ich das Radio abdrehe.

  14. 14
    Peter H aus B

    Boah, ist der hässlich, mit eine Zahnlücke sähe er aus wie Alfred E. Neumann…. und dann noch nackig?
    Johann, einen Eimer bitte..

  15. 15
    vermutlich

    Hab mal wo aufgeschnappt, dass bei bestimmten Dopings die Unterkiefer sehr markant werden…. Das Phänomen ist sehr schön bei vielen Radprofis zu sehen. Und auf dem o.g. Bild auch.

  16. 16
    Kay

    Lustig wird’s wenn in ein paar Jahren die Dopingproben geöffnet werden und mit dann aktuellen Testverfahren getestet werden.

  17. 17

    Die Dopingwahrscheinlichkeit auf 100 % zu setzen, halte ich für sehr gewagt und unfair. Nach meinem Verständnis ist das dann keine Wahrscheinlichkeit mehr, sondern eine Tatsache, und die braucht beweise.

    Die Unschuldsvermutung ist kein dahergesagtes Buzzword, sondern eine Frage von Anstand und Respekt. Auch wenn es manchen schwer fällt, man stelle sich nur in einem kleinen Augenblick vor, das er sauber ist.

  18. 18

    @Hr.Lohmann: Das müsste auf arte gewesen sein. Ich habe dort die entsprechende Sendung zu Asafa Powell gesehen, und da wurde am Ende der zweite Teil mit Phelps angekündigt.

    Und nach dem Interview im Spiegel mit Angel Dingenskirchen gehe ich sowieso davon aus, dass dort fast alle gedopt sind. Wie nannte ein Freund von mir das schon seit Jahren: Steroid Troopers.

  19. 19

    Bestens, nettes Bild, nur vielleicht ein blauer Hintergrund?
    Hat jemand das shirt zufällig, suche noch eins, auch wenn es an meinen schmalen schultern herabfallen würde… aber trotzdem irre…
    Schade das Ian Thorpe nicht mehr dabei ist. Mit 24 Jahren schon ausgesorgt… Danke Eltern, aber ob der glücklich ist?!….
    Man Ärgert sich eh nur über sich selbst…

  20. 20
    max

    Ich glaube nicht das er gedopt hat und gönn es ihm einfach. Wer so schwimmen kann hat die 8 Goldmedallien einfach verdient. Meinen Respekt!

  21. 21

    Mir ist das ja mittlerweile völlig schnuppe, ob die gedopt sind oder nicht. Ich gehe einfach davon aus. dass sie es sind, und gucke nicht mehr hin.

  22. 22
    Tyler

    @Stefan
    Dann ist es dir ja doch nicht schnuppe, wenn du deshalb nicht guckst.

  23. 23
    Maltefan

    @Peter H aus B: Mit nem Sack über’m Kopf ist der ziemlich sexy, finde ich …

  24. 24

    Bei dem Doping muss irgendwas schief gelaufen sein. Die Ohren sind viel zu groß für eine optimale Wasserlage.

  25. 25

    Ich habe fest gestellt, dass eine halbe Stunde Rad fahren mir mehr bringt als 10 Jahre Tour de France sehen.

  26. 26
  27. 27
    Hr.Lohmann

    @Silke: Genau der Part isses! Ich dachte, das wär der Brustschwimmer gewesen, aber Sato, auch okay….

    @vermutlich: Haste mal die Schwestern gesehen vom Phelps? Entweder die dopen alle oder das liegt in den Genen, seeeehr ausgeprägt alles :D

  28. 28

    Dieser Gewichtheber ist auf keinen Fall gedopt: http://www.youtube.com/watch?v=i76VHUp4R4g

  29. 29

    Hallo zusammen,

    scheinbar hatte ich vor zwei Tagen dieselbe Idee bzgl. des SI Covers mit Michael Phelps. Liegt ja auch nah.

    Bei mir ist dieses Bild in den Pausen entstanden:
    http://www.flickr.com/photos/testspiel/2783489243/

    Gruß,
    Marc

  30. 30
    kasos

    Schade nach den ersten expliziten Meinung ist die Diskussion hier ja doch etwas verflacht, generell ist es doch Wahnsinn, dass ein Betrugssystem wie das Doping womit auch immer benutzt wird, um Menschen zu Höchstleistungen zu trimmen, damit sie am Ende mehr Profit abwerfen, darum geht es doch, oder habe ich da etwas missverstanden? Ob die dann letztendlich mit 45 plötzlich versterben, an welcher Spätfolge auch immer, interessiert dann niemanden mehr. Betrug an uns Zuschauern ist es allemal.

Diesen Artikel kommentieren